Vertrage Antidepressivum nicht

    Hallo.


    Ich hatte letzte Woche einen Termin bei einer Psychiaterin, die mir aufgrund meiner Situation ein recht starkes Antidepressivum verschrieben hat. Darauf reagierte ich mit abfallendem Blutdruck, Übelkeit, Schwindel und Schweißausbrüchen. Am Samstag habe ich die erste genommen und bis Mittwoch hatte es sich so zugespitzt, dass nichts mehr ging. Dann bekam ich ein neues, welches ich nun Abends nehmen soll. Nun ist es wieder so, dass mri schlecht wird, schwindelig und vorhin musste ich sogar spucken. Ist das bei solchen Medikamenten normal? Muss man das in Kauf nehmen?

  • 2 Antworten

    Es gibt viele Arten von Behandlungen.


    Gewisse Nebenwirkungen treten gerade zu Beginn der Behandlung verstärkt auf, lassen dann aber nach 2-3 Monaten nach.


    Ich hatte als Nebenwirkung Müdigkeit, Depersonalisierung, Tremor.


    Das war auszuhalten und deswegen zog ich die Monate einfach durch...alles verschwand wieder.


    Bei starken Blutdruckproblemen und Schwindel, würde ich allerdings erneut nach einem andren Medikament fragen. Es gibt sicher noch andre Möglichkeiten.

    Schwindel und Übelkeit sind ganz normal zu Behandlugnsbeginn mit Antidepressiva, meistens dauert es auch keine Monate bis das vorbei geht, sondern eher 2 bis 3 Wochen; dann tritt auch die eigentliche Wirkung langsam ein, obwohl das eben doch bis zu zwei oder drei Monaten dauern kann, bis die Wirkung ganz da ist. Bei Kreislaufproblemen könntest du in der Apotheke fragen, ob es ein rezeptfreies Mittel gibt, das dagegen hilft und sich (wichtig!) mit dem verschriebenen Antidepressivum verträgt. Dito, wenn das Erbrechen oder die Übelkeit zu unangenehm ist, weil du zB arbeiten musst. Ansonsten würde ich versuchen, Übelkeit und Schwindel einfach mal für einige Tage auszuhalten. Kann dich vielleicht jemand in den alltäglichen Pflichten (Haushalt, Einkauf usw) unterstützen, sodass du einfach ein paar Tage lang "krank" sein und dich ausruhen kannst, bis das nachlässt? Vielleicht schreibt dich die Ärztin auch einige Tage lang krank dafür. Wenn die Kreislaufprobleme natürlich zu schlimm werden, sollte man schon das Medikament wechseln. Hat deine Ärztin nichts zu möglichen Nebenwirkungen gesagt? Eigentlich müsste sie dich da aufklären. Es ist nämlich wirklich bei fast jedem so, dass zu Behandlungsbeginn Nebenwirkungen auftreten... Je nach Medikament könnte man auch die Dosis noch einmal reduzieren und schauen, ob du ganz langsam auf die Zieldosis hochgehst, damit die Nebenwirkungen sich in Grenzen halten. Auch das musst du aber mit der Ärztin besprechen, einfach so eine Tablette zu teilen ist keine gute Idee.


    Am Ende kannst aber nur du selbst entscheiden, was du aushalten kannst und bereit bist durchzustehen, damit es dir vielleicht langfristig gesehen etwas besser geht. Eine gute Wirkung kann dir zwar auch niemand garantieren für nach den Nebenwirkungen, aber wenn du es schaffst, einige Tage abzuwarten - eine oder zwei Wochen - kann es sein, dass gar keine Nebenwirkungen mehr übrig bleiben.