• Teenager in Psychatrie: Wer hilft (redet mit) der Mutter ??

    Hallo, ich bin ratlos und verzweifelt. Diesen Beitrag schreibe ich, da ich als Mutter einer 17-jährigen nicht weiß wem ich glauben soll und wie ich meiner Tochter am besten helfen kann. Meine Tochter hält sich momentan in einer Tagesklink auf. Wegen Angstzuständen ist sie nicht mehr in die Schule gegangen (Zittern, nicht mehr aushalten können im…
  • 33 Antworten

    Ich glaube, nimms mir nicht böse, aber bisher hast du alles geregelt...die tagesklinik usw.


    Ihr solltet das aber gemeinsam machen! Es geht um ihr Leben, denn irgendwann ist sie nicht mehr minderjährig.


    Ich würde mit ihr gemeinsam die Optionen besprechen.


    Ambulante Therapie mit Bedingung regelmäßiger Schulbesuch (Dann gemeinsam Therapeuten anrufen, sie hat pro Therapeut 5 Probestunden, nimm sie ernst, wenn sie sagt, der Therapeut liegt ihr nicht. Sag nicht "Ja aber der hat nen Platz frei..." Therapie bringt nur etwas, wenn das Verhältnis stimmt, wenn der Therapeut die richtigen Fragen stellt, wenn man sich wohl fühlt und sich öffnen kann.)


    Weiterhin Tagesklinik, aber eine andere (Dann könntet ihr gemeinsam im Internet recherchieren...du kannst sie fragen, ob sie auch eine für Erwachsene für sich in Betracht zieht.)


    Psychosomatische Rehamaßnahme (Weiß ich allerdings nicht, wie das mit Schulkindern ist. Meine Schwester war in einer gesundheitlichen Reha-Maßnahme wegen ihrer Chemo-Nachwirkungen...ich brachte ihr ihren Schulstoff. Den machte sie dann...und zusätzlich hatte sie einen vollen Reha-Tagesplan angefangen meist 8 oder 9 und aufhören gegen 16 Uhr. Klar man hatte zwischendurch frei...aber die Therapien sind da doch sehr viel enger beieinander, weil es meist auf 4-6Wochen ausgelegt ist. Im Anschluss könnte sie weiter in einer ambulanten Therapie daran arbeiten... Wie gesagt weiß ich aber leider nicht, ob das in Frage kommt, da müsstest du dich bei einem Sozialarbeiter der Klinik vielleicht durchfragen.)


    Klinikbetreuung (Gib ihr das als Möglichkeit, bitte sie darum es nicht sofort abzulehnen, sondern ein paar Kliniken im Internet anzuschauen, sich dann 2-3 auszusuchen und diese mal zu besuchen. Sie würde nicht da bleiben sofort...sondern einfach mal rantasten, wie die Wirklichkeit ist. Psychosomatische Klinik fände ich auch besser als Psychiatrie. Psychiatrie klingt auch gleich so extrem in den Ohren der meisten Menschen.)

    Im Moment sieht es wohl so aus, das sie da bleibt und ab Januar das Praktikum und die zwei Tage Schule macht. Das ist für 3 Monate vorgesehen. Der Praktikumsplatz ist ein Segen nochmal für Januar zur Verfügung gestellt worden.(sollte zuerst schon im Nov. stattfinden.)


    Erst mal schauen wie das im nächsten Monat mit der Schule klappt...


    Ich werde einen Therapeuten mit Verhaltenstherapie suchen, den sie ab Januar einmal die Woche besucht.


    So ist das besprochen (auch mit Einverständnis meiner Tochter). Mal sehen wie sich die Sache entwickelt, nachdem ich gestern ein intensiveres Gespräch mit der Klinik-Therapeutin hatte. Eure Vorschläge werde ich spätestens nächste Woche bei dem Elterngespräch zur Sprache bringen.


