Ich bin schon in der geschlossenen mit ausgang, nur jetzt darf ich gar nicht raus. Die Behaupten, dass ich nicht kooperiere, das stimmt aber nicht. Ich glaube, dass die vorhin einen weiteren Beschluss angefragt haben. Kommunikation gibt es aber nicht, denen ist es egal, ob ich informiert werde oder nicht. Dann kommt plötzlich ein richter und dann wars das. Ich hätte gerne eine richtige Behandlung, aber die Kriege ich hier nicht. Trotzdem wird aber nichts weiter eingeleitet.

    Nein, da der Schmerz nicht durch Druckpunkte ausgelöst wird. Bis jetzt hat ein Physiotherapeut ein einziges mal durch Druck den Schmerz ausgelöst und eine kleine verspannung gefunden. Mehr wurde physisch aber nicht gefunden.

    @ magnus

    Zitat

    Etwas zu akzeptieren ist nun gerade sehr passiv und eben nicht aktiv. Deine Aussagen sind da sehr zweideutig.

    Du musst das schon im Kontext sehen. Das akzeptieren der Schmerzen ist nur ein Teil davon, wie man mit psychosomatischen Schmerz umgehen kann.

    Zitat

    Nein, sie nehmen ihn offenbar eben gerade nicht ernst. Im übrigen er ist in einer psychiatrischen Abteilung. Wie kann man denjenigen "rausschmeissen", wenn er doch eigentlich genau an der richtigen Stelle ist ???


    Was sind das für merkwürdige Psychologen? Sie erklären, das die Scherzen einen psychischen Hintergrund haben und als "Therapie" schmeissen sie den Patienten raus ??? Erst Recht, wenn Sie folgendes erklären:

    Wir kennen doch die genauen Hintergründe nicht, warum er gehen soll. Vielleicht haben die Therapeuten schon alles getan, was sie tun konnten und vielleicht ist der TE auch nicht kooperativ genug... Gründe gibts da sicher einige.

    Zitat

    vgl. oben Er ist in einer psychiatrischen Abteilung, deren Ärzte es als Aufgabe haben den Patienten zu helfen.


    Wofür braucht man dann sonst einen Psychiater ??? ?

    Ich glaub, du verstehst nicht, was ich aussagen wollte. Sicher helfen Therapeuten, aber sie sind eben nur eine Art Wegbegleiter. Denn die Hauptarbeit muss man immer noch selbst erledigen, das heißt, das umzusetzen, was man in der Klinik gelernt hat. Daran scheitern aber schon einige.


    Ein Psychotherapeut ist nun mal niemand, der dir eine Pille für eine Erkrankung verschreibt und dann ist wieder gut. Den Eindruck habe ich aber vom TE, der anscheinend glaubt, in einer Psychiatrie die Lösung für seine Probleme in Form einr Tablette auf einem Tablett serviert zu bekommen.

    @ raytracer

    Zitat

    Ich habe eine Liste mit allen meinen Problemen aufgeschrieben (2 Seiten), hatte bis jetzt mit dem Psychologen aber leider sehr wenig Gespräche. Auch auf Nachfrage bekam ich nicht mehr.

    Wieviel Gespräche hast du denn in der Woche? Üblich sind 1x50 min in der Woche. Manchmal vielleicht noch zusätzlich eine halbe Stunde zusätzlich.


    Dann gibts eventuell noch Gruppengespräche. Wird das in deiner Klinik angeboten?


    Wichtig ist auch, dass du dich mit Mitpatienten austauscht. In einer Klinik hilft man sich in der Regel gegenseitig. Das ist sogar wichtiger als die Gespräche mit den Therapeuten.

    Zitat

    Ich hätte gerne eine richtige Behandlung, aber die Kriege ich hier nicht. Trotzdem wird aber nichts weiter eingeleitet.

    Was verstehst du denn unter einer richtigen Behandlung? Welche Erwartungen hast du an die Therapie? Schildere doch mal in etwa deinen Tagesablauf. Du hast nämlich bisher noch nicht wirklich geschrieben, was du bisher so gemacht hast. Du sitzt doch sicher nicht nur den ganzen Tag in deinem Zimmer, oder?


    Mich wundert es auch, das du dich in der Klinik noch einsamer fühlst. Warum eigentlich? Gerade die Klinik ist doch ein Ort wo man auch Kontakte schließen kann. Unterhälst du dich denn gar nicht mit deinen Mitpatienten?

    @ Parvati:

    Zitat

    Sicher helfen Therapeuten, aber sie sind eben nur eine Art Wegbegleiter. Denn die Hauptarbeit muss man immer noch selbst erledigen, das heißt, das umzusetzen, was man in der Klinik gelernt hat. Daran scheitern aber schon einige.

    Nein, diese Aussage sehe ich nicht so. Sie widerspricht zum Teil recht krass vielfältigen Beobachtungen bei anderen als auch den eigenen!!! es hängt nämlich ganz entscheident davon ab, ob der Therapeut in seiner eigenen Entwicklung soweit ist, dass er den Patienten auch wirklich adäquat begleiten kann. und daran fehlt leider sehr oft!!!


