Du beschäftigst dich einfach zu viel damit. Und du versuchst zu interpretieren, was diese Schreiber gemeint haben könnten, obwohl sie sich wahrscheinlich selbst nicht viel dabei dachten.


    Sie wollen einfach ausdrücken, dass sie etwas oder jemanden dumm, asig, blöd, primitiv oder sonstwie minderwertig finden – Wen interessierts? Sie machen sicb wahrscheinlich nicht annähernd so viele Gedanken, ob derjenige oder die Gruppe das wirklich ist und zu welcher Schicht sie wirklich zählen. Nicht mal des historischen Hintergrunds des Begriffs "Untermensch" dürften sich viele, die so im Netz rumpöbeln, überhaupt bewusst sein.


    Wenn du so sehr darauf bedacht bist, von niemandem als "der doofe Hauptschüler" wahrgenommen zu werden ??das ist nicht meine Wertung, sondern das, was du ja so fürchtest?? wärst du besser beraten, dich auch nicht entsprechend klischeehaft zu benehmen. Hör auf Pöbelforen zu studieren, beschäftige dich mit Inhalten, die was zu deiner Bildung beitragen und lern für deine Schule. Da hast du mehr von.

    Ich denke eher, dass es wichtig ist, was man von sich gibt, und nicht der tatsächliche Schulabschluss. Meiner eigenen Erfahrung nach wird man eher nach seinem Allgemeinwissen, dem Wortschatz und der geistiger Wendigkeit bewertet. Auf Belesenheit kommt es an, wenn du dich mit der 'Elite' abgibst. Vieles davon kannst du dir aneignen, auch ohne Matura und Diplom.


    Wobei es an dir liegt, ob dir das wirklich so wichtig ist..

    DarkS2014

    Zitat

    Aber du sagst es ja selbst, die anderen machen es so.

    Welche anderen? Du pauschalisierst pausenlos, störst Dich aber daran, dass es "die anderen" tun.


    Die einen machen es so, andere nicht – Menschen sind unterschiedlich.

    Zitat

    Heißt ja nicht dass ich es auch mache. Nur finde ich es ziemlich dreist Normalverdiener als Unterschicht zu betiteln nur wegen ihres berufes.

    Solltest Du Deine Einstellung ändern wollen, liest Du vielleicht mal diesen Faden durch: http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/254189/

    DarkS2014


    1. Man kann unterscheiden zwischen dem Einkommen und der Bildung einer Person. So kann man die Familie Geiss (="Die Geissens"), immerhin Multimillionäre, durchaus als Proleten und hinsichtlich der Bildung als Unterschicht bezeichnen.


    2. Bildung und Bildungsabschluss ist nicht das gleiche. Jemand kann studiert haben, aber über sein Fach hinaus wenig Allgemeinbildung haben. Dazu gehören Sprachkenntnisse (Wortschatz, Ausdruck, Fremdsprachenkenntnisse), Wissen über das aktuelle Geschehen in der Welt (im Sinne von Zeitungswissen), das parate Schulwissen in Natur- und Geisteswissenschaften und Kenntnisse über Kultur (also Kulturgüter wie Literatur und Musik und andere Kulturen). Das ist natürlich sehr grob gezeichnet und sicher nicht vollständig. Wichtig ist zu beachten, dass jeder andere Akzente setzt und manches für überflüssig hält, was andere für wichtig erachten. Das, was allgemein als Allgemeinbildung betrachtet wird, ist natürlich mehr oder weniger willkürlich. Hier bei uns stehen da vor allem geisteswissenschaftliche Dinge im Vordergrund (Kunst, Geschichte), es ist aber auch eine andere Gesellschaft denkbar, in denen die Naturwissenschaften eine höhere Bedeutung haben.


    Abgesehen davon, dass einige Menschen Bildung als Distinktionsmerkmal verwenden, um sich von unteren Schichten abzugrenzen, hat es manchmal doch einen Nutzen.


    1. Bildung kann dazu führen, sich selbst und seine Umwelt besser zu verstehen.


    2. Mit Bildung wirst du flexibler, was deine Gesprächsthemen angeht und kannst auf deinen Gegenüber eingehen. Wer nur von seinem Beruf oder nur von Fußball oder nur von Pferden reden kann, langweilt, langweilt schrecklich.


    3. Mit Bildung wird auch die Hoffnung auf Manieren verknüpft. Mit Manieren meine ich jetzt keine Tischmanieren, sondern ein respektvolles, rücksichtsvolles Miteinander, so dass man Meinungen austauschen kann, ohne beleidigend oder beleidigt zu werden.


