Du kannst es so sehen: Wo nimmt das ein Ende?


    Wenn sie keine Grenzen setzen würde: Bist du die Einzige, die Wünsche hätte, die in ihr privates Leben hineinreichen?


    Vielleicht möchte jemand anders abends anrufen können, ein anderer am Wochenende.


    Ein anderer wiederum will sich vielleicht privat treffen. Ein anderer schreibt Briefe, lange E-Mails und erwartet eine Antwort.


    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und das bei zig Klienten und Klientinnen.


    Psychotherapie ist zwar ein äußerst erfüllender, aber auch kein leichter Job. Man muss Grenzen setzen und seine Privatsphäre abgrenzen können.


    Sie steht dir ja in der Stunde der Sitzung zur Verfügung. Das ist viel. Aber sie wird dafür auch - in der Regel . gut bezahlt.


    Sie muss sich aber abgrenzen können, sonst können Wünsche ausufern.

    Im Allgemeinen möchtest du recht haben


    aaaaaabbbbbbeeeeerrrr


    Nicht jeder Mensch ist so allein wie ich.


    Es ist mr wichtig an dieser Stelle folgendes- zum besseren verstehen meiner Lage- zu schreiben:


    Für mich sind diese 3 Tage seeehhrr schlimm. Nicht nur 1 Weihnachten dachte ich daran, mir was anzutun.


    Da wäre es schon gut, wenigsten als "Rettungsanker" ein kurzes Tel. mit ihr führen zu können. Meine Thera. weiß um diesen Umstand, ich sagte ihr, dass sie mir mit einem kurzen Tel. an jedem der drei Tage mein Leben retten würde.


    Es gibt die Telefonseelsorge, ich weiß darum... .


    Ich habe dort mal zu Weihnachten den ganzen Tag ununterbrochen versucht jemanden zu erreichen. Immer kam die Ansage vom Band: Unsere Mitarbeitenden sind alle im Gespräch, versuchen sie es später wieder".


    Bis "später" war immer das gleiche. In der Zeit könnten sich tausende Menschen was antun.

    Auf der einen Seite kann ich dich gut verstehen.


    Andererseits hat auch deine Therapeutin ein Privatleben. Da will sie Weihnachten sicher mit der Familie verbringen ohne sich mit Patienten zu beschäftigen.


    Ich habe eine sehr liebe Therapeutin, die ich immer anrufen darf, wenn etwas ist. Weihnachten würde ich aber von mir aus schon nicht anrufen. Ich verstehe mich zwar gut mit ihr, aber halte mir vor Augen es ist ihr Job. Das ist was anderes als eine gute Freundin, die rund um die Uhr für einen da ist.

    Ich denke es wäre sinnvoll, zusammen mit der Therapeutin Weihnachten und die Feiertage gut vorzubesprechen und vorzuplanen. Und auch einen Notfallplan zu machen (an wen kannst du dich konkret unter welcher Telefonnummer wenden? Wo gibt es in der Nähe Krisenstationen wo du jederzeit sofort aufgenommen werden könntest für paar Tage? Etc.) Vielleicht hilft es dir ja schon, wenn du weißt, was du notfalls machen kannst, wenn es ganz schlimm werden sollte (Worst case Szenario).


    Es ist absolut notwendig, dass sich deine Therapeutin auch paar Tage ganz frei nehmen kann ohne Kontakt mit Patienten zu haben. Sonst würde sie die Arbeit sicher nicht sehr lang durchhalten.. Muss natürlich vorher gut abgesprochen sein, aber da ist sie ja ganz klar, was ich gut finde.


    Alles Gute!

    Hallo,


    erstmal: Es tut mir leid, dass du an den Feiertagen allein sein wirst.


    Zu der Sache mir deiner Therapeutin: Du hast Glück, dass sie dir ein Telefonat an einem freien Tag anbietet, das sollte genügen, auch, wenn du in einer schweren Lage bist. Du solltest in Zukunft nicht mehr nach mehr Verlangen, sonst wird das euer Therapeuten-Patienten-Verhältnis belasten, und sie wird dich eventuell an jemand anderen überweisen, was du, denke ich, nicht möchtest.


    Wenn es absolut keine Möglichkeit gibt, an Feiertagen in Gesellschaft zu sein, dann solltest du dir Alternativen überlegen. Was machst du denn gerne in deiner Freizeit? Es muss doch etwas geben, womit du dich beschäftigen kannst, etwas, was dir wirklich Freude bereitet.


    Irgendwann wird diese Therapie vorbei sein, dann kann deine Therapeutin nicht für dich da sein, wenn du sie brauchst. Du musst lernen, mit solchen Situationen umzugehen.


    Es wäre schön, wenn du noch etwas mehr über dich schreibst: Wie oft bist du denn einsam? Fühlst du dich, wenn du alleine bist, immer einsam? Wie verbringst du deine Freizeit? Gerne noch mehr, wenn du magst.

    Hallo meine Lieben, @:)


    ich lese aus euren Zeilen Mitgefühl für meine Situation, dass tut mir gut. Danke dafür!!!!!!!!


    Wie ich schon geschrieben habe geht es mir darum, Weihnachten eine Art "Rettungsanker" zu haben. In meinem Fall wäre das ein Angebot meiner Thera, sie im NOTFALL erreichen zu können und wenn es per SMS wäre. Quasi, dass sie dann kurz anrufen würde.


    Aber sie gibt mir ihre Handy Nummer nicht... :°(


    Denn deswegen für drei Tage in eine Klinik zu gehen, NEIN ICH HASSE KLINIKEN.


