Also zu dem dem ganzen Zwiespalt: Der Faden heißt ja auch "Ich glaube ich hasse mein Kind". Wenn sie nicht in einem totalen Zwiespalt stecken würde, dann wäre es wohl halb so schwer, wie es jetzt ist.

    Zitat

    Du sagst, du hasst das Baby und willst es nicht, warum hast du dich nicht schon früher um eine Adoption oder Pflegefamilie gekümmert?

    Weil ich (wie oben schon 3-4 Mal geschrieben) ursprünglich ja versuchen wollte das Kind anzunehmen. Aber das hat ja nicht gereicht, wenn ich nicht bereit bin mich komplett aufzugeben, als Seelenlose Hülle umherzuwandeln und dem Kind "zu dienen" ist es ja nicht genug, das wurde mir immer an den Kopf geworfen, immer wieder, so wie hier teilweise auch. Warum sollte ich mich denn da noch bemühen das Kind anzunehmen wenn es eh nur falsch sein kann??

    Zitat

    Das sollten wirklich keine Vorwürfe sein, aber ich hatte bei allem was du schreibst mehr das Gefühl, dass du dich hier "ausheulen" wolltest

    Das war ja auch mit einer der ersten Sätze die ich geschrieben hab...


    Ich hab mich schonmal informiert, hab mit einer Frau gesprochen die selbst etliche Pflegekinder bei sich hatte und auf ein Adoptivkind wartet. Aber das ist alles so verdreht, Pflegefamilien find ich persönlich grausam, für mindestens 5 Menschen, die nich wissen wen sie wo zuordnen sollen, offene Adoption ist sinnlos und geschlossene wird angeblich gar nicht mehr gemacht, es soll zumindest NIE anonym sein... das war alles so verdreht und widersprüchlich, dass ich es vorerst abgehakt hab.

    @ Streifenhörnchen

    Sorry aber das ist der größte Blödsinn den ich je gelesen habe. Auch wenn du mich jetzt verteufelst aber solche Aussagen:

    Zitat

    du willst stillen??


    - dann liebst du dein kind !!

    gehn ja mal garnicht.


    Soll das heißen, das Frauen die ihr Kind nicht stillen/stillen können ihr Kind nicht lieben? Man kann doch die Liebe zum Kind nicht vom stillen abhängig machen.


    Sorry Icecube wenns grad bissel Off Topic ist aber solche Aussagen machen mich etwas kirre.

    Zitat

    du willst stillen??


    - dann liebst du dein kind !!

    Zitat

    gehn ja mal garnicht.


    Soll das heißen, das Frauen die ihr Kind nicht stillen/stillen können ihr Kind nicht lieben? Man kann doch die Liebe zum Kind nicht vom stillen abhängig machen.

    Ich denke so hat sie das nicht gemeint. Natürlich lieben auch Mütter, die nicht stillen, ihre Kinder. Gemeint war doch hier: wenn eine Mutter sich für so etwas Intimes wie Stillen entscheidet oder es überhaupt in Erwägung zieht, spricht das auf jeden Fall dafür, dass sie positive Gefühle ihrem Kind gegenüber empfindet, und nicht dafür, dass sie es vollständig ablehnt.

    @ Icecube:

    Du solltest dich – wie schon gesagt wurde – unbedingt ans Jugendamt (dort kann man auch anrufen) oder eine Beratungseinrichtung wenden. Du brauchst praktische Hilfe, sachliche Informationen über die zahlreichen Möglichkeiten (Mutter-Kind-Einrichtung, vorübgehende oder dauerhafte Inpflegegabe, Adoption etc.), die dir zur Verfügung stehen, und seelischen Beistand. Bitte nimm diese Hilfe – für dich und für dein Kind – an!

    Zitat

    Gemeint war doch hier: wenn eine Mutter sich für so etwas Intimes wie Stillen entscheidet oder es überhaupt in Erwägung zieht, spricht das auf jeden Fall dafür, dass sie positive Gefühle ihrem Kind gegenüber empfindet, und nicht dafür, dass sie es vollständig ablehnt.

