den ganzen Abend...

    ins Forum


    telefonieren


    Brief schreiben -> über dein Wut zum Beispiel


    Tagebuch schreiben


    einen neuen Essensplan ausdenken


    was Schönes backen


    mit anderen Patientinnen oder Pfleger/innen reden, die du magst -> über die Gründe deiner Abneigung gegen die Bezugsperson.


    Kannst du besser mit Männern?

    Hallo Grasi *ganzschüchternreinguck* - ich hoffe, ich stör hier nicht?


    Konnte nur nicht anders, weil ich gesehen hab, dass es dir nicht so gut geht zur Zeit. Ich will nicht sagen, dass ich auch nur die geringste Ahnung von dem hab, was du grad durchmachst, aber vielleicht kann ich dir eine Sache sagen: Du bist keine Sch***-Person, auch wenn du das jetzt nicht glaubst! Ich halte mich selbst zum Beispiel schon seit ich ein Kleinkind bin einfach für keinen besonders guten Menschen, das ist einfach so. Naja, aber ich weiss auch, dass es auf andere nicht unbedingt so wirkt. Da ist irgendein komischer Schalter im Kopf, der mir sagt, dass mein Selbstbild nicht dem entspricht, was andere von mir denken. Ich habe gestern Abend in den Spiegel geschaut und konnte mir eigentlich nur die Zunge rausstrecken, ansonsten guck ich meistens lieber weg... Trotzdem weiss ich, dass andere das nicht so sehen und das auch nicht nur so sagen, damit ich mich besser fühle. Damit kann ich irgendwie ganz gut leben. Und es gibt sogar Phasen, wo ich mich selbst ganz gut leiden kann (nur jetzt gerade eben nicht...) - vielleicht habe ich eine Art Abstand zu mir selbst gefunden? Ist schwer zu erklären, weil sich das bei dir auf ganz anderen Ebenen abspielt. Was ich sagen will, du bist ein ganz liebes Mädel, dass das alles gar nicht verdient hat. Du bist sehr sensibel und daher leidest du auch so darunter. Besonders schlimm, dass du in der Klinik niemanden hast, der dir eine echte, wahre Bezugsperson ist. Blöd auch, dass die für andere andere Regeln aufstellen als jetzt für dich. Das ist nicht fair und macht alles nur schlimmer. Denk aber doch vielleicht mal daran, dass du es jetzt schon so lang geschafft hast und dass es Menschen gibt, die wahnsinnig stolz auf dich sind, dass du so viel Kraft aufbringst und es immer wieder trotz aller Hindernisse versuchst. Vielleicht gibt dir das ja Kraft...


    Sorry, ich hoffe, ich war einigermassen verständlich!

    Sense

    ins Forum^---> darf ich nicht,. und was, wenn niemand da ist?


    telefonieren--->tja mit wem? p... hab ich ja vergrault...selber schuld...


    Brief schreiben -> über dein Wut zum Beispiel--->tja, an wen?


    Tagebuch schreiben--->ich schreibe gar nicht gern von Hand.


    einen neuen Essensplan ausdenken-->das geht nur ein paar Sekunden, zudem hab ich hier bezüglich Essen keine Freiheit da ich ja eine "Essstörung" habe. >:(


    was Schönes backen--->Zutaten nicht da, zudem würde ich es dann nachher essen. und: ich und backen

    :-o


    mit anderen Patientinnen oder Pfleger/innen reden, die du magst -> über die Gründe deiner Abneigung gegen die Bezugsperson.---> das hab ich schon x-mal getan, die sind auch der meinung ich sollte wechseln dürfen.


    Kannst du besser mit Männern? --->kommt drauf an., bezüglich den pflegern , ja.

    :-o

    Zitat

    die sind auch der meinung ich sollte wechseln dürfen.

    Dann bestehe drauf! Rede morgen in der Therapie darüber. Oder lass dir wenigstens die Gründe erläutern...ob es zum Beispiel personelle Gründe hat...


    An wen schreiben? - An deine Eltern, an P!


