Teilzeit wegen Psyche?

    Eine Freundin von mir hat immer mal Depressionen, war jetzt endlich auch mal beim Hausarzt und hat eine Überweisung erhalten. Jedenfalls fehlt sie oft 1-2 Tage pro Woche. Sie ist jetzt 3 Wochen krank geschrieben und soll dann wieder arbeiten. Aber sowohl sie als der Hausarzt denken, 2-3 Tage wären besser für ca. 1 halbes Jahr. Geht das? Wohin muss sie sich wenden. Der Arbeitgeber fände es ok. Aber wie macht sie das mit Krankengeld etc.? Oder reicht da ein Attest? Krankenkasse?

  • 14 Antworten

    So einfach geht das nicht. Deine Freundin soll sich bitte richtig behandeln lassen. Zum Psychiater und evrl Medikamente und eine Psychotherapie. Wenn es nicht anders geht stationär oder in eine Tagesklinik.


    Danach sieht man weiter.


    Nur 2-3 Tage arbeiten kann sie theoretisch schon, aber den "Ausfall" bezahlt da niemand, das ist ihr eigenes Bier. ;-)

    Zitat

    Stationär geht bei ihr scjon mal gar nicht, weil sie 5 Tiere hat... Solche Ratschläge braucht sie echt nicht noch.

    Als verantwortungsvoller Tierhalter sollte man schon eine Lösung für die Betreuung der Tiere parat haben, wenn man mal in eine Klinik muss. Jetzt hat die Freundin noch die Wahl zu entscheiden, wie sie sich behandeln lässt - ob ambulant, Tagesklinik oder stationär. Aber man kann schließlich auch akut krank werden, wo man um einen Klinikaufenthalt nicht herum kommt. Was dann?

    Zitat

    Naja, wenn sie komplett krank ist, bekommt sie ja auch Krankengeld. Und so würde sie teils arbeiten und teils Krankengeld beziehen.

    Ich glaube nicht, dass das so einfach möglich ist. Da müsste man sich wohl an die zuständige Krankenkasse wenden.

    Faktisch könnte sie sich auch erstmal ein halbes jahr oder so von krankmeldung zu krankmeldung angeln, allerdings würde ich das nur empfehlen, wenn sie dabei auch wirklich etwas tut um zu genesen.


    Therapie und psychiater ambulant... und dann schauen ob es dann wieder mit der arbeit gut geht.


    Ich war wegen depressionen in einem jahr mal 10 wochen krank geschrieben.


    Einmal 6 wochen wegen Medikamenten einstellung ambulant (berufsverbot wegen möglicher nebenwirkungen und meinem job mit chemikalien was zu gefährlich gewesen wär) und nochmal 2 mal 2 Wochen weil mir alles zu viel wurde.


    Aber jede woche 2 tage krank ist denke ich nur über teilzeitarbeit mit gehaltseinbußen mögluch.

    Als Tierhalter, besonders als Halter von fünf Tieren, ist eine verlässliche Alternativ-Betreuung ganz dringend notwendig.


    Kann (selber Hundehalter) nicht verstehen, dass man sich nicht generell darum kümmert - auch ohne Krankheit gibt es immer wieder Momente, bei denen man sich nicht rund um die Uhr um sein Tier kümmern kann.


    Bei psychischen Erkrankungen gibt es die Möglichkeit einer Tagesklinik.


    Wichtig wäre jetzt nach dem aller ersten Arztbesuch zu schauen, welche Behandlung notwendig und sinnvoll ist. Therapie? Medikamente? Selbsthilfegruppe?


    Falls sich feststellt, dass langfristig aufgrund von Krankheit keine Vollzeitarbeit möglich ist, besteht die Möglichkeit der Erwerbsminderungsrente. Die Hürden sind aber recht hoch und wird nicht nach einem Arztbesuch wegen "immer mal wieder Depressionen" gezahlt.

    Wenn ich 5 Tiere habe, muß eben auch ein Notfallplan da sein, wie schon bemerkt, es könnten auch Umstände eintreten, wo sofort über Wochen ein Klilnikaufenthalt nötig wäre - und was dann?


    Klinikaufenthalte in entsprechenden Spezialkliniken sind meist immer effektiver, als wenn man von einer Tagesklinik abends doch wieder zurück ins eigene Sorgenmilieu kommt. So richtig weg von allem eröffnet oftmals neue Horizonte.


    Solche Aufenthalte sind meist auf 3 - 6 Wochen beschränkt und bei eingebrachtem Einsatz höchst effektiv.


    Und sie könnten langfristig sowohl gesundheitsmäßig als auch arbeitsmäßig dauerhafte Erfolge bescheren. Wer kann bis zu 6 Wochen Tiere übernehmen sollte immer im Lebensplan vorhanden sein.

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    Mit den Tieren kann sie nicht einfach mal weg und nach mir die Sinnflut. Bitte richtig lesen.

    Vielleicht liest du mal richtig, meine Frage war folgende:

    Zitat

    ... ausser stationär hab ich ja auch andere Sachen vorgeschlagen. Psychiater, Therapie, was ist damit?...

    Also, was hat sie vor zu tun damit ihr geholfen wird?

    Es gibt mittlerweile die Option einer sog. "Teilkrankschreibung". Bezieht sich aber meist eher auf best. Dinge als auch die Zeit an sich. Und ist ziemlich schwierig durchzubekommen.


    Ansonsten bleibt nur komplett AU für eine Weile (und dann in der Zeit aber auch etwas in puncto Behandlung unternehmen!) und danach langsame Wiedereingliederung. Oder eben mit Einkommensverlust Stunden reduzieren.


    Ich sage auch mal ganz drastisch: Gesundheit geht vor - und Dein Tonfall, wenn es nur um eine Freundin geht, ist schlichtweg unschön. Denn faktisch ist es letztlich so: Wenn Deine Freundin weiter so herumeiert, ohne Behandlung zu Hause hockt: Was soll sich da bessern? Das gilt auch für eine längere Krankschreibung. Wenn sie Pech hat, dann wird sie längerfristig krankgeschrieben, dann kommt die Krankenkasse auf die Idee, den MDK einzuschalten, der dann eine stationäre Reha erzwingen kann. Dann doch bitte selbstbestimmt.


    Statt stationär gäbe es auch die Option Tagesklinik, das ist wie 8-Stunden-Job.