nee, also erstens hab ich ein Männer-Problem. Das äussert sich in etwa so, dass ich keine "normalen" Gespräche mit Männern führen kann. Das war schon in meiner Kindheit so, hatte nie Jungs als Freunde oder so. Ich verkrampfe mich dann einfach und rede nur noch Stuss oder ich sag gar nichts.


    Ich hab hier im med1 jemanden kennengelernt, wir waren wohl auch kurz zusammen, aber das war eher ein Reinfall, das war furchtbar. Nicht wegen ihm, sondern wegen mir....


    zudem hasse ich meinen Körper mittlerwelie so sehr, dass Sex bzw. sonstwie ausziehen ein absolutes No-Go ist. Und welcher Mann lässt sich das schon bieten..bei meinem Ex hiess es, dass er 3 Monate wartet und ansonsten ist Schluss...

    ich hab schon gedacht, dass du das vielleicht geschrieben hast. ;-)


    nee spass beiseite, ich kann das nachvollziehen. auch wenn ich nicht selber in der situation bin. war zwar auch ein halbes jahr in der klinik, aber wegen panikstörung.


    kann mich deswegen in so psycho sachen schon reinversetzen.


    im grunde ist das ne sache, die sich gegenseitig aufschaukelt.


    man kapselt sich immer mehr ab, beginnt sich zu hassen und wenn man nach draussen geht, erwartet man, dass einem noch schlechter wird. ein teufelskreis.


    ich denke, dass es wichtig ist, die therapie weiterhin zu machen. ich habe festgestellt, dass man oft denkt, dass es nix bringt und im grunde hat es was gebracht.


    dadurch, dass du dich als außenseiter wahrnimmst, akzeptierst du das irgendwann und verkriechst dich zuhause. nimmst du antidepressiva?

    Zitat

    ich hab schon gedacht, dass du das vielleicht geschrieben hast

    ???


    ich bin 20.


    Ja, ich nehme ein Antidepressivum. Hat mir auch gut geholfen, in der Hinsicht, dass ich aus den Depressionen rauskam. Ansonsten hat es weder bei der sozialen Phobie irgendwas bewirkt noch gegen die Übelkeit.


    ich mochte mich eigentlich nie besonders...also so ab Pubertät halt. Als Kind war mir das glaub ich egal. :-

    es ist aber gut, dass du depressionen damit in den griff bekommen hast. gegen die übelkeit und die soziale phobie hilft es nur indirekt. du bekommst wieder die motivation an deiner situation zu arbeiten. einen gewissen ehrgeiz ein normales leben führen zu können. insofern finde ich AD ganz gut.


    aber trotzdem ist es nicht leicht, was zu ändern.


    du musst dich im grunde fragen, ob du die situation ernsthaft ändern willst und hoffnung hast, dass sich was ändern kann.


    wenn die hoffnung nicht da ist, dann bezweifle ich für mich, dass man da raus kommt.


    selbst als ich gehört habe, dass die ärzte nicht mehr wissen, was sie machen sollen, hab ich die hoffnung nicht aufgeben. depressionen hatten somit keine chance bei mir.


    im grunde musst du es erstmal schaffen, die selbst einigermaßen zu mögen. nicht zu hassen...denn das führt dann zu der bereits erwähnten essstörung oder zu borderlinergeschichten.


    warum hasst du deinen körper genau? ist er häßlich? weißt du im grunde, dass du gar nicht mal so übel bist, aber du redest es dir trotzdem ein?

    Zitat

    du musst dich im grunde fragen, ob du die situation ernsthaft ändern willst und hoffnung hast, dass sich was ändern kann.

    ändern will ich sie schon. Hab ja auch einiges versucht...Hoffnung hab ich inzwischen einfach keine mehr....

    Zitat

    im grunde musst du es erstmal schaffen, die selbst einigermaßen zu mögen. nicht zu hassen... denn das führt dann zu der bereits erwähnten essstörung oder zu borderlinergeschichten.

