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    Davon kommt mein Freund auch nicht wieder zurueck und gluecklich werde ich ohne ihn und ohne meine Freunde, Arbeit und alles andere was mal mein Leben war auch nicht. Da kann auch kein Psychologe helfen.

    Bei allem Verständnis: Das klingt sauer und trotzig und selbstmitleidig. DAS wird dir nicht helfen.

    Ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich zusehen, dass ich nach Deutschland zurück komme. Ich habe selbst eine weile in den USA gelebt. Die USA sind ein tolles Land, in dem man gut leben kann, solange man zwei Bedingungen erfüllt: Man ist gesund und man hat genügend Geld.


    Du hast im Moment weder das eine noch das andere. Du hast kein Geld mehr und du hast eine behandlungsbedürftige Depression, die auch mit einem neuen Freund und einem neuen Job nicht in 2 Wochen ausheilen wird. Du schreibst, du hast niemanden mehr dort, keine Freunde, keine Arbeit, was hält dich in einem Land, in dem es quasi kein soziales Netz gibt?


    Du hast eine schwere Lebenskrise, und wenn ich du wäre, würde ich meine Mutter anrufen, ihr sagen wie schlecht es mir geht und sie bitten dir ein Ticket zurück nach Deutschland zu besorgen. In Deutschland kann dir so viel besser geholfen werden. Die USA sind kein Land in dem man krank oder arm sein möchte, und schon garnicht depressiv.


    Dann kündigst du deine Wohnung, verkaufst die Möbel und schließt mit diesem Kapitel deines Lebens ab.


    Wenn du zurück in Deutschland bist, kannst du sicher die ersten Wochen bei deiner Mutter unterkommen. Du solltest ALG 2 beantragen für die erste Zeit, und dann dringend eine Psychotherapie beginnen, wahrscheinlich wird es sogar erstmal ein stationärer Klinikaufenthalt werden, so wie es bei dir klingt.


    Und danach suchst du dir eine neue Wohnung, eine neue Arbeit, eine ambulante Psychotherapie und fängst ein neues Leben an. Mit neuen Freunden, irgendwann auch sicher einer neuen Liebe.


    Könntest du dir das so vorstellen? Du brauchst Hilfe - hol sie dir! @:)

    Zusatz: Ich gehe stark davon aus, das du keinerlei Medical hattest bei deinem letzten Job und damit NICHT krankenversichert bist? In Deutschland werden dir alle medizinischen Behandlungen, ob es jetzt Antidepressiva oder ein monatelanger stationärer Krankenhausaufenthalt bezahlt werden, sobald du über das Arbeitsamt als Arbeitssuchende krankenversichert bist. Danach wird dir eine ambulante Psychotherapie bezahlt werden.


    Das alles würde dich in Deutschland nichts kosten, wenn du die Kraft und die Konsequenz aufbringen kannst, dich um den Papierkram zu kümmern bzw. dir von deiner Mutter dabei helfen zu lassen.

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    Zusatz: Ich gehe stark davon aus, das du keinerlei Medical hattest bei deinem letzten Job und damit NICHT krankenversichert bist?

    Doch hatte ich und die greift noch bis Ende des Monats. Ab Juli bin ich dank Obamacare bei einer anderen Krankenkasse versichert.


    Nach Deutschland zurueck zu gehen wuerde es noch schlimmr machen. Ich bin schon so lange hier. In Deuttschland habe ich nie gearbeitet, kenne ausser meiner Mutter keinen mehr. Und ausserdem wuerde ich meine Green Card verlieren, ich koennte also nie wieder zurueck kommen.


    Und ganz ehrlich, von Beverly Hills in eine Sozialwohnung in Frankfurt zu ziehen, das wuerde es noch schlimmer machen fuer mich. Das soll nicht ueberheblich klingen, aber fuer mich persoenlich waere es so.


    Ich habe keine Perspektive mehr.

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    Doch hatte ich und die greift noch bis Ende des Monats. Ab Juli bin ich dank Obamacare bei einer anderen Krankenkasse versichert.

    Ok, das klingt ja schonmal gut, immerhin bist du nicht völlig ohne Versicherung. Werden dir die Medikamente und eine Psychotherapie von der Krankenkasse bezahlt oder was hast du für eine Selbstbeteiligung?

