Bei einer Behandlung auf eigene Kosten muss ja gar keine Diagnose gestellt werden, da handelt es sich dann eben einfach um eine Beratung, die viele Therapeuten ohnehin parallel anbieten. Die geht dann auch keinen Arbeitgeber und keine Versicherung etwas an.

    Hallo Lars,


    hier sind auf Seite 4 die Angaben des Therapeuten für die Beantragung einer Psychotherapie genau erkennbar (inkl. Diagnose):


    http://www.kbv.de/media/sp/02_Mustersammlung_PT.pdf


    Ich hoffe sehr, der Berufswunsch ist nicht Pilot. Der Flugzeugsturz in Frankreich ist ja wahrscheinlich bekannt.


    http://www.psychotherapiesuche.de/pid/faq


    Wenn es um eine Verbeamtung geht:


    https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/psychische_krankheiten_und_verbeamtung_23748.html


    Es sind aber nicht nur Psychotherapien anzugeben, die von der Krankenkasse bezahlt wurden, sondern auch privat bezahlte.


    Mögliche Folgen bei Verschweigen:


    http://www.michaelbertling.de/beamtenrecht/rechtsprechung/bayvgh3zb152401und3cs152283.htm


    Gruß


    RHW

    Zitat

    rr2017


    Allerdings - wenn man eine Therapie verschweigt, ist das eine vorsätzliche Lüge, ein Betrug, ein Straftatbestand. Vielleicht sollte das auch berücksichtigt werden bei den Überlegungen.

    Also mal ehrlich... wenn man eine Therapie zur Selbstfindung macht, hat das überhaupt nix mit einer psychischen Krankheit zu tun und ist eine absolute Privatsache.


    Was anderes wäre es bei einer diagnostizierten Depression zum Beispiel, die mit einer Therapie behandelt wird. Die dürfte man nicht verschweigen.

    Zunächst einmal vielen lieben Dank für die vielen Antworten. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ihr mir eure Zeit schenkt.

    @hanca

    Zitat

    und dass du dir vorstellen kannst, ihm zu vertrauen.

    Das wird hoffentlich kein großes Problem. Wie viele Anläufe braucht man dafür denn im Durchschnitt? Ich traue anderen wirklich erst nach sehr langer Zeit und selbst dann kann sich das schlagartig ändern.

    Zitat

    Es ist doch aber möglich, dass man bei bestimmten Berufen seine Vorerkrankungen angeben muss und auch eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben muss.

    Zitat

    Man ist zwar nicht gezwungen, diese zu unterschreiben, aber kann sich dann vielleicht nicht bewerben.

    Und genau davor habe ich Angst. Das wird nämlich zu 100% passieren.

    @Luci32

    Zitat

    Sogar die Bundeswehr stellen psychotherapeuten ein.

    Ich möchte definitiv nicht zur Bundeswehr. Ja, die Bundeswehr stellt Psychotherapeuten ein, aber auch Menschen mit psychischen Vorerkrankungen?

    Zitat

    Eine Therapie wird dir mehrere Tausand Euro kosten.

    Wenn es mir (und damit auch meinen Liebsten) dadurch besser geht, ist mir das jeden Cent wert! Glück kann man trotzdem nicht kaufen.

    Zitat

    Privat ist ca. 120€ pro Sitzung.

    Ist das der Preis nach der GOÄ? Wie lang ist in diesem Fall eine Sitzung?

    Zitat

    besonders TSH ist wichtig

    Da habe ich mich schon informiert und vor einigen Wochen den Wert bestimmen lassen. Laut meinem Hausarzt könnte der besser kaum sein.

    @Bunter Vogel

    Zitat

    Der Satz der Kasse liegt bei ca 90 Euro

    Ist das der Preis nach der GOÄ? Wie lang ist in diesem Fall eine Sitzung?

    Zitat

    Mach dir bewusst, dass es eine kostspielige Angelegenheit werden kann,

    Wie schon gesagt ... das ist es mir wert.

    Zitat

    Viele Grüße und viel Glück bei der Suche :-)

    Ich danke Dir sehr! Wirklich.

    @rr2017

    Zitat

    aber das Feld, in dem die Diagnose/Begründung steht ist in der Kopie, die an die KK geht, geschwärzt.

    Ich glaube allerdings, dass man nicht die Krankenkasse, sondern den Therapeuten von seiner Schweigepflicht wird entbinden müssen.

    Zitat

    Allerdings - wenn man eine Therapie verschweigt, ist das eine vorsätzliche Lüge, ein Betrug, ein Straftatbestand.

    Da habe ich auch schon drüber nachgedacht. Und es widerstrebt meinem Rechtsempfinden, eine gestellte Diagnose zu verheimlichen, auch wenn sie dafür sorgen würde, dass ich trotz fachlicher Eignung einen bestimmten Beruf nicht ausführen darf. Deshalb hoffe ich, dass (auch wenn das vermutlich sehr naiv ist) der Therapeut/die Therapeutin keine offizielle Diagnose mitteilt und lediglich die dafür anzusetzende Therapie anstößt. Ich werde ihn/sie einfach darum bitten, mir keine Diagnose zu stellen, sondern lediglich die entsprechende Therapie durchzuführen (somit muss ich nicht lügen).