    :)z

    Ich würde nicht weiter versuchen, Indizien dafür zu suchen, dass sie ihr Kind doch eigentlich liebt, oder im Gegenteil eben nicht – sondern einfach respektieren, was sie geschrieben hat. Ich finde es sehr gut, dass Icecube90 so sehr zu ihren Gefühlen steht und selbst, wenn dem keine Vergewaltigung vorausgegangen wäre, hätte eine Frau alles Recht der Welt, diese Gefühle zu empfinden. Das ist für die leidenschaftlichen Berufmütter oder alle, die sich ihr Leben lang darauf gefreut haben, ihren Evolutionsauftrag zu erfüllen, sicher schwerer nachvollziehbarer – es ist aber eben Realität, dass man auch so empfinden kann und darüber sind die betroffenen Frauen meistens selbst nicht sehr glücklich. Weiterhin finde ich es nicht zielführend, ihr Vorwürfe zu machen, warum sie dem Vergewaltiger verziehen hat. So ein Thema verarbeitet jeder anders und dass sie ihm verziehen hat, heißt nicht, dass sie das Thema gut heißt oder andere Fälle verharmlost. Man sollte nicht immer an sich selbst und seinen eigenen Wertevorstellungen messen und danach urteilen, wie andere mit solchen Situationen umgehen.


    Weiterhin muss man natürlich abwarten, wie sie mit dem Kind nach der Geburt zurecht kommt. Bei der Geburt wird das Hormon Vasopressin ausgeschüttet, das für die Bindung zwischen Mutter und Kind verantwortlich ist. Das Hormon wird beim ersten Schrei freigesetzt, der zweite Schub des Hormons erfolgt beim Stillen.


    Wenn sie nicht mit dem Kind zurecht kommt, wird sie sich schon an das Jugendamt wenden. Mit dem Kind zu fremdeln heißt nicht automatisch, dass man es danach umbringt, misshandelt oder sonstwas – solchen Leuten mangelt es an Selbstrefklektion und der ERkenntnis der eigenen Überforderung und das ist bei der TE ja kaum der Fall.

    Es ist ja entsetzlich, was hier teilweise alles an Gutmenschentum auf icecube einprasselt und wie an ihr "rumgezottelt" wird...


    Die Geburt steht bevor, und icecube braucht dringend ganz praktische Vorbereitung, Beratung und Unterstützung, damit sie wieder "Land sieht" und die Zeit bis zur Geburt und danach in ein ruhiges Fahrwasser kommt, und damit sie Halt (!) und Unterstützung auch für anstehende Entscheidungen hat. Das ist alles, was im Moment zählen sollte! Da sollte kein Platz sein für Plattitüden, moralische Grundsatzdiskussionen, subtile Vorwürfe und alles, was ihr mehr oder weniger unterschwellig signalisiert, ihre Gefühle seien angeblich irgendwie nicht richtig. Sie sind so wie sie sind, und sie sind nachvollziehbar, also Punkt. Das ist die IST-Situation, die man doch einfach als Ausgangspunkt respektieren sollte – immer vor Augen, was ihr jetzt am besten ganz konkret und praktisch hilft.


    Und da sehe ich eigentlich vor allem eins: icecube braucht einen persönlichen Ansprechpartner und ggf. Begleiter einer kompetenten Beratungsorganisation (es wurden ja schon einige genannt). Die Hebamme allein wäre damit überfordert, kann aber evtl. bei der Findung helfen.