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    Nach Deutschland zurueck zu gehen wuerde es noch schlimmr machen. Ich bin schon so lange hier. In Deuttschland habe ich nie gearbeitet, kenne ausser meiner Mutter keinen mehr.

    Naja, anscheinend hast du aber ja in den USA auch niemanden mehr? Was hast du also zu verlieren?

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    Und ausserdem wuerde ich meine Green Card verlieren, ich koennte also nie wieder zurueck kommen.

    Diese Aussage macht mir ja ein bisschen Hoffnung, dass du doch noch Visionen von einem neuen Leben, wenn auch in den USA hast. Ansonsten hättest du wohl keine Angst, deine Green Card zu verlieren.

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    Und ganz ehrlich, von Beverly Hills in eine Sozialwohnung in Frankfurt zu ziehen, das wuerde es noch schlimmer machen fuer mich. Das soll nicht ueberheblich klingen, aber fuer mich persoenlich waere es so.

    Sorry, aber da musste ich grad laut lachen - du bist suizidal und machst dir Gedanken über deinen sozialen Abstieg aus Beverly Hills nach FFM? Sind die Stricke in Beverly Hills aus Gold oder die Brücken von denen die Depressiven dort springen schöner und höher? ":/

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    Ich habe keine Perspektive mehr.

    Naja, wohl keine, wenn dein schlimmster Albtraum die Sozialwohnung in FFM ist, dann lass dir gesagt sein, dass ein psychisch gesunder Mensch in einer Sozialwohnung in Frankfurt 10 mal so glücklich ist kann wie ein depressiver Mensch in einem Penthouse in Beverly Hills.

    Ich habe eine Selbstbeteiligung aber die ist sehr gering.

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    Naja, wohl keine, wenn dein schlimmster Albtraum die Sozialwohnung in FFM ist, dann lass dir gesagt sein, dass ein psychisch gesunder Mensch in einer Sozialwohnung in Frankfurt 10 mal so glücklich ist kann wie ein depressiver Mensch in einem Penthouse in Beverly Hills.

    Das stimmt schon. Fuer mich waere die Rueckkehr nach Deutschland eben ein weiterer Schlag und den koennte ich im Moment nicht verkraften.


    Ich denke es waere eine Erloesung wenn ich einfach nicht mehr existieren muesste. Keine Sorgen, keine Trauer um meinen Freund und meine Freunde, kein Leiden mehr, keine Einsamkeit.

    Es gibt aber eine Menge zwischen Beverly Hills und der Sozialwohnung in FFM, nur mal so nebenbei! Daß du in den USA wohnst, war mir jetzt natürlich nicht klar, da kann ich nicht mit deutschem Arbeitsamt ankommen. Aber wie wär's, wenn du dir jetzt erstmal kurzfristig eine kleine Wohnung in einem anderen, billigeren Stadtteil von L.A. suchst, der Vermieter müßte doch eigentlich sehr schnell reagieren, wenn du ihm sagst, daß du die Miete nicht mehr zahlen kannst, oder?

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    Ich denke es waere eine Erloesung wenn ich einfach nicht mehr existieren muesste. Keine Sorgen, keine Trauer um meinen Freund und meine Freunde, kein Leiden mehr, keine Einsamkeit.

    Ich glaube, du steckst im Moment in einem ganz tiefen Jammertal. Bis vor kurzer Zeit, als dein Freund noch da war und seine Freunde, als du deinen Job noch hattest, war damals denn alles gut? Hast du dich da auch einsam gefühlt in deiner Wohnung in Beverly Hills? Vermutlich nicht! Also kannst du daran schon erkennen, daß all die ganze Traurigkeit und Einsamkeit, die dich so runterzieht, von diesen Problemen kommen. Liebeskummer, keine Freunde, allein in einer fremden Stadt am anderen Ende der Welt. Wäre es nicht doch eine Alternative, zurück nach Deutschland zu kommen und hier deine Mutter und vielleicht auch deine alten Freunde von damals um dich zu haben? Was ist so toll an den USA und deiner Green Card, wenn du da doch nur alleine hockst und keinen hast? Dann ist es eben kurzzeitig mal die Sozialwohnung in FFM! Und? Da kommst du auch wieder raus, wenn du was dafür tust! Aber hängen lassen "es ist alles so schrecklich, kein Ausweg", tut mir leid, das sehe ich überhaupt nicht!


