eine Frage habe ich noch an euch


    Und zwar wie geht man am besten mit Schicksalsschlägen um?. Für mich ist das ein großer aber ich will es gerne vergessen und wieder so leben wie vorher. Wie schaffe ich das am besten, ich will wieder ganz der alte sein aber mir gelingt das einfach nicht weil ich die ganze zeit daran denken muss( hätte ich es nur nicht getan, es wäre alles so schön gewesen wenn ich es nicht gemacht hätte)

    Zitat

    will es gerne vergessen

    Das ist nicht möglich (egal, um welche Problematik es sich handelt). Akzeptanz und das beste aus den im Hier und Jetzt gegebenen Möglichkeiten machen ... so könnte der Weg zu mehr Zufriedenheit aussehen.


    Warst Du schon bei Deinem Hausarzt? Du schreibst selbst, es gelingt Dir nicht alleine. Worauf wartest Du?

    Zitat

    ich will es gerne vergessen und wieder so leben wie vorher.

    -Zum Arzt wegen deiner Probleme und nicht zwanghaft daran denken zu vergessen. Mit der Zeit – wenn Du nicht immer daran denkst, dass es Dir vor dem Eingriff besser ging, und wenn Du vielleicht Hilfe oder einen richtigen, persönlichen Ansprechpartner hast, mit dem Du Dich ungehindert, unbesorgt austauschen kannst – wird es sich normalisieren. Hatte ich zumindest. Ich denk auch nicht gern an das Vergangene zurück, aber wenn ich es doch mal tue, ist es längst nicht mehr so, dass ich verzeifle oder der Person oder mir Vorwürfe mache und in Grübeleien versinke.


    Nicht zwanghaft daran denken "Ich möchte/ muss es vergessen!" (aber auch nicht mehr "Hätte ich es nur nicht getan, es wäre alles so schön gewesen, wenn ich es nicht gemacht hätte!") würde ich Dir raten! :)*


    Vielleicht schaffst Du es auch mal in einer Sprechstunde zum Hausarzt zu kommen und "spontan" darüber zu reden, vielleicht fällt Dir das leichter als wenn Du einen Termin ausmachen würdest, dem Du dann verrückt (vor der Angst/ Nervosität, die Du ja vor dem Hausarztbesuch zu haben scheinst) entgegenblickst... :)*

    ich ahbe ehrlich gesagt die Lust am Leben verloren. Ich fühle mich verstümmelt und habe wirklich psychische Schäden durch die Beschneidung erlitten. Die Gefühle die mir genommen worden sind werde ich nie wieder erlangen können:( Was ich mich immer wieder Frage ist, wie andere Beschnittene damit Leben können, Südländer z.B haben nie Probleme und da ist fast jeder Beschnitten.


    Ich denke selbst ein Psychologe wird mir nicht helfen können:( Mein Leben wurde zu einem einzigen Scherbenhaufen gemacht. Am Liebsten würde ich mich gleich kastrieren lassen, da hätte ich nie wieder Gedanken über das Thema Beschneidung!

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    Ich habe so viele Gedanken , da kann ich gar nicht schlafen. Der Eingriff ist schon ein halbes Jahr her, doch es kommt mir vor wie gestern. Schon 6 Monate kreist sich mein Leben nur um das. Hätte ich es nur nicht gemacht und und und. Mir war Sex sehr wichtig, ich hatte vorher zwar Schmerzen aber verglichen damit das ich jetzt kaum was spüre will ich lieber die Schmerzen. Das macht mich so fertig, warum ist das Leben manchmal so ungerecht:(


    Ich werde nie wieder Sex richtig genießen können :°(

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    Das macht mich so fertig das ich keinen Sinn mehr im leben sehe. jetzt fragen sich einige , ist das Leben nur Sex?!?!?! Natürlich nicht, aber Sex ist seeeeehr wichtig um z.B den Stress im Alltag zu vergessen oder mit seinem Partner einfach Leibe auszutauschen bzw die Lust zu spüren! Das alles kann ich zwar machen, ohne aber wirklich Lust zu empfinden, das ist echt hart!