    Essstörung hab ich keine, und Borderline entsteht in den ersten Lebensjahren...;-)

    Zitat

    warum hasst du deinen körper genau? ist er häßlich? weißt du im grunde, dass du gar nicht mal so übel bist, aber du redest es dir trotzdem ein?

    Nein, er IST hässlich. Wirklich.

    Zitat

    oder hasst du deinen körper nur deswegen, weil andere dich scheisse finden und nix mit dir zu tun haben wollen und du deshalb jemand anderes sein willst?

    Nein, ob man mich scheisse findet hängt ja nicht davon ab wie ich aussehe. Das war früher so, aber heute wohl nicht mehr. Nein, ich hasse ihn nicht deswegen, sondern weil er mich im Stich lässt und weil er hässlich, fett und scheisse ist.

    ich bin momentan so bei 67.5 bis 68 Kilo bei 1.82...hab aber zuviel Körperfett, über 30% bzw. 8 Kilo zuviel...(wurde getestet beim Arzt)


    ich wog immer 57kg, aber dann hab ich wegen nem Neuroleptikum in der Klinik zugenommen und nachher zuhause hatte ich Fressanfälle, bis ich auf 75 war...


    er ist hässlich, weil er voller Narben ist. Weil alles schwabbelig, dellig und eklig ist. Weil ich zu gross bin, zu breit, meine Füsse sind auch riesig, und so weiter. :(v

    Zitat

    Hoffnung hab ich inzwischen einfach keine mehr...

    vielleicht ist aber dann es gut, wenn du Antidepressiva weiterhin nehmen würdest. du bist erst 20 und du hast viel zeit, an dir zu arbeiten und du solltest jetzt nicht die hoffnung aufgeben.


    was sich über lange zeit angestaut hat, braucht mindestens so lange, bis es wieder weg ist oder sich bessert.


    ist scheisse, aber ist oft so.


    sorry, wenn ich irgendwie zu hart klinge generell oder zu rigoros, aber das sind alles nur meinungen von meiner seite und ich will einfach irgendwie helfen.

    Zitat

    ich bin momentan so bei 67.5 bis 68 Kilo bei 1.82...hab aber zuviel Körperfett, über 30% bzw. 8 Kilo zuviel... (wurde getestet beim Arzt)


    ich wog immer 57kg, aber dann hab ich wegen nem Neuroleptikum in der Klinik zugenommen und nachher zuhause hatte ich Fressanfälle, bis ich auf 75 war...


    er ist hässlich, weil er voller Narben ist. Weil alles schwabbelig, dellig und eklig ist. Weil ich zu gross bin, zu breit, meine Füsse sind auch riesig, und so weiter.

    also aus meiner sicht ist das gewicht ideal.


    ich bin untergewichtig. wiege 52 kilo bei 1,75 m. hatte während der klinik 10 kilo mehr und war auch irgendwie schwabbelig.


    das verteilt sich aber später. ich habs nur wieder abgenommen, weil ich nen scheiss esstil habe.


    habe aber auch schwangerschaftsstreifen, nen delligen popo und besenreiser.


    zu gross bist du nicht. 1,82 sind 7 zenitmeter mehr als ich und das ist nicht viel!!


    meine füße sind auch riesig. habe größe 42. na und? kurze hosen und schuhe kann ich nicht anziehen, weil ich steckenbeine habe und dann die riesigen füße.


    ich finde mich vom körper her im grunde auch scheisse.


    jedoch hasse ich meinen körper nicht.


    ich habe auch narben (wieviele narben hast du und wieso?)


    an den knien hab ich narben. sind voll hässlich.


    aber ich hasse mich nicht.


    es gibt doch sachen, die ich ok finde.


    dass dein körper dich im stich lässt, stimmt nicht. dein körper will dir im grunde helfen. helfen, an deiner psychischen sache zu arbeiten. er zeigt dir, dass es so nicht geht und wenn du die hoffnung nicht aufgibst, dann hilft er dir, indem die symptome besser werden, dass du auf dem richtigen weg bist.