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    Hallo pelztier, wie geht es dir heute?


    Ich möchte nochmal auf die Möglichkeit der Schmerzreduzierung durch Marihuana eingehen. DU sagtest, dass das bei dir nicht geht, weil Opioide deinen Darm larm legen. Ich wollte dich nochmal ganz lieb drauf hinweisen, dass es sich bei Marihuana NICHT um ein Opioid handelt. Die Wirkung des Marihuanas wird zurück geführt auf das THC. Mir wäre aus Erfahrung und Berichten nicht Bekannt, dass es zu Verstopfung führt oder den Darm larm legen würde. Eigentlich eher im Gegeteil. Es regt die Verdauung eher an.


    Ich finde, ein Versuch wäre es Wert.


    Weiterhin finde ich, dass du dich in deiner Stadt einen guten Psychologen suchen solltest. Zur Not würde ich bei der Ärztekammer anrufen und dir dort Namen geben lassen. Leider gibt es viele Psychologen die das studiert haben, die menschlich einfach keinerlei Emphatie mitbringen. Das liegt aber auch daran, das dieses Studienfach Zulassungsbeschränkt ist und ein Notendurchschnitt von max 1,3 Notwendig macht. Da wird dann nicht drauf geachtet, ob man überhaupt geeignet ist mit Menschen umzugehen.


    Ich bin aber fest der Überzeugung, dass es wirklich gute Psychologen bzw. vielleicht sogar noch besser Psychotherapeuten gibt. Deine Erfahrungen sind natürlich alles andere als toll die du gemacht hast. Aber weiviel Psycho Docs hast du probiert? Irgendwo ist da einer, der dich ernst nimmt.


    Und noch eine Frage. Wo warst du überall zur Schmerztherapie? Warst du auch schon mal etwas weiter weg?

    Huhu!


    Ja.. Ich kann Dich da ein gut verstehen.. Hab auch schon daran gedacht...


    Zur Erklärung: ich bin jetzt 43... Meine erste nierenbeckenentzündung hatte ich mit ca 3/4J. In der grundschulzeit war ich oft im KH und hab allerhand mit gemacht so zb Blasenspiegelung.. Etc.. Mit ca 18 ne nierenbiopsie, durch die wurde dann endlich mal ne diagnose erstellt. Mit ca 23 wurde ich dann dialysepflichtig..


    Da ich einiges seltsames gesehen habe (zb nierentransplantation (NTX) bei der eine niere mit tumoren verpflanzt wurde und der Patient kurze Zeit darauf verstarb, hab ich mich nie einer NTX unterzogen, es folgte eine OP der nebenschilddrüsen, ca 2004 ein Aortenklappenersatz, bei der OP wurde Mist gebaut und meine Reizleitung durchtrennt, folglich bekam ich nen Schrittmacher.. Wg der Aortenklappe muss ich Marcumar nehmen. Einerseits verdünnt dieses das Blut, andernseits erlitt ich xmas 2010 eine intrakranielle blutung (schlaganfall) und lag daraufhin ca 6 monate im koma. In dem bekam ich ne neue Aortenklappe und weil es so schön war, noch ne Mitralklappe dazu, pacemaker wurde auch erneuert.


    Bis zum schlaganfall hab ich ja alles tapfer hingenommen, auch könnte ich den schlaganfall vielleicht hinnehmen, aber als ich aus dem koma so langsam wach wurde, hat mich meine freundin verlassen, unsere whg aufgelöst und meinen hund weggegeben. So bin ich erstmal zu ner freundin. Fand dann ne eigen whg.. Zog dahin.. Und kurz darauf klagte diese das Sie ja so allein ist und die whg so gross. Da ich nicht alleine sein wollte, bin ich zu Ihr zurück. Dann stellte sich heraus das Sie amphetamine konsumiert und aufgrund desen Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Paranoide Ideen hat. Folglich dessen stand ich plötzlich vor verschlossener Türe weil ich einer ominösen Verschwörung angehöre.


    Behalten hat Sie: die Asche von Monique meinem totem Hund (Sie wurde ca 18J und Ero.. Der von meiner Ex weg gegeben wurde, war eine sehr sehr selten kopie körperlicher art von Ihr), meine Nikon D200 inkl objektive, meine fetsplatte vom laptop inkl aller fotos: Monique, meine Ex, meine Arbeiten...


    Bin grad dabei das auf dem Rechtsweg zu lösen.


    Ich weiss das Menschen und deren Bewertung sehr unterschiedlich sein können


    Aber erst jetzt, nach all dem. Hatte ich die Gedanken an Suizid, irgendwann ist halt mal das Mass voll.. Und es läuft eigtl schon lange über.


    Ich schreibe Dir und allen das, weil ch verdeutlichen will das man einiges Aushalten und Mitmachen kann.. Aber ich versteh Deine Überlegungen.. Nur sieh auch das es anders geht bis zu diesem letzten Schritt..!


    Wünsche Dir ganz viel Kraft!

    Anhang: bzgl psychologen muss ich Golden Winter Recht geben..


