@Grammy

    Wenn Du wieder mit Hälmchen telefonierst, kannst Du ihr bitte auch von mir ganz, ganz liebe Grüße ausrichten? Und viel Kraft... :-(


    Ich schreibe ihr mal eine SMS, aber wahrscheinlich wird sie die dann erst später lesen...


    Danke!

    Hoffentlich

    kommt sie bald wieder raus.


    Sie hat Pech gehabt. Schon in dem Moment, als ihr Psychiater sie letztes Jahr eingewiesen hat. Mit Hohenegg hat sie eine Klinik erwischt, deren Personal mit der Art ihrer Erkrankung scheinbar nicht viel Erfahrung hat und ihr nicht kompetent helfen konnte. Ich halte das Vorgehen dieser Leute für gefährlich für Patienten wie Grasi. Sie hätten ihre Grenzen früher erkennen und sie in eine Spezialklinik verlegen sollen. Mit so einer allgemeinen psychotherapeutischen Behandlung ist da wohl nicht viel zu machen. Hoffentlich ist die zweite Klinik anders. Sieht aber leider nicht so aus. Ist wohl eine rein psychiatrische Einrichtung :-|


    Ich drück alle verfügbaren Daumen!

    Kompetenz hin oder her...

    es gehört auch der Wille dazu, sich helfen zu lassen.


    In dieser Zeit "Werkzeug" zu kaufen und sich im Ausgang einen Rausch zu holen, kann man zwar auch der Klinik anlasten.


    Weil sie es nicht verhindert haben.


    Aber was ich vermißt habe, war ein wenigstens ein klein bißchen sowas wie Reue oder ein schlechtes Gewissen bei Grasi.


    Da war schon eher Stolz zu spüren - so als gelte es, die Klinik auszutricksen, und nicht, sich helfen zu lassen.


    Ich werf ihr das nicht vor, sicher war sie mit der Situation einfach überfordert. :-(


    Das zeigt jedoch, daß für sie wirklich eine sehr engmaschige und strukturierte Betreuung angesagt ist.


    Hoffen wir, daß sie diese jetzt bekommt - und akzeptiert!

    Laste ich keineswegs der Klinik an. Dass Grasi endlich mitarbeiten muss, damit es aufwärts geht, steht ausser Frage. Was ich so schrecklich finde: Dass man sich anmaßt etwas behandeln zu können, mit dem man scheinbar nicht die geringsten Erfahrungen hat, und den Patienten "hält", obwohl er woanders besser untergebracht wäre. Und diese Zwangseinweisung in die 2te Klinik.... ist reine Abschieberei - "wir kommen damit nicht klar, können sie aus Verantwortungsgründen aber nicht entlassen, also den schwarzen Peter zum erstbesten anderen". Bah!

    warte mal

    "wir kommen damit nicht klar, können sie aus Verantwortungsgründen aber nicht entlassen,"


    ist doch ehrlich, und ist das Beste und einzig vernünftige für sie.




    Mit

    Zitat

    ich würde mir da auch nix aufzwingen oder verbieten lassen...

    ist man noch nicht reif für diese Art der Hilfe.

    Hm, kommt immer auf die Art der Hilfe an..wenn man dann vielleicht mal "reif" ist, ist es oft schon zu spät, denn dann ist der Karren schon so verfahren, daß die Behandlung erst recht nichts nutzt oder enorm mühselig ist

    Leni,

    welcherart Hilfe wäre denn für Dich akzeptabel?


    Wenn Du Dich von vornherein gegen das Einhalten von Regeln und Verboten aussprichst, da fällt mir gar nichts mehr ein...


    Zuallererst muß man begreifen, daß es HILFE ist, und muß bereit sein da mitzumachen. Leicht ist das nicht - sonst würde man es sich ja auch allein zutraun zu schaffen.


    Aber - bis man das begreift, daß es eine, vielleicht eine entscheidende Chance ist - da muß der Leidensdruck erst mal größer sein als die Angst vor der Hilfe und als der innere Schweinehund.


    WENN man das begrifen hat, dann wird man dort Partner sehen und keine Gegner... DAS ist entscheidend!


    Auch dafür, ob man später bei Bedarf noch mal freiwillig eine Therapie nachlegt, oder fortan verbittert allen erzählt, wie Scheiße es doch bei einer Therapie ist und die Hilfsmöglichkeiten fortan meidet.

    Wenn mir Verbote sinnlos erscheinen, dann halt ich mich auch nicht dran, genausowenig laß ich mich nicht in meiner Freiheit einschränken, nur weil das irgendwelchen Docs so gefällt-deswegen is auch so ne Klinik nix für mich, weil ich mich da gefangen fühl

    Zitat

    "wir kommen damit nicht klar, können sie aus Verantwortungsgründen aber nicht entlassen,"


    ist doch ehrlich, und ist das Beste und einzig vernünftige für sie.

    Vernünftig wärs nach bis zu einem Monat gewesen.... Sie war 6 da. Es ist nunmal so, dass der notwendigste Standard erfüllt ist, ideal oder gut ist die Versorgung absolut nicht. Da wo sie jetzt ist - da führts aufs Abstellgleis.

    Leider

    muß ich nach dem, was ich über die "neue" Klinik erfahren konnte, Poly recht geben.

    Zitat

    Das zeigt jedoch, daß für sie wirklich eine sehr engmaschige und strukturierte Betreuung angesagt ist.


    Hoffen wir, daß sie diese jetzt bekommt - und akzeptiert!

    Genau das ist nötig, Che! Und mir scheint nicht so, als ob sie das dort, wo sie jetzt ist, bekommt. Kein therapeutisches Angebot, alleingelassen, völlig isoliert... Eine Sackgasse eben, aus Hilflosigkeit, Kostengründen und aufgrund des etwas komplizierten Schweizer Krankenversicherungssystems. :-|


    Dabei wäre eine wirklich gute, intensive Betreuung so wichtig!