    Ja - du und backen :-o :-D :-D Brotbacken! Oder Brötchen, die du morgen frühstücken kannst. Frag doch mal danach...:-)

    An meine Eltern? Klar. Nichts würde mir mehr Freude machen. *ironisch*


    Was soll ich denen denn schreiben?? Habe gestern meinem Vater alles schon gesagt. Was soll ich meiner geliebten Mutter schreiben? "danke, für meine tolle Kindheit? Danke, dass du dich so scheisse benommen hast


    brot backen? Nein...keine Lust.


    oh. ...ich bin grad...nicht kooperativ.


    WIESO KOMMT MIR DAS SO BEKANNT VOR????

    WIESO KOMMT MIR DAS SO BEKANNT VOR :-|

    Zitat

    "danke, für meine tolle Kindheit? Danke, dass du dich so scheisse benommen hast??"

    Genau das an deine Mutter! Schreib es wenigstens - musst es ja nicht gleich abschicken...


    Musst jetzt auch nicht kooperativ sein, sei wütend!


    Schade, dass du so weit weg bist...

    Aufschreiben

    Hälmchen, das hab ich auch oft gemacht, wenn ich wütend/traurig war. Ganz ausführlich, konnte es kaum nachvollziehen, als ich es Jahre später wieder gelesen habe. Schreib es dir von der Seele, vielleicht hilft das.

    das tu ich ja hier drinnen schon...

    Das ist gut und richtig, Grasi :-). Aber irgendwann muss es auch mal an die richtige Adresse, das nagt nämlich an dir. Dein Vater ist als Übermittler an deine Mutter nicht geeignet - oder doch?

    Brief an die Mutter

    Kennst du Kafkas "Brief an den Vater"? Schreib doch mal einen richtigen Brief an deine Mutter, nenn die Dinge beim Namen, gerade so, wie du dich jetzt fühlst. Und dann legst du den Brief nochmal auf die Seite.

    Sch***erpressung :-|

    Aber glaub mir - ein Streit mit ihr muss nicht ein Leben lang dauern...


    Lass dir Zeit damit, aber fass es mal ins Auge - verfasse es in einem Brief, den du nicht abschickst. Das ist noch was anderes, als im Forum schreiben. Wie Lila schon sagte...:-)

    hallo Gras-Halm

    sorry, wenn ich mich auch noch einmische. Diese Gefühle, die du da beschreibst, dass du nicht am Tod deiner Mutter verantwortlich sein willst, oder ewig Streit haben willst, kenn ich auch zu gut. Aber wenn du dir das wirklich von der Seele schreibst, so wie du es empfindest und nicht zensierst und überlegst, ob sie es so verkraftet, dann wird da dein inneres stehen, dass was dich verletzt, das was dich schmerzt.


    Ich red da aus Erfahrung, ich hab schon oft den Stift in der Hand gehabt und aus schlechtem Gewissen wieder zur Seite gepackt und mir gesagt, dass ich ihr das nicht antun kann, weil sie sich sonst fertig machen würde, und die Buchstaben kamen auch nicht so, wie ich es wollte, wie sie mir im Kopf rumspuken. Aber es wird von mal zu mal besser beim Formulieren und dann sieht man es schwarz auf weiß vor sich und das tut auch weh. Heißt zwar noch lange nicht, dass es damit gegessen ist, wäre ja echt zu einfach, aber es ist ein Kieselstein der ins Rollen kommt und damit auch die Möglichkeit, dass es mehr werden, um die Schuldgefühle auch mit abzutragen. Was an der Geschichte Angst macht, ist die extreme Konfrontation mit sich und den Gefühlen, der Person gegenüber, die man eigentlich lieb haben sollte:-/. Das steckt ja noch so in einem drin. Also denke ich mal, geht mir jedenfalls so. Aber wenn man mal die Wut die Verzweifelung und den Ärger aufschreibt, spricht plötzlich keine Person, die sagt "ich hab dich lieb Mama", da spricht eine ganz tief verletzte Person, die so die Liebe nie, teilweise, oder zu wenig erfahren durfte, diese Person weint in sich rein, ist innerlich so verletzt, und traut es nicht nach außen zu zeigen an der Stelle, die die mit die Ursache der jetztigen Situation ist. Ja und das macht Angst und es kommen Schamgefühle. Aber so durch das Schreiben können vielleicht auch andere Gefühle geschehen und man kann lernen, sich auch vielleicht auch besser zu verstehen.


    Liebe Grüße