    Das sind jetzt die Punkte, die mir spontan einfallen. Wenn du gebildet wirkst oder es gar bist, wird kein Mensch nach deinem Abschluss fragen. Und wenn es sogar mal zur Sprache kommt, wirst du eher respektvolle Anerkennung hören, dass du es von der Hauptschule zu etwas gebracht hast.


    Das nur am Rande. Ich glaube nicht, dass dich das wirklich weiter bringst, bis du nicht erkannt hast, dass du im Internet nicht nach solchen Äußerungen suchen solltest – denn das tust du und sie nicht ohne Kontext betrachten solltest. Es sind Beleidigungen und Herabsetzungen, nicht mehr und nicht weniger. Abgesehen davon, dass deine Zitate sicher nicht von Akademikern sind: Selbst wenn sie das wären, würden sich die Schreiber selbt disqualifizieren. Oft sagt das Gesagte und das Geschriebene mehr über den Sender aus als über den Empfänger.

    Ich denke auch, du machst dir selbst das Leben schwer und suchst genau danach, was du bestätigt haben willst.


    Klar gibt es Menschen, die Vorurteile gegen Hauptschüler haben und alle über einen Kamm scheren. Und wenn man gezielt danach sucht, dann findet man natürlich auch entsprechend viele Beispiele.


    Denke, wenn man durch so manche Problemviertel der Großstädte geht, sind es nicht immer Vorurteile. Es ist leider so, dass die Jugendlichen, die sich nicht integrieren können und wollen, die keinen Bock auf irgendwas haben, meistens auf der Hauptschule "landen". Sicher gibt es auch auf den Realschulen und Gymnasien Jugendliche, die sich so benehmen. Aber es ist nun mal so, dass die Mehrzahl derjenigen auf der Hauptschule ist, weil sie entweder durch dieses Benehmen keinen höheren Abschluss schaffen oder dadurch, dass sie glauben, eh keinen höheren Abschluss zu schaffen, resigniert haben und sich so benehmen.


    Aber jedem normal denkenden Menschen ist auch klar, dass es auch Hauptschüler gibt, die etwas aus ihrem Leben machen wollen.


    Ich wüsste aus meinem Leben jetzt keinen Menschen , der sich so abwertend über Hauptschüler äußert, wie du es hier verlinkst. Also kann ich dir sagen – es nicht allgemein so.


    Zumal manch einer aus einem Hauptschulabschluss mehr mehr macht als ein anderer aus seinem Abitur.


    Ich weiß meistens nicht mal, wer welchen Schulabschluss hat. Das interessiert nach der Ausbildung niemanden mehr.


    Ich arbeite in einem Bereich, in dem Menschen mit so ziemlich allen Schulabschlüssen zusammen arbeiten (Baubranche).


    Da gibt es die Ingenieure, die studiert haben (teilweise mit Abi, teiweise mit Hauptschulabschluss + Ausbildung mit Fachhoschulreife), dann andere Büroberufe, teis mit Abi, teils Real- oder Hauptschule, das Gleiche auf der Baustelle. Auf der Baustelle haben wahrscheinlich eher weniger Menschen Abitur, aber ich (Abi, Ausbildung und studiert) lasse mir auch oft von den Monteuren, denen ich sage, WAS sie machen sollen, sagen, WIE sie es machen. Und was ich dann dafür machen soll, damit sie das so machen können. Weil die in manchen Bereichen eben kompetenter und erfahrerener sind als ich.


    Und da bin ich bei Weitem nicht die einzige.


    Sicher gibt es auch Projektleiter, die arrogant rüberkommen und alles besser wissen, obwohl sie nicht einmal eine Rohrleitung montiert haben. Aber das hat nicht immer was mit dem Bildungsabschluss zu tun, sondern eher damit, dass sie meinen, mehr Macht (und Verantwortung) zu haben. Und das trifft auf diejenigen, die zunächst einen Hauptschulabschluss gemacht haben genauso zu wie auf diejenigen, die direkt das Abi in der Tasche hatten.


    Ich denke, dein Problem ist übewiegend hausgemacht. Wenn du in der Vergangenheit auch in direkten Beziehungen solche Anfeindungen gehört hast, ist das schlimm. Aber du setzt deinen Fokus komplett darauf und willst gar nichts anderes mehr sehen.


