Danke für den Hinweis, Gruberin.


    Das stimmt, neurologisch muss es abgeklärt werden. Die Sache mit dem Hirndruck würde ich da mit einbeziehen.


    Ebenfalls möglich wären Vitamin- und Mineralstoffmängel. Wenn du sagst, das ein oder andere passt nicht mehr richtig. Hat sie abgenommen? Ein B12-Mangel, den nicht wenige im Alter haben und Vitamin-D-Mangel kann Demenzen begünstigen oder sogar auslösen.


    Vielleicht sind auch andere Mängel vorhanden, die den Stoffwechsel beeinflussen. Ich denke da an Zink, Selen, Mangan, Ferretin, Folsäure.

    hikleines

    Zitat

    Ich bin tatsächlich überrascht, dass hier eher auf eine psychische Erkrankung getippt wird. Ich hätte, rein bei der Beschreibung, sofort an eine körperliche Ursache wie z. B. eine Demenz gedacht.

    Die Beschreibung der Anfänge lässt eine psychische Erkrankung vermuten. Die Demenz ist wahrscheinlich noch obendrauf gekommen. Das wurde hier auch geschrieben.

    Zitat

    Die Beschreibung der Anfänge lässt eine psychische Erkrankung vermuten. Die Demenz ist wahrscheinlich noch obendrauf gekommen. Das wurde hier auch geschrieben.

    Finde ich gar nicht. Beispielsweise werden Menschen auch wegen Schmerzen ängstlicher und vernachlässigen manchmal ihre Körperpflege. Oder wegen Augenproblemen, oder wegen Schwindelattacken. Mir fallen fünfhundert Dinge ein, die von außen als "meine Mutter ließ sich gehen" wahrgenommen werden könnten, gerade, wenn man sie nur ein paar Mal im Jahr sieht.


    Ich sag ja auch nicht, dass es nicht sein könnte. Aber es ist schon eine Ferndiagnostik auf sehr sehr einfachem Niveau. Bevor da nicht alle körperlichen Dinge abgeklärt wurden, würde ich nicht einfach auf eine Depression schließen.

    Zitat

    Was aber irgendwie nicht ganz passen will, ist das plötzliche vergessen von Wasserhahn, Löffel nicht mehr halten können ect.

    Doch, doch! Für mich erscheint es, als ob sie in dem Moment damit einfach nicht umgehen konnte.


    Das plötzliche oder kurzzeitige Vergessen von normalen Handlungen oder Alltagsgegenständen klingt für mich - aus der Erfahrung heraus- schon sehr nach Demenz.


    Ach ja, wöchentliches Haare waschen ist übrigens ein ganz normaler Hygienestandard, ausreichend und hat mit Mängeln bei der Körperpflege überhaupt nichts zu tun. Und Rasieren muss auch nicht unbedingt sein. Vielen älteren Leuten ist das Aussehen tatsächlich nicht mehr so wichtig. Wozu da unnütz Druck machen?


    Sollte das Waschen oder Kleidung wechseln wollen aber wesentlich seltener werden oder grundsätzlich verweigert werden, kann das auch auf Störungen in der zeitlichen Orientierung hindeuten. Was ebenfalls ein typischer Hinweis auf Demenz sein kann.


    Untersuchungen auf körperliche bzw. neurologische Probleme sind ganz sicher angebracht.

    Das ist ja interessant, dass das so viele schreiben. In meinem Bekanntenkreis gibt auch Demenzen, aber keine die sich so auswirkt. Da werde ich mich dann doch mal schlau machen müssen. Danke nochmal, Taps.

    Meine Mutter hat das zwar mit dem Wasserhahn noch hinbekommen, aber sie wusste nicht mehr, wie man die Heizung aufdreht. Und wenn sie aufgedreht war, wusste sie nicht mehr, wie sie abgedreht wird. Mit Löffel kann meine Mutter noch essen. Aber sie weiß viele andere Dinge nicht mehr, z. B. auch nicht, wie man telefoniert. (sie weiß nicht mehr, dass man, wenn es klingelt, den Hörer abnehmen muss und wenn man ihn abgenommen hat, dass man ihn ans Ohr halten muss)


    Ich würde auch in Richtung Demenz denken. Anfänglich waren es sicher Depressionen, nun könnte evtl. eine Demenz dazu gekommen sein. Aber das kann nur ein Fachmann klären, am besten ein Neurologe.