Das ist ja wohl der größte Mist, den man einem suizidalen Menschen sagen kann!


    Ich bin nicht todessehnsüchtig, weil ich es eben mal schick finde, sondern, weil ich krank bin. Ich habe eine seelische Behinderung, die mir das Leben mitunter so unerträglich macht, dass ich einfach keine Kraft mehr habe, weiterzuleben. Dass es Menschen gibt, die so krank sind, dass sie sterben würden, finde ich schlimm, aber was kann ich dafür? Und was verbessert sich an ihrem Zustand, indem ich mir die Suizidalität ausrede? Klar, würde ich einem Todkranken gegenüber sitzen, dann würde dieser, der doch so gerne leben möchte, mich wohl nicht verstehen, genauso wie es die wenigsten Gesunden tun. Vielleicht würde aber auch gerade dieser Mensch mich verstehen, weil er weiß, was es bedeutet, zu leiden.

    Zitat

    und was ist deine konstruktive lösung zu dem ganzen

    Ganz einfach das man glücklich sein soll leben zu dürfen.Ein gute freund von mir ist letzes jahr mit 31 Jahren an krebs gestorben...er hat gekämpft bis zum Ende und wollte Leben.


    Ich denke jeder von uns hat viel scheisse im leben aber wenn man sich umbringt ist das auch nicht umbedingt das bester.Weil ich denke es gibt immer einen grund oder irgendwen der es wert ist weiter zu kämpfen.Ich denke einfach nur das viele gar nicht wissen wie wertvoll ihr leben einfach ist.


    Ich denke nicht das jeder der Selbstmordabsichten hat einen an der waffel hat oder so und ich denke es ist nachvollziehbar das man manchmal einfach keinen bock mehr aufs leben hat.Aber Nach jedem regen kommt auch die sonne wieder

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    Aber Nach jedem regen kommt auch die sonne wieder

    Das ist etwas, was man nach einer gewissen Zeit nicht mehr glauben kann.


    Und auch wenn es heilsam ist, sich das einzureden - es ist für einen selbst, steckt man in so einer Situation, ungefähr so einfach wie sich einzureden, daß Schweine grün sind und fliegen können.

    hallo,


    obwohl ich glaube nicht ernsthaft suizidgefährdet zu sein, möchte ich auch ein paar worte zu diesem thema beitragen.


    ich erlebe in letzter zeit oft situationen, in denen ich eine gewisse auswegslosigkeit empfinde. dann läuft vor meinem inneren auge blitzschnell ein film ab, indem ich die balkontür öffne und runter springe...


    ich würde das nicht tun, aber in diesem moment wäre das die lösung meiner probleme!


    meist weine ich dann und verletze mich selber... sind aber nur kleine kratzer...also nichts ernsthaftes...ich spüre eine erleichterung...als ob ich mich bestrafen würde...


    noch ist es harmlos, aber nicht normal...brauch ich ne therapie oder sind das nur stimmungsschwankungen?


    ich kann schon nachvollziehen, wie es sein könnte ernsthafte todesgedanken zu haben, dennoch bin ich der meinung dass suizid purer egoismus ist.... man stürzt seine angehörigen in tiefe trauer...nur weil man vor seinen problemen wegläuft...


    auch wenn ich mich manchmal selber hasse ist es mir wichtig dass die menschen in meiner umgebung glücklich sind. das ist mir wichtiger als mein eigenes wohlergehen... das ist der grund warum ich niemals selbstmord begehen würde...da bevorzuge ich "leben ist leiden"...


    ich hoffe ich hab mit meinem statement keinen angegriffen, kann mir vorstellen dass es nicht einfach ist mit solchen gedanken leben zu mussen...

    anigranini,


    Hmmmm

    Zitat

    man stürzt seine angehörigen in tiefe trauer...nur weil man vor seinen problemen wegläuft...

    Jemand, der wirklich sterben möchte, wird nicht mehr an die Angehörigen denken können.


    Ich glaube, auch wenn man sie noch so liebt, kann man nicht mehr.


    Es ist ein Limit, das erreicht wurde.


    Bin der Meinung, dass viele diese Gedanken in sich tragen.


    Aber eben nur wenige das Limit erreichen und einfach nicht mehr können.


    Was hat es für einen Sinn, einfach dahinzuvegetieren, wenn man müde ist und nicht mehr kann?


