Trauma durch Autounfall?

    Hallo ihr lieben,


    ich hatte vor ca 2 Wochen einen Autounfall auf einer Landstraße. Mir ist frontal jemand entgegen gekommen, und ich konnte nicht mehr ausweichen. Mein Auto ist ein Totalschaden (hab aber inzwischen ein neues) und verletzt worden bin ich zum Glück nicht. Stand aber ziemlich unter Schock. Ich muss diese Strecke jeden Tag zur Arbeit und seit Tagen zucke ich während der Fahrt zusammen, fahre ganz weit rechts, und bin schweißgebadet. Hat jemand einen Tipp für mich um wieder angstfrei fahren zu können? Ich habe mich auch erkundigt, es gibt keinen anderen Weg dahin auch keine Autobahn sondern nur den.

  • 33 Antworten

    Weiter die Strecke fahren. Die Angst erstmal akzeptieren und nicht fürchten. Das ist ein Schock, davon muss man sich erstmal erholen. Bitte NICHT andere Strecke fahren, das wäre Vermeidung und füttert die Angst.


    In dem Moment aber auch deutlich machen: JETZT passiert nichts. Es ist nur eine beliebige Straßenstelle wie alle anderen Stellen auch.


    Notfalls mal am Wochenende 10, 20, 30, 40 Mal dort langfahren. Bis es langweilig wird. 1x pro Tag mit Angst an der Stelle "vorbeihuschen" ist weniger effektiv, als es wirklich bewusst anzugehen.


    EMDR ist eine Therapietechnik aus der Traumatherapie - und sollte eigentlich "mal eben so" nicht gemacht werden. Sondern eingebettet in eine umfassende Therapie.

    kann mich sunflower nur anschliessen...fahr die situation oft und bewusst.ich hatte einen recht heftigen wildschaden,mir ist ein reh über eine hecke direkt vor das auto gesprungen.kleines bischen später und ich hätte es auf die motorhaube bekommen und würde wohl nicht mehr drüber schreiben,so aber war nur das auto hin und ich hätte ne schöne strieme vom gurt.an sich gings autofahren gleich wieder aber selbst im stadtbereich waren hecken für mich das grauen.ausserhalb panik pur...aber mit jeder "erfolgreichen "hecke wurde es besser und nach einigen monaten wars wieder gut.wenn dir das auto fahren vorher spass gemacht hat ,wird es das auch nach einiger zeit wieder machen

    Ich war jeweils immer nur einmalig zum EMDR. Grausame Szenen von Unfällen (ich kam meistens auf bereits geschehene Unfälle zu, die Bilder verfolgten mich) wurden s o f o r t abgemildert.


    Mein letzter Unfall war kürzlich auf der Autobahn, wo ich einen runtergeworfenen Stein von der Brücke aufs Auto kriegte. Außer Blechschaden ist nichts passiert, aber auch das verfolgte mich, wie der Stein auf die Motorhaube flog.


    Nach einer halben Stunde war ich da beim Therapeuten wieder draußen. Und ich bin die Strecke auch schon wieder öfter gefahren, ohne Probleme.


    Was soll ich da denn therapeutisch aufarbeiten, die vielleicht böse Kindheit? Das Problem ist ein Unfall und sonst nix.


    Sehe da keinen Sinn.... Zumal es ja einmalig auch ausgezeichnet hilft....

    Es gibt einfach auch eine "normale" Verarbeitungszeit, wo einem der Schreck in den Knochen steckt. Wenn man da nicht vermeidet, sondern die Angst akzeptiert und trotzdem weitermacht, wird es i.d.R. besser.


    Mit therapeutischen Maßnahmen muss man nach gerade mal zwei Wochen nicht anfangen.


    Mag jetzt nicht jedem gefallen, aber Traumatherapie-Elemente "mal eben so einmalig" sind nicht unbedingt ideal. Und man sollte kritisch hinterfragen, WER das so anbietet. Die Wirksamkeit von EMDR an sich ist unbestritten; der einmalige Einsatz ohne den Betroffenen genauer zu kennen... fragwürdig.


    Es steht jedem frei, diesen Weg zu gehen - aber es gibt sowas wie Selbstheilungsfähigkeiten. Und ein Risiko bei best. Anbietern.