    Im Moment ist stationäre Klinik absolut ausgeschlossen, da würde meine Tochter sich auf gar keinen Fall drauf einlassen und ich habe ihr versprochen nichts gegen ihren Wille zu tuen. (Weil ich der Meinung bin, das das außer Vertrauensmissbrauch, dann ja auch nichts bringt, Oder?)

    Nur zur Klarstellung: Ich meinte damit nicht das die Tochter keiner Therapie bedarf! Aber nicht so wie jetzt. Einfach mal im Internet gucken und dann als Laie entscheiden. Und vermutlich ohne die Tochter bei dieser Entscheidung einzubeziehen. Ich bin allerdings der Meinung das man es nicht so weit hätte kommen lassen müssen wenn man der Tochter früher zugehört hätte. Signale ehr erkannt hätte.


    Die Entscheidung ob Therapie und wenn ja welche sollte zusammen mit dem Betroffenen und mit Unterstützung von Ärzten und Psychologen geschehen. Nur so ist sichergestellt das eine individuell passende Lösung gefunden wird. Ich bin nicht der Meinung das man jede Therapie durch aufmersames Zuhören ersetzen kann!


    Eine Frage muss auch lauten wie denn das Ergebnis aussehen soll. Was soll das Ziel einer Therapie sein. Die Tochter ist ein eigener Mensch mit einer individuellen Persönlichkeit, mit eigenen Bedürfnissen, mit eigenen Vorlieben und Abneigungen, mit einer eigenen Weltanschauung. Und sie ist wie alle Menschen sicher nicht für alles geeignet, in der Lage oder motiviert.


    Es gilt hier einen gangbaren Weg zu finden. Auch musst du dir überlegen ob deine Ansprüche nicht vielleicht zu hoch sind. Nicht jeder ist zum Akademiker geboren. Auch "einfache" Ausbildungsberufe sind wichtig innerhalb einer funktionierenden Gesellschaft.


    Wie viel sind echte Probleme die einer Lösung bedürfen und wie viel ist einfach nur auf Pubertät, Persönlichkeitsfindung und auch Elternhaus und soziales Umfeld zurückzuführen.


    Vielleicht - und das ist jetzt einfach nur geraten - würde ein simpler Umzug in ein anderes Lebensumfeld schon was verbessern.


    Sollten die Probleme aber so groß sein das man als Laie keine Lösung findet ist eine Therapie egal in welcher Form sicher ein gutes Mittel der Wahl. Aber nicht einfach was "aus dem Internet heraussuchen"...

    Zitat

    Ich werde einen Therapeuten mit Verhaltenstherapie suchen, den sie ab Januar einmal die Woche besucht.

    Nochmal die Frage: Warum macht ihr das nicht zusammen?


    Übrigens würde ich mich nicht auf einmal die Woche versteifen.


    Auch alle 2 Wochen kann ausreichend sein, weil sie dann ja auch viel zeit im Praktikum verbringen wird.


    Sie sollte da selbst Mitspracherecht haben, und das mit dem Therapeuten besprechen, wie oft sie hingeht.


    Die Frage ist auch, ob ihr bis Januar einen passenden Therapeuten habt, mit dem SIE auch arbeiten WILL.


    Denn das ist ein entscheidendes Kriterium.


    Wenn sie nicht mit dem Therapeuten klarkommt, wird das nix.


    Manchmal findet man den richtigen Therapeuten auch erst, nachdem man ein paar falsche getroffen hat. Ich dachte immer ich will eine Frau, aber bei mir ists letztendlich der ältere Mann mit dem weißen Haar geworden, von dem ich beim ersten Sehen nicht dachte, dass er mir helfen kann. Letztendlich hat aber genau DER die RICHTIGEN Fragen gestellt.

    Wir hätten gerne, dass sie einen "einfachen" Ausbildungsberuf macht, aber wenn man nicht in der Lage ist die Berufsschule zu besuchen oder sich nicht zu einem Vorstellungsgespräch traut oder dort anzurufen, ist das ein Problem.


