Veränderte Wahrnehmung über Nacht

    Hallo,

    ich wende mich, wie wahrscheinlich viele hier, an das Forum, da ich langsam etwas verzweifelt bin. Seit ca. 4 Monaten hat sich mein Leben auf den Kopf gestellt. Alles fing über Nacht an: mitten in der Nacht wurde ich durch diffusen Schwindel wach. Nach ca. 2 Stunden schlief ich dann aus Erschöpfung wieder ein. Am nächsten Tag fühlte ich mich etwas seltsam und in der Nacht wiederholte sich dies. Zwei Tage später der Gang ins Krankenhaus, da mich die veränderte visuelle Wahrnehmung (beschreibe ich später noch genauer) doch sehr verunsicherte. Verschiedene Untersuchungen wurden dort gemacht, unter anderem ein CT, alles unauffällig; Diagnose Lagerrungsschwindel. Seit dem habe ich schon einige Ärzte hinter mir, darunter HNO, Augenarzt, Neurologe, Orthopäde, Physiotherapeut, Zahnarzt. Beim Orthopäden wurde ein versetzter Altaswirbel gefunden, danach Behandlung beim Physiotherapeuten, ohne Verbesserung. Zahnarzt fand einen leichten Kreuzbiss, hier noch keine Behandlung.

    Meine Liste von Symptomen:

    - Veränderung der visuellen Wahrnehmung: Lichtempfindlichkeit; Nachbilder; besonders nachts "rauscht" es in meiner Sicht; Obwohl ich eigentlich scharf sehe, "schmerzt" es manchmal in meinen Augen, Dinge zu fixieren und ich muss dann den Fokus lösen, um die Spannung aufzuheben.

    - Teilweise das Gefühl von Kopfdruck, vor allem an den Schläfen und im oberen Bereich des Nackens.

    - Teilweise das Gefühl von Derealisation (Unwirklichkeitsgefühl), manchmal fühlt sich alles wie im Traum an, auch das Gefühl von der dem "früheren Ich" abgeschnitten zu sein, kann ich bestätigen.

    - Teilweise Schwindel, aber ohne Gleichgewichtsprobleme.

    - Konzentrationseinschränkungen.

    - Unwohlsein/Gefühl von Spannung, wie in Situationen aus denen man am liebsten fliehen würde, was aber normalerweise abends auf der Couch nicht sein sollte...

    Ich habe natürlich schon viel im Internet nachgelesen (was man ja vielleicht nicht unbedingt machen sollte) und diese Symptome passen natürlich auf viele Krankheiten, aber ich bin wirklich sehr dankbar über jeden neuen Impuls und jede neue Anlaufsstelle, die mir jemand nennen kann.

    Ich bin männlich, 24. Studiere und arbeite nebenbei in der Nachtschicht (Wohnheim).

    Vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen, das durchzulesen und im Voraus schonmal für alle Antworten!

  • 9 Antworten

    Hast Du schon mal an psychische Ursachen gedacht?

    Stress?


    Das hier:

    Mrbleg schrieb:

    Studiere und arbeite nebenbei in der Nachtschicht (Wohnheim).

    klingt nicht grade stressfrei...":/

    Hallo!

    Ich würde nochmal bei Orthopäde (vllt privat Osteopath) nach haken.

    Bei einem fehlstehenden Atlas können massig Beschwerden ausgelöst werden.


    Die Fehlstellung lässt sich meines Wissens nur schwerlich korrigieren, aber eine Linderung sollte schon drin sein.

    Hattest du Physiotherapie oder manuelle Therapie?


    Den Kreuzbiss würde ich parallel dazu auch behandeln lassen.

    Knirscht du auch mit den Zähnen?

    Häufig hängt beides aber auch zusammen.


    Wenn du schon Google befragst schau mal unter Atlas Fehlstellung.


    Ich habe das mit Osteopathie, Bewegung, Entspannung ganz gut in den Griff bekommen.


    Alles Gute!

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Bin auch am Überlegen, ob ich das Studium erstmal pausieren soll. Momentan bin ich bei der psychologischen Beratungsstelle der Uni, die aber eher unterstützt als eine richtige Therapie.

    Hallo, danke für deine Antwort!

    Ich hatte dort 5x Physiotherapie. In ca. zwei Wochen habe ich einen Termin bei einem Osteopathen ausgemacht, hoffe dass dieser mir weiterhelfen kann.

    Ist halt verrückt, dass das ganze über Nacht solche drastischen Auswirkung haben kann..

    Grüße

    Mrbleg schrieb:

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Bin auch am Überlegen, ob ich das Studium erstmal pausieren soll. Momentan bin ich bei der psychologischen Beratungsstelle der Uni, die aber eher unterstützt als eine richtige Therapie.

    Ja

    Ich schlage auch vor das du das Studium pausierst und mit einem Psychologen sprichst.


    Du hattest auch eine ganze Batterie an Untersuchungen wo so wie ich das verstehe auch nix bei rum gekommen ist.


    Mrbleg schrieb:

    Ich bin männlich, 24. Studiere und arbeite nebenbei in der Nachtschicht (Wohnheim).

    Ich denke du bist einfach überlastet. Nachtschicht und studieren. Das geht auf den Körper und führt zur Erschöpfung ( Burn out)

    Es kann sein das du einfach überlastet bist und dein Körper entsprechend reagiert. Dazu ist dein Schlafrythmus fratze weil du Nachtschicht machst.


    Ohne vernünftigen Schlaf wird man früher oder später krank und es kann sich so äußern wie bei dir jetzt.


    Du solltest da erstmal die Reißleine ziehen und unbedingt etwas verändern!

    Ich schließe mich Hyperion komplett an.

    Tritt erst mal kürzer und so wie es klingt, ist das ja auch möglich. :)^

    Ich schließe mich ebenfalls an. Über Schlaflosigkeit schreibe ich übertrieben gesagt demnächst ein Buch. Das führt nicht nur zu völliger Erschöpfung, sondern zur Verzweiflung. Deine Beschwerden deuten nicht darauf hin, aber ich denke du leidest nicht unter RLS. Das ist meine eigene Diagnose, bei Interesse kannst du dazu den von mir eröffneten Faden einmal lesen, bis jetzt antwortete noch niemand darauf. Alles Gute für dich!

    Danke an alle Antworten. Ich werde weiterhin versuchen, den Stress zu reduzieren und hoffe, dass dadurch die Symptome abklingen.