    Viele sind nur 'dumme ex studenten', haben sich was angelesen und handel bzw bewerten nach schema F..


    Emphatie ist vielen kein Fremdwort, aber Sie selbst sind es nicht...


    Manchmal ist ein Freund der Herz hat, mehr Wert als jmd der gewisse Dinge nur aus Lehrbüchern kennt..


    Hab da auch so meine Erfahrungen gemacht.. Und trotz das ich nur ein unstudierter einfacher Mensch bin, meine Spässe mit derart Psychologen getrieben. Aber erst dann, als ich diese als unfähig deklariert habe.

    @ pelztier86:

    Ich habe wieder ein paar Überlegungen.


    Es ist nicht so einfach, eines natürlichen Todes zu sterben. Dafür ist das Programm "Überleben" viel zu sehr in die etwas primitiveren Schichten unseres Gehirns eingebrannt. Selbst wenn du auf der bewussten Ebene aufgibst, kann die unbewusste Ebene noch etwas ganz anderes wollen. Vielleicht ist das auch eine Erklärung, warum du so lange durchgehalten hast.


    (Falls du dir für das Durchhalten noch nicht auf die Schultern geklopft haben solltest, darfst du das gerne ausgiebig tun. ;-) )


    Dazu gehört dann auch, dass du viel mehr Kontrolle über dein Leben hast, als du aktuell wahrnimmst. Der größte Teil geschieht unbewusst.


    Du redest immer wieder davon, dass du nichts geschenkt bekommst. Das Warten auf Geschenke wiederrum ist eine Möglichkeit, Kontrolle abzugeben. Du lieferst dich damit der Aktion eines (unbekannten) Dritten aus. Wenn du die "Geschenke" trotzdem bekommen möchtest, wäre es besser, mit einer Idee von Empfangen oder Zulassen zu arbeiten.


    Diese Passage

    Zitat

    Ich bräuchte dafür nicht viel, sehr wenig sogar,

    klingt, als hättest du ein erreichbares Ziel. Gibt es eine Möglichkeit, es aus eigener Kraft zu erreichen? Was müsstest du dafür tun? Es scheint mir zumindest lohnenswert, für das erste dorthin zu gelangen.


    Ich musste das irgendwie noch loswerden.

    3 Jahre sind jetzt seit Tag X vergangen, und nichts hat sich an meinem Zustand und/oder meinen Lebensumständen verbessert. Im Gegenteil, trotz erneuten Kampfes und unendlicher Bemühungen gegen viele Widerstände habe ich nichts mehr erreichen können, sondern mein Zustand hat sich weiter rapide verschlechtert.


    Ich versuche nur noch von Tag zu Tag zu leben, aber auch das wird immer schwieriger. Ich versuche weiter zu kämpfen, aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte. Bereist das Aufstehen ist eine eine einzige Qual.


    Was mich überhaupt noch bisher durchhalten lässt - ich weißt es nicht. Vielleicht die Wut über das, was mir angetan wurde, vielleicht meine Disziplin, vielleicht ein Rest meines Kampfgeistes, vielleicht die verzweifelte Beschwörung, dass doch nicht alles umsonst gewesen sein könne.


    Trotzdem: Wie ich es drehe und wende, realistisch betrachtet, sieht es mehr denn je düster aus, äußerst düster.


    Ich hatte zwar bereits in meiner langen Krankheitsgeschichte einen ähnlichen Zustand, allerdings überschreitet die Dauer der jetzigen Phase mit nun 3 Jahren den Zeitrahmen, in dem die letzte sehr schlimme Phase stattfand. Und was jeden Tag wie ein Giftstachel in meiner Seele wirkt, der kontinuierlich sein Gift abgibt und so schleichend die Seele verändert, wenn nicht zum Schluss tötet: das Wissen, dass all das Leiden, um das es ganz konkret geht, und das mir subjektiv die meiste Lebensqualität raubt, hätte vermieden werden können, wenn es nicht solch furchtbare Menschen gäbe....unter anderem auch unter denen, die sich Ärzte nennen bzw. dem "Heilberuf" verschrieben haben. Ignoranz und Arroganz ist eine tödliche Mischung.


    Ich weiß auch nicht, warum ich das hier schreibe - ich erwarte mir hier auch keine besondere Rückmeldung. (Wenn jemand etwas dazu schreiben mag, kann er das natürlich gerne tun). Es ist einfach nur ein kleines Update zu diesem Thread, denke ich.


    Ohne demjenigen etwas absprechen zu wollen, bin ich der Meinung, dass ein Außenstehender, der noch niemals aus nur ansatzweise mit solch einer Extremsituation in Berührung gekommen ist, geschweige denn durchleben musste, meine Situation nicht nachvollziehen oder gar nachfühlen kann.

    Ich habe diesen Faden gefunden, nachdem ich Dir im Herzfaden geantwortet habe, wegen des BNP.


    Nun ergibt das ganze für mich ein ganz anderes völlig neues Bild. Ich glaube, das Herz ist dabei völlig egal, Dir geht es nicht gut.