    Also: Ich bin sehr vielseitig interessiert!


    Es ist jedoch so, dass ich mich zu Weihnachten aufs lesen nicht konzentrieren kann. NUR EIN BEISPIEL.


    Man sieht alle in Familie, dass Radio mache ich gar nicht an und höre nur CD's weil ich die Weihnachtsmusik nicht ertrage. Mir reicht schon das, was man unterwegs hören (muss).


    Ich denke an die lieben Menschen die ich verloren habe und bin so einsam.


    Im Jahr, an anderen Feiertagen macht es mir nichts aus. Ist nicht schön aber zu ertragen.


    Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Familie- DANN ist allein zu sein für mich UNERTRÄGLICH. :°( >:(

    P.S.


    Vor Jahren hatte ich eine Ärztin, keine Thera, von der hatte ich die Handy- Nummer.


    Als es mir Weihnachten ganz schlecht ging, schrieb ich ihr eine SMS mit der Bitte, sie kurz sprechen zu dürfen. Von ihr hätte ich es nie für möglich gehalten.


    Keine 15 Minuten später rief sie an. Ich bin ihr heute noch dankbar dafür und weiß sogar noch genau, wie lange wir gesprochen hatten, obwohl es schon Jahre zurück ist. Knapp 10 Minuten waren es, die mir mein Leben retteten. :)^

    Conny1903, wenn Du bei der Therapeutin so rüberkommst wie hier, dann müsste diese Therapeutin alles tun um Dich über die Feiertage in eine Klinik zu bekommen. Denn bisher hat sie das Vertrauen, es würde das Telefonat am 24. ausreichen. Wenn sie den Eindruck bekommen muss, dass Dein Überleben von ihrer Stimme am Telefon am 25. und 26. abhängt, dann kann sie eigentlich nicht anders handeln. Es gab hier viele Anregungen - viele Antworten mit dem Grundtenor: "das geht nicht!" Ist das eine Lebensstrategie oder ein echtes "nicht Können"?

    Im Moment erscheint es mir, als wäre es vor allem die Angst das Problem, dass es dir wieder so schlecht gehen könnte. Aber vielleicht hast du ja in der Therapie schon Strategien gelernt, wie du mit solch starken Gefühlen umgehen kannst?


    Was kannst DU tun , damit du die Tage schaffst? Auch ohne deine Therapeutin zu hören? Wie schon geschrieben, brauchst du einen Notfallplan. Wenn du es ohne Therapeutin nicht schaffst, bleibt dir nur noch die Krisenstation.

    Liebe Conny, hast du den absolut niemanden, den du über die Weihnachtsfeiertage mal anrufen kannst? Keine Freunde, Bekannten, Kollegen oder Verwandte? Hast du überhaupt Kontakt zu irgendjemanden oder bist du generell total allein?

    Jetzt mal aus Therapeutensicht (von jemandem mit Diensthandy, welches nahezu immer konstant in Reichweite liegt): Therapeuten sind Menschen. Sie machen ihren Job (hoffentlich) gerne, aber sie haben auch ein Privatleben. Müssen auch Abstand finden und zur Ruhe kommen, um diesen Job machen zu können. Sie können krank werden und auch Urlaube stehen ihnen zu.


    Faustregel: Wenn ein Patient mit dieser gelegentlichen Nichterreichbarkeit nicht klarkommt, dann muss eine intensivere Behandlungsform gewählt werden oder für diese Situationen ein Notfallplan (Telefonseelsorge, Klinik,...).


    Du möchtest "nur mal kurz" am 25. & 26. telefonieren können. Du bist aber nicht der einzige Patient - und tendenziell auch nicht der einzige, dem es schlecht geht, der einsam ist,... Bei mir haben ca. die Hälfte der Patienten das Problem! Was bedeuten kann, dass mich gerne an diesen Tagen bis zu 10 Patienten (und ich arbeite nur Teilteiz mit ca. 16-18 Patienten pro Woche!) sprechen wollen. Was bleibt da? Das sind einige Stunden, die mir fehlen. Für mich, meine Familie, meine Pläne.


    Bei mir ist ganz klar das Handy aus. Notfallpläne stehen vorher, ggf. geplante Klinikaufnahmen. Und für die, die es packen können, steht ganz klar fest: Es wird ALLES vorgeplant. Nicht nur bis zum "nach Hause gehen", sondern auch der Abend zu Hause; die Feiertage zu Hause. Was will man machen, wie kann man die Zeit totschlagen, welche Gedanken helfen, es zu überstehen; was soll gegessen werden;...


    Plane weiter ins Detail - oder sprich' das Thema Klinik und Krisenintervention an. Außerdem gibt es in sehr vielen Städten (oft auch kirchlich organisiert, aber ohne weiteren Glaubenshintergrund) Treffpunkte für alleinstehende Menschen. Informier' Dich und geh ggf. da hin.

    Sunflower73,


    zum Thema Klinik und Telefonseelsorge schrieb ich bereits.


    Eine Stelle, wo man andere einsame Menschen treffen kann, gibt es hier nicht.


    Wie ich ebenfalls bereits geschrieben habe, habe ich mich bei allem was in Frage kommt, bereits erkundigt.

    Zitat

    Zitat: Eine Strategie oder eine Nothilfe- Plan hat sie mir nicht aufgezeigt.

    Den Plan muss sie Dir nicht aufzeigen! Du musst ihr erklären, dass Du mit ihr gemeinsam einen solchen Plan erarbeiten möchtest. Dein Wille muss erkennbar sein! Auch der Wille zum Leben!