Unterschied zw. "nicht gut drauf" & depressiv?

    Worin besteht von den Symptomen her der Unterschied zwischen einer Lebensphase, in der man einfach nicht so gut drauf ist etc. und einer Depression?


    Gibt es vielleicht auch einfach Menschen, die regelmäßig immer mal wieder "teilzeit-depressiv" sind, ohne an einer richtigen Depression erkrankt zu sein?


    Also es gibt ja auch Menschen, die von ihrer Persönlichkeit her einfach immer mal wieder zum Grübeln bzw. zur Nachdenklichkeit neigen, evtl. dem Sterben situativ nicht so ganz abgeneigt sind, ohne echten Suizidwunsch oder ohne unbedingt unglücklich zu sein, usw. also alles insgesamt ohne dass das Krankheitswert haben muss. Manche sind eben so von ihrer Persönlichkeit her.


    Nur wie unterscheidet man das, ob es einfach die Persönlichkeit ist ("ist eben so" ohne Krankheitswert) oder eine Depression (Erkrankung)?

  • 74 Antworten

    Depressionen dauern meist mehrere Wochen.

    Anzeichen

    Konzentration lässt nach, nicht richtig denken können.

    Starke Schlafstörungen, nachts nicht oder wenig Schlaf, oft aufwachen, am morgen nicht aus dem Bett kommen

    Gereiztheit

    Angstzustände

    Soziale Kontakte eingeschränkt, man verbuddelt sich, sagt Verabredung ab.

    Nicht arbeiten können

    Starke Vergesslichkeit

    Kopfschmerzen, Rückenschmerz, Durchfall, Übelkeit, Appetitlosugkeit oder umgekehrt, Heißhunger

    Starke lähmende Traurigkeit

    Hoffnungslosigkeit

    Zukunftsangst

    Sich nicht entscheiden können

    Keine Gefühle haben.

    Suizidgedanken


    Es hat nichts mit nicht gut drauf sein zu tun sondern ist einfach ein schlimmer Zustand.


    Hoffe ich konnte helfen

    Der Übergang ist mindestens fließend, wenn es nicht sogar dasselbe ist nur in unterschiedlichen Intensitäten. Letztendlich diagnostizieren die Psychologen ja meist mit Fragebögen. Warum Du die "traurigen" Kreuzchen setzt ist für die Diagnose egal.


    Sowohl eine "traurige Verstimmung" wie auch eine "Depression" können von selbst verschwinden, durch eigeninitiative verschwinden oder man kann Hilfe brauchen um rauszukommen.


    Manche sprechen von depressiven Episoden, manche von "schlecht drauf". Letztendlich ists aber auch nicht wichtig wie es genannt wird sondern wie es dem betroffenen geht. Wenn es einen Leidensdruck gibt, oder man sich selbst oder anderen schadet, ist es ne behandlungswürdige Krankheit.

    Peddi schrieb:

    Hoffe ich konnte helfen

    Ja, Danke. Auch an Micha2738 .


    Ich glaube, dann ist das einfach meine Persönlichkeit. Mir geht es um ein bestimmtes Empfinden bzw. einen bestimmten "Zustand". Dieses Empfinden begleitet mich seit meiner Kindheit und ist mal mehr, mal weniger ausgeprägt, zwischendurch auch mal ganz weg.


    Vielleicht sind es auch zwei fließend ineinander übergehende Zustände.


    Es sind aber keine Angstzustände und gereizt bin ich dabei auch nicht, ich finde dann einfach alles nur sehr zutiefst sinnlos und bin erst sehr gleichgültig und später ist da ggf. dieser weitere Zustand, in dem ich eine fast schmerzhafte Sehnsucht empfinde, aber wonach, könnte ich nicht sagen. Am stärksten habe ich das mit diesem zweiten Zustand Draußen in der freien Natur, keine Ahnung warum das so ist.

    In dem Moment fände ich die Vorstellung einfach der hiesigen Welt zu entschlüpfen bzw. mich einfach aufzulösen und physisch-psychisch Teil der Natur um mich herum zu werden, sehr erfüllend. Insofern finde ich die Vorstellung, dass der Körper im Zuge der Verwesung zersetzt wird und man so tatsächlich Teil der Umwelt wird chemisch-biologisch betrachtet, irgendwie schön. Da ich aber weiß, dass der reale Tod anders und eben final ist, habe ich keinen echten Todeswunsch; es ist nur diese komische Sehnsucht "zu verschwinden".