    Hmm, ich bin zufällig auf deinen Faden gestoßen. Habe wirklich nicht die geringste Ahnung von Psychologie. Was du schreibst klingt für mich aber wirklich sehr heftig, und danach dass du momentan Hilfe brauchst. Und damit meine ich professionelle Hilfe, und nicht (nur) dieses Forum.


    Ich selber bin beschnitten, seit ich denken kann (Phimose mit 4, glaube ich). Mein Vorteil ist: ich kenne mich da untenrum nicht anders. Deswegen mag ich, wie alles aussieht, und mit angenehmen Gefühlen habe ich keine Probleme. Dass ich möglicherweise weniger fühle als Männer mit Vorhaut, und Männer ohne angeblich länger können, das nehme ich einfach so hin. Ich hab keinen Vergleich.


    Hätte ich jetzt plötzlich ne Vorhaut... hmm... dann gäbe es bei mir zumindest großes Chaos. Iiih, wie sieht denn das aus (kein Scherz!)? Wie mach ich das Ding richtig sauber? Was muss ich jetzt anders machen, damit sich dies und das gut anfühlt?


    Ich weiß nicht, ich würde vermutlich das zurückhaben wollen was ich immer hatte. Weil wir Menschen eben Gewohnheitstiere sind. Aber weil ich diese Wahl nicht hätte, würde ich das Beste daraus machen. Ernsthaft: mal mit anderen Männern quatschen, wie das so ist. Hab ja keine Ahnung von der neuen Lage. Mal selbst eine Zeit lang in Ruhe und geduldig auf Erkundungstour gehen... WAS fühlt sich WIE an? Nicht alten Gefühlserinnerungen hinterherlaufen, sondern Neue kennenlernen. Als vorhautloser Mann sollte man sich z.B. zumindest mal mit Gleitgel beschäftigt haben.


    War man in letzter Zeit im Kino, dann findet man es vielleicht bewundernswert, dass ein querschnittsgelähmter Mann der da unten komplett taub ist, stattdessen Ohrmassagen schätzen lernt. Aber das sagt sich leicht. Manche haben die Fähigkeit, auch aus den schwersten Situationen das Beste zu machen. Andere schaffen es alleine einfach nicht. Sie könnten dabei Hilfe gebrauchen.

    Ich habe jetzt dienstag nen termin bei meinem Hausarzt. Werde dann mit ihm über alles reden. Ich habe Schlafstörungen wegen der Beschneidung, und bereue es jeden tag gemacht zu haben. Ich werde Ärzten nie wieder trauen!!!!


    Mir war Sex sehr wichtig , jetzt da ich kaum noch was spüre muss ich versuchen mit dem thema sex abzuschließen und meine Enerigie andersweitig einsetzen, auch wenn es mir sehr schwer fällt. Ich überlege evtl doch den Arzt anzuzeigen, er hat mich nämlich nicht aufgeklärt, er hat nur gesagt da kommt n bissl haut ab und fertig, wirklich kein aufklärungsgespräch. DIe ganze Sache macht mich total fertig. Ich habe nicht mal mehr Lust Mädchen kennenzulernen weil ich später eh kein Sex mehr haben kann

    Ich glaube, wenn man IN einer solchen Verzweiflung steckt, kann man einfach nicht drüber hinaussehen. Mir gelingt das jedenfalls auch nie...


