Falls es übrigens jemanden interessiert: Kartoffeln, die Flugstunden hatten und im Straßenverkehr ein paar Abenteuer erlebt haben, schmecken, zumindest am selben Abend zubereitet, trotzdem noch prima. :-D

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    Ich hoffe, dass er sich selbst erschreckt hat, wenigstens im Nachhinein, dass er denkt: "Mann, ich Vollidiot, was habe ich mir dabei gedacht? Ich hätte jemanden erwischen können!"

    Ich vermute eher, dass dieser Teil der Geschichte völlig von der Begegnung mit einer leibhaftigen Furie verdeckt wurde.

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    Ich habe ja keine Ahnung, was für einer das war.

    So jemand wie du und ich, vielleicht. Jemand, der, wenn eine Situation den Tunnelblick provoziert, nicht mehr über die Risiken nachdenkt, die er für sich und auch für andere in Kauf nimmt. Der in ähnlicher Stimmung sein Gaspedal betätigte, wie du die Kartoffeln geschmissen hast.

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    finde ich den entzogenen Führerschein auch super. Oder eine gebrochene Nase. Die Todesstrafe sicher nicht.

    Ich bezog mich hierauf aus deinem Ausgangsbeitrag:

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    ich wollte das trockene Knacken eines Genicks unter meinen Händen hören

    Wenn sich mit dem abkühlenden Gemüt das Genick zu einem Nasenbein verniedlicht, ändert das nichts an der ursprünglichen Maßlosigkeit der Wut.

    Huch? Ich merke gerade, dass ich ja so tu, als wäre der erste Aussetzer beim Überfall gewesen, dabei war das ja, als ich den Typen wiedergetroffen habe. Allerdings betrachte ich DAS trotzdem nicht als kritikwürdig, weil absolute Extremsituation und Trauma und Amygdala statt Großhirn und so weiter. Aber interessant, dass ich das so zusammenwerfe und dann den ersten Vorfall unter Notwehr einsortiert habe. Das war es ja nicht mehr, das war Mordlust.

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    Wenn sich mit dem abkühlenden Gemüt das Genick zu einem Nasenbein verniedlicht, ändert das nichts an der ursprünglichen Maßlosigkeit der Wut.

    Das stimmt allerdings.

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    Der in ähnlicher Stimmung sein Gaspedal betätigte, wie du die Kartoffeln geschmissen hast.

    Alter Schwede, bin ich froh, dass ich meinen Beitrag vor Deinem geschrieben habe und diese Parallele somit sichtbar und hochoffiziell selbst gezogen habe! Also - er wird nicht in ähnlicher Stimmung gewesen sein wie ich, das würde mich sehr verwundern, aber wir haben ungefähr gleich viel Rücksicht auf andere Beteiligte genommen, nämlich gar keine. Und auch er wird seine Gründe dafür gehabt haben, die ebenso wenig gut gewesen sind wie meine.

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    Ich vermute eher, dass dieser Teil der Geschichte völlig von der Begegnung mit einer leibhaftigen Furie verdeckt wurde.

    Pscht!

    @ schnecke1985

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    ich finde es befremdend, wie viele hier diese Ausraster herunterspielen oder sich gar wünschen, selbst so agieren zu können.

    Auch wenn das in der Tat befremdlich ist, aber ich kann diesen geheimen Wunsch verstehen. Der entspringt wohl dem Bedürfnis, sich endlich auch mal Respekt zu verschaffen. Da das bei einigen Leuten durch ruhiges Reden, Bitten und an Vernunft appellieren nicht möglich ist, kann ich schonmal ins Träumen darüber geraten, wie ich demjenigen kraft eines Ausrasters so viel Angst einjage, dass er fortan brav alles tut, was ich möchte bzw. unterlässt, was mich stört.


    Manchmal denke ich, es gibt Menschen, die nur dieses "Steinzeitgehabe" verstehen, deshalb hätte ich's schon gern manchmal drauf… Allerdings bitte kontrolliert. Aber das ist vermutlich ziemlich schwierig, da Wut ja nunmal ein spontanes Gefühl ist.


