@ wc-customs:

    Wie bereits schon marion geschrieben hat: Hände weg von den LKs. Sie gehören zu deinem Immunsystem und wenn du ständig drauf rum drückst, können sie nicht ihre Arbeit machen. Im Gegenteil, sie nehmen dir das krum und tun weh und werden dicker.


    Ich weiß, dass es nicht einfach ist, sich keine Gedanken zu machen. Vielleicht hilft es dir ja, wenn du "nur" noch von einem Arzttermin zum nächsten über deine Gesundheit nachdenkst und zwischendrin dir mal eine Pause gibst.

    Ich habe Angst davor, dass ich Lymphdrüsenkrebs habe, speziell ein follikuläres Lymphom. Wie soll es weiter gehen? Den Rest des Lebens mit der Gewissheit, schwer krank zu sein, bald zu sterben. Die Leichtigkeit, die Unbeschwertheit, das alte Leben, alles ist für immer vorbei. Es beginnt ein bis zum Tode niemals endender Ärztemarathon mit ständig neuen Chemos und Antikörpertherapien, mit der ständigen Angst, dass die Therapien nicht mehr anschlagen. Bald ist dann auch alles ausgeschöpft ist, nichts wirkt mehr und man kann sich auf den Tod einstellen. Na danke... :(

    Habe ich schon zig mal geschrieben... Ich dachte, ich habe Darmkrebs, wegen ständigem Fremdkörpergefühl im Unterbauch. Nach den vielen tastbaren Lymphknoten, ist ein Lymphom im Unterbauch, dass für das Drücken verantwortlich ist, wahrscheinlicher...

    Ich bin morgen aber nicht da, da ich kurzfristig verreisen muss. Dann seid ihr mich bis Samstag los... Ich komme damit klar, ich bin mir ja recht sicher ein Lymphom zu haben, daher kann man mir die Diagnose auch etwas später stellen. Auf Zeit geht es bei dieser Krebsart ja nun wahrlich nicht,,, Den Termin verschiebe ich dann auf nächste Woche.

    Ja ne is klar. Bettelt auf Teufel komm raus nach nem US – die Ärztin kommt dem nach und er bekommt den endlich langersehnten US Termin für Dienstag – endlich gewissheit ob Krebs oder nicht und was macht Customs? Er verreist mal kurz. Also so schlimm kann ja dann die angst nicht sein. Und jetzt ist das Lymphom im Unterbauch? Ich denk am Hals und Kiefer? Was denn nun?

    Nein, Du kommst halt nicht damit klar. Das ist ja der springende Punkt. Lass das doch mal entgültig abklären. Die Ungewissheit würde mich ja verrückt machen, wenn ich Du wäre. Ich kann nämlich im Gegensatz zu dir mittlerweile mit Ungewissheit gut leben. Das ist auch der Punkt. Wenn Du jetzt verreist, könnte es doch passieren, dass du einen Unfall hast - und das wahrscheinlicher, als Krebs zu haben. Warum blendest Du das aus und konzentrierst dich nur auf deinen Körper?


    Drehe doch mal die Denkweise um und sage dir: na, gut - habe ich eben Krebs. Kannst es nicht ändern. Lerne damit zu leben - so als hättest du welchen. Du bist ja sowieso davon recht überzeugt. Und wie gesagt - selbst wenn du ein Lymphom hast, ist das eine sehr gut behandeltbare Krebsart. Glück im Unglück. Dein Leben wird trotzdem weitergehen. Was hast Du gedacht, dass du gleich auf dem Krankenbett nach der Diagnose stirbst? Und wenn ... sterben müssen wir auch alle mal. Je eher du das akzeptierst, desto eher wird da oben Ruhe eintreten. Solange du dich aber mit Händen und Füßen wehrst auch sterblich zu sein, wird da nichts passieren.

    Also erstmal ist der Ultraschall-Termin nicht langersehnt und ich war schonmal letzten Dienstag da und davon abgesehen, bekommt man da immer ein Termin und Dienstag ist US sogar ohne Termin in der Praxis, also nix mit langersehnt und Krebs kann man sowieso erst nach der Biopsie bestätigen, von daher.


    Die Lymphknoten sind in der Leiste, wie es der Radiologe schon bestätigt hat, bis 1,8cm. Ich vermute auch unterbauch, weil es da immer drückt und sich "eng" anfühlt. Zudem halt im Kieferwinkel die richtig großen Dinger. Für mich steht die Diagnose schon fest, daher kann ich darauf auch locker noch ne Woche warten. Sollte es ein follikuläres Lymphom sein, warte ich eh noch mit der Behandlung, vllt. über 1 Jahr. Da lebe ich lieber noch mein leben ein paar Tage ohne die Gewissheit, als nachher mit der Gewissheit, wo ich dann letztendlich auch nichts ändern kann...

    @ soundbear

    Ich lebe schon die letzten Tage damit, als hätte ich sicher Krebs, und es setzt ganz langsam eine Akzeptanz ein, in der ich immer mehr Ungewissheit und Angst vor dem Lymphom verdränge und die Krankheit annehme. Ja, Lymphome sind generell gut behandelbar, aber niedrig maligne nicht. Das wird bei mir aber so eines sein, sonst würde ich hier nicht mehr schreiben... Das schlimme ist, damit lebe ich dann vllt. noch 2 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre oder 30 Jahre, dies nenne ich dann wahre Ungewissheit, mit der ich wirklich nicht klarkommen würde. Im Moment komme ich klar, lebe mit dem Gedanken daran, krank zu sein, und freue mich auf die nächsten Tage, in denen 2 mal Urlaub und viel Party ansteht. Ich lebe jetzt und genieße jetzt, fertig. Nächste Woche Dienstag gehe ich zum Arzt...