hab das hier noch gefunden:

    die wirkung kann sich anscheinend schnell einstellen, weil es schnell abgebaut wird...


    ich hatte nur kurz mal seroxat...


    diese antidepressiva sind alle eher antriebssteigernd...das hab ich nicht so vertragen....ich brauch eher mittel, die hemmen....und mich müde machen...

    Montag in 2 Wochen geht mein LG stationär in die psychosomatische Abteilung der hiesigen Psychiatrie. Wird wohl ne längere Sache. Dort können die Ärzte mal genauer nachschauen.


    Ich bin zwar Amateur, aber aus Gesprächen mit anderen depressiven habe ich einiges gelernt und habe inzwischen so einen leisen Verdacht, dass die Nebenwirkungen immer dann ausbrechen, wenn er unter enormem psychischen Druck steht.


    Er war fast zwanzig Jahre lang alkoholabhängig, ist seit 6 Jahren mit einigen kurzen Rückfällen trocken. Bei jeder Therapie wurde seine Kindheit wieder und wieder durchgekaut, aber kein Arzt und kein Therapeut kam je auf die Idee, dass das Grundübel Depression heißt. Das hat erst der neue Psychiater Ende Juli festgestellt. Hätte man das früher gewusst, hätte er sich und seiner Umgebung viel ersparen können.


    In langen vorsichtigen Gesprächen haben wir versucht, die Ursachen für die Depressionen zu finden und sind auch fündig geworden. In der Jugend hat er mal ziemlich Mist gebaut und war 3 Jahre in der JVA. Was dort war, will ich lieber nicht erzählen, aber er ist dort kaputt gegangen. Danach hat er angefangen zu saufen um alles zu verdrängen. Das ist wohl so gut gelungen, dass er gar nicht auf die Idee kam, dass das das Grundübel für seine Sauferei war.


    Druck übt seine Ex aus, und zwar auf eine gemeine Art. Sie wollte ihn los sein und jetzt ist sie scheinbar neidisch, dass wir beide miteinander klar kommen. Wenn er seine Tochter abholt, bricht sie jedesmal einen Streit vom Zaun und droht, ihm die Tochter nicht mehr zu geben. Sie weiß genau, dass sie ihn damit treffen kann.


    Ich habe dann wieder Tage zu tun, ihn wieder einigermaßen aufzubauen. Genau so war es, als er sie am Freitag abgeholt hat. Er ist total fertig. Heute Abend werde ich die kleine nach Hause fahren und mir die Dame (alleine, ohne die Tochter) zur Brust nehmen. Ich hab jetzt nämlich die Schnauze gestrichen voll. >:(:(v

    @ rita

    nun gut...das problem ist einfach, dass bei deinem LG die umstände sich zwar gebessert haben, da er dich hat, aber er noch immer nicht mit sich und der vergangenheit im reinen ist...


    vielleicht ist der schritt in die klinik erstmal der richtige, da er abstand gewinnen kann...war bei mir damals so...


    habt ihr euch die klinik vorher angeschaut? finde ich sehr wichtig, weil man sich dor wohlfühlen muss...

    @ :)

    Klinik ist ok

    Hier in Homburg/Saar haben wir eine Uniklinik. Liegt am anderen Ende der Stadt. Das ist praktisch, dann kann er am WE auch mal nach Hause. Die psychosomatische Abteilung hat einen guten Ruf und Fachkräfte die sich mit Nachsorge bei Suchtkranken auskennen. Und unser Psychiater arbeitet eng mit denen zusammen, hat früher selbst dort gearbeitet. Es ist also auch keine Gefahr, dass der eine hüh und der andere hott schreit.

    Er war in verschiedenen Suchtkliniken zum Entzug. Anfangs ohne bzw. nur mit kurzzeitigem Erfolg. Vorher natürlich jedesmal stationäre Entgiftung. Dann in Daun in der Eifel. Dort hat er dann begriffen, um was es eigentlich geht. Aber auch dort hat niemand die Depressionen erkannt.


    Jetzt geht er mit einem anderen Ansatz in die Klinik, denn er ist trocken und will jetzt die wirklich dunklen Kapitel seines Lebens aufarbeiten und lernen, mit seinen Depressionen besser zurecht zu kommen. Ihm ist bewusst, dass die Depressionen wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden werden, aber er will lernen, damit umzugehen. Er weiß auch, dass das nach so vielen Jahren nicht von heute auf morgen geht, dass es Rückschläge gibt und dass er wahrscheinlich bis Weihnachten dort bleiben muss. Wir beide haben uns auf diese Zeitspanne eingestellt, dann steht er nicht unter Erfolgsdruck und die Chancen sind einfach besser. Einerseits, tut es mir weh, ihn dort hinzubringen, andererseits, wäre ich froh, er wäre schon dort, damit ihm professionell geholfen wird.

    Grasi gehts nicht gut.

    Ihr ist sehr schlecht gewesen (am Nachmittag wars wohl besser, jetzt ist e wieder schlechter und die Nacht war auch nicht gut). Sie bleibt vorerst noch eine Nacht zu Hause - sie kann so nicht mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.


    Liebe Grüße an alle!!! :)*

    rita

    Zitat

    Einmal Stadtmitte und zurück kosten 3,80 €.

    tatsächlich teuer ... in zürich kriegst für rund 4.80 € eine Tageskarte (24h gültig), mit der man in ganz zürich rumfahren kann, sooft man will.


    ich hab n jahresabo für die ganze schweiz. kostet rund 1500 euro umgerechnet.