    Wenn es an guter Wegbegleitung fehlt, geht letztlich garnichts. Zu beobachten an den unzähligen Therapien, die irgendwo im Nirwana abgebrochen werden und den Patienten in einer unerträglichen Verwirrung und unerträglichem Chaos allein und letztlich unbegleitet zurück lassen.


    Was Du machst ist die Schuld/Verantwortung dafür beim Patienten zu suchen. was kann der Patient dafür wenn der Therapeut unfähig ist sich in ihn einzufühlen?? Dafür gibt es Millionen recht grausiger Beispiele.

    Viele Therapeuten sind auch von der Wahrheit die sich ihnen anfängt im Laufe einer Therapie zu offenbaren, bevor es der Patient die Wahrheit jemals selbst ertragen, kann so geschockt, dass sie nicht weiter machen wollen, weil es ihre eigene Abwehr und ihre selbst nicht verarbeiteten Geschichten tangiert.

    Zitat

    Was verstehst du denn unter einer richtigen Behandlung? Welche Erwartungen hast du an die Therapie?

    Und was er sich wünscht, hat er doch klar und deutlich artikuliert.


    Er wünscht sich, dass ihm mehr und besser zugehört wird, dass es mehr Gesprächsmöglichkeiten gibt.


    Und er möchte mit einem Therapeuten zusammen verstehen, was die Schmerzen zu bedeuten haben.


    Und es sind vermutlich nicht nur seine eigenen Wünsche sondern die ganz ganz vieler Patienten in Therapien, wo der Therapeut bitte hinhören soll und nicht einfach weghören soll, wenn es ihm (dem Therapeuten) "zu ungemütlich" oder zu bedrohlich wird.

    Zitat

    Und was er sich wünscht, hat er doch klar und deutlich artikuliert.


    Er wünscht sich, dass ihm mehr und besser zugehört wird, dass es mehr Gesprächsmöglichkeiten gibt.


    Und er möchte mit einem Therapeuten zusammen verstehen, was die Schmerzen zu bedeuten haben.

    Die Frage ist nur: Ist er mit seinen Wünschen an der richtigen Adresse? Akutpsychiatrien sind nicht das Selbe wie psychosomatische Kliniken. Da ist das Therapieprogramm weitaus vielfältiger, aber mit Einzelsitzungen erschlagen wird man da auch nicht. Zumal Einzelsitzungen auch dann am besten wirken, wenn dazwischen adäquate Zeitabstände (z.B. eine Woche, zehn Tage) liegen.


    Aber als ich in der Psychiatrie war, wurden da auch einige interessante Dinge angeboten - Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, aber auch Gruppengespräche. Da würde ich ansetzen und mich so viel wie möglich einbringen. Und irgendwie muss er auch Kontakt zu den Mitpatienten aufbauen (das lief bei uns v.a. im Raucherraum ;-D ), ich hab da Leute ohne Ende kennengelernt. Und der Austausch hat mir sehr, sehr geholfen (weil ich mich verstanden fühlte, weil jeder getröstet hat, wo er konnte usw.). Bei uns wurde auch viel Karten und andere Spiele gespielt, abends auch mal gemeinsam eine Sendung im TV geschaut (der TV stand im Gemeinschaftsraum) u.a..

    Hallo,


    Gespräche habe ich gar keine, nur ganz selten. Das letzte Gespräch war vor einem Monat.


    Mein tagesablauf besteht aus aufstehen, morgenrunde, Mittagessen und sas wars. Den ganzen Tag bin ich im Zimmer und mache sit up, Spiele Gitarre oder schaue Fernsehen. Kontakt mit den mitpatienten habe ich sogut wie gar nicht. Generell wird hier kein Wort gesprochen, es ist immer leise, da jeder auf dem Zimmer ist oder schweigend im Aufenthaltsraum ist.


    Zurzeit bin ich quf entzug von dulexetin, lorezepan und quietapin. Hatte schon öfters einen entzug und gerade das lorezepan macht mir zu schaffen. Artztgespräche gibt es hier aus kostengründen seid diesem Jahr nur noch einmal pro woche und das geht immer ganz kurz, 5 Sekunden vielleicht, länger als ejne Minute auch nicht.

    Das klingt ja echt merkwürdig :-/ Wenn es weder Gespräche noch anderweitige Therapieangebote gibt, dann würde ich mir an deiner Stelle eine andere Klinik suchen. Das wundert mich, dass du dass dann überhaupt schon 4 Monate durchgezogen hast...


    Dass man in einer Psychiatrie einen TV auf dem Zimmer hat, wundert mich ehrlich gesgt auch. Das ist mehr als unüblich. Denn die Kliniken wollen in der Regel nicht, dass die Patienten in ihrer freien Zeit vor der Glotze hängen sondern den Kontakt zu Mitpatienten suchen oder sich anderweitig beschäftigen.

