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    Ja klar kann man das. Es gibt viele Menschen, die sagen "Ach ist doch alles ok - aaaaaber sowas gibt es in unserer Familie nicht"


    Der Mensch ist halt nicht immer der Schlauste ;-)


    Zumal es ja nun auch so ist, dass ja jeder weiß, dass es auch intolerante Menschen gibt und vor denen hat man Angst. Da kann es zur Verleugnung der eigenen Orientierung kommen, wenn diese evtl. von anderen negativ bewertet werden könnte.

    Ist das unterdrücken aber nicht mehr oder weniger aktiv?


    War immer pro LGBT Rechte und dachte "Wenn ich BI bin, ist es halt so." Nach einigen Jahren (Will ich jetzt nicht breit erzählen, ist mir etwas unangenehm :-/. Hat sich eine Weile vor sich hin entwickelt) , wo ich mich fragte ob ich vielleicht (auch?) auf Männer stehe, reagiere ich sehr seltsam darauf. Seltsame Wärmegefühl in Kopf und Brust im Besonderen. :-/. Dann gibt es eine andere innere Stimme die sagt ich würde mich dazu irgendwie zwingen.


    Macht das Sinn? :-/


    Was dazukommt, ich bin 25. Da sollte ich doch klar wissen was ich mag oder nicht und nicht plötzlich eine Orientierungskrise bekommen, oder? ???

    Persönlich bin ich der Meinung, dass man mit 25 noch lange nicht "erwachsen" ist. Es gibt doch zig Menschen die aus diversen Gründen, teils weil sie es sich nicht eingestehen wollte, sie es wegen einer homophoben Familie versucht haben zu unterdrücken, teils weil sie vielleicht einfach eine langjährigen heterosexuelle Beziehung geführt haben, mit 30, 40 oder 50 Jahren plötzlich merken, dass sie bi- oder homosexuell sind. Ich bin jetzt 30 und bin mir immer noch nicht sicher, ob bi oder homo und dabei lebe ich in einer hetero-Beziehung und 95% meiner Sexualkontakte waren ebenfalls heterosexuell. Und dann kam plötzlich die eine und BOOM.


    Gibt es denn Männer die dir gefallen? Sonst geh doch einfach mal in eine Schwulendisco und schau dich um. Musst ja nicht gleich irgendwas machen, einfach mal schauen wie es dir damit geht, so zum Spaß an der Freude und als Experiment.

    Zitat

    Kann man offen/tolerant zu anderen sexuellen Orientierungen sein, aber der "Körper" homophob/abwehrend wird sobald es einen selbst betreffen könnte? :-/

    Jaein. Dein Körper ist nicht homophob, das spielt sich alles in deinen Gedanken ab. Und wenn die - hinter der toleranten Fassade, weil du eigentlich weißt, dass deine Gedanken falsch sind - können natürlich wiederum wie alles, körperliche Reaktionen nach sich ziehen. Die Wurzel spielt sich aber immer im Kopf ab. Und das Problem ist auch nur sekundär die Homophobie, eine Ebene höher wohl eher die Angst "anders" zu sein, nicht dazuzugehören, der Sonderling zu sein oder sonstwas (random Aufzählung, da ich dich ja nicht kenne, kann ich jetzt auch nicht mal eben die Wurzel deines Problems raushauen)

    Zitat

    Schwulendisco

    Ich würde alles beiden, was "szene" ist. Da finden sich tendentiell natürlich auch entsprechende Leute zusammen, was einem mit entsprechender Veranlagung dann schnell nur noch mehr stören kann. Die ganzen anderen Schwulen, die solche Schuppen selbst scheiße finden und überhaupt kein "typisch schwul"-Leben führen, sieht man da selbstredend nicht. Wenns blöd läuft sieht er da seine Vorurteile nur bestätigt.