Tipps zur Angstbewältigung

    • Nimm Hilfe an und betrachte es nicht als beschämend.


    • Akzeptiere zunächst die Angst, sie ist nicht ohne Grund da. Laufe nicht davon. Stell dich der Angst. Vermeidung verschlimmert!


    • Angst hat eine Funktion. Betrachte sie als Freundin, die dir wertvolle Anregungen und Hilfestellungen geben kann. Stell dir vor, die Angst sitzt dir auf einem Stuhl gegenüber, und du hörst zu was sie zu sagen hat.


    • Üben, Üben, Üben. Übe täglich und mache kleine Mutproben. Sie geben dir Sicherheit und machen dir irgendwann sogar Spass.


    • Arbeite an deiner Gedankenwelt und setze STOPP-Sätze ein, wenn du dich beim überwiegend negativen Denken erwischst. Achte auf deine Sprache. Was spreche ich aus. Wie würde es klingen wenn ich es von einem Tonträger hören würde?


    • Verändere dein Ich- Bild. Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit kannst du dir erarbeiten. Fange klein an: beim Metzger, 'darfs etwas mehr sein?'.


    • Habe Geduld. Angst ist ein Gefühl und hängt oft nach. Selbst wenn du bereits veränderet Verhaltensweisen an den Tag legst, die Angst verschwindet oft so langsam, wie sie gekommen ist.


    • Gute Beziehungen wirken Wunder. Pflege sie, nie war eine gute Freundin / Freund so wertvoll wie heute.


    • Sei nett zu dir selbst. Dann kannst du auch zu anderen nett sein. Das innere Lächeln strahlt nach aussen: Ausstrahlung!


    • Quittiere das Murren des Umfeldes über dein verändertes Verhalten mit einem 'wissenden Lächeln' und lass dich nicht beirren.


    • Und wenn jemand dir weismachen will, du hättest dich zu deinem Nachteil verändert, kannst du es als Kompliment ansehen!

    Entspannungsübungen

    • Bauchatmung – nicht flache Brustatmung (flache Atmung verstärkt das Angstgefühl)


    • Phönix aus der Asche


    1. Kleidung lockern, Übung im Stehen oder Sitzen


    2. Rücken gerade, Kopf nach vorne auf die Brust sinken lassen und AUSATMEN, die Luft durch den Mund ausweichen lassen, mit dem Laut HAAAA


    3. Den Kopf aufrichten, Kinn anheben, ganz leicht nach hinten geneigt, die Arme weit öffnen, und dabei EINATMEN


    4. Die Arme vor sich verschränken, als wollte man sich selbst umarmen, den Kopf wieder nach vorne sinken lassen und AUSATMEN – diese Schritte 2-3 mal wiederholen.


    • Tipps für schnellere Ergebnisse:


    Während des EINATMENS folgende Vorstellung aufbauen: der gesamte Körper ist wie ein Luftballon, der aufgeblasen wird


    Während des Tages die Atmung überprüfen, die Hand dabei auf den Bauch legen


    Häufiges Seufzen und Durchatmen in Momenten des Leerlaufes, der Körper gewöhnt sich schnell an diese Entspannungsmomente


    Andere Menschen beim Atmen beobachten, die Wahrnehmung für diesen Ablauf schulen


    • Die Ohren bekommen Besuch


    Ruhig hinstellen, die Beine hüftbreit auseinander


    Die Schultern bis zu den Ohren hochziehen und AUSATMEN


    EINATMEN, während die Schultern so weit wie möglich nach hinten geschoben werden, aber immer noch in Ohrenhöhe


    Die Position einen Moment halten und mehrfach wiederholen


    • Eine Rutschpartie


    Aufrecht an einer Zimmerwand stehen, mit dem Rücken fest an die Wand gelehnt


    Mit dem Rücken an der Wand stehen bleiben und einen Schritt nach vorne gehen


    Langsam in der Sitzposition an der Wand herunter rutschen


    Den Rücken etwas nach vorne bewegen, mit den Händen auf den Knien aufstützen und wieder aufrichten – die Übung wiederholen


    • Tipps:


    Bei jeder Gelegenheit Bewegung


    15 Minuten flott spazieren gehen ( kein Bummel )


    Keine Überanstrengung


    Negative Gedankenmuster entdecken


    Gedankenmuster stoppen – durch konstruktive, ermitigende Gedanken verändern


    • Anspannung – Entspannung nach Jakobsen

  • 220 Antworten

    Ich wollte die 10 Gebote von Nela auch hier anbringen, sie sind sehr schön:)*


    Ich hoffe Nela hat nichts dagegen:-)

    @ :)

    5 Tibeter

    Hallo.


    Ich würde die Tipps gerne noch ergänzen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, täglich (!) morgens die 5 Tibeter durchzuführen. Zum einen beeinflussen die Übungen den Atem positiv, zum anderen verhelfen sie nach ein paar Tagen / Wochen Konsequenz zu einem besseren kräftigeren Körpergefühl und mehr Vertrauen in den Körper (besseres Bewußtsein). Das finde ich total wichtig, denn dann ist die Angst lang nicht mehr so machtvoll. Zudem ist es ein guter Start in den morgen :)D


    Wenn ich jetzt mal doch einen Anflug von Panik bekomme und meine mal wieder nicht Schlucken oder Atmen zu können, versuche ich - wenn's geht - zumindest die ersten drei Übungen zu machen. Ist grade keine Matte und kein sauberer Boden in Sicht, versuche ich es zumindest mir vorzustellen, denn wenn man die Übungen schon öfter gemacht hat, hilft das auch - zumindest ein bißchen.


