• Teenager in Psychatrie: Wer hilft (redet mit) der Mutter ??

    Hallo, ich bin ratlos und verzweifelt. Diesen Beitrag schreibe ich, da ich als Mutter einer 17-jährigen nicht weiß wem ich glauben soll und wie ich meiner Tochter am besten helfen kann. Meine Tochter hält sich momentan in einer Tagesklink auf. Wegen Angstzuständen ist sie nicht mehr in die Schule gegangen (Zittern, nicht mehr aushalten können im…
  • 33 Antworten

    Ich finde es auch gut, dass sie alleine beschlossen hat, den ganzen Tag zur Schule zu gehen. Vielleicht merkt sie, dass die Klinik ihr nicht richtig helfen kann.


    Vielleicht findet ihr doch einen anderen Therapeut, dem sie sich öffnen kann und der ihr wirklich hilft.


    Ich weiß, die langen Wartezeiten, aber wenn das Problem in einem Jahr ev. noch besteht, ist es jetzt trotzdem gut, schon mal zu suchen. Kann man ja nebenbei verfolgen - sozusage zweigleisig fahren.

    Mal sehen ob ich einen nicht ganz so konfusen Text zusammen schreiben kann ;-D


    Erstmal - ich kann deine Tochter wirklich gut verstehen. Du hattest die Frage, wie lange so eine Pubertät denn ginge ":/ also ich muss sagen, dass ich mich persönlich erst so mit 20 - 21 Jahren nicht mehr gefühlt habe, dass ich in der Pubertät bin. Ist aber denke ich auch immer unterschiedlich. Aber ich denke die Hochzeit wird sie bald überwunden haben. Die Pubertät war für mich auch die schlimmste Zeit in meinem Leben bis jetzt - da man einerseits von Gefühlen überrollt wird und anderseits auch gar nicht weiß wo man im Leben steht. Der Kopf steht Kopf sozusagen.


    Die Tagesklinik klingt für mich jetzt nicht für die optimale Lösung. Klar sie ist beschäftigt - aber irgendwie klingt es nach so einen Harz-IV Programm, wo Leute hingesteckt werden und dort auch nichts sinnvolles erleben - nur das sie aus der Statistik raus sind (blödes Beispiel und sollte jetzt auch nicht ausgeweitet werden ;-) ). Ein ambulanter Therapeut wäre mehr als sinnvoll! Die Suche kann lang sein, aber auch sehr kurz, da manchmal das Glück mit einspielt. Wichtig ist, dass sie sich auf den Therapeut einlassen kann und ihm auch alles erzählen kann. Wenn das nicht gegeben ist, lieber weitersuchen sonst bringt es nichts eine Therapie anzufangen. Ich war öfters schon bei Frauen und musste mitten in der Therapie abbrechen, da sie für mich Grenzen überschritten hatten oder immer nur wieder das selbe gemacht haben, was nichts zu einer Therapie beigetragen hat (mehr dazu gerne per PN wenn es dich interessiert). Zum Schluss habe ich zu meinem Glück einen Mann erwischt - der wirklich gemerkt hat, was mein Problem ist und er konnte mir sehr gut helfen. Er hatte auch keinen Platz frei, merkt aber, dass ich dringend Hilfe brauchte - Deswegen hat er mir zu mindest schon mal ein Termin im Monat geben können, bis die Wartezeit vorbei ist - macht auch nicht jeder.


    Wie gesagt, man kann auch Glück haben. :)z


    Zu den Suizid Gedanken. Diese hatte ich zum Beispiel auch. Mein Therapeut hat mich immer gefragt, ob ich diese habe - Ich habe sie am Anfang meistens bejaht. Dann kam die zweite Frage - in meinen Augen wichtigere Frage - ob ich schon Umsetzungsmöglichkeiten im Kopf hätte, wie ich es denn zu Ende bringen würde. Diese habe ich stets immer verneint. Dann zum Ende der Stunde fragte er mich, ob wir uns zur nächsten Stunde wieder sehen - diese Frage bejahte ich auch.


    Ich will damit sagen, dass man durchaus mal Suizid Gedanken haben darf. Es sind oft einfach auch nur die Gedanken - ach wenn ich jetzt nicht mehr da wäre, dann wäre es einfacher.


