also ich war schon bei sehr vielen fachärzten und es kann eigentlich nichts körperliches sein laut deren aussagen. ich habe eine unterfunktion der schilddrüse und immer mal wieder vitamin d mangel und noch ein paar andere kleinigkeiten aber das kann di symptomatik in dieser starken ausprägung nicht erklären. was die unterfunktion der schilddrüse anbelangt bin ich auch seit jahren gut eingestellt und es wurde auch schon eine höhere dosis ausprobiert ohne dass sich was getan hat. also die schilddrüse würde ich persönlich ausschließen da ich auch nach überdosierung der thyroxin tabletten gar nichts bemerkt habe obwoh lich das längere zeit gemacht hab. ich habe auch sonst auf eigene faust schon so einiges ausprobirt einfach aus verzweiflung unter anderem auch vitamin b12 spritzen usw


    beim psychiater war ich auch schon und habe da ein paar medikamente ausprobiert allerdings darf ich aufgrund meiner gesundheit nicht alle üblichen medikamente bekommen. ich hab aber so 5 antidepressiva bekommen und da die gar nichts bewirkt haben meinte der psychiater daraufhin dass es kein problem mit dem hirnstoffwechsel gibt oder so ähnlich und das medikamente nichts bewirken können.


    daraufhin habe ich dann das mit der ambulanten verhaltenstherapie gemacht. eventuell wurde da dann einfach ohne mir es mitzuteilen eine depression diagnostiziert, vielleicht auch schon beim psychiater aber das wurde mir so nicht vermittelt.

    ich lebe alleine und habe überhaupt keinen kontakt mehr zu irgendwem ich bin total abgeschnitten. über den tag verteilt mache ich nur den haushalt so wie es nötig ist schlafe zwischendurch und schaute tv oder lese im netz. das geht jetzt schon so lange so dass ich auch nichts kann. ich habe nie etwas gelernt habe auch keinen führerschein und nichts

    Zitat

    ch lebe alleine und habe überhaupt keinen kontakt mehr zu irgendwem ich bin total abgeschnitten. über den tag verteilt mache ich nur den haushalt so wie es nötig ist schlafe zwischendurch und schaute tv oder lese im netz. das geht jetzt schon so lange so dass ich auch nichts kann. ich habe nie etwas gelernt habe auch keinen führerschein und nichts

    das klingt sehr traurig, möchtest du das ändern?

    ja natürlich möchte ich das ändern aber ich habe angst dass es dafür schon zu spät ist und mein ganzes leben so sein wird. oder dass die erschöpfung für immer bleibt.


    und zu nofy: irgendwie beides möglicherweise getrennt voneinander. es ist eine müdigkeit und körperliche erschöpfung die ganz unabhängig vom schlaf ist. sie vermindert sich nicht durch schlafen. das ist sozusagen der grundzustand. hinzu kommt dann noch eine steigerung wegen der ich mich dann häufig nachmittags doch noch schlafen legen muss weil es sonst gar nicht mehr geht. aber wirklich schlimm ist nur der grundzustand

    ich war in einer ganz ähnlichen lage wie du und bin es in punkten immernoch.


    meiner erfahrung nach bedingt sich die müdigkeit auch oft selbst. also man bleibt abends lange wach, guckt fern, zockt oder liest irgendwas am PC und hat den tag auch nicht irgendwie viel mir aktivität oder bewegung verbracht und am nächsten morgen kommt man dann vor müdigkeit kaum aus den federn. deshalb macht man den tag über auch nix, erholt sich nur und hängt dann abends wieder lange vor den medien rum. das geht dann wochen, monate und irgendwann jahre so.


    für mich wurde es erst besser, als ich auch mal angefangen habe irgendwelche aktivitäten einzubauen. mal was schönes kochen, mal in den supermarkt gehen der etwas weiter weg ist, mal einen spaziergang machen oder solche sachen. natürlich kam bei mir noch dazu, dass ich ein minimum an sozialem umfeld hatte.


    ich weiss aber, dass man sich vor diesem ersten schritt immens sträuben kann und dass es eben keine faulheit, untätigkeit oder sonstwas ist, sondern dass man vor allem angst davor hat der welt da draussen und der arbeitswelt nicht gewachsen zu sein.