    Und solche Äußerungen, wie von dir verlinkt, beweisen, dass Abiturienten (wenn es überhaupt welche sein sollten) viel dämlicher sein können als die von ihnen angefeindeten Hauptschüler :)_


    Aber für den netten Abiturienten ist genauso schlimm, als DER arrogante Abiturient abgestempelt zu werden, wie für dich, als DER dumme Hauptschüler bezeichnet zu werden.


    Also – hör auf, selbst zu pauschalieren und schau mal in die andere Richtung. @:)

    Das Problem ist nicht die Schulform, sondern die Qualität der Schule...


    Ich habe damals in der Berufsschule wirklich Licht und Schatten erlebt. Mit mittlerer Reife waren wir Lichtjahre voraus, aber ich habe einen Mitschüler gehabt, der hatte bomben Noten auf der Hauptschule. Der andere hatte richtig schlechte Noten in der Hauptschule gehabt. Der mit den schlechten Noten war auf der Berufsschule aber tausend mal besser. Bessere Allgemeinbildung, bessere Kenntnisse in Politik, Geschichte etc.


    Ich klammer mal die Gesamtschule aus... Also haben wir nach der Grundschule nur Gymi, Real und Haupt. Die Ansprüche auf dem Gymnasium sind mittlerweile so hoch geworden, das es fast unmenschlich ist. Meine Mutter hat damals den Klassenlehrer meiner Schwester gefragt, ob der "Druck", "Lernpensum" und "Hausaufgaben" noch normal sei. Er sagte: "Wir haben so viele Anmeldungen für das Gymnasium, das wir aussieben müssen... Nur die Besten kommen durch..." Meine Schwester hat nach der 10'ten hin geworfen und auf das Abi verzichtet...


    Aber dem entsprechend ist am Ende das Niveau auf der Hauptschule. Pendelt zwischen Normal,Bauernschläue, Befehlsverweigerern und wirklich "Dumm". Und die Extrembeispiele schaffen es ins Fernseh oder zu Youtube.

    Zitat

    Die Ansprüche auf dem Gymnasium sind mittlerweile so hoch geworden, das es fast unmenschlich ist.

    Entschuldigung, dass ich da widerspreche, aber ich habe in den 25 Jahren meines Berufslebens ständig mit Auszubildenden in meinem Bereich zu tun, die größtenteils Abitur haben. Das Niveau der Abiturienten war seit ca. 2000 im steilen Sinkflug. Das Abitur bedeutet das Erlangen der Hochschulreife, d.h. die Fähigkeit, selbständig zu lernen, zu abstrahieren und Wissen anwenden zu können. In Wirklichkeit stieg die Bequemlichkeit, Informationen wurden zusehends als "Bringschuld" interpretiert, die jungen Leute wurden immer passiver und abgelenkter, und auch in vielen Dingen leichtfertig, konzentrationsschwach und oberflächlich. Das war bis Anfang der 90er definitiv nicht so. Ebenfalls für den Verfall des Abitur-Niveaus spricht die Abiturientenquote. 1990 lag sie bei 31%. 2010 lag sie schon bei 49%. Ich glaube nicht, dass die Menschen in diesem Zeitraum plötzlich so viel schlauer geworden sind. Und das spricht auch nicht dafür, dass das Abitur viel schwerer geworden ist, sondern eher leichter.

    Ich habe auch einen HA nach Klasse 9. Den hab ichaber nicht weil ich doof oder faul bin bzw war sondern aus anderen Gründen. Ich definiere mich auch überhaupt nicht darüber, Ich habe in Sprachkenntnissen einen IQ von 111 und hab in der Sache noch mehr drauf wie manch ein Gymnasiast ;-) daran sieht man ja das das alles Vorurteile sind von Leuten die keine Ahnung haben und wenig über ihren Tellerrand schauen.

    Zitat

    hab in der Sache noch mehr drauf wie manch ein Gymnasiast ;-)

    Jaaa. Kein Kommentar ;-)


    Also ich mach mein Abi an einem Gymnasium und muss sagen, dass es durch die 12 Jahre fast unmenschlich hart geworden ist. Fast erwachsene Schüler weinen und brechen zusammen und mit jedem Jahr fällt die Zahl der "Durchhaltenden".


    Zwar ist unser Jahrgang mit 77 Schülern der stärkste seit Jahren, aber dennoch finde ich nicht, dass irgend ein Niveau sinkt... :-/


    Kann aber auch an meiner Schule liegen. Ich weiß es nicht.