    Dann kommt noch die Frage dazu, dass sie nicht weiß was sie machen möchte.


    Ich werde mich um Therapeuten kümmern und sie ihr dann vorschlagen und sie entscheiden lassen. Ich bin mir bewusst, das sie eine eigenständige Person ist. Sie hat aber im Moment so viele Päckchen zu tragen, das ich manches noch in die Hand nehmen muss.


    Sie hat gestern übrigens ohne zu zögern das Telefonat gemacht."Smile"


    Leider hat sich bei mir durch die ganze Situation ein Kontrollzwang entwickelt, ich versuche sie das nicht merken zu lassen, mache mich aber selber total verrückt. Ich habe immer Angst, das sie doch etwas "Dummes" macht. Meine Gedanken sind fast ständig bei ihr. Im Moment z.B. habe ich Angst, das sie nicht in der Klinik angekommen ist. Obwohl sie nie die Schule oder sonstiges geschwänzt hat, ohne das sie zuhause war. Ich habe mir dummerweise angewöhnt über WhatsApp zu schauen wann sie das letzte mal online war. Dann glaube ich zu wissen das es ihr gut geht. Mir ist das total peinlich, dass ich so wenig Vertrauen habe. Ich sitze hier und kann die Tränen kaum zurückhalten. Mein Urvertrauen ist nicht mehr da. Dabei hat sie mich nie hintergangen.


    Das ist aber erst seit ca. 3 Monaten. Wir haben sie immer laufen lassen, auch jetzt. Wir haben sie nie versucht ihre Freiheit einzuschränken, im Gegenteil. Wir sehen es gerne wenn sie unterwegs ist.

    Oha, das liest sich gar nicht gut .


    Du kannst einen eventuellen Suizidversuch deiner Tochter doch nicht dadurch verhindern


    dass du sie jetzt ständig überwachst und kontrollierst.


    Was verleitet dich zu der Annahme dass sie suizidal sein könnte?


    StändigeKontrolle ist nicht dass, was deine Tochter jetzt braucht.


    Falls es bei euch vor Ort ein psychologisches Beratungszentrum gibt


    mach dort einen Termin für dich aus.


    Solange deine Tochter ihre Probleme aktiv angeht scheint sie noch großen Lebenswillen zu haben.

    Ich weiß das, dass Mist ist.


    Vielleicht gibt es eine Beratungsstelle, stimmt, die habe ich total vergessen. Ich geh da mal nachfragen.


    Ich weiß nicht was es ist, aber irgendetwas sagt mir, da ist noch was, womit sie nicht rausrückt. Wie schon mal geschrieben, sie hat gesagt: "wenn ich das erzähle werde ich eingewiesen"


    Sie hat auch vor dem Klinikbesuch Andeutungen gemacht, das sie nur wegen uns das alles tuen würde (um uns nicht weh zu tuen) sie selber wäre sich egal, sie spüre sowieso nichts.


    Sie geht es nach außen hin aktiv an, damit sie keinen Ärger bekommt.(So sehe ich das, weil sie Angst hat eingewiesen zu werden)


    Sie sagt: Ich habe gar keine Lust jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit für den ganzen Tag irgendwo zu sein. Egal ob Schule oder anderswo.


    Der Vater kann das Ganze bis zu einer gewissen Grenze verstehen. Das mit der Angst und so. Aber er ist sehr realistisch und sagt da muss man nun mal durch.


    Alles erzähle ich nicht, da er beruflich fit sein muss und ich schon so nicht weiß wie er das schafft. Tagsüber muss er sich auf jeden Fall davon distanzieren.


    Bei jedem Streit mit meiner Tochter, egal ob mit mir oder meinem Mann, kochen hier die Emotionen hoch. Das ich später solch eine Angst um mein Kind habe (das sie sich was antut), sie bekommt dann so einen Blick, der durch mich hindurchschaut, als ob ihr alles egal wäre. Das macht Angst und diesen Blick vergesse ich nicht. Ich entschuldige mich und sage ihr das wir sie lieben.


