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  • Graue Socke

    Hat das Thema freigeschaltet

    In deinem Link steht beschrieben, dass ein Psychptherapeuth NACH dem Psychologiestudium eine mehrjährige Ausbildung noch macht.


    Ein Psychologe ansich darf nicht therapieren oder Medikamente verschreiben. Nur der Psychotheraputh und der Psychater (welcher Humanmedizin studiert hat).

    Psychotherapeuten dürfen keine Medikamente verschreiben. Das darf nur jemand, der Medizin studiert hat. In dieser Frage ist das nur der Psychiater.

    Ah da war ich mir unsicher, ob er das darf.

    Dann wirklich nur der Psychiater wegen des Medizinstudiums :)


    Aber therapieren darf er.

    Psychologische Psychotherapeuten dürfen nicht selber rezeptieren. Diese können aber ihren Patienten einen Besuch bei einem Psychiater empfehlen, wenn sie zusätzlich zu einer Psychotherapie eine unterstützende Behandlung, zur Minimierung der Begleitsymptomatik, für sinnvoll halten, z.b. mit Antidepessiva.

    Psychologen dürfen therapieren. Sie werden hauptsächlich von Krankhaus er dafür angestellt. Man hat nur kein Kassensitz.

    Heutzutage ist es ein Studiengang, der Psychotherapeut.

    Bis zu diesem Jahr musste Psychologie studiert werden und dann noch eine 5 oder 6 jährige Ausbildung gemacht werden. Dann Approbation. Dann erst psychologischer Psychotherapeut.


    Oder Medizin studieren, Psychotherapeutische Ausbildung, dann ärztlicher Psychotherapeut.


    Oder Medizin studiert und dann Facharzt Psychiater.


    Es gibt psychologischer Berater. Sowas darf glaube ich jeder machen.


    Dann gibt es noch eine kleine Ausbildung, da muss man nur eine relativ kurze Ausbildung machen und eine Prüfung ablegen. Der heilpraktiker. Hier kann man an schwarze Schafe geraten, aber auch an wirklich richtig gute. Die sind aber keine Kassenleistung. Allenfalls private Kassen übernehmen manchmal die Leistung.

    Luci32 schrieb:

    Psychologen dürfen therapieren. Sie werden hauptsächlich von Krankhaus er dafür angestellt. Man hat nur kein Kassensitz.

    Aber nicht mit Medikamenten therapieren.

    Erstmal: NC ist der Schnitt, der sich durch die Bewerberzahl auf einen Studiengang und die Anzahl der dort vorhandenen Plätze ergibt. Ein NC beschreibt sozusagen den schlechtesten Abischnitt, der noch zugelassen wurde (ausgenommen die Schnitte über Los und Wartezeit). Also reicht dein Abischnitt nicht, um in einem NC beschränkten Studium aufgenommen zu werden. Da würde ich an deiner Stelle mal gucken: Losverfahren und Wartesemester sind da gegebenenfalls gute Stichpunkte für dich.


    Nächster Punkt: Informier dich genauer über die Berufsbilder. Es gibt viele Menschen, die unbedingt "Medizin oder Psychologie" studieren wollen. Eigentlich sind diese Studiengänge sehr unterschiedlich. Also muss es irgendetwas Gemeinsames geben, das die Leute zu beidem lockt. Und meistens geht es dann darum, dass beide Studiengänge begehrt sind, dass beide abschließenden Berufe in gewisser Weise angesehen sind und beide Berufe existenzielle Sicherheit geben. Grundsätzlich "Menschen helfen" zu wollen ist ein nettes Motiv, aber Altruismus allein würde einen auch ins Kloster oder in ein nettes Ehrenamt führen. Irgendwie therapeutisch tätig werden zu wollen kann auch oft mit persönlichen Erfahrungen zusammenhängen. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn jemand, der sich mit Krisen auskennt und gelernt hat, wie sie bewältigt werden, kann andere Betroffene sicherlich besser verstehen und unterstützen. Aber: Viel zu viele denken schon nach zwei Schritten Aufarbeitung, sie hätten plötzlich einen soliden Stand und seien absolut befähigt und berechtigt, ihre Erfahrungen nun umgehend an die Welt weiterzugeben, rumzutherapieren und zu beraten. Überraschung: Das ist definitiv keine gute Ausgangsbasis.


    Wie sieht das nun beruflich aus? Sobald eine Berechtigung vorliegt, um an Hochschulen studieren zu dürfen und man ganz später vielleicht mal Psychotherapeut/in für Erwachsene und/oder Kinder werden will, entscheidet man sich zwischen Humanmedizin oder Psychologie. Sonderregelung: Studierst du etwas Pädagogisches, darfst du hinterher die Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendlichentherapeuten/in machen.


    Beide Studiengänge benötigen 5 bis 7 Jahre Zeit. Im Anschluss gehen Ärzte/Ärztinnen in die Facharztausbildung (Neurologie, Psychiatrie etc.). PsychologINNen wiederum können mit ihrem abgeschlossenen Studium beispielsweise in Personalabteilungen arbeiten oder Gutachten für Gerichte schreiben. Im klinischen Bereich dürfen sie diagnostizieren (also Tests machen und Interviews führen) und ebenfalls Gutachten schreiben. Therapieren dürfen sie erst, wenn sie sich in die Ausbildung zur/zum Psychotherapeutin/en begeben. Dann können sie als sogenannte PiAs (P. in Ausbildung) in Kliniken arbeiten und neben der Diagnostik auch schon therapieren.


    Jetzt wurde hier angemerkt, dass diese Ausbildung ja bald wegfiele und man dann direkt Psychotherapeut studieren könne. Das ist falsch. Die bisherige Ausbildung dauert 3 bis 5 Jahre und muss selbst finanziert werden. Die Umstellung, die jetzt kommt bedeutet: Man studiert zwar "Psychotherapie", aber man muss danach trotzdem in die Ausbildung. Diese ist nunmehr auf 5 Jahre festgesetzt worden. Man soll während dieser Ausbildungszeit ähnlich wie die Ärzte in ihrer Facharztausbildung bezahlt werden. Tja. Schade, dass kleinere Kliniken einem durchaus mittlerweile ein faires Gehalt zahlen, sodass man die Ausbildung und seinen Lebensunterhalt für 3 Jahre durchaus bestreiten kann. Nun soll das umgeworfen werden und man wird trotz eher praktisch ausgerichteten Studiums auf 5 Jahre verdonnert.


    Ich hoffe, das hat den Infowald etwas lichten können.

    Sehr gut geschrieben. In Deutschland war es auch möglich über die Wartesemester ins Studium reinkommen. Diese wurden in 2020 abgeschafft. Dadurch war es möglich mit einem etwas schlechteren Abidurchschnitt einen Studienplatz in Humanmedizin zu bekommen. Ich bin der Meinung, der Abidurchschnitt hat immer noch oberste Priorität. Man kann diesen mit dem TMS ja etwas verbessern. Viele fallen durch und scheitern an Fachfragen in Medizin, die in der gymnasialen Oberstufe, betrifft auch einen LK ,nicht behandelt werden. Letztes Jahr, waren es, wenn ich mich richtig erinnere, spezielle Fragen zur Schilddrüsendiagnostik. Wenn man das Thema kennt, kann der Teilnehmer des TMS sich darauf vorbereiten, aber es ist immer eine andere Thematik und man kann den TMS nur einmal machen. Ich frage mich, ob ein Abiturient mit einem Abidurchschnitt von z.b. 1,5 kein guter Arzt werden kann.