    Leider hat meine Erfahrung gezeigt, dass "Steinzeitgehabe" manchmal eben doch das einzig wirksame Mittel ist, jemanden in seine Schranken zu weisen. Gut gefühlt habe ich mich hinterher allerdings nie. Sondern mich für meinen Ausraster geschämt. Über den Erfolg der Handlung habe ich mich selten gefreut.

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    bin ich froh, dass ich meinen Beitrag vor Deinem geschrieben habe

    ;-D Ist mir auch sofort aufgefallen, als ich dann deinen Beitrag gelesen habe.


    Parallelen kann man schon ziehen. "Sauber" wäre, einen Analogschluss gezogen zu haben, aber wie gestelzt klingt das denn. In dem Zusammenhang oben wäre "gesehen" oder "erkannt" statt "gezogen" wohl am eingängigsten gewesen.

    Sach ma, wie bitte soll man sich als weiser Ratschläger fühlen, wenn Dir alle Erkenntnisse schon von ganz alleine kommen? Mach doch Deinen eigenen Thread au.. oh, ähm.


    Mh, mir bleibt nur eine vorsichtig vorgebrachte Frage: wusstest Du das nicht vielleicht alles schon? Ist der Beschluss + Gedanke " beim nächsten Mal" in Aktion zu treten wirklich neu oder ein Bekanter, vielleicht in neuen Schuhen. Ich mein das jetzt wirklich ergebnisoffen, nicht unterstellend, wenn Du für Dich sagst: "Nö", dann ist es so.

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    wusstest Du das nicht vielleicht alles schon?

    Nee, ich bin echt so doof. Also: Ich bin natürlich nicht doof, aber ich kann wahnsinnig elegant jahrelang sehr eloquent Positionen vertreten und Weisheiten verkünden, ohne sie jemals in irgendeiner Weise mit meinem eigenen Verhalten in Verbindung zu bringen. Insofern, ja, wusste ich bestimmt schon alles, aber das alles so zusammenzubringen und daraus eine Handlungsbedarf nach sich ziehende Konsequenz zu ziehen, das ist gerade sehr frisch. Irgendwie reifen bei mir Erkenntnisse unglaublich lange, und ich schnalle gar nix, und dann auf einmal schlagen sie zu. Meine Selbsterkenntnis ist also auch irgendwie jähzornig, auf jeden Fall eruptiv. ":/ Ich hab halt meistens irgendwie total überhaupt gar keinen Bock auf so was. Und keine Zeit. Und ich finde mich ja auch meistens irgendwie gut und fühl mich auch wohl mit mir. Da muss echt richtig was passieren, damit ich den Erkenntnis-Schmelzofen mal anheize, das längst bereitliegende Material reinschiebe und dann Bauklötze über das staune, was da so rausploppt und schon ewig lange hätte fertig sein können. Da mich die Ergebnisse aber meist in meiner Vergnügtheit stören, meinen Alltag durcheinanderbringen und überhaupt irgendwie aufwühlend und unbequem und oft auch ein bisschen schmerzlich sind, zögere ich es so lange raus, bis ich mit dem Rücken zur Wand stehe. Dann mach ich aber gern kurzen Prozess damit. Damit vom Tisch, der Scheiß.


    Nich so wahnsinnich ökonomisch irgendwie, oder? :-/

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    aber wie gestelzt klingt das denn

    Sir, ist Gestelztheit denn ein Grund, eine angemessene und den Inhalt auf wohlklingende Weise erfassende Formulierung zu ächten? Mitnichten!

    Shojo


    Ich denke das dies Zusammenwerfen der beiden SItautionen "Überfall" und "erster Ausraster" sehr aussagekräftig ist. Das könnte bedeuten das ein Gefühl der HIlfslosigkeit ganz allgemein nahe an "Notwehr" dran ist. ":/ ":/


    Was Marika Stern angeht trifft mich das sicherlich an einer empfindlichen Stelle. In meinem Leben wurde ich schon des öfteren mit dem Vorwurf konfrontiert mich nicht zusammen reißen zu können. Dabei war ich tatsächlich schon so verzweifelt das ich Menschen verletzt hatte die mir wichtig waren das ich danach auf mich los gegangen bin. Da trifft so krasse Ablehnung dann einfach ins Mark. ;-)