    Aber glaube mir:

    Zitat

    Mir war Sex sehr wichtig , jetzt da ich kaum noch was spüre muss ich versuchen mit dem thema sex abzuschließen und meine Enerigie andersweitig einsetzen

    DAS ist totaler Bullshit! Du WIRST noch JEDE MENGE Sex in deinem Leben haben, und du wirst auch wieder lernen Spaß dran zu haben. Jede Menge sogar. Ich glaube dir aber, dass du mir das jetzt noch nicht glaubst. ;-)


    Vorschlag: druck dir deinen Satz "Jetzt da ich kaum noch was spüre muss ich versuchen mit dem thema sex abzuschließen" aus und häng ihn dir an die Wand. An dem Tag an dem du den Zettel wieder von der Wand reißt und weißt wie blind dich deine extreme Verzweiflung gemacht hat, hast du dann was zum Lachen. Und du hast dann sogar noch was gelernt:


    Je tiefer man in der Scheiße steckt, desto mehr stinkt der Blick auf die Zukunft. ;-)


    Hat man sich irgendwann wieder aus dem Dreck gezogen, erst dann merkt man was für einen Mist man sich in den harten Zeiten eingeredet hat.

    Zitat

    Ich habe jetzt dienstag nen termin bei meinem Hausarzt. Werde dann mit ihm über alles reden.

    Gute Idee! Hoffentlich hast du einen kompetenten Hausarzt, der damit richtig umgeht.

    Zitat

    "Jetzt da ich kaum noch was spüre muss ich versuchen mit dem thema sex abzuschließen"

    1. Du hattest seitdem noch gar keinen Sex.


    2. Du hasttest früher beim Sex solche Schmerze durch die einschnürende Vorhaut, dass es nur mit Kondom ging.


    Was vermißt Du denn eigentlich?


    Deine Gefühle/Gedanken sind irrational, geh' zum Hausarzt und laß Dich an einen Experten übeweisen.

    Das habe ich mich beim Lesen auch gefragt: Sicherlich ist Deine Situation sehr schlimm, und du tust mir aufrichtig Leid :-( Ich habe den Eindruck, dass bei der Beschneidung tatsächlich "Deine Männlichkeit beschnitten" wurde. Du fühlst Dich jetzt nicht mehr als ganzer Mann, richtig?


    Sicherlich hat sich deine Sexualität durch die Beschneidung verändert, aber offenbar war sie mit Phimose ja vorher auch nicht optimal. Du musst Dich jetzt an Deine neue Sexualität gewöhnen. Und so, wie die Beschneidung Dein Gefühl von Männlichkeit reduziert hat, halte ich hier Hilfe durch einen erfahrenen Psychologen für durchaus sinnvoll.


    Vielleicht kannst Du Dir ja auch die folgenden Fragen mal selbst beantworten:


    - Welchen Stellenwert hat Sex für Dich?


    - Was genau hast Du vor der Beschneidung empfunden, was Du jetzt nicht mehr empfinden kannst?


    - Wie war der Sex vorher für Dich?

    hat er schon:


    in seinen anderen Fäden.

    Was mich noch interssiert: du schreibst in deinen vorherigen Fäden z.B. davon, dass SB bei dir jetzt 10 statt 2 Minuten dauert. Oder dass du keine Spontanerektionen mehr hast. Ist das tatsächlich ein Lebensqualitätsverlust für dich?


    Ich mein, geht es dir bei SB nur darum möglichst schnell fertig zu sein? Vielleicht vertrete ich da ne ungewöhnliche Meinung, aber alles vor dem fertig sein fühlt sich doch auch nett an. Und meiner Erfahrung nach ist es auch so, dass nach längerer Stimulation am Ende alles noch intensiver ist. Sicher gibt's mal Situationen da ist ein schneller Druckabbau ganz willkommen, aber bei mir ist das eher die Ausnahme. Dauert es länger hat man mehr davon, was ja nicht nur für SB sondern auch für Sex (und auch die Sexpartnerin) gilt. Wie siehst du das?


    Und was genau ist eine Spontanerektion und was ist der Vorteil davon für dich? Du denkst an nix Besonders, siehst nix Heißes, und hast ne Erektion? Und das vermisst du? Wäre das so, könnte ich das nicht so ganz nachvollziehen, ehrlich gesagt. Aber erklär mal bitte.

    Zitat

    Ist das tatsächlich ein Lebensqualitätsverlust für dich?

    Darauf zielten meine Fragen auch ab. Was genau ist jetzt "schlechter" als vorher, und welche Einstellung zur Sexualität verbirgt sich dahinter?