    Kennt jemand den Film "Pans Labyrinth", in dem der Hauptcharakter durch ihren echten Tod in eine Fantasywelt eintreten kann? Das trifft es recht gut. Aber sowas ist natürlich nicht real. ... Schade.


    Oft bleibt es auch einfach bei dem ersten Zustand, also der Gleichgültigkeit bzgl. allem, obwohl mir einiges davon eigentlich nicht egal ist, und eben diesem völligem Sinnlosigkeitgefühl. Ich bin dann auch irgendwie nachdenklich drauf.


    Aber das geht alles von alleine wieder weg. Und arbeitsfähig bin ich auch bzw. habe auch einen Beruf etc.. Meine Lebensumstände sind an sich besser, als ich je zu hoffen gewagt hätte. Beruflich ist es etwas stressig und geht auf Dauer auf meine Gesundheit, aber das klärt sich derzeit und zum Teil ist der Stress sicher auch hausgemacht bzw. bin ich dabei, mir bessere Verhaltensweisen anzugewöhnen - und auch eher ins Bett zu gehen.


    Dieses Empfinden von oben, habe ich aber schon lange vorher gehabt und ich denke, ich werde das wohl auch noch bis ans Lebensende so haben.


    Ich weiß leider nicht, wie ich dieses Empfinden verständlicher erklären könnte. Es stört mich schon etwas, wobei ich auch nicht glaube, dass es eine Erkrankung ist.

    Zumal ich davon ab durchaus gerne lebe und mir auch keine Gründe zum Unglücklichsein einfallen.

    Micha2738 schrieb:

    Letztendlich diagnostizieren die Psychologen ja meist mit Fragebögen.

    Fragebögen aller Art zum Selbstempfinden etc. finde ich immer wie besseres Raten. ;-D Zum einen soll die Antwort so richtig gewählt werden, wie möglich, andererseits ist es gefühlt bei vielen Fragen eigentlich auch egal, ob man sein Kreuz nun etwas weiter links oder rechts setzt, weil je nachdem, wie man die Frage versteht oder welche abgefragte Situation man sich nun just vorstellt etc. mehrere Antworten zutreffend sein können.

    Zu bedenke wäre natürlcih, dass gerade in einem psychiatrischen Fragebogen nicht egal ist, was man nun ankreuzt. Aber so richtig präszise finde ich das alles nicht und damit dann nicht gerade befriedigend; es ist eben so "schwammig". ":/

    Google doch mal Dysthymie.

    Ich kenne 2 Personen mit Depressionen die leben auch gerne und haben keine Gründe zum unglücklich sein.

    Plüschbiest schrieb:

    Google doch mal Dysthymie.

    Danke, habe ich gerade gemacht.

    Zitat

    Die oben genannten Symptome müssen über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren anhalten, wobei die symtomfreien Intervalle höchstens 2 Monate lang sein dürfen.


    https://flexikon.doccheck.com/de/Dysthymie

    Ich habe natürlich nie mitgezählt, aber ich hatte im Laufe der Jahrzehnte bestimmt Intervalle von mehr als zwei Monaten ohne dieses Empfinden bzw. ohne solche Symptome.


    Auf einer anderen Seite wird zusätzlich noch als weiteres Kriterium angegeben:

    Zitat

    Ein ganz entscheidendes Kriterium ist zudem, dass die Symptome bei den Betroffenen zu signifikanten Problemen und Einschränkungen in Sozialleben, Beruf oder anderen wichtigen Lebensbereichen führen.


    https://www.netdoktor.at/krankheit/dysthymie-8084



    Das würde ich alles eher verneinen. Gerade das mit en Einschränkungen im Sozialleben passt für mich nicht; ich fühle mich da jedenfalls nicht eingeschränkt, im Gegenteil: Die Pflege meines Sozialnetzes ist mir tendenziell chronisch oft "zu viel", auch wenn mein soziales Umfeld an sich sogar eher sehr rücksichtsvoll und quasi null "fordernd" ist. Freundschaften, die zum Teil seit ca. 10 Jahren bestehen, habe ich auch. Von daher scheint mir das nicht zu passen mit der Dysthymie.