    @ Forensiker

    Zitat

    Der Punkt ist doch, dass man als Selbstzahler Vorerkrankungen im Prinzip verschweigen kann.

    Darauf soll es hinauslaufen.

    Zitat

    Bei einer Behandlung auf eigene Kosten muss ja gar keine Diagnose gestellt werden

    Das wäre ideal.

    RHW

    Zitat

    Es sind aber nicht nur Psychotherapien anzugeben, die von der Krankenkasse bezahlt wurden, sondern auch privat bezahlte.

    Oh nein. Sind wirklich die Therapien anzugeben oder nur die Diagnosen, aus denen sich ja die Therapien ableiten?

    Hallo Lars,


    gern geschehen. Danke für für das nette Feedback.


    Die Kosten der Psychotherapie für Selbstzahler können sehr unterschiedlich sein, da die GOÄ nur eine Bandbreite für die Preise vorgibt. Nähere Erläuterungen:


    http://psychotherapie-kendel.de/kosten-goae-psychotherapie/


    Über die genauen Fragen im medizinischen Fragebogen zur Verbeamtung entscheidet der Amtsarzt des Gesundheitsamtes (wenn es keine Vorgaben des Bundeslandes gibt). Vielleicht ist das hilfreich:


    http://www.dr-mueck.de/HM_FAQ/Verbeamtung-Privatversicherung-Psychotherapie.htm


    Meine persönliche Meinung ist, dass es für den Amtsarzt auch wichtig ist, wie man über die Psychotherapie berichtet.


    Je früher man mit der Therapie beginnt, umso eher ist sie erfolgreich abgeschlossen.


    Alles Gute!


    RHW

    Nochmals vielen Dank RHW :-)


    Die Links haben mir sehr weitergeholfen (insbesondere der zweite).

    Zitat

    dass es für den Amtsarzt auch wichtig ist, wie man über die Psychotherapie berichtet.

    Die Frage ist nur, wie ich ihm erkläre, dass ich fast 10 Jahre lang nichts unternommen habe. Ich habe alles immer mit mir selbst ausgemacht, weil ich andere nicht belasten wollte, doch mittlerweile färbt mein Verhalten negativ auf andere ab, was ich absolut nicht verantworten kann und will. Deshalb MUSS ich nächstes Jahr etwas ändern.


    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und einen guten Rutsch ins Jahr 2018!

    Möchtest du zufällig Pilot werden?


    Du solltest dich allerdings mal fragen ob du mit deiner Krankheit, bzw. der Diagnose die dir der Psychotherapeut stellen wird deinen angestrebten Beruf verantwortungsvoll ausüben kannst.

    Hallo Plüschbiest,


    nein, Pilot möchte ich nicht werden. Dafür braucht man auch kein Studium, oder? Ich bin aktuell 24 und wäre mit 25.5 dann ohnehin zu alt.

    Zitat

    Du solltest dich allerdings mal fragen ob du mit deiner Krankheit, bzw. der Diagnose die dir der Psychotherapeut stellen wird deinen angestrebten Beruf verantwortungsvoll ausüben kannst.

    Ich denke, dass ich fachlich dazu in der Lage bin. Ich habe auch ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein meinen Mitmenschen gegenüber. Mich erfüllt auch kaum etwas mehr, als anderen zu helfen. Allerdings habe ich die Angst (bzw. weiß sogar), dass man mit einer wie auch immer gearteten Diagnose im psychischen Bereich als "nicht geeignet" eingestuft wird. Ich werde mir darüber aber dann in der Therapie Gedanken machen. Vielleicht ist gerade meine Verbissenheit im Hinblick auf das Thema Berufswahl eine Seite des Egoismus, die sich mir bisher noch nicht offenbart hat.

    Zitat
    Zitat

    und dass du dir vorstellen kannst, ihm zu vertrauen.

    Das wird hoffentlich kein großes Problem. Wie viele Anläufe braucht man dafür denn im Durchschnitt? Ich traue anderen wirklich erst nach sehr langer Zeit und selbst dann kann sich das schlagartig ändern.

    Man kann da gut nach dem Bauchgefühl gehen.


    Wenn dir der Therapeut im ersten Gespräch vertrauenswürdig und kompetent erscheint, bist du da sicher richtig.


    Sollte sich das im Laufe der Therapie ändern, kannst du ja jederzeit zu einem anderen wechseln.


    Man muss das dann nur rechtzeitig mitteilen. Ich habe mich bei meinen selbst bezahlten Therapien nie auf eine bestimmte Anzahl von Stunden festgelegt.

    Mal etwas ganz anderes, nur mal angenommen.


    Dein Berufswunsch (und hey, ich finde es SUPER, das du einen hast) bringt VIEL! Verantwortung mit sich, aber vielleicht eben nicht nur für dich, sondern auch für viele andere.


    Ehrlich gesagt, fände ich dein Vorgehen dann wirklich extrem egoistisch und sollte unterbunden werden!

    Na ja, niemand hier weiß was genau der TE für Probleme hat und welchen Beruf er ergreifen möchte.


    Der TE wird schon wissen, warum er dazu keine genauen Angaben macht.


    Er wird ja wissen, bzw. ahnen was die Gesellschaft darüber denkt.