    Meine Tochter war immer schwerskrankt, mit 14 Jahren bekam sie ein neues Herz, seitdem hat sie keine Schmerzen mehr, jedenfalls nur mal ab und zu Kopfweh. Natürlich ist sie nicht gesund, wir benötigen immernoch den Rolli, sie ist immernoch schwächlich, aber es ist kein Vergleich zu vorher.


    Wenn ich nun von Dir lese, dann fühle ich total mit Dir, denn meine Tochter kannte auch nur von Geburt an Pein und Schmerzen. Wie sie das geschafft hat, weiß ich nicht.


    Ich kann Dir zu nichts zu oder abraten. Will ich auch gar nicht. Ich weiß nur, dass ich fast mein Kind verloren habe, und nie wußte, ob rechtzeitig ein Herz käme. Es kam dann, als es fast zu spät war, als meine tochter an Maschinen hing, als Leber und Nieren nicht mehr arbeiteten. Entschieden zu leben hat meine Tochter alleine. Trotz aller Pein. Und es hat sich gelohnt. Hätte sie es nicht gewollt, dann wäre sie gestorben, das wäre ihre Entscheidung gewesen.


    Bei Dir ist das nun anders: Du bist schwerkrank, hast ständig Schmerzen und warst bei so vielen Ärzten.


    Als meine Tochter so schlimm dran war, gab es viele fremde Menschen, die an uns dachten, die für uns gebetet haben.


    Ich werde das für Dich tun, ich werde an Dich denken, dafür, dass es irgendwo irgendwas gibt, was Dir Erleichterung verschafft.


    Einen ganz lieben Gruß


    Petra

    Hallo Pelztier,


    Ich antworte dir nur auf deinen letzten, aktuellen, Beitrag und nehme keinen Bezug auf die letzten 7 Seiten dieses Fadens.


    Das was folgt, ist meine rein persönliche Meinung. Die Problematik die sich hier stellt, hat unheimlich viele Facetten, philosophisch, ethisch etc. etc. Bevor man in dieser Hinsicht einen, eventuell finalen, Schritt tätigt, sollte sich man da auch wirklich gut Gedanken darüber machen (was bei dir, aufgrund deiner Ausgangsvoraussetzungen, nehme ich mal an, der Fall sein wird).


    Was mich angeht, kann ich mir vorstellen, dass Suizid für manche Menschen (und auch für mich), ab einem gewissen Punkt wohl eine Alternative ist, die man realistisch in Betracht ziehen kann. Das Thema wurde von mir auch mal mit jemanden vom Fach diskutiert, der obwohl seiner liberalen Einstellung und seines doch jugendlichen Alters, der Meinung war, dass das Thema 'Suizid' nie eine Alternative darstellen kann/soll/darf.


    Die Möglichkeit, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen, ist wohl einer der wirklich letzten Freiheiten eines Menschen - und diese Option würde ich mir, als Mensch, von niemanden nehmen lassen. Natürlich gibt es auch Menschen, die einen temporären Suizidwunsch haben (zB aufgrund psychologischer Erkrankungen) - was man aber mit deinem Fall schlecht vergleichen kann.


    Hoffe, dass du für dich, mit reinem Gewissen und ohne Zweifel, zu einer Entscheidung kommen kannst - wie immer diese auch aussehen mag.

    hallo, ich bin auch sehr krank, bei mir sind es mehrere krankheiten aufeinmal, ich habe täglich schmerzen u muss viele medikamente nehmen. bin schwerbehindert, habe pflegestufe u eu rentner bin ich auch. der begutachter sagte mir , dass ich bald im rollstuhl lande. aber dagegen sträube ich mich u versuche immer wieder zu üben, trotz schmerzen.


    wenn es mir doll schlecht geht, dann denke ich an die menschen, denen es noch schlechter geht, an die die nicht mehr lange zu leben haben. dann denk ich immer reiß dich zusammen, das leben ist schön. ich bin glücklich über jeden neuen tag, das durchatmenm an frischer luft, das lachen der spielenden kinder. ich bin glücklich über jede zeit mit meiner familie, die mich auch unterstützt.


    so konnte ich im letzten jahr nochmal eine burg besuchen, mich in ihren schatten setzen u die aussicht genießen. ich konnte mit meinerfamilie an einer familienfreizeit teilnehmen u ich war nie außen vor. mir wurde sogar ermöglicht an einem picknick im wald teilzunehmen u es hat so geregnet an dem tag. aber das war mir egal. und auch ich kann nicht immer überall hin. zu allen kranheiten muss ich auch ein wassermedikament nehmen u das rennen auf toilette macht mich schon fertig u dazu bin ich auch inkontinent. klar manchmal heule ich vor schmerzen, wenn mir beine u füße weh tun oder sogar die hände, aber an suizid habe ich nie gedacht. ich will meine enkel noch aufwachsen sehen, will mit meiner familie zusammen sein und das noch sehr viele jahre. jeder hat seine aufgabe, auch ich, obwohl ich körperlich nicht viel machen kann. mein motto ist mir immer das positive aus jeder situation raus suchen, auch wenn es gerade nicht gut läuft und nach regen kommt immer wieder die sonne. :)*