    Shinnok schrieb:

    Zu bedenke wäre natürlcih, dass gerade in einem psychiatrischen Fragebogen nicht egal ist, was man nun ankreuzt. Aber so richtig präszise finde ich das alles nicht und damit dann nicht gerade befriedigend; es ist eben so "schwammig". ":/

    Die sind schon durchdacht und sollten auch mal eine versehntlich falsch verstandene Frage rausrechnen können. Sind ja immer tausende Fragen drin.


    Manche Menschen sind auch einfach von Natur aus son bisschen "Depri" ohne, dass das irgendwie relevant wäre. Wenn Dich aber etwas belastet, wenn Du darunter leidest, wärst schon wichtig.


    Zitat

    Es stört mich schon etwas, wobei ich auch nicht glaube, dass es eine Erkrankung ist.

    Wenn es Dich stört, ist es schon eine Art "Erkrankung", vielleicht aber sowenig, dass Du alleine klarkommst. Oder Du nimmst halt mal ne Therapiestunde und betrachtest das genauer, obs da was gibt was vielleicht doch bisschen behandelbar wäre.


    Man muss nicht alles Behandeln, man muss aber auch nicht warten bis man so Tief in etwas reingerät, dass man kaum noch rauskommt. Überlege ob es Dich belastet, ob es dich einschränkt oder ob Du etwas nicht tust was Du gerne tun würdest.

    Zitat

    und später ist da ggf. dieser weitere Zustand, in dem ich eine fast schmerzhafte Sehnsucht empfinde, aber wonach, könnte ich nicht sagen. Am stärksten habe ich das mit diesem zweiten Zustand Draußen in der freien Natur, keine Ahnung warum das so ist.


    In dem Moment fände ich die Vorstellung einfach der hiesigen Welt zu entschlüpfen bzw. mich einfach aufzulösen und physisch-psychisch Teil der Natur um mich herum zu werden, sehr erfüllend

    Diesen Zustand kenne ich auch, aber zum Glück nicht dauernd.

    Begriffe wie „Dysthymie“sind m.E. da nicht so ganz treffend, mir jedenfalls zu abstrakt.

    In früheren Zeiten nannte man diesen Gemütszustand Melancholie oder Schwermut, ich finde das klingt hübscher und trifft es eher...

    Damals sagte man eben, der oder die hat ein melancholisches Naturell, und fertig.

    Diesen Zustand kann man auf eine gewisse Weise sogar manchmal genießen, was bei einer „richtigen“ Depression ganz sicher nicht der Fall ist!

    Bloß, die Gefahr besteht natürlich, daß jemand mit so einem schwermütigem Wesen sich zu sehr einigelt und sich Freunde und Partner deshalb von einem abwenden.


    Für Literaturfans: T.Fontanes Roman „Unwiederbringlich“ zeichnet so einen klassischen melancholischen Frauentyp. Mit so einem Menschen, der sich, wie es dort so schön heißt, „mit dem Ernst des Lebens sich dauerhaft den Kopf zerbricht“, ist es nicht einfach zusammenzuleben...

    Wer sich zu sehr in diese Melancholie verkriecht, läuft auch oft wirklich Gefahr, in eine echte Depression zu verfallen, und das möchte ich ganz sicher nicht.

    Ich hatte mit 18 mal eine depressive Phase mit schlimmen Schlafstörungen. Das will ich nicht nochmal erleben, und deshalb reiße ich mich auch immer wieder selbst aus der Trübsal raus.

    Wer dazu nicht mehr imstande ist, hat natürlich ein echtes Problem und braucht Hilfe.

    Und nach meiner Erfahrung sind depressive doch eher geneigt, Hilfe anzunehmen, als Menschen mit anderen psychischen Problemen...

    Aedgiva schrieb:

    In früheren Zeiten nannte man diesen Gemütszustand Melancholie oder Schwermut, ich finde das klingt hübscher und trifft es eher..

    Naürlich sind diese Begriffe genausowenig klar definiert wie Depression, aber ich fand beim Lesen auch, das trifft es gut.


    Es ist ja nicht schlimm wenn jemand so eine "depressive Grundeinstellung" hat, für manche mag das anstrengend sein, genauso wie so ein grundoptimistischer Mensch anstregend sein kann. Aber deswegen ist das nicht "krankhaft", es kommt halt nicht jeder Mensch mit jedem zurecht.


