Wenn es um ich sag mal harmlose dinge - bitte nicht falsch verstehen, geht, mag die selbstbestimmung gegenüber ärzten noch gehen. ich habe die erfahrung machen müssen, dass meiner schwester nach der 2. krebserkrankung an den kopf geworfen wurde: sie müssen kämpfen. meine schwester: ich kann nicht mehr kämpfen. die ärztin: wann haben sie in ihrem leben schon einmal gekämpft? vor 5 jahren bei ihrer brustkrebserkrankung. das finde ich unsäglich anmaßend und zum kotzen!!!

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    Jüngstes Beispiel, Hautarzt: Ich lasse ein Screening machen, stehe in Unterwäsche vor der Ärztin, irgendwann greift sie mit den Worten "Jetzt mal hier freimachen" an den Bund meines Slips, ich sage, dass ich das nicht möchte, dort sowieso keine Muttermale habe und sie diesen Bereich bitte aussparen soll. Statt das zu akzeptieren, kriege ich zu hören, ich solle mich "nicht so anstellen", ob ich riskieren wolle, aus "falscher Scham" an Krebs zu erkranken. Ich betone noch einmal, dass ich keine Untersuchung im Intimbereich wünsche, aber sie lässt nicht locker.

    diese untersuchung hatte ich auch.


    aber, ich wurde erst gefragt ob ich im intimbereich muttermale habe.- so konnte ich dann den bereich frei mache wo auch tatsächlich etwas zu untersuchen gab.


    ich fand es auch unangenehm mich vor dieser jungen, attraktiven, ärztin komplett nackt zu zeigen.

    Hallo an alle,


    Ich möchte hier auch mal meine negativen Erfahrungen mit Ärzten schildern, die mich respektlos behandelten, weil sie mich und meine Beschwerden nicht ernst nahmen, die sich hinterher als "echt" herausstellten. Ich bin mal von Freitag auf Samstag nachts um 1 mit sehr starken Ohrenschmerzen allein ins naheliegende Krankenhaus gelaufen, obwohl ich um 3 aufstehen musste um zu arbeiten.


    Dort durfte ich mir dann von einem unfreundlichen Arzt anhören, der mein Ohr nicht mal untersuchte, daß es ja wohl so schlimm nicht sei u. es wohl vom Schwimmen komme. Ich erklärte ihm, daