Zitat

    Wenn ich Deine Beiträge so lese:"Ich will nicht,daß er schwul ist." und "Er soll Familie gründen und Kinder bekommen" usw. usf....

    wenn sie so sehr auf kind/enkelkinder erpicht ist, soll sie sich doch selbst noch ein kind machen lassen:=o


    ihr sohn tut mir auf jeden fall leid, da kann ich nur hoffen, falls er wirklich schwul ist, bald die kurve kratzen kann und solch einem intoleranten elternhaus den rücken kehren kann:)z

    @ tel

    sowas hab ich mir auch gedacht. allerdings hab ich mich dann auch geärgert, weil es so einen gegensatz zementiert: auf der einen seite die ultrakonservativen, die nix blicken, und auf der anderen seite wir ach so wunderbaren toleranten guten menschen. --


    homophobie funktioniert ja meist viel subtiler. dazu brauchst du keinen prügelnden vater; es reicht z.b. dass die eltern das eigene kind sogar irgendwann einigermassen akzeptieren, den sohn aber nicht mehr unterstützen, in dem moment, wo er ihnen seinen wunsch vater zu werden mitteilt; die eltern sagen ihm dann vielleicht, dass sie angst hätten das enkelkind könnte dann auch "homosexuell" werden --- und was heisst das für den "akzeptierten" sohn?


    oder, die eltern nicken ein coming-out des kindes ab, und tun danach nichts anderes als es als phase abzutun, nicht ernst zu nehmen, zu belächeln. und stellen dem kind womöglich gegengeschlechtliche partner_innen vor.


    -- und bei diesen beispielen wären sich die in diesem faden ach so toleranten schreiber_innen vermutlich weniger einig gewesen.

    @ joustel

    wie katharina schon gesagt hat, ist eben die te gesperrt. der faden ist gestern übrigens auch vorübergehend gesperrt (und auch bereinigt) worden.

    @ katharina

    zu der umerziehungssache: dass das ein griff ins klo ist, ist wohl logisch. das ändert aber nichts daran, dass es trotzdem passiert. das ganze ist vor allem in den usa (bible-belt) ziemlich verbreitet -- es gibt dort aber auch schon wieder eine gegenbewegung: umerzogene schwule/lesben, die sich neu zu ihrem schwul/lesbischsein bekennen.


    in diesen gruppen finden sich aber (eigentlich logischerweise) durchaus leute über 17 ein, leute nämlich bei denen sich die "homosexualität" bereits manifestiert hat. das sind oft auch leute die das von sich aus machen - z.b. aus religiösen gründen.

    @ all

    es gibt verschiedene gründe warum es sinn macht, so zu argumentieren, dass lesben und schwule menschen sind, die eben mit dieser "anlage" geboren wurden. fakt ist aber, dass es dieses konzept von homosexualität - nämlich, dass lesben und schwule eine klar abgrenzbare personengruppe sind erst seit 200 jahren gibt. davor gabs freilich männer die mit männern und frauen die mit frauen sex hatten. das wurde aber z.t. ganz anders bewertet als heute. und eben nicht als eine die ganze person durchdringende eigenschaft.


    dass es weit mehr gibt als nur lesbisch schwul und bi sollten auch folgende personenbezeichnungen zeigen: (bei interesse bitte selbst googlen) ex-lesbe, frauenidentifizierte lesbe (während der 2. frauenbewegung), fag hag, bicurious, hasbian, Lesbian until graduation, sequentielle homo- und heterosexualität, ...

    ich finde es schon schlimm genug, dass eine mutter so einen faden aufmacht:-/


    was denkt sie denn welche ratschläge sie hier bekommt? das sie mit ihrem sohn zum exorzisten gehen soll, oder wie soll sie ihn bekehren?:|N

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    fakt ist aber, dass es dieses konzept von homosexualität - nämlich, dass lesben und schwule eine klar abgrenzbare personengruppe sind erst seit 200 jahren gibt.

    Ich vergleiche Homosexualität gerne mit Linkshändertum...


    Noch vor vierzig Jahren durfte es nach Möglichkeit auch keine Linkshänder geben. Dabei haben wir Linkshänder uns das auch nicht ausgesucht, sondern sind von der Natur so gestaltet worden.


    Im Falle meines Mannes (er ist wie ich Linkshänder) sagte damals seine Lehrerein zu seiner Mutter: "mit welcher Hand er zu Hause schreibt, ist mir egal. In der Schule hat er mit der rechten Hand zu schreiben". Na toll...

    Lian-Jill

    an das beispiel habe ich vorhin auch denken müssen (gerade bezüglich der frage "umerziehung"/"exorzismus"). klar, können wir menschen alles mögliche lernen, uns alles mögliche ab-/angewöhnen.. ob es langfristig.. oder auch kurzfristig sinnvoll ist, ist eine ganz andere frage..

    nochmal lian-jill: ich bin ganz begeistert vom beispiel!!!

    Zitat

    Im Falle meines Mannes (er ist wie ich Linkshänder) sagte damals seine Lehrerein zu seiner Mutter: "mit welcher Hand er zu Hause schreibt, ist mir egal. In der Schule hat er mit der rechten Hand zu schreiben". Na toll...

    das könnte man ja auf eine häufige reaktion auf ein schwules/lesbisches coming-out umlegen: "mir doch egal was du in deinem bett machst und mit wen; aber trag es blos nicht nach aussen hin zur schau"

    Ja, das fiel mir eben ein, als ich den Beitrag einer Mutter hier las, die sich zunächst tolerant gab und dabei meinte, sie würde nicht mitansehen wollen, dass ihr Sohn mit einem Mann knutscht. Und das mit einem "schüttel" untermalt hat.

    Zitat

    Ja, das fiel mir eben ein, als ich den Beitrag einer Mutter hier las, die sich zunächst tolerant gab und dabei meinte, sie würde nicht mitansehen wollen, dass ihr Sohn mit einem Mann knutscht. Und das mit einem "schüttel" untermalt hat.

    eben das meinte ich damit als ich geschrieben hab, das homophobie meistens subtiler funktioniert.

    Zitat

    Im Falle meines Mannes (er ist wie ich Linkshänder) sagte damals seine Lehrerein zu seiner Mutter: "mit welcher Hand er zu Hause schreibt, ist mir egal. In der Schule hat er mit der rechten Hand zu schreiben". Na toll...

    das ist ja noch vergleichsweise human.


    wir haben in der schule stockhiebe bekommen.


    jemand, der links schreiben wollte, musste seinen arm ausstrecken, seine linke hand aufhalten und hat drei bis fünf starke schläge mit einem rohrstock (bambusstab) bekommen.


    der KONNTE die nächste stunde gar nicht mit links schreiben :-/

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    Moin!


    Ich habe alle 15 Seiten gelesen und habe in keinem Beitrag von Bettina69 gesehen, dass sie ihren Sohn nicht liebt. Ich weiss nicht wie viele hier darauf kommen?


    Ebenso wurde ihr auch kaum eine Chance gegeben, erst einmal mit dieser Situation konfrontiert zu sein.


    Anstattdessen bekommt sie permanent zu hören, dass sie ihren Sohn nicht zu verformen und das gefälligst zu akzeptieren hätte. Dazu kommen noch lauter :(v%-|>:(:|N:-/:-(-Smilies und sie ist endgültig in die Ecke gedrängt.


    Ich möchte, wenn bspw. ein Verwandter stirbt auch nicht hören, dass der Tod zum Leben gehört oder wir alle mal sterben müssen, sondern in den Arm genommen und getröstet werden. Ich will das meiner Trauer Raum und Zeit gelassen wird.


    Es ist für manche vielleicht jetzt ein bisschen skurril Homosexualität mit dem Tod zu vergleichen. Ist nur ein Beispiel. An einem zu kurzen Penis oder zu einem zu dicken Hintern kann man auch nichts ändern. Den haben wir nunmal oder auch nicht. Aber es gibt eben Menschen, die sich z.B. auch daran gewöhnen müssen und das nicht gleich so akzeptieren können.


    Welchen Stellenwert Kinder und Enkel für viele Frauen zudem haben, brauche ich hier nicht weiter zu erläutern. (Dazu gibt´s diese ganze Schwangeren- und Hibbelforen.;-D)


    Dass Bettina69 sich vielleicht auch mal Enkel von ihrem einzigen Sohn wünscht, finde ich auch normal und nicht seltsam. Auch da kann ich ihre Traurigkeit nachvollziehen. Das dies nie passieren wird, ist wohl bei einem schwulen Sohn wahrscheinlich.


    Ich finde es sollte einem aber erst einmal die Gelegenheit gegeben werden sich zu beschweren, traurig zu sein oder sich zur Homosexualität kritisch äussern zu dürfen, bevor man eines Tages bereit oder in der Lage ist, damit zu leben.


    *:)