    @ icecube

    Ich habe noch nicht herauslesen können, dass Du diese persönliche Beratung schon hast. Ich möchte Dir deshalb gar nichts anderes raten, als nur, Dich vorrangig darum zu kümmern. Sofort. Hast Du es schon versucht? Wo lebst Du? (keine Details, nur Ort bzw. Region)

    Zitat

    Was mach ich eigentlich, wenn ich nicht stillen kann? Weiterversuchen oder sein lassen?

    so lange du keine flachen brustwarzen hast bzw. sie nach innen gehen kannst du stillen....du musst halt drauf achten gut zu essen und viel zu rinken und am anfang, die ersten tage sind sowieso schwierig. die brust muss sich erst umstellen, weshalb ich dir ja geschrieben hab, dass es am anfang meistens weh tut beim stillen.. ;-)


    du hast doch gesagt, dass du eine hebamme hast, die wird dich da sicher unterstützen und auch im kh sollten die schwestern dir helfen...schliesslich sind die dafür da. mir wurde super geholfen ;-)


    irgendwann klappt das schon....


    ach ja noch ein tip: damit man erst gar keine entzündungen bekommt hilft es die brustwarze mit der restlichen muttermilch immer zu beschmieren, da muttermilch ein wahres wunder ist. hilft so gar bei augenentzündungen ;-D ;-) ;-)

    Zitat

    Mit dem Kind zu fremdeln heißt nicht automatisch, dass man es danach umbringt, misshandelt oder sonstwas

    Das hat hier auch niemand behauptet und es ist anstrengend, dass hier ständig irgendwelche Aussagen völlig verdreht werden.



    Zitat

    Was mach ich eigentlich, wenn ich nicht stillen kann? Weiterversuchen oder sein lassen?

    Die wenigsten Frauen können nicht stillen – ihnen fehlt es meist nur an der richtigen Anleitung oder das Baby bekommt zu früh Flaschennahrung und will dann nicht mehr an die Brust. Gerade beim Kaiserschnitt gibt es oft das Problem, dass der Milcheinschuss etwas später eintritt und außerdem das Baby nicht sofort der Mutter gegeben und an die Brust gelegt wird. Übereifrige Kinderkrankenschwestern geben dann gern erstmal ein Fläschchen. Wird dann Stunden nach der Geburt angelegt, ist der Saugreflex des Neugeborenen nicht mehr so ausgeprägt und oft ist das schon der Anfang vom Ende des Stillens. Wenn du also wirklich einen KS, aber auch gern stillen möchtest, dann bitte unbedingt darauf bestehen, dass dein Baby in der ersten Stunde nach der Geburt angelegt wird und keine Flaschennahrung und auch keinen Schnuller bekommt. Es ist vollkommen normal, dass es etwa zwei bis drei Tage bis zum Milcheinschuss dauert und bis dahin braucht ein gesundes Neugeborenes nicht zugefüttert werden. :)*

    @ Icecube

    weißt Du irgendwie macht mich folgender Satz von Dir total traurig:


    Zitat:


    *Wenn ich weiter Lobreden über Gott oder das Mutterdasein lesen und mich beleidigen lassen will gehe ich zurück auf GoFeminin, vielen dank. *


    Ich hatte hier bereits gepostet weil ich DICH VERSTANDEN habe.....ABER du fragtest nach Meinungen, Hilfe etc.....Wer Dir hier bzgl. Mutterdasein irgendetwas schreibt meint das so und zwar AUCH AUS TIEFSTEM HERZEN. Genauso wie Du uns Deine Gefühle schreibst.


    Das sind KEINE Lobreden sondern für uns, die echt glücklich mit ihren Kindern sind, wahre Gefühle. Wir bzw. ich versuchten nur damit etwas Positives in Deine Gedanken zu hauchen aber keinesfalls Dir irgendwelche Muttergefühle einzureden bzw. Dich zu zwingen.


    Es sollte eher ein Wink sein in Richtung " schau mal es kann auch schön sein; vielleicht ist es ein Versuch wert".


    Schade, daß das als Lobreden angekommen ist....Wenn Du nur etwas Bestimmtes hören möchtest ist das Forum vielleicht nicht passend.


    Egal, ich wünsche Dir jedenfalls egal wie es kommt ganz viel Kraft und würde mich freuen zu hören, wie es Dir weiterhin ergeht.


    *:)