    Danach liegen wir uns meistens weinend in den Armen. Solche Auseinandersetzungen passieren alle Regelmäßigkeit,(der Letzte Montag) Nach so einem Streit, denke ich oft, das das nicht nötig war und nehme mir vor es nicht mehr so weit kommen zu lassen. Aber irgendwann passiert es wieder (lange nicht mehr so oft, wie früher) Andere Menschen sind vielleicht gelassener, andere wären vielleicht schon früher geplatzt.


    Ich weiß nicht ob ich zu hart oder zu weich bin. Sie ist so sensibel, was Kritik angeht. Kann mich aber gnadenlos beschimpfen und anschreien (nur mich). Sie weiß genau, dass ich ihr immer verzeihen werde.


    Und ich bin wahnsinnig harmoniebedürftig, muss aber immer alles ausdiskutieren.

    Versteh mich bitte bitte nicht falsch aber was du so schreibst, klingt für mich erstmal ganz normal pubertär


    vorallem das hier

    Zitat

    Bei jedem Streit mit meiner Tochter, egal ob mit mir oder meinem Mann, kochen hier die Emotionen hoch. Das ich später solch eine Angst um mein Kind habe (das sie sich was antut), sie bekommt dann so einen Blick, der durch mich hindurchschaut, als ob ihr alles egal wäre. Das macht Angst und diesen Blick vergesse ich nicht. Ich entschuldige mich und sage ihr das wir sie lieben.


    Danach liegen wir uns meistens weinend in den Armen. Solche Auseinandersetzungen passieren alle Regelmäßigkeit,(der Letzte Montag) Nach so einem Streit, denke ich oft, das das nicht nötig war und nehme mir vor es nicht mehr so weit kommen zu lassen. Aber irgendwann passiert es wieder (lange nicht mehr so oft, wie früher) Andere Menschen sind vielleicht gelassener, andere wären vielleicht schon früher geplatzt.


    Ich weiß nicht ob ich zu hart oder zu weich bin. Sie ist so sensibel, was Kritik angeht. Kann mich aber gnadenlos beschimpfen und anschreien (nur mich). Sie weiß genau, dass ich ihr immer verzeihen werde.

    Also meine Tochter ist 10 und wenn hier die Emotionen hoch gehen (und dabei geh ich maldaovn aus, dass wir uns noch in der VORpubertät befinden),dann plautzt sie auch mal raus " Ich wünschte,ich wäre nicht geboren" oder " ihr liebt mich doch gar nicht" ....10min kommt sie heulend aus ihrem Zimmer und wir liegen uns in den Armen....

    Zitat

    Sie sagt: Ich habe gar keine Lust jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit für den ganzen Tag irgendwo zu sein. Egal ob Schule oder anderswo.

    weißt du, auch DAS höre ich so ähnlich tagtäglich (um genau zu sein, morgens wenn ich sie wecke) ...meine 10 jährige jammert, weil sie nicht in die Schule will und findet alles ganz ganz blöd und ätzend...aber ich sage ihr dann klipp und klar "Willkommen im Leben"


    Ich meine, ich habe auch oft keine Lust auf Arbeit zu gehen..muss es aber trotzdem.