    Aber natürlich muss man als "Melancholiker" etwas besser aufpassen, nicht abzurutschen. Man ist halt naturgemäß etwas näher an einer behandlugnswürdigen Depression dran bzw. merkt es vielleicht auch nicht so schnell ob es noch das normale ist oder ob man "depressiver" ist als üblich während das bei so Happy-Menschen sofort auffällit, wenn sie plötzlich wochenlang Trübsal blasen.

    Shinnok schrieb:

    ich finde dann einfach alles nur sehr zutiefst sinnlos und bin erst sehr gleichgültig und später ist da ggf. dieser weitere Zustand, in dem ich eine fast schmerzhafte Sehnsucht empfinde, aber wonach, könnte ich nicht sagen....


    In dem Moment fände ich die Vorstellung einfach der hiesigen Welt zu entschlüpfen bzw. mich einfach aufzulösen und physisch-psychisch Teil der Natur um mich herum zu werden, sehr erfüllend. Insofern finde ich die Vorstellung, dass der Körper im Zuge der Verwesung zersetzt wird und man so tatsächlich Teil der Umwelt wird chemisch-biologisch betrachtet, irgendwie schön. Da ich aber weiß, dass der reale Tod anders und eben final ist, habe ich keinen echten Todeswunsch; es ist nur diese komische Sehnsucht "zu verschwinden".

    Ich schlage vor das du einmal mit einem Psychologen darüber redest. Das kann durchaus sinnvoll sein wenn du da einen Termin ausmachst und ihm das einmal so erklärst.

    Eine Therapiestunde möchte ich nicht nehmen. Da ist die Chance m.E. hoch, dass der mir im Zweifel irgend so eine Auffangdiagnose gibt - unter irgendeinem Label muss er das ja abrechnen-, die dann in meiner Krankenakte steht, mir aber auch nicht weiterhilft.

    Das würde mich so herum mehr stören, als die Alternative.


    Außerdem möchte ich den Therapeuten nicht belügen, aber eben auch nur ausgewählte pers. Bereiche besprechen, alles andere geht den in meinen Augen nichts an. Nur deutet der das natürlich seinerseits, wenn ich je nach Thema entsprechend mitteilen würde, dass ich darüber nicht mit ihm reden möchte.

    Darauf habe ich absolut keine Lust.


    Ich denke auch, dass die Chance, dass es menschlich, fachlich (von der Therapierichtung her, die der jew. Therapeut favorisiert) und empathisch harmoniert, sehr gering ist.


    Für mich ist das von der Wirkung her negativer, sowas zu versuchen, und festzustellen, dass es nicht passt, als es andersherum gar nicht erst zu versuchen.


    Im Studium habe ich einmal an einem Gruppenkurs bei der psychosozialen Beratungsstelle teilgenommen, wegen Prüfungsängsten/Aufschieben, und das war freundlich ausgedrückt beschissener, als wenn ich dort nicht teilgenommen hätte.

    Nicht einmal inhaltlich-fachlich konnte ich dort irgendetwas Neues erfahren, so dass nicht einmal mein Wissensdurst gestillt werden konnte. Und nein, ich meine das in keiner Weise arrogant.

    Es war nur im Grunde ähnlich wie in der Schule. Die ganze Veranstaltung war langweilig und enttäuschend, obwohl ich dort gerne etwas Neues gelernt hätte und dort sehr über meinen Schatten gesprungen bin und mich geöffnet hatte. Nicht einmal mit den anderen Teilnehmern gab es wirklich Überschneidungen, dabei hätte man das ja annehmen können bei der Thematik. ":/


    Möglicherweise lag es zum Teil daran, dass ich zwar ein großes Problem mit Aufschieben von Lernen etc. hatte, auch mehr als die anderen, die immerhin ihre in den Kursstunden selbstgesteckten Wochenziele fast komplett oder komplett erreicht haben, während ich in der Zeit froh war, aus dem Bett zu kommen. In der Wochenrückschau in der Gruppe war ich insoweit recht ehrlich, aber mehr als komische Blicke kamen da nicht. Allerdings habe ich die Prüfungen irgendwie so geschafft, hatte wie immer Glück, und daher war das dann aus Sicht der Therapeutin/Kursleiterin wohl egal.