    Ganz oft kam der Gedanke - vllt passiert mir ja etwas unvorhergesehenes...das würde es erleichtern. Verurteile sie nicht deswegen und versuche es ein wenig zu verstehen. Deine Kontrolle hilft ihr und dir sehr wenig. Das weißt du denke ich selber aber auch.


    Letztendlich kann ich nur aus Erfahrung sprechen, dass es wichtig war, dass meine Mutter hinter mir stand. Aber ich dennoch irgendwann merken musste, egal wie viel sie da ist, dass es mein Leben ist. Ich muss es leben und ich muss meine Übungen machen und so handeln wie ich möchte, dass mein Leben weitergeht in die Richtung, die ich für mich richtig finde(versteht man das? ":/ ;-D ). Sie konnte mir eben nur beistehen und wenn es mir mal wieder zu viel wurde mich in den Arm nehmen, aber wirklich schaffen muss man es alleine. Deswegen ist es sehr wichtig, dass deine Tochter alles selbst entscheidet, wie es mit der Tagesklinik oder Therapeuten weitergeht. Wenn sie nicht dahinter steht, wird das eh nichts. Sie muss begreifen, dass das ihr Leben ist und sie das in der Hand hat.

    Hallo Ihr Lieben,


    also schon mal vorab. Sie hat beide Tage in der Schule verbracht und ich hatte das Gefühl es hat ihr besser getan als die Klinik. Da sie in ihrer Klasse Unterrichtsstoff macht, den sie auf dem Gym schon in Klasse 6 oder 7 hinter sich hatte, hat sie endlich auch mal Erfolgserlebnisse und meint nicht mehr, dass sie nichts kann. Allerdings hat sie meines Erachtens auch eine gewisse "Hochnäsigkeit". Sie meint jetzt, dass sie in jedem Fach ne 1 bekommt...(der Fall nach dem Hochmut kommt bestimmt).


    Der Unterricht in der Klinik bereitet ihr immer mehr Probleme, da sie mit der dortigen Lehrerin nicht klar kommt. Irgendwie ist das zum Hauptproblem geworden. Das lenkt natürlich vom Eigentlichem ab. Die Therapeutin wollte ein Dreiergespräch, wurde aber krank. Meine Tochter will gar kein Gespräch (es ändert ja doch nichts, es wird dann ja nur schlimmer), das sagt sie aber nicht.


    Zur Erklärung ein Beispiel: Meine Tochter wollte die Bundesländer lernen und wo sie sich befinden (freiwilliger Stoff). Das greift die Lehrerin auf und nun soll sie auch noch die Einwohnerzahlen auswendig können. Wenn sie sagt, das wäre ihr zu viel, heißt es : Deine Arbeitseinstellung gefällt mir nicht, dann halt nicht.


    Ich hatte ihr vorgeschlagen, doch noch mal ein bisschen Bruchrechnung zu machen (da lange her). Da meinte meine Tochter, das das eine gute Idee wäre, aber wenn sie damit anfangen würde, müsste sie es die ganze Zeit machen, die Lehrerin würde alles übertreiben.


    Nun, jetzt heißt es ja sie hätte ein großes "Kritikohr", aber wenn man damit alles "entschuldigt", kann sich meine Tochter ja keiner ihrer Meinungen sicher sein. Auch nicht gerade hilfreich.


    An sich kommt sie mir recht aufgeräumt vor, so nach dem Motto, denen werde ich es zeigen. Sie hat sich sogar, von sich aus, getraut etwas in einem Geschäft umzutauschen. (super)


    Sie ist heute morgen zügig aufgestanden und zur Klinik gefahren. Ich würde sie wirklich gerne aus diesem Klinikunterricht holen, aber das regelmäßige Aufstehen halte ich für richtig. Außerdem ist es Pflichtprogramm. Allerdings ist sie auch sehr geknickt, dass sie auch in den Ferien in die Klinik soll (ich bin echt im Zwiespalt).Danach fängt das Praktikum an und Klinik ist Geschichte. Nun bekommt sie ab nächsten Monat einen neuen Therapeut, da die jetzige Mutter wird, mal sehen wie das funktioniert.