    mir für meinen teil hilft da momentan die doppelte schiene: ich komme in gang durch eine qualifizierungsmassnahme einerseits (und mache dort dann hoffentlich auch noch ein paar qualifikationen) und habe gleichzeitig die unterstützung meiner therapeutin. da kann ich mich dann woche für woche über dümmliche mitmenschen auskotzen oder diskutieren wie ich den anforderungen noch besser standhalten kann.


    wichtig ist aber eben der erste schritt. der kann sein, dass du ins kino gehst oder mal in einen laden, an dem du seit jahren immer nur vorbei gegangen bist. oder eben mal ein spaziergang oder was kochen, das buch lesen das seit jahren im regal steht und wartet, oder, oder, oder. einfach mal in deinem alltag für veränderung und was neues sorgen.


    ansonsten merke ich im moment, dass mir bewegung und aktivität auch gut tun. klar, ich bin abends total erschöpft, wenn ich nachhause komme. dann noch etwas zeit mit meiner partnerin und dann noch kurz ein oder zwei stunden für mich und dann falle ich ins bett - ich schlafe aber auch besser, bin seltener krank, komme morgens früh wesentlich besser aus dem bett usw.


    daher würde ich dir auch dazu raten, dir selbst strukturen zu setzen. also z.b. morgendliches weckerklingeln um 8 uhr, dann bis 8:30 duschen, anziehen und frühstück. ab punkt 8:30 kannst du dann ja zeit bis 10:00 einplanen, um am PC zu sitzen oder vor der glotze. von 10 uhr bis 12 uhr hättest du dann "pause" und die verpflichtung, vor die tür zu gehen und zum arzt, einzukaufen, ämtergänge oder sowas zu erledigen - oder einfach einen spaziergang. von 12 uhr bis um 13:30 hättest du dann wieder fernseh-zeit und von 13:30 bis um 15:00 wäre dann zeit für den haushalt. danach dann von 15:00 bis um 16:30 wieder TV-zeit und ab 16:30 hättest du dann für dich selbst "feierabend" mit der auflage, jeden zweiten oder dritten nachmittag in der woche zu nutzen, um einem hobby nachzugehen oder mal ins kino zu gehen oder irgendwas anderes zu machen.


    ist jetzt natürlich nur so eine idee und ein vorschlag und am ende musst du selbst wissen, ob du struktur brauchst oder nicht. ich denke aber, sie kann dir zumindest nicht schaden oder weh tun und du gäbest sie dir ja am anfang auch selbst - kannst sie also ggf. deinen bedürfnissen anpassen.

    hallo anfangmitfreude darf ich fragen wie und wann die erschöpfung bei dir angefangen hat?


    weil bei begann sie im strukturierten schulalltag und anschließend im studium bei dem mein tagesablauf ebenfalls eine struktur hatte. die struktur ging ja dann durch die erschöpfung irgendwann verloren. und trotzdem habe ich es zwischenzeitlich immer mal wieder mit aktivität versucht. das heißt ich war in der natur unterwegs bin fahrrad gefahren habe gelesen und gelernt. aber da es nach wochen oder wenigen monaten so gar nichts bewirkt hat habe ich dann doch jedes mal wieder aufgehört weil ich eben irgendwann nicht mehr daran geglaubt hat dass die reine aktivität in zukunft plötzlich etwas bewirken kann.


    wenn die struktur mit einer besserung der lebenslage einherginge dann wäre das machbar für mich denke ich. ich habe aber ja sowieso keine zukunft


    das mit der angst stimmt aber genau. zum einen glaube ich nicht daran dass ich in diesem zustand der arbeitswelt gewachsen bin aber vorallem könnte ich es ja nicht mal ausprobieren. laut therapeut ist die arbeit mein einziger weg raus aus dem elend. aber zur selben zeit verhindert das elend die arbeit :-(

    Wenn es dir dein Therapeut auch empfiehlt, warum versuchst du es nicht einfach..suche dir eine Lehrstelle und probier es auch. Mit der KOnzentration auf deine derzeitig, zugegebener Maßen nicht rosig klingenden Situation kommst du nie raus aus der Spirale. ":/