    Wenn alles schief läuft, man keinen Ausweg mehr findet und sich einfach nur Ruhe wünscht.:)-

    @ Einzelkämpfer

    Zitat

    solche bücher magst du nicht, oder konntest mit ihnen nichts anfangen?

    doch ich konnte schon was damit anfangen, bin dabei nur etwas über Ziel hinaus geschossen, was meine Verdrängungstendenzen von Tendenzen in reines Lebensprinzip verwandelt hat. Vorher hatte ich z.B. nicht den besten Umgang mit Aggressionen aber nach den ganzen Büchern über positives Denken gabs überhaupt keine Aggressionen mehr, so hätte ich mir das zumindest gewünscht. Mein Unterbewusstsein hat sich das natürlich nur begrenzte Zeit bieten lassen. An der Positivität die mir diese Bücher, und an der Selbsterkenntnissucht die mir die Orakelbücher mitgegeben haben zehre ich aber auch heute noch.


    Die Frage nach dem mögen ist schwieriger zu beantworten, also für damals würde die Formulierung mögen eh nicht treffen, eher das ich total begeistert war.^^ Eigentlich von allem was ich damals an Esoterik aufgesaugt habe. Etwas später bin ich dann dafür in das extreme Gegenteil verfallen und diese Anti-Esoterik-Haltung hat mich so die letzten Jahre begleitet. Beide Phase hatten ihren Sinn, aber der Sinn der letzteren ist so gut wie erschöpft und daran länger festzuhalten würde früher oder später die Sinnhaftigkeit beider Phase negieren. Ich will die Bücher nicht wieder mögen wollen aber ich will sie auch nicht mehr nicht mögen wollen, glaube zumindest dass ich das so sagen könnte.^^ Vllt verfalle ich aber auch wieder in das andere Extrem, wenn ich mich als unfähig erkennen muss die Mitte zu finden ist das sicher auch ein gangbarer Weg da künftig alle Jahre mal zu wechseln^^ im Moment ist die differenzierte Betrachtung aber eher mein Wunsch.

    Zitat

    gibt immer einen grund oder irgendwen der es wert ist weiter zu kämpfen

    Das ist eine abgedroschene Floskel, die nicht wahr ist.


    Was die Angehörigen betrifft, so haben sie doch schlichtweg versagt, als es mir schlecht ging, so dass ich nicht mehr leben möchte und insofern ist es mir egal, ob sie leiden, wenn ich mich töte.

    Zitat

    Ich denke jeder von uns hat viel scheisse im leben aber wenn man sich umbringt ist das auch nicht umbedingt das bester.

    was ist den, deiner meinung nach das beste, für leute die gerne sterben würden?


    Weil ich denke es gibt immer einen grund oder irgendwen der es wert ist weiter zu kämpfen.Ich denke einfach nur das viele gar nicht wissen wie wertvoll ihr leben einfach ist.

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    Weil ich denke es gibt immer einen grund oder irgendwen der es wert ist weiter zu kämpfen.Ich denke einfach nur das viele gar nicht wissen wie wertvoll ihr leben einfach ist.

    man sollte sich selbst so viel wert sein, aber nicht für andere, das geht glaub ich auf dauer nicht gut....

    Zitat

    dennoch bin ich der meinung dass suizid purer egoismus ist.... man stürzt seine angehörigen in tiefe trauer...nur weil man vor seinen problemen wegläuft...

    und dennoch bin ich der ansicht, dass jeder selbst für sich alleine die verantwortung trägt,

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    auch wenn ich mich manchmal selber hasse ist es mir wichtig dass die menschen in meiner umgebung glücklich sind. das ist mir wichtiger als mein eigenes wohlergehen... das ist der grund warum ich niemals selbstmord begehen würde...da bevorzuge ich "leben ist leiden"...

    find das ist, aber auch falscher altruismus....

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    Etwas später bin ich dann dafür in das extreme Gegenteil verfallen und diese Anti-Esoterik-Haltung hat mich so die letzten Jahre begleitet.

    bei mir wars genau umgekehrt, obwohl ich dazu sagen muss, an esoterik glaub ich eigentlich nicht, ich zieh für mich alles pos. heraus was ich finden kann, sachen die ich nicht vertrete und an die ich nicht glaube, wende ich auch nicht an, aber das meiste versuche ich praktisch umzusetzen, ich glaub vielleicht auch daran, weil ich die ganzen vielen langen jahre gemerkt habe, als mir richtig scheiße ging, wie ich unbewusst/bewusst dinge in meinen kopf hatte, die dann im RL auch zutrafen und dachte mir, jetzt möcht ichs auch mal in die andere richtung probieren, sollts nichts helfen dann schau ich mal weiter .....aber ich muss sagen, ich wollte eine (pos.) veränderung und ich habe sie tatsächlich herbeigeholt.....