    Oder: setz deinen Hintern in Bewegung und hör auf zu jammern! :)_

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    Ich habe eine Selbstbeteiligung aber die ist sehr gering.

    Das klingt schon mal gut.

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    Das stimmt schon. Fuer mich waere die Rueckkehr nach Deutschland eben ein weiterer Schlag und den koennte ich im Moment nicht verkraften.

    Das denkst du nur. Das ist die Depression, die dir das Gefühl gibt du KANNST es nicht verkraften. Natürlich könntest du es verkraften.

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    Ich denke es waere eine Erloesung wenn ich einfach nicht mehr existieren muesste. Keine Sorgen, keine Trauer um meinen Freund und meine Freunde, kein Leiden mehr, keine Einsamkeit.

    Du solltest dir bewusst machen das diese Gedanken nur ein Symptom deiner Depression sind und vollständig weggehen werden, sobald du adäquat behandelt wirst. Solche Gedanken kommen niemals nur durch äußere Umstände (Trennung, Arbeitslosigkeit, usw.) sondern immer von innen und haben ihren Ursprung in unaufgearbeiteten Gefühlen aus der Vergangenheit. Du wirst irgendwann wieder glücklich sein können, wenn du dich behandeln lässt und einfach einen Tag nach dem anderen lebst bis es dir wieder besser geht.

    Ach Suende.. Da ist ja jetzt alles auf einmal gekommen.. Aber das Leben kann bald auch schon wieder anders aussehen! Es ist kein Grund, alles hinzuschmeissen.


    Gibt es dort, wo Du wohnst, niemanden, der Dir ein bisschen beistehen kann?


    Waere es eine Option, zurueck nach Deutschland zu gehen?


    Dort wuerdest Du auf jeden Fall finanzielle Unterstuetzung bekommen und dazu haettest Du Deine Mutter als seelische Stuetze?


    Oder ist das ausgeschlossen?

    Mach dir nichts vor. Du stehst vor einer Entscheidung. Entweder du bleibst da oder du orientierst dich neu. Du hast immerhin noch mögliche Auswege. DU hast sie. DU kannst jederzeit was ändern. Tu was und orientiere dich. Es wird auch in den USA Möglichkeiten geben. Und wenn nicht, dann hast du andere Optionen. Lass dich nicht hängen, sondern werde aktiv. Ich wünsche dir, dass du was findest, was dir eine neue Zukunft zeigt. Selbstmitleid bringt dich nicht weiter, ganz im Gegenteil. Es zieht dich weiter runter.


    Ich will dir Mut machen, Neues zu planen und anzugehen. Ich wünsche dir viel Kraft und dass alles gut wird.


    :)* :)* :)* :)*

    Danke Seraphina.


    Ich moechte ja wieder gluecklich werden, aber ich habe keine Kraft mehr. Ich weiss nicht wo ich anfangen soll. Mir geht es auch koerperlich nicht so gut. Ich kann nicht mehr gescheit essen, wiege momentan 43kg bei 1,64m. Ich sehe nur noch ein schwarzes Loch vor mir wo mal mein Leben war.


    Ich habe zu nichts Lust, nicht mal den Fernseher anzumachen. Tagsueber liege ich am Pool und bekomme alle paar Minuten Heulattacken, weil ich dran denke wie schoen es war mit meinen Freunden hier zu sitzen und zu grillen, oder mit meinem Freund das Wochenende zu verbringen.

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    Gibt es dort, wo Du wohnst, niemanden, der Dir ein bisschen beistehen kann?

    Nein.


    Meine Mutter koennte mich schon finanziell unterstuetzen, aber ich will ihr nicht sagen wie schlecht es mir geht. Ich bin ihr einziges Kind und sie wuerde vor Kummer krank werden. Sie musste ja schon damit fertig werden dass ich nach dem Abi meine Sachen gepackt habe und ausgewandert bin.