Tipps für den Therapieplatz

    Ich möchte jetzt zum neuen Jahr erneut versuchen einen Therapieplatz zu bekommen. Nun ist es leider so, dass es hier keinerlei Listen gibt. Weder Therapeutenlisten, noch Wartelisten bei den Therapeuten. Das heißt man sucht sich Therapeuten im Internet, ruft dort an und wenn alle Plätze schon weg sind (was ja meistens der Fall ist) soll man in 6 Monaten wieder anrufen. Zudem gibt es in der Gegend auch nur ein paar Therapeuten, die überhaupt in Frage kommen. Deswegen meine Frage: Gibt es noch Möglichkeiten meine Chancen zu steigern? Es hat bisher noch nicht geklappt und alleine das zieht mich schon runter. Die Telefonpanik macht es auch nicht leichter.


    Naheliegend wäre natürlich Therapeuten aus anderen Städten in die Suche miteinzubeziehen. Die Reisekosten kann ich mir aber leider gar nicht leisten.

  • 11 Antworten

    Nutze andere Hilfsangebote zur Überbrückung.


    - Psychosoziale Beratungsstelle


    - Vereine, Netzwerke für psychisch Kranke und Behinderte


    - Selbsthilfegruppen


    - Übergangsweise Aufenthalte in Tageskliniken


    Fahrtkosten kannst du sicher beantragen und erstattet bekommen, z.B. bei der Krankenkasse.


    Wichtig ist zuallererst mal der Wille, sich Hilfe zu holen. Irgendwas geht immer. Es gibt eine umfangreiche Zahl von helfenden Initiativen un Organisationen.


    Zusätzlich kann man lernen sich selbst zu stützen, indem man rausfindet welche Aktivitäten einen stabilisieren und stärken.

    Danke dir Rufus


    Klinikaufenthalte sind für mich leider keine Option.


    Und auf der anderen Seite sind jegliche "softe" Angebote für meinen Fall tatsächlich zu schwach.


    Sollte die Krankenkasse aber bei den Fahrtkosten helfen können, dann wäre das ideal! Ich nehme an nach der Diagnose und ersten Sitzung?

    Du könntest es auch noch über das "Kostenerstattungsverfahren" bei einem Therapeuten mit Privatpraxis versuchen. Google mal "Kostenerstattung Bundespsychotherapeutenkammer", da gibt es eine Infobroschüre als PDF-Datei. Auf der letzten Seite sind außerdem auch Links zu den Psychotherapeutenkammern der Bundesländer mit Therapeutensuche.

    Selbsthilfegruppe ist pauschal nichts softes. Sondern das kann auch mal die effektivste Sache sein. Aber es gibt natürlich nicht flächendeckend passende Selbsthilfegruppen. Oder jetzt in deinem Fall.


    Sprich mit dem Arzt, wer der Kostenträger ist, und mit der Krankenkasse.


    Wenn du aus wirtschaftlichen Gründen nicht über Mobilität verfügst, eine indizierte verordnete Behandlung zu erhalten, dann wird man vermutlich nicht tatenlos bleiben, und warten bis sich etwas verschlechtert, chronifiziert oder sonstwie verschlimmert. Aus mehreren Gründen. Und wenn es eine Härtefallregelung oder Einzelfallregelung ist.

    Hast du schon bei der Krankenkasse nachgefragt, ob sie bei der Vermittlung helfen?


    Hausärzte und Psychiater haben auch oft Kontakte und können helfen.

    Definitiv bei der Krankenkasse melden und um Vermittlung bitten. Außerdem bekommst du dort alle Informationen, die du zum Thema Mobilität brauchst.

    Zitat

    Klinikaufenthalte sind für mich leider keine Option.

    Wieso nicht? Ich halte den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik (nicht Psychiatrie) für einen fast schon idealen Einstieg in eine Therapie (zumal Dir bei der Nachsorge geholfen wäre). Einigermaßen dringlich scheint es ja zu sein.


    Selbsthilfegruppen habe ich vor allem als Selbst- und Mitleidensgruppen erfahren, hilfreich ist das für den therapieunerfahrenen Menschen wohl nicht möchte ich behaupten (aber das ist natürlich meine persönliche Meinung/Erfahrung).