    Etwa ein halbes Jahr später wurde dann Hashimoto und die Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Das Eferox hat mir dann geholfen. ... Die komischen Gruppentherapiestunden in der Beratungsstelle dagegen nicht. Da habe ich mich nur noch blöder gefühlt, weil die anderen Kursteilnehmer trotz ihrer Aufschiebeprobleme so viel gemacht und geschafft haben in der Woche, gerade auch in punkto Lernen für Prüfungen etc. und weil es völlig egal war, was ich zu meiner Woche gesagt habe, das hat dort zumindest gefühlt niemanden interessiert. Ich hätte mir dort einfach gewünscht, das wenigstens einmal ernsthaft inhaltlich auf meine Äußerungen eingegangen worden wäre. Stattdessen gab es dort nur Pauschaltipps wie "Sammeln Sie Kugeln/Münzen etc. , wenn Sie etwas geschafft haben und wenn Sie soundsoviel Kugeln gesammelt haben, belohnen Sie sich blabla ..."

    Ja, toll. Tipps dieser Art kann ich mir in 5 Minuten selbst zusammengoogeln, dafür braucht man keinen Therapeuten, und der Ansatz ist auch völlig an meinem Problem vorbeigegangen. Den anderen Kursteilnehmern hat das aber offenbar sogar größtenteils geholfen. ":/

    In der Zeit dieser Gruppentherapie hatte ich auch wieder eine dieser eingangs beschriebenen Momente sehr ausgeprägt und hatte auch manchmal konkretere Suizidideen, aber das ist alles mit der Behandlung der Schilddrüse sehr rasch verschwunden. Ich weiß auch nicht, wo diese konkreten Suizidideen hergekommen sind.
    Seitdem habe ich auch keine konkreteren Suizidwünsche mehr gehabt und fühle mich generell auch viel lebendiger; bin auch wieder fröhlicher geworden; eben ähnlich wie als Kind.


    Ich denke, man muss sich selbst helfen, sonst hat man Pech gehabt.


    Außerdem finde ich es wie gesagt seit der Behandlung der Schilddrüse ganz gut erträglich.


    Micha2738 schrieb:

    Es ist ja nicht schlimm wenn jemand so eine "depressive Grundeinstellung" hat, für manche mag das anstrengend sein, genauso wie so ein grundoptimistischer Mensch anstregend sein kann. Aber deswegen ist das nicht "krankhaft", es kommt halt nicht jeder Mensch mit jedem zurecht.

    Im Umgang mit anderen, gerade offline, bin ich meistens freundlich und wirke wohl eher gutgelaunt. Teils ist das nicht geschauspielert bzw. antrainiert, teils schon. Ich hatte dazu mal einen Thread hier aufgemacht.


    Aedgiva schrieb:

    Bloß, die Gefahr besteht natürlich, daß jemand mit so einem schwermütigem Wesen sich zu sehr einigelt und sich Freunde und Partner deshalb von einem abwenden.

    Da besteht bei mir keine Gefahr. Am liebsten habe ich zwar meine Ruhe, aber Freundschaften habe ich wie gesagt, es geht auch sehr humorvoll darin zu, weil sie einen ähnlichen Sinn für Situationskomik & Selbstironie haben etc., und auch mit meinen Eltern habe ich einen guten Kontakt. Das reicht mir an "Sozialkram".


    Auf eine Partnerschaft hätte ich keine Lust. Das fände ich eher ätzend, wenn ich eine führen müsste. Für mich ist das ok, dass eine Partnerschaft für viele offenbar etwas ganz Wesentliches zu sein scheint zum Lebensglück, aber für mich wäre das eher das Gegenteil.

    Hyperion schrieb:
    Shinnok schrieb:

    Eine Therapiestunde möchte ich nicht nehmen.

    Sinnvoll wäre es und es könnte dir helfen.

    Hyperion, hast du selbst schon jemals im Leben eine Psychotherapie in Anspruch genommen?


    Du empfiehlst dies hier gefühlt in jedem 2. deiner Posts, egal, was User schreiben oder nicht schreiben. Hast du denn selbst derart gute Erfahrungen mit Psychotherapie gemacht, dass du diese jeweils so enthusiastisch empfiehlst?