    Zitat

    Ich weiß nicht was es ist, aber irgendetwas sagt mir, da ist noch was, womit sie nicht rausrückt. Wie schon mal geschrieben, sie hat gesagt: "wenn ich das erzähle werde ich eingewiesen"

    sie ist Jugendlich,ein Teeni...wenn ich da so an meine Zeit erinnere... ich habe gruselige Gedichte geschrieben, Kreuze mit meinem Namen gemalt, düstere Lieder gehört ...und manchmal gedacht "ach du scheiße,wenn das einer liest,denken sie,ich bin bekloppt"

    Zitat

    Dann kommt noch die Frage dazu, dass sie nicht weiß was sie machen möchte.

    auch damit steht sie nicht alleine da. Nur irgendwie muss esja weitergehen....wiewäre es mit einem freiewillig sozialen Jahr? Ein ökologisches Jah,ein Praktikum...damit sie schauen kann,was ihr gefällt. Und trotz allem ihr auch zu verstehen geben,irgendwie MUSS es weitergehen. Sie wird nicht umhin kommen, diverse Entscheidungen zu treffen. Einen Schulabschluss hat sie doch auch geschafft. Also weiß sie doch,dass sie sehr wohl etwas schaffen kann.


    Ich hoffe,das kam nicht falsch rüber. Ich glaube dir,dass sie Ängste hat und es psychische Probleme gibt.Die müssen angepackt werden, keine Frage. Nur ihr wisst,wie schlimm es tatsächlich ist.


    Aber wenn man so liest, wie du die Situation beschreibst, klingt es tatsächlich nach einem "normalen " pubertären"ich habe auf Nix Bock" und "die Welt ist so gemein" Verhalten.


    Was sagt sie denn zur ganzen Situation? Auf Tagesklinik hat sie keinen Bock,auf KLinik hat sie keinen Bock, auf Schule nicht, auf Beruf nicht....


    Hat sie Freunde? Was macht sie den ganzen Tag (nach der Tagesklinik),Hobbys....?

    Zitat

    Leider hat sich bei mir durch die ganze Situation ein Kontrollzwang entwickelt, ich versuche sie das nicht merken zu lassen, mache mich aber selber total verrückt. Ich habe immer Angst, das sie doch etwas "Dummes" macht. Meine Gedanken sind fast ständig bei ihr. Im Moment z.B. habe ich Angst, das sie nicht in der Klinik angekommen ist. Obwohl sie nie die Schule oder sonstiges geschwänzt hat, ohne das sie zuhause war. Ich habe mir dummerweise angewöhnt über WhatsApp zu schauen wann sie das letzte mal online war. Dann glaube ich zu wissen das es ihr gut geht. Mir ist das total peinlich, dass ich so wenig Vertrauen habe. Ich sitze hier und kann die Tränen kaum zurückhalten. Mein Urvertrauen ist nicht mehr da. Dabei hat sie mich nie hintergangen.

    ohwe,was ich jetzt denke (und schreibe)wirst du hoffentlich auch nicht falsch verstehen und glaube mir,ich kann das verstehen (also deinen Kontrollzwang und deine Ängste...) aber vorallemden von mir zitierten Absatz, erweckt eher den Eindruck,als hättest DU ein Problem und nicht deine Tochter. :-X


    Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:


    Wenn du wirklich der Meinung bist, deine Tochter hätte Suizidabsichten (was sich für mich jetzt so nicht liest) ,dann würde ich sie einweisen lassen. Bei Suizidabsichten hört der Spaß auf.


    oder


    DU machst dir (unnötig) Sorgen.Dann musst DU DICH zusammenreißen. Wie gesagt, meine Tochter ist 10 und fängt auch langsam an "flügge" zu werden (letzte Woche war sie das 1.mal alleine mit ihren Freundinnen im Kino). Loslassen ist auch ein Prozess...der Eltern sehr schmerzt. Aber er gehört dazu und er muss sein. Und das Schlimmste was man tun kann,ist den Kindern die eigene Unsicherheit (und auch Ängste)anmerken zu lassen. Die Kinder müssen ja auch selbstständig werden.


    Wenn du ihr nicht zutraust, dass sie alleinezur Tagesklinik kommt,dann würd ich mich auf eine Tagesklinik nicht einlassen. Dann muss sie stationär.