    Ich würde auch den Weg über den Hausarzt oder die Krankenkasse gehen.

    Zitat

    Du könntest es auch noch über das "Kostenerstattungsverfahren" bei einem Therapeuten mit Privatpraxis versuchen. Google mal "Kostenerstattung Bundespsychotherapeutenkammer", da gibt es eine Infobroschüre als PDF-Datei. Auf der letzten Seite sind außerdem auch Links zu den Psychotherapeutenkammern der Bundesländer mit Therapeutensuche.

    Jetzt wo du es ansprichst habe ich das bereits sogar einmal gehört. Da schau ich mal nach. Auch der Hinweis zu den Links ist klasse, danke :)^

    Zitat

    Selbsthilfegruppe ist pauschal nichts softes. Sondern das kann auch mal die effektivste Sache sein. Aber es gibt natürlich nicht flächendeckend passende Selbsthilfegruppen. Oder jetzt in deinem Fall.


    Sprich mit dem Arzt, wer der Kostenträger ist, und mit der Krankenkasse.


    Wenn du aus wirtschaftlichen Gründen nicht über Mobilität verfügst, eine indizierte verordnete Behandlung zu erhalten, dann wird man vermutlich nicht tatenlos bleiben, und warten bis sich etwas verschlechtert, chronifiziert oder sonstwie verschlimmert. Aus mehreren Gründen. Und wenn es eine Härtefallregelung oder Einzelfallregelung ist.

    Chronifiziert ist es ja sowieso schon :=o Bzw. von alleine wird es nicht mehr weggehen. Ich möchte vorallem so wenigen Menschen wie möglich diese Sachen direkt gegenüber offenbaren.


    Bisher fühle ich mich doch ziemlich alleingelassen, denn sowohl alle Ärzte (selbst der Psychiater), als auch Ämter schieben einen weg und sagen "Ja ja, machen sie das mal mit der Therapie. Das wird sowieso dauern".


    Eigentlich kein Problem. Wäre so ein Therapieplatz auch leicht zu kriegen.

    Zitat

    Hast du schon bei der Krankenkasse nachgefragt, ob sie bei der Vermittlung helfen?


    Hausärzte und Psychiater haben auch oft Kontakte und können helfen.

    Ach stimmt, das habe ich mal gemacht um einen Facharzttermin zu bekommen. Ich glaube mich zu erinnern, dass die die Vermittlung bei Psychotherapien nicht übernehmen. Das schaue ich aber natürlich nochmal nach.


    Meine Ärzte waren da kaum eine Hilfe. Zwei haben mich sogar entmutigt und einer hat mir zumindest gesagt welche Therapieform ich verfolgen sollte, nachdem er mir ausdrücklich erklärt hat, ich solle meine Erkrankung lieber annehmen und mit ihr Leben. :(v

    Zitat

    Definitiv bei der Krankenkasse melden und um Vermittlung bitten. Außerdem bekommst du dort alle Informationen, die du zum Thema Mobilität brauchst.

    Okay :)^

    Zitat

    Wieso nicht? Ich halte den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik (nicht Psychiatrie) für einen fast schon idealen Einstieg in eine Therapie (zumal Dir bei der Nachsorge geholfen wäre). Einigermaßen dringlich scheint es ja zu sein.

    Ich glaube auch, dass das durchaus effektiv sein könnte. Ich kann aber leider nicht einfach ohne Erklärung in eine Klinik verschwinden. Andersrum kann ich aber auch nicht offenbaren, dass ich wohl eine pscyhische Erkrankung habe.

    Zitat

    Selbsthilfegruppen habe ich vor allem als Selbst- und Mitleidensgruppen erfahren, hilfreich ist das für den therapieunerfahrenen Menschen wohl nicht möchte ich behaupten (aber das ist natürlich meine persönliche Meinung/Erfahrung).

    Das habe ich nämlich auch erwartet

    Wenn du im Internet googelst findest du psychotherapeutische Beratungsstellen,welche freie Therapieplätze vermitteln.

    Zitat

    Wenn du im Internet googelst findest du psychotherapeutische Beratungsstellen,welche freie Therapieplätze vermitteln.

    Also ich finde da nur Beratungsstellen für Studenten? ???