verloren, erschöpft, ratlos

    ich mache mir riesige sorgen um meine zukunft denn ich bin an einem punkt der ratlosigkeit angelangt. ich glaube tatsächlich dass es für mich keine hoffnung mehr gibt und die zukunft macht mir angst. meine vergangenheit war und meine gegenwart ist schon fürchterlich und doch sieht die zukunft noch düsterer aus.


    ich bin jetzt 28 jahre alt und schon seit einem jahrzehnt chronisch erschöpft deswegen arbeits und freudlos und komplett alleine.


    der faden verlor sich schon vor langer zeit als ich mein studium das ich direkt nach dem schulabschluss begann abbrach weil ich durch diese verdammte erschöpfung überhaupt nicht mehr hinterherkam. ich dachte damals es muss irgendeine krankheit dahinterstecken und so war ich über die jahre hinweg bei so vielen ärzten dass ich sie gar nicht mehr alle aufzählen könnte denn erschöpfung ist ein sehr unspezifisches symptom. nun bin ich frisch aus der therapie denn es muss wohl doch ein psychisches problem sein das mich so erschöpft. und irgendwie war nun die therapie auch meine letzte hoffnung.


    denn laut therapeut ist mein einziger ausweg die arbeit. ich soll wieder ein studium beginnen und es selbst finanzieren oder alternativ ein ausbildungsstelle finden. denn nur so könnte ich selbstvertrauen finden und glücklich und zufrieden werden. ein job der mir spaß macht soll es sein.


    aber wer nimmt mich denn schon. ich habe in den letzten jahren nichts getan. nur die energie die ich habe in arzt therapie und beratungsstellenbesuche gesteckt.


    und daraufhin sitzt mir nun natürlich auch das arbeitsamt im nacken. die arbeitsunfähigkeit muss ich bescheinigen lassen. ich habe ja nicht mal eine diagnose.


    ja ich will studieren arbeiten und mir etwas aufbauen. aber das wurde durch die erschöpfung schon vor jahren zunichte gemacht. und jetzt soll das plötzlich der ausweg sein? ich will nicht weiter vergammeln ich will auch keine behinderung haben. ich weiß nicht mehr weiter

  • 107 Antworten

    Wenn du Abbi hast, lässt sich sicher eine Lehrstelle finden. Zur Zeit gibt es mehr Stellen als Bewerber.


    Lehre ist ev besser für dich, denn da muss man hin , jeden Tag zur gleichen Zeit, da stellt sich Routine ein und erfordert nicht so eine hohe Selbstmotivation, wie beim Studium.


    Wenn du keine Hobbys hast überlege doch mal, was du dir als Beruf borstellen könntest.

    ich weiß es nicht ich weiß nur dass ich nach all den jahren jetzt noch schlechter im menschenkontakt bin. ich war früher schon schüchtern aber nun lebe ich schon seit jahren allein fast ganz ohne austausch mit anderen.


    vor fehlender motivation fürchte ich mich auch nicht sondern davor dass es einfach nicht geht.


    und wie soll ich schon meinen lebenslauf erklären und im vorstellungsgespräch glänzen

    Wie strukturiert ist denn dein derzeitges Tagesablauf? Wie bekommst du den Alltag hin?


    Zu überlegen wäre, ob evtl. eine gestützte Ausbildung etwas für dich wäre. Dort kann mehr Rücksicht genommen werden, es wird individueller geschaut, was du benötigst und zeitlich ist es glaub ich auch etwas flexibler.

    den alltag schaffe ich gerade noch so wenn auch total unstrukturiert. struktur hat mir in der vergangenheit auch nicht gerade geholfen.


    über so eine form der ausbildung habe ich auch schon nachgedacht auch wenn ich es lieber ganz normal hätte.


    nur habe ich angst davor überhaupt nicht genommen zu werden und wenn doch dann zu versagen weil ich geistig so neben der spur bin

    kann ich auch meinen arzt fragen welche optionen mir nun noch verbleiben wenn ich ihm sage dass die therapie mir nicht geholfen hat? ein arzt kennt sich ja nicht gleich damit aus und weiß ja nicht warum die therapie nicht geholfen hat deswegen weiß ich nicht ob das überhaupt sinn macht

    Hm.. keine Diagnose wie Depression oder so etwas? So gar nichts?


    Was für eine Therapie war das, die du gemacht hast? Eine ambulante Therapie (Gesprächstherapie bzw. Verhaltenstherapie?), oder warst du in einer Klinik? Warst du mal bei einem Psychiater vorstellig? Wurden mal antriebssteigernde Medikamente (von einem Psychiater verschrieben natürlich) versucht?


    Schilddrüse ist untersucht und in Ordnung?


    Zu aller erst würde ich also versuchen, eine Diagnose zu bekommen. Eine Depression o. ä. könnte ich mir da gut vorstellen, aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion oder Ähnliches. Lass dich nochmal ordentlich auf den Kopf stellen, geh zu Fachärzten und schau, dass du eine Diagnose bekommst. Denn nur dann kann man gezielt behandeln und etwas für dich tun. Da du ja eine Therapie gemacht hast, muss es meiner Meinung nach auch eine Diagnose geben. Denn irgendwie muss der Therapeut die Therapie ja auch vor der Krankenkasse rechtfertigen, was so in's Blaue ohne Diagnose nicht möglich sein dürfte.. glaube ich jedenfalls...! Falls ich da falsch liege, korrigiert mich bitte.