    Wen es interessiert, hier eine Website: http://www.fuenf-tibeter.org/

    Yoga


    Möchte mich gern für die vielen tollen Tipps bedanken.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die größte Hilfe in der Tat annehmen der Situation ist und vor allem Gedankenkontrolle!


    Wenn ich meinen inneren Dialog beobachte, sehe ich schnell, wann ich mich selbst verurteile und kann die Richtung wechseln. Ich bin meine beste Freundin geworden und die denkt nur gut von mir.


    Um im Alltag wach zu bleiben hilft mir Yoga sehr. Wie auch die 5 Tibeter erhöht es das Körpergefühl, macht dir deinen Atem bewußt und vermittelt allgemein ein besseres Lebensgefühl. Fördert ganzheitliche Gesundheit und vermittelt immer mehr Kraft und Mut, sich seinen Gefühlen zu stellen und sie nicht mehr zu verurteilen. Sie sind da und es gibt gute Gründe dafür!


    Die Angst selbst ist ja nicht wirklich ein Gefühl, sondern das vermeiden von Gefühlen. Also wenn ich lerne, mir meine Gefühle anzuschauen, verschwindet die Angst von allein.


    Da viele von uns aber nicht gelernt haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, da es mit echter Gefahr verbunden war, ist es ein langsamer und sehr schmerzhafter Prozess, das im Erwachsenenleben nachzuholen. Ungerecht? Ja! Aber letztlich die einzige Möglichkeit für ein glücklicheres Leben.


    Liebe Grüße Yamiras

    Hallo,


    ich habe heute gelsen,dass emetionales Tagebuchschreiben helfen soll.


    Hat jemand solche Erfahrungen gemacht?


    Ich würde mich über noch mehr Tipps bezüglich


    Angstbewältigung freuen,da mir bis jetzt noch keiner sagen konnte,woher meine Angst kommt und was ich dagegen machen kann.Ich habe schon vieles ausprobiert ,aber irgendwie hilft im Moment nichts.

    Habe den Faden gerade erst entdeckt. Ich finde ihn echt gut! :)^

    @ Azucena

    Nein, natürlich habe ich nichts dagegen :-D Wenn die Gebote anderen ja helfen können :-)


    Danke @:)

    Aus gegebenem Anlass:

    Bitte in diesem Faden nur Tipps

    ... zur Angstbewältigung, keine Einzelschicksale, keine Fragen, deren Antworten man noch sucht.


    Danke für die Beachtung.

    Ich finde die 10 Gebote sehr gut und auch alles andere. Für mich ist es wichtig in die Natur zu gehen oder Rad fahren, das befreit etwas.


    Und der Angst einen Namen geben, wovor ich Angst habe weiß ich, aber warum ich vor bestimmten Situationen Angst habe möchte ich wissen.


    Leider verstehen viele Menschen diese Ängste nicht, wie auch wenn sie es nicht kennen.


    Man wird eben auch als Spinner dahin gestellt und das finde ich nicht gut.


    Niemand kann etwas für seine Angst, ich wünsche mir auch das ich anders wäre uns keine Angst habe.

    Hallo ihr Lieben,


    ich habe bis vor kurzem an extremer Prüfungsangst gelitten und wurde durch ein Telefonat geheilt - klingt seltsam, konnte es selbst kaum glauben, aber die altbekannte Panik vor der wichtigsten Prüfung meines Lebens blieb echt aus. In dem Telefonat ging es um die tatsächliche Ursache für die Angst. Sämtliche psychol. Tipps haben nie geholfen, aber ich weiß jetzt, woran es liegt und habe meinen Frieden damit gefunden. Ich kann nur jedem raten, mit einem Spezialisten den tatsächl. Grund zu erforschen. Alles andere scheint nicht zu helfen. Muss jetzt nur noch war gegen Höhenangst, Klaustrophobie und Arachnophobie unternehmen - aber man kann ja nicht alles haben:-/


    Gruß Miezi

    Ich find den Thread hier echt gut und im Moment bin ich echt am tiefsten Punkt meiner Panikattacken angekommen und habe mich auch jetzt dazu entschlossen endlich eine Therapie zu machen.


    Es ist nur "schön zu sehen",dass ich nicht die Einzige bin,der es so ergeht.


    Und es ist schön zu sehen,dass es Leute gibt,die es geschafft haben,ihre Panikattacken zu überwinden oder sie zu kontrollieren.


    Das gibt mir neuen Mut...ich danke Euch.@:)

    Hallo!


    Toller Thread! Ich habe auch unter einer Angststörung gelitten, und diesen genialen Tipps hier möchte ich noch etwas hinzufügen:


    Ich darf mich nicht fürchten.


    Die Furcht tötet das Bewusstsein.


    Die Furcht führt zur völligen Zerstörung.


    Ich werde ihr ins Gesicht sehen.


    Sie soll mich völlig durchdringen.


    Und wenn sie von mir gegangen ist, wird nichts zurückbleiben.


    Nichts außer mir.


    Aus "Dune Der Wüstenplanet" (Wer das gesagt hat, weiß ich nicht mehr.)


    LG Gresi

    Aus gegebenem Anlass:

    Bitte in diesem Faden nur Tipps

    ... zur Angstbewältigung, keine Einzelschicksale, keine Fragen, deren Antworten man noch sucht.


    Danke für die Beachtung.

    Hallo, ich kann von mir sagen das ich die Angst sogut wie hinter mir habe. Mal mehr mal weniger geholfen haben mir unter anderem folgende Tipps und anregungen.


    Niemand kann dir die Angst ansehen


    Du kannst daran nicht sterben


    Es wird nichts passieren


    In kürzerszter Zeit wirst du wieder ganz anders über die Situation denken.


    Viel Erfolg