    Zitat

    ich wollte eine (pos.) veränderung und ich habe sie tatsächlich herbeigeholt...

    denke das ist dafür auch ein guter Weg. :-) Ich war damals auch einfach zu jung (ca. 15) um schon die Selbstbestimmtheit zu besitzen zu erkennen wo ich vorsichtiger hätte sein müssen (und selbst das hatte seinen Sinn :-))

    du machst es mir ja nicht einfach euch in Ruhe zu lassen ;-D und ich will wirklich nicht stören. Ich hab aber nichts dagegen die Fragen zu beantworten ich weiß nur nicht ob ich die Antworten so formulieren kann dass sie sich nicht nach unterschwelliger Kritik anhören und das ist wirklich nicht meine Absicht, und v.a. möchte ich niemandem auf den Geist gehen.

    Zitat

    das versteh ich grad nicht so, in dem zusammenhang

    Ja das ist verständlich, ich denk immer jeder könnte in meinen Kopf hineinsehn. |-o Erklärungsversuch: Der wahrscheinliche Hauptgrund für die Antihaltung ist folgendes, eine der von dir zitierten Stellen, das mit dem Verwandten verzeihen, hat dazu geführt dass ich das bei etwas (Missbrauch) versuchte ohne vorher die darunterliegenden Emotionen aufzuarbeiten und das ist ein paar Jahre später alles explosionsartig rausgebrochen. Das war recht unschön und vermutlich das was mich dann von der Esoterik weggetrieben hat. Ich denke inzwischen aber dass die damalige Verdrängung meiner diesbezüglichen Emotionen nicht schlecht war auch wenn das danach so rausexplodierte. In der Esoterik-Phase konnte ich ja nicht einfach ein Thema ausklammern und hätte ich anstatt zu Verdrängen mich mit mir selbst konfrontiert wäre ich möglicherweise einfach dran zerbrochen. Daher denke ich dass es einen Sinn hatte. Hätte ich die Esoterik-Phase nicht gehabt hätte ich weder übermäßig verdrängt noch konfrontiert und das hätte mich mit Sicherheit am wenigsten weit gebracht.


    Sollten meine Worte in irgendeiner Weise zum nachdenken anregen, tut mir das leid, denn mir ging es wirklich nur um den vermutlich geglückten Versuch ein wenig zur Mitte zu finden. Das eventuelle nachdenklich-machen hat vllt einen Sinn aber vllt auch überhaupt nicht. Rein rational würde ich sogar eher zu letzterem tendieren weil die Grundvorraussetzung das Buch zu lesen einfach nicht gleich sind/waren. Ich hatte damals keine negative Weltsicht, allerdings starke Verdrängungsmechanismen die mir im Zusammenspiel mit den Büchern zu Verhängnis wurden (was das Große Ganze betrachtet ja ein gutes Verhängnis war *schiefgrins*). Um sich von negativen Sichtweisen zu befreien sind diese Bücher eine gute Wahl wenn man sich drauf einlassen kann, da bin ich mir ziemlich sicher. Und auch mir haben die Bücher positives in nachhaltiger Form mitgegeben, sonst wären mir z.B. die Sichtweise dass das alles einen Sinn hatte gar nicht möglich.

    Der wahrscheinliche Hauptgrund für die Antihaltung ist folgendes, eine der von dir zitierten Stellen, das mit dem Verwandten verzeihen, hat dazu geführt dass ich das bei etwas (Missbrauch) versuchte ohne vorher die darunterliegenden Emotionen aufzuarbeiten und das ist ein paar Jahre später alles explosionsartig rausgebrochen.

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    Ich hatte damals keine negative Weltsicht, allerdings starke Verdrängungsmechanismen die mir im Zusammenspiel mit den Büchern zu Verhängnis wurden (was das Große Ganze betrachtet ja ein gutes Verhängnis war *schiefgrins*). Um sich von negativen Sichtweisen zu befreien sind diese Bücher eine gute Wahl wenn man sich drauf einlassen kann, da bin ich mir ziemlich sicher. Und auch mir haben die Bücher positives in nachhaltiger Form mitgegeben, sonst wären mir z.B. die Sichtweise dass das alles einen Sinn hatte gar nicht möglich.