    Hallo, ich habe schon am Anfang gesagt, dass ich woanders hin wollte, aber die Ärzte sagen immer, dass das nichts bringen würde. Ich bin auch der einzige mit einem Fernseher auf dem zimmer. Wenn ich Schmerzen habe, lenke ich mich damit ab.

    Raytracer

    Zitat

    Hatte schon öfters einen entzug und gerade das lorezepan macht mir zu schaffen.

    Ab 2,5 mg fällt Tavor unters BTM? Egal. Falsch angewendet, ist ein Teufelszeug.

    Zitat

    Heute war ein Gespräch, und ich war vorher sehr aufgeregt, da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass der Schmerz psychosomatisch ist.

    Hast Du hier am 24. Februar 2014 geschrieben.

    Zitat

    Gespräche habe ich gar keine, nur ganz selten. Das letzte Gespräch war vor einem Monat.

    Heute morgen, den 26. Februar 2014, hast Du es geschrieben.


    Normal: Es ist ein Zeichen des Entzuges.

    Zitat

    war kann ich machen, damit diese psychosomatischen schmerzen weg gehen ?

    Du brauchst zuerst einmal sehr viel Kraft, um den Entzug durchzustehen. :)*

    Hallo, das Gespräch war ein hilfeplangespräch mit dem Jugendamt, kein gespräch mit psychologen. Das schlimme ist, dass ich von dulexetin, lorezepan und quietapin gleichzeitig auf entzug bin. Wurde gerade gewogen und habe schon wieder abgenommen (18 kilo inzwischen). Vielleicht macht dass es auch noch heftiger, trinken tue ich aber genügend. Der entzug hat beim ersten mal mit tavor schon lamge gedauert, dieser ist aber heftiger.

    Edit: plötzlich wollen die mich rausschmeisen. Erst verwehren die mir den Ausgang und jetzt wollen die mich loswerden, auch wenn es mir wirklich schlecht geht. Draußen bin ich dann auf mich alleine gestellt. Die sagen, dass die mich dann zwangsweise in ein Wohnheim stecken wollen. Ich weis echt nicht, was ich machen soll.

    Mein Tipp: Lass dich entlassen und such dir ein anderes Krankenhaus. Ich kann deinen Frust schon verstehen, mir ist einmal das Gleiche passiert. Aber: Ich hab mich dann dazu entschlossen, im Notfall eine andere Klinik aufzusuchen (Uni-Klinik vs. Landkrankenhaus).


    So wie du das hier schreibst, hast du in dieser Einrichtung keine (für dich passende) Versorgung. Da du aber anscheinend Internet bzw. ein funktionsfähiges Handy hast, könntest du dich an die Strippe hängen und andere Kliniken abtelefonieren oder dich über deren Angebote informieren.


    Was mir nicht ganz klar ist: Bist du über 18?


    Sonst musst du natürlich mit deinen Eltern Rücksprache halten oder diese vor den Karren spannen.

    Hallo, ich bin 20, habe aber einen gesetzlichen Betreuer, der über alles bestimmen darf. Der will auch, dass ich dort rausgehe, was danach passiert ist wohl jedem egal. Dass es mir wirklich schlecht geht und nur selbstmordgedanken habe ist denen egal. Zuhause werde ich sterben vor Einsamkeit. Außerdem komme ich nicht mehr alleine klar. Vorher habe ich mit einem Betreuer immer Nahrung eingekauft, da ich durch die sehnenschmerzen nichts tragen kann. Der Betreuer hat aber gekündigt. Jetzt habe ich nur noch den gesetzlichen Betreuer.

    Dann tu das, was auch dein Betreuer für richtig hält.


    Du solltest dir auch klar machen, dass alles geht, wenn man nur will. Sofern du gesund werden willst, musst du nach Mittel und Wegen suchen, um dich einem normalen Leben anzunähern. Da gehört auch Einkaufen dazu, Lebensmittel kann man auch per Fahrradanhänger oder rollenden Einkaufskörben nach Hause schaffen. Und da deine Schmerzen ja psychosomatisch und nicht belastungsabhängig sind, kann es kaum zu einer Verschlimmerung kommen, wenn du einkaufen gehst.

    PS: Wenn gar nichts mehr geht, könnte man auch Nachbarn freundlich fragen, ob sie helfen können. Oder nen Zettel im Supermarkt aushängen, Lieferservice engagieren (die meisten Supermärkte liefern ab einem gewissen Einkaufswert gratis nach Hause). Fakt ist: Ohne dein Zutun wird sich nichts verbessern. Wohnst du ländlich oder in einer Stadt?


    In Städten findet man in der Regel ein großes Angebot an Hilfsstellen, Vereinen und interessanten Veranstaltungen. Auch da kann man Leute kennenlernen oder sich zumindest so die Zeit vertreiben, dass man außer Haus ist und nicht alleine rumhockt. Hast du dich schon nach alternativen Kliniken umgesehen?