    Oder aber,du gestehst dir ein,dasses einzig und allein DEIN KOpfkino läuft,dann solltest du event.auch Hilfe suchen. :)* :)* :)* :)* (und das meine ich nicht böse)

    Meiner Erfahrung nach ist es für den Therapieerfolg sehr wichtig wirklich alle Gedanken irgendwo aussprechen zu dürfen.


    Du hast eine unbestimmte Angst, wegen unausgesprochener Worte. Das belastet dich.


    Ich verstehe auch ihre Angst in einer Klinik zu landen, aber muss ganz ehrlich sagen, mir hat es unglaublich gut getan, selbst Selbstmordgedanken auszusprechen (natürlich in einem bestimmten Rahmen).


    Allerdings hatte ich das Gefühl bei dem Therapeuten richtig zu sein.


    Ich sagte ihm "Ich wünschte ich wär an der Stelle meiner Schwester gestorben..." (was verdammt fiese Gedanken waren)


    Und er hat dann einfach nur gesagt: "Das ist absoluter Schwachsinn, man kann den Tod nicht steuern." (Hat mich zuerst sehr verletzt) "Sie müssen den Gedanken unterdrücken/vergessen, denn er bringt sie nicht weiter. Sie sind hier, sie können etwas aus ihrem Leben machen." "Haben sie das akute Bedürfnis sich etwas anzutun?"


    Ich antwortete mit "Nein." Und es war ehrlich gemeint...ich wollte mir nichts antun. Das Leben hat mir nur so in dem Moment wehgetan, ich war so verzweifelt, dass ich mir keine Zukunft vorstellen konnte...keine Ziele hatte, keine Freude empfand... Aufgrunddessen schickte mich mein Therapeut NICHT in die Klinik, er trichterte mir aber ein, dass wenn die Gedanken übermächtig werden, ich in die Notfallambulanz soll, oder ihn anrufen um einen Kurztermin zu erhalten.


    Er nahm mir das Versprechen ab, das zu tun.


    Es wurde nicht nötig, dass ich Ambulanz oder Kurztermin in Anspruch nahm, aber ich glaube dieses Versprechen war ein grund dafür.


    Es ist auch nicht so, dass ich sterben wollte... Ich sah nur keinen Grund mehr zu existieren. Am liebsten wäre es mir gewesen, wenn ein Meteorit auf die Erde stürzt damit niemand leiden muss wenn ich sterbe... Ziemlich bekloppter Gedanke, aber meine Therapie und meine gnadenlose Offenheit halfen mir das zu verarbeiten und wieder Ziele fürs Leben zu finden, wieder glückliche Momente zu finden.


    Suizidgedanken sind nicht das schlimmste...das schlimmste für mich war, dass ich in der Hinsicht nicht ehrlich zu meiner Familie sein konnte, da die ausgeflippt wären, mich in ne Klinik gesteckt hätten oder total überbemuttert hätten. Ich war doch schon auf dem richtigen Weg.


    Der Druck der Familie kann schon ein bisschen Schaden...oder wenn man sieht, wie die eigene Mutter daran zerbricht...dann denkt man "Ach wär ich doch niemals geboren worden...dann hättet ihr es jetzt gut".


    Jetzt eine Frage ohne Wertung:


    Kann deine Tochter dir vertrauen? Würde sie mit Problemen zu dir kommen? Fragst du sie, wie sie sich fühlt und zwingst sie dann zu einer Aussage?(letzteres kann ganz schön nervig sein... weil man irgendwie keine Sorgen bereiten will aber gleichzeitig schreien könnte "Gottverdammt beschissen man")


    Wichtig ist denk ich, deiner Tochter das Gefühl eines stabilen Umfeldes zu geben, aber dafür musst du deine Angst auch bearbeiten. Für Kinder/Jugendliche ist es unheimlich schlimm, wenn es den Eltern wegen ihnen schlecht geht.

