• Neu

    Sterbehilfe in Belgien bei Depressionen?

    Ich würde vermuten, dass ich an einer Depression leide. Jedoch möchte ich mich gar nicht therapieren lassen...ich denke manchmal einfach, dass die heutige Welt nichts für mich ist.


    Hat jdm. Erfahrung damit, wie man als deutscher Staatsangehöriger in Belgien eine Sterbebegleitung erhält, bei psychischen Erkrankungen (aber körperlicher Gesundheit)?

  • 40 Antworten
    • Neu

    Ich kann nachvollziehen, wie es dir geht, an dem Punkt war ich vor Jahren aufgrund einer schweren Depression auch mal. Und das ist Teil dieser Krankheit, nur noch negatives und keinen Ausweg zu sehen, aber bitte begib dich in professionelle Behandlung. Ich dachte auch niemals, dass ich da rauskomme und dass es noch was Schönes im Leben für mich gibt, aber das ist ein Trugschluss. Du kannst da rauskommen, da bin ich mir sicher.


    Möchtest du vielleicht genau schreiben, wieso genau es dir so schlecht geht?

    • Neu

    Sterbehilfen gibt es auch in Belgien oder den Niederlanden nur für Personen, die sich in einer medizinisch aussichtslosen Lage befinden. Das ist bei Dir definitiv nicht der Fall.

    • Neu

    Depressionen alleine sind schon oft genug ein Ausschlusskriterium(gibt ja genau festgelegte Regeln dafür) für Sterbehilfe. Wenn diese Depressionen aber auch noch Untherapiert sind, dürfte es unmöglich sein, einen Arzt zu finden, der dir seine Hilfe anbietet.

    • Neu

    Wieso möchtest du keine Therapie machen?


    Dass die heutige Welt nichts für dich ist, ist ein ziemlich schwaches Argument.

    • Neu

    Auf 3sat gab es mal eine Doku in der eine junge Deutsche Sterbehilfe wegen schwerer seelischer Erkrankung mit jahrelangen Therapieversuchen in Anspruch hätte nehmen können. Dafür musste sie aber eben nachweisen, dass sie Therapien versucht hat, Gutachten mussten gegeben werden etc.. Schlussendlich hat sie es dann nicht gemacht, aber was ich unterm Strich sagen will: Nicht mehr wollen reicht nicht aus für aktive Sterbehilfe. Es muss klar sein, wie bei körperlichen Erkrankungen auch, dass Lebensqualität nicht wiederherstellbar ist.

    • Neu

    Erstmal Therapie ausprobieren, bevor man sich suizidiert.

    Medikamentöse und Gesprächstherapie kombiniert!


    Irreversible non-selektive MAOI und bestimmte Trizyklika sind die effektivsten Antidepressiva! Das in Deutschland erhältliche MAOI ist Tranylcypromin (Handelsname: Jatrosom). Zu den überdurchschnittlich effektiven Trizyklika gehören nach Effektivität sortiert: Clomipramin, Amitriptylin, Nortriptylin / Imipramin. Wobei Clomipramin das effektivste ist.

    SSRIs (Sertralin, Escitalopram, Paroxetin, Venlafaxin) sind nur mäßig bis kaum effektiv: Gute Anxiolytika, aber schlechte Antidepressiva! In Kombination mit z.B. Bupropion, Nortriptylin oder Mirtazapin können SSRI aber durchaus effektiv sein.

    • Neu
    Layla101 schrieb:

    Ich kann nachvollziehen, wie es dir geht, an dem Punkt war ich vor Jahren aufgrund einer schweren Depression auch mal. Und das ist Teil dieser Krankheit, nur noch negatives und keinen Ausweg zu sehen, aber bitte begib dich in professionelle Behandlung. Ich dachte auch niemals, dass ich da rauskomme und dass es noch was Schönes im Leben für mich gibt, aber das ist ein Trugschluss. Du kannst da rauskommen, da bin ich mir sicher.


    Möchtest du vielleicht genau schreiben, wieso genau es dir so schlecht geht?

    Ich habe einfach das Gefühl, mit der Unzuverlässigkeit und Unverbindlichkeit der heutigen Gesellschaft nicht mehr klarzukommen. Kurzfristige Absagen, Trennung per Notiz...all das.


    Vielleicht ist es bei mir keine Depression, sondern alleine die Tatsache, dass ich nicht in diese Welt reingehöre.


    Aktuell reicht schon eine Unterhalt mit meiner Familie und den vielen "Reizen" (Bilder, Erinnerungen, Nachfragen), dass mir die Tränen hochschießen und ich nur noch flüchten und alleine sein will.


    Ich habe auch keinen Partner an meiner Seite, der mich unterstützen könnte. Ich bin allein.


    Hätte ich eine schwere Depression, könnte ich nicht zur Arbeit gehen...das geht aber. Es ist einfach meine Nichtpassung...


    Einen Therapeuten aktuell zu finden ist fast unmöglich...

    • Neu
    Cord1988 schrieb:

    Wieso möchtest du keine Therapie machen?


    Dass die heutige Welt nichts für dich ist, ist ein ziemlich schwaches Argument.

    Ich habe schon diverse Therapien gemacht und bisher hat nichts geholfen. Aktuell suche ich nach einem neuen Platz, aber es gestaltet sich sehr schwer.

    • Neu
    ADFGG schrieb:

    Erstmal Therapie ausprobieren, bevor man sich suizidiert.

    Medikamentöse und Gesprächstherapie kombiniert!


    Irreversible non-selektive MAOI und bestimmte Trizyklika sind die effektivsten Antidepressiva! Das in Deutschland erhältliche MAOI ist Tranylcypromin (Handelsname: Jatrosom). Zu den überdurchschnittlich effektiven Trizyklika gehören nach Effektivität sortiert: Clomipramin, Amitriptylin, Nortriptylin / Imipramin. Wobei Clomipramin das effektivste ist.

    SSRIs (Sertralin, Escitalopram, Paroxetin, Venlafaxin) sind nur mäßig bis kaum effektiv: Gute Anxiolytika, aber schlechte Antidepressiva! In Kombination mit z.B. Bupropion, Nortriptylin oder Mirtazapin können SSRI aber durchaus effektiv sein.

    Wie gesagt, bei der aktuellen Lage, ist es schwer einen Therapieplatz zu finden.


    Vor einigen Jahren habe ich mal Citalopram ausprobiert, das hat kurzzeitig geholfen (jedoch habe ich dadurch stark 5-10 Kilo zugenommen).

    • Neu
    Alias 974452 schrieb:

    "Witzigerweise" ist die Nummer fast immer besetzt, wenn ich mal anrufe...

    Nicht aufgeben, immer am Ball bleiben. Ich habe mir mal 5 Std. lang die Finger wund gewählt und dann hats geklappt.