    Ich grüble gerade, weshalb es mich nicht bis ins Mark trifft beziehungsweise warum ich es begrüße, dass es trifft. Masochismus? Oder es liegt daran, dass nur selten Menschen, deren Meinung ich schätze, mein diesbezügliches Verhalten ernstlich kritisieren. Die meisten sind eher besorgt, aber dass mir mal jemand so richtig eins vor den Bug knallt: selten. Bis auf eine sehr gute Freundin macht das eigentlich nur selten jemand. Na, und meine verflixte Schwester, die macht das auch gern. ;-D

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    Mitnichten!

    Nun denn, dann ist es dir also gelungen, von dir ausgehend einen Analogschluss auf das Verhalten des Fahrers zu ziehen.


    Wohlklingende Gestelztheit ":/ . Und ich dachte, gestelzt heißt gerade, dass ein Inhalt in einer bestimmten Richtung übertrieben, also nicht mehr angemessen, formuliert wurde. Deshalb wirken doch die entsprechenden Figuren bei Jane Austen so komisch :-) .


    Aber vielleicht bringt das genau deinen von dir beschriebenen Erkenntnisprozess auf den Punkt: Wie sehr du dir in deinem Selbstbild gefällst und wie gestelzt es eigentlich ist. Wie blöd, dass es einem an anderen so viel leichter auffällt ;-D .

    Shojo


    Bei mir trifft es eher eine total ausgehauene Kerbe. Bei mir zu Hause wurde aggressives Verhalten nicht nur nicht tolleriert sondern schwer geächtet. Da gabs schon ärger wenn ich mal unwillig geknurrt habe, Wutgeschrei konnte schonmal zu ner Ohrfeige führen. Daher weiß ich das ich selbst unter großer Anstrengung nicht immer in der Lage bin mich zusammen zunehmen. Ich reagiere daher auf Verachtung wenn ich an einer für mich extrem schweren Übung gescheitert bin als ziemlich verletztend. Der bin ich diesbezüglich einfach schon zu oft begegnet.


    Bei Verhaltensweisen die mir nicht schon solange Probleme machen, die nicht so aufgeladen sind, kann ich mit harscher Kritik auch besser umgehen.

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    Bei mir zu Hause wurde aggressives Verhalten nicht nur nicht tolleriert sondern schwer geächtet. Da gabs schon ärger wenn ich mal unwillig geknurrt habe, Wutgeschrei konnte schonmal zu ner Ohrfeige führen.

    Äh. WTF? Was ist denn das für ein geheuchelter Scheißdreck? Missmutige Kinder ihrer "Aggressivität" wegen ohrfeigen? Du, da wurde bei Dir zu Hause nicht Aggressivität geächtet, sondern im Gegenteil vorgelebt. Kein Wunder, dass das Wurzeln geschlagen hat. Alter Schwede! Deine Eltern dürften mir aber gerade auch nicht im Dunkeln begegnen. Hal-lo?? Sind die auch ansonsten eher merkbefreit?


    Hammer. Ist Dir das bewusst, dass nur Deine Wut geächtet wurde und "schlechtes Benehmen", und zwar seitens des Kindes, mitnichten aber Aggression und Gewalt an sich?

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    Bei Verhaltensweisen die mir nicht schon solange Probleme machen, die nicht so aufgeladen sind, kann ich mit harscher Kritik auch besser umgehen.

    Das ist es wahrscheinlich - ich habe das Gefühl, dass ich es überwiegend im Griff habe und jetzt gerade mit den Resten aufräume.

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    Hammer. Ist Dir das bewusst, dass nur Deine Wut geächtet wurde und "schlechtes Benehmen", und zwar seitens des Kindes, mitnichten aber Aggression und Gewalt an sich?

    Ja ist mir, ich habe mich nur unglücklich ausgedrückt. Meine Aggressionen wurden geächtet, mein Verhalten sanktioniert. In der Folge wurde ich auto-aggressiv hielt ich doch meine Gefühle/Wut für strafenswert und irgendwohin muss der Zorn ja auch. Daher reagiere ich auf solche Ansagen ziemlich empfindlich, das war nämlich häufig die Einleitung meiner Eltern wenn sie mir gesagt haben was sie davon halten das ich gegen die Wnad getreten habe.

    Shojo

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    Von da bis zur Todesstrafe ist es nicht weit. (Lewian)

    Na, ein Stück schon, möchte ich meinen. Vor allem von einer im Affekt im persönlichen Zwist gebrochenen Nase bis zur institutionalisierten Tötung ... ich weiß zwar, was Du meinst (glaube ich), aber trotzdem ist es ein recht großer Unterschied.

    Meine Bemerkung bezog sich nicht auf den Affekt, sondern auf deine allgemeiner klingende und unaffektierte (sagt man so?) Aussage, wofuer eine gebrochene Nase "OK" gewesen waere. Das koennte man schon so institutionalisieren in deinem Wunschstaat, wenn du einen haettest und das wolltest.


    Na gut, "ein Stueck schon" noch.


    Ausserdem ziehe ich einen demokratisch legitimierten strafenden Staat der Selbstjustiz immer noch vor, bei aller emotionalen Anteilnahme und unabhaengig davon, was die Strafe nun im Einzelnen ist.


    Gut, das ist eigentlich nicht das Thema hier, aber da gehoeren anscheinend (aus meiner Sicht) schon gewisse Dinge zu deiner Selbstrechtfertigung, die es verdienen, mal hinterfragt zu werden. (Was du wie ich sehe ja auch schon tust.)

    puh, danae, das tut mir leid. wäre dies dein thread gewesen, hätte ich das irendwie netter ausgedrückt. aber wäre das dein thread gewesen, wäre auch der eingangsbeitrag ein anderer gewesen und ich würde von dir nicht x andere threads mit ähnlicher thematik kennen und somit das gefühl haben, dass ich dich als gesamtpaket ganz gut einordnen könnte und wissen, dass man dir die meinung nicht nur or den bug knallen kann, sondern in diesem fall sogar muß.


    so, shojo, jetzt zu dir. ich schließe mich der hier öfter auftauchenden meinung an, dass du mit deiner impulsivität ziemlich kokettierst, sie in dem moment als eine art charmante charaktereigenschaft runterspielst und das so auf eine stufe stellst mit "manche menschen sind unordentlich, unpünktlich oder ungepflegt, ich bin nunmal unkontrolliert, aber das macht ja nichts, ist zumindest ehrlich und ich seh gut aus dabei". und auf die schiene hab ich nunmal einfach keinen bock, einfach deswegen, weil mein erster impuls war, tatsächlich auch in die richtung zu schreiben. so nach dem motto "ach unsere shojo mal wieder". und genau das hat mich erschreckt. als ich nämlich den eröffnungsbeitrag las, bevor ich deinen namen drunter gesehen habe, hab ich nur gedacht "was für ein arsch, es ist zum kotzen, dass es solche menschen auf dieser welt gibt." dann stand dadrunter aber nicht in blau terminator2012 oder rambo1980, sondern das mir im grunde sehr sympathische "shojo". also war es mir einfach wichtig, klar zu legen, was ich von solchem verhalten halte.


    sowas geht einfach nicht. das hat rein gar nichts damit zu tun, dass man sich nicht alles gefallen lassen soll oder sich wehren können muß. ich halte es durchaus auch für eine gute charaktereigenschaft, sich verteidigen zu können, sei es jetzt körperlich, verbal oder emotional. jeder mensch sollte wissen, wo seine eigenen grenzen verlaufen und die aufrecht erhalten können. aber halt angemessen und vor allen dingen kontrolliert.

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    na ja, du findest das kontrollverlust / scheiße– ich nenne es selbst schützendes verhalten.

    Das rauschhafte Anwachsen auf 11 Meter 30, die lustvolle Vorstellung, Blut spritzen zu sehen und Knochen knacken zu hören, ist also selbstschützendes Verhalten?


    Also bitte. :|N Ich glaube, das hier geht nicht nur weit über den Aspekt des Selbstschutzes hinaus, sondern ist sogar eine ganz andere Qualität.

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    ich finde es befremdend, wie viele hier diese Ausraster herunterspielen oder sich gar wünschen, selbst so agieren zu können.

    Es ist nur so lange befremdend, wie man es durch den Filter gesellschaftlicher Wertvorstellungen betrachtet. Aber ein solcher Wunsch hat seinen Ursprung sicher nicht in der relativ jungen Großhirnrinde. Ich glaube, es geht archaischere Impulse, die auch zum Menschsein gehören, aber im Laufe der Zivilisationsentwicklung immer mehr zensiert, zurückgedrängt, verschüttet, überformt wurden. Es geht vermutlich noch nicht mal um Gewalt an sich, sondern um Dinge wie Rausch, Trance, Ekstase; darum, aus dem eigenen "Zivilisationsgefängnis" herauszutreten, sich auf eine viel urtümlichere und intensivere Weise selbst(vergessen) zu spüren und "lebendig" zu fühlen. Nach dem Motto: Ich explodiere, also bin ich. Es geht, metaphorisch gesprochen, um die Begegnung mit dem "inneren Dämon".


    Menschen, die immer vernünftig, kontrolliert und beherrscht sind, empfinden wir oft als langweilig und unerotisch – und auch irgendwie suspekt. Und je mehr einer Tugend, Anstand und Selbstbeherrschung predigt, um so mehr ahnen wir dahinter zugleich auch die heimliche, lüsterne Teilhabe an den Exzessen und Grenzüberschreitungen anderer, die sie sozusagen stellvertretend ausleben lassen, um der inneren Zensur zu genügen und sich nicht selbst dazu bekennen zu müssen.

    Shojo

    Wie würdest du die Situation eigentlich bewerten, wenn du sie umgekehrt erlebt hättest? Also, wenn du die rasante Autofahrerin gewesen wärst und der Mann der Fußgänger? Und der Mann wäre dann so ausgetickt, obwohl du ihm ja noch ausgewichen bist mit deinem Auto?


    Würdest du sowas in der Art denken, wie:


    "Was regt der sich jetzt so auf -ist doch nichts passiert?! Hatte es eben etwas eilliger und habe den eben nicht gesehen. Ist halt Pech, kommt aber vor. Kannst ich ja jetzt auch nichts mehr dran ändern. Soll sich mal nicht so anstellen....etc."


    Und was würdest du dann davon halten, wenn der Typ (als Fußgänger) dir dann Kartoffeln ans Auto schmeißt. Und es außerdem völlig gerechtfertigt findet, dir für dein Fehlverhalten auch noch die Nase zu brechen (vom Prinzip her)?


    Ich persönlich finde das hat so eine gewisse Blockwart-Mentalität, wenn man es so herum betrachtet. Mir ist auch klar, dass du das anders sehen wirst. Ist ja nicht so cool als Blockwart dazustehen. Dann doch lieber als unverkrampfter ehrlicher und direkter Mensch, der seine dunklen Seiten nicht verleugnet – im Gegensatz zu den anderen Langweilern. Insgesamt sehe ich es so, dass du den Autofahrer für sein Fehlverhalten in Form von Selbstjustiz bestrafen wolltest. Und ich schließe mich marika stern an: Du vermittelst absolut nicht den Eindruck, dass du dein Verhalten wirklich bedenklich findest, sondern kokettierst damit.

    @ individualist

    ich finde aber durchaus, dass man kontrollieren kann und sollte, wann man die kontrolle verliert. klingt paradox, ist aber durchaus praktikabel. sexuell gesehen bedeutet es zum beispiel, dass ich nicht auf offener straße masturbiere, aber durchaus in der lage bin, mit der richtigen person zur richtigen zeit alle hemmungen fallen zu lassen. bezogen auf die gewalt heißt das für mich, dass es durchaus auch da einen punkt gibt, wo ich den schalter umlege, wenn mein leben zum beispiel in gefahr ist. das halte ich auch für durchaus positiv. aber wann sich der schalter umlegt, das entscheide bitte schön ich. ein kontrollierter kontrollverlust ist was anderes alsein unkontrollierter.