    Ich würde sagen, dass die Ansprüche sich verändert haben. Es wird viel auf ausweniglernen, auf Masse gesetzt und dafür wenig auf selbstständiges lernen und Abstraktionsvermögen. Die pure Menge des Stoffes kann einen schon in die Knie zwingen, aber wirklich intelligent muss man zum auswendig lernen nicht sein. So sinkt das Niveau in gewisser Hinsicht, aber der Druck und der Stress steigen an. Eine echte loose-loose-Situation.

    Ich war zwar bloß auf einer Gesamtschule aber da war es auch schon ziemlich krass. Schule bis 15 Uhr dann in JEDEM Fach Hausaufgaben. Ich musste teilweise in den Pausen Hausaufgaben machen, weil man es an einem Tag garnicht schaffen konnte. Die Lehrer ließen überhaupt nicht mit sich reden. Entweder man zieht mit und opfert das bisschen Freizeit zum lernen oder man kassiert eben eine 5. Die hatten da echt extreme Ansprüche. Wenn man eben nicht immer alles perfekt gemacht hat war man bei den meisten Lehrern eh schon unten durch. Das ist denke ich auch ein großes Problem. Lehrer sind eben auch nur Menschen und benoten auch nicht gerade immer fair

    Zitat

    Man sollte vielleicht nicht immer alles so verdammt Ernst nehmen ;-)

    Ich schätze das zielte darauf ab, dass du dich mit deinen Sprachkenntnissen hervortust, gleichzeitig aber "wie" und "als" vertauschst.

    Zitat

    Schule bis 15 Uhr dann in JEDEM Fach

    Ja, und? Dann macht man zu Hause noch 3-4 Stunden Hausaufgaben (und wenn wir ehrlich sind wissen wir alle, dass kein Schüler das wirklich tut und trotzdem durchkommt) und hat somit genauso wenig Freizeit, wie jeder Arbeitnehmer.

    Zitat

    Also ich mach mein Abi an einem Gymnasium und muss sagen, dass es durch die 12 Jahre fast unmenschlich hart geworden ist. Fast erwachsene Schüler weinen und brechen zusammen und mit jedem Jahr fällt die Zahl der "Durchhaltenden".

    ":/ Das ist aber nicht der Normalfall.

    Ich wollte damit einfach nur sagen, dass man nicht doof ist nur weil man ein Hauptschüler ist bzw war oder einen Hauptschulabschluss hat. Darum ging's mir und nicht darum mich in irgendwie "hervorzutun" %-|


    Ist ja traurig das 14 jährige dann soviel Freizeit haben wie ein Arbeitnehmer. Ich hab immer noch die Einstellung das man seine Jugend auskosten sollte solange man eine hat. Auf unserer Schule war es eben nicht so das man sich durchmogeln konnte. Da wurden täglich in alphabetischer Reihenfolge die Hausaufgaben kontrolliert. Wer seine ein einziges mal vergessen hat , konnte sich direkt drauf einstellen das die Eltern benachrichtigt werden.

    Augenrollen ist auch serh sinnvoll... "Ich habe mehr drauf als XY" ist nunmal hervortun. Dafür, dass du diesen Vergleich gezogen hast, kann ich nichts.

    Zitat

    Ist ja traurig das 14 jährige dann soviel Freizeit haben wie ein Arbeitnehmer.

    Lies, was in der Klammer steht.

    Ich denke, wir brauchen einen Mix in der Bevölkerung. Nicht jeder kann Häuptling werden, wir brauchen auch Indianer.


    Es ist eine Art von Dummheit, herablassend über die Indianer zu sprechen, die am Fließband arbeiten und die Steuern zahlen, die dann den Häuptlingen das Studium ermöglichen.


    Ich habe nie wirklich verstanden, warum ein Bauarbeiter sich im Regen den Arsch abfrieren muss für kleines Geld, während ich im geheizten Büro meinen Kaffee schlürfe und ein Mehrfaches verdiene.

    Klar augenrollen wenn man hier jedes Kommentar gleich auf die Goldwaage legt. Deswegen stand hinter dem nicht so ernst gemeinten Satz auch dieser Smiley ->;-). Ich dachte dann wäre allen klar das man das nicht zu ernst nehmen soll. Aber war wohl nichts. Muss ich wohl beim nächsten mal direkt dabei schreiben "Vorsicht nicht zu ernst nehmen" . Ich wollte einfach nur sagen das das dumme Vorurteile sind. Mehr nicht :)D