Ungewollte Gedanken loswerden

    Hallo zusammen,


    Ich habe ein Problem und da mein Psychologe momentan krank ist, wollte ich mir auch hier mal Tipps holen.


    Seit ich meinen Arbeitgeber gewechselt habe und Eingewöhnungsprobleme hatte, leide ich an immer mal wieder durchgekommenden mal stärkeren mal leichteren depressiven Episoden.


    Auch habe ich das Problem, dass ich sehr oft grübel.


    Mir kommen auch öfters total verrückte Gedanken, die absolut nicht der Realität entsprechen und gar nicht zu mir passen. Zum Beispiel kommen mir negative Gedanken gegen Personen die mir wirklich unglaublich wichtig sind. Dann bekomme ich natürlich ein schlechtes Gewissen und Panik, dass mit mir etwas nicht stimmt. Aber wie gesagt, es sind nur Gedanken die ich nicht steuern kann, keine Handlungen.


    Habe mir dann natürlich ziemliche sorgen gemacht, dass ich irgendwie schizophren bin oder werde :-(


    Die Angst konnte mir mein Psychologe zum Glück etwas nehmen, da dazu wohl noch wesentlich mehr gehört.


    Falls es relevant ist: ich bin 23 Jahre.


    Habt ihr Erfahrungen, Tipps?


    Haltet ihr das für "normal"?


    Danke :)*

  • 11 Antworten
    Zitat

    normal ist es in dem Sinne, dass das normale Symptome einer Depression sind. Eine Psychose sieht anders aus!


    Hast Du schon einmal Entspannungstechniken ausprobiert?

    Also auch das es völlig banale und absurde Gedanken sind?


    Ich wollte mich mal an einer geführten Meditation auf YouTube versuchen.

    Zitat

    Besorge dir das Buch " Pass auf was du denkst" lese es durch,und nach einer Woche nochmals! Es wird Dich und deine Art zu Denken verändern!

    Kannst du mir kurz erläutern, was in dem Buch beschrieben wird bzw deine Erfahrungen damit?


    Danke euch :-)

    Hättest Du eine Psychose, würdest Du die Gedanken nicht als absurd, verrückt oder nicht der Realität entsprechend erkennen.


    Eine geführte Meditation ist ein guter Anfang, ist aber nur eine Notlösung. Gut wäre es, wenn Du eine Technik erlernst, z. B. autogenes Training (oder richtige Meditation). Dass Du dann immer anwenden kannst, wenn es Dir schlecht geht.

    @ Clodine

    Auch von mir Danke für den Tip .... .... aber es gibt wohl zwei Bücher mit dem Titel


    Einmal von dem Autor Bruce I. Doyle und dann noch eines von Frank Wilde.


    Welches kennst Du?


    herzliche Grüße


    C.

    @springchild

    Ich wollte mich auf jeden Fall mit dem Thema Meditation oder Entspannung auseinandersetzen vielleicht ja in Verbindung mit dem empfohlen Buch.


    Da ich ja sehr viel grübel und auch ein kleiner Hypochonder bin, habe ich immer irgendwie Angst, die Kontrolle zu verlieren oder so. ":/

    Techniken gibt es viele. Ich finde Klaus Renn in dem Falle recht hilfreich. Er vergleicht das innere Bewusstsein/Unterbewusstsein mit einem Computer, was dem Ganzen schon recht nahe kommt und er zeigt auf, dass man in diese Gedanken eintauchen kann, ohne sie zu verändern und das man sie durch dieses annehmen loslassen kann. Das funktioniert mit etwas Übung. Man kann auch innerlich eine Frage stellen und dann kommen auch mal Antworten.


    Auch Ralf Bihlmaier arbeitet auf seine Weise mit dem Unterbewusstsein. Seine Ansätze hat er sich selbst erarbeitet und auch diese kann man selbst erlernen und anwenden lernen. Am besten die Rezessionen lesen und sich selbst ein Bild machen.


    Ich halte es für absolut verständlich, das man in seinem Leben die Kontrolle behalten will und das einem gerade im Arbeitsleben, wenn man auf andere angewiesen ist und da auch nicht immer alles glatt läuft, dass man da auch Ängste bekommen kann. Ängste sagen im Grunde nur aus: Ich befürchte das meine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Und das werden sie in der heutigen Zeit mit diesem Geld- und Wirtschaftssystem auch immer weniger. Das versorgt sein wollen ist ein wichtiges Grundbedürfnis. Wenn das auf der Kippe steht, dann hat man auch entsprechende Gedanken. Der Wunsch, die Kontrolle behalten zu wollen ist absolut legitim. Den Umgang mit entsprechenden Gedanken, kann man aber erlernen, so dass man trotzdem durch den Alltag kommen kann.


    Die anderen Gedanken, die irgendwelchen Menschen etwas böses/negatives wollen, die haben wahrscheinlich auch ihren Platz im Unterbewusstsein und auch ihre Berechtigung, allerdings weiß man nicht warum und weshalb sie da sind. Solche Emotionen (Gefühl/Gedanke und ihr Auslöser in einer bestimmten Situation) sind auch vererbbar, genauso wie Ängste auch. Aus dem Zusammenhang gerissen stören diese Gedanken natürlich, aber es hat irgendwann einmal einen Zeitpunkt gegeben, da haben sie ihre Berechtigung gehabt. Das kann man nicht mehr nachvollziehen in der Gegenwart, das ist logisch. Auf der anderen Seite wird es irgendeinen Trigger in der Gegenwart gegeben haben und sie sind dann wieder da.


    Ängste bringen vieles hervor, was verschüttet ist im eigenen Innern.

    Oh, da ist ein Fehler passiert: Soll natürlich heißen: das man diese Gedanken und Gefühle beobachten kann. Eintauchen kann man auch, um den Grund dahinter zu erfahren, aber das braucht ein bisschen Übung und Grundwissen.