    Ist das wirklich so, dass man bis 18 zur Schule gehen muss ":/


    Mit Zweitklässlern zusammen in die Schule gehen, ist doch auch nur pro forma und absoluter Quatsch. Da würde ich an deiner Stelle mal mit der Klinik reden, dass macht doch echt keinen Sinn.


    Bringt die Lehrerin ihr denn etwas bei oder was macht deine Tochter in der Zeit da...ich hätte auch Angst an deiner Stelle, dass es nur Zeitverschwendung ist und euch nicht wirklich voranbringt.

    Ja, es ist so, das man bis 18 Schulpflichtig ist. Wir haben jetzt Einstellungstests für sie zum üben rausgesucht, also nicht ganz verschenkte Zeit.


    Zu Flämmchen : Danke! Wenn du das so auseinanderpflückst und einzeln beschreibst hört sich das gar nicht so außergewöhnlich an. Natürlich ist da ein gewisser Grad an Pubertät dabei, es ist aber so wahnsinnig schwer, das auseinanderzuhalten. Und die Gefühle sind bei Ihr ja vorhanden, egal warum. Da kann ich mich noch bei mir erinnern, ich habe meine Eltern zeitweise gehasst und ich glaube, sie das auch durch Wutausbrüche spüren lassen. Die haben aber darüber gelacht.


    Wie lange kann so eine Pubertät denn dauern ? Ich habe gedacht der Punkt müsste bald gegessen sein ?


    Ich versuche mich zusammenzureißen und abzulenken. Habe aber immer ein extremes Kopfkino.


    Ich traue ihr ganz gewiss zu alleine zur TK zu fahren. An Wochenenden fährt sie auf Treffen mit Freunden, die bis zu 100 km weit weg wohnen. Die sie auf anderen Treffen mit anderen Freunden kennengelernt hat. Hier im Ort hat sie allerdings keine Freunde, das heißt mal spontan treffen für ne Stunde gibt es nicht. Die Freundschaften werde über WhatsApp oder ähnliches gepflegt.


    Jetzt ist sie zur Schule für 4 Stunden, danach muss sie mit Zug und Bus zur Klinik und später wieder mit dem Bus nachhause.


    Sie hat sich entschieden morgen den ganzen Tag in die Schule zu gehen. Ich bin mal gespannt wie das alles klappt.


    Heute morgen ist sie ohne, dass ich sie 10x wecken musste, aufgestanden, ist duschen gegangen und hat pünktlich den Bus erreicht. Das war so ziemlich das erste mal seit fast einem Jahr.


    Ich finde das natürlich toll, weiß aber nicht ob das die Ruhe vor dem Sturm ist. Schade das ich so pessimistisch bin.

    Zu Xirain:


    Ich denke meine Tochter vertraut mir. Sie ist nicht der verschlossene Teenager. Sie erzählt mir viel, wenn auch nicht alles. Über ihre Freunde weiß ich einiges und wie der Tag gelaufen ist und was sie scheiße fand.


    Sie hat mir ja auch versprochen keinen "Mist" zu bauen, aber ich habe Angst vor einer Kurzschlusshandlung.


    In der Klinik haben sie ja auch gefragt, ob sie Suizidgedanken hat und daraufhin hat sie (es ist jetzt 1 Monat her) "manchmal" gesagt. Daraufhin kam die Frage, ob sie Bescheid sagen würde, wenn sie sie wieder hätte, da hat sie "ja" gesagt.


    Offen ist sie den Therapeuten gegenüber denke ich nicht, da sie ihre Gedanken, glaube ich, selber nicht weiter verfolgt. Sie möchte nicht in ihren Gedanken kramen, dann wird sie traurig, und dass möchte sie nicht mehr sein.

    Ich finde wenn alles klappt solltest du stolz sein...und es ihr vllt auch so sagen.


    Nicht viel...wenn sie heim kommt, nimm sie in den arm und sag ihr dass du es toll findest dass sie heute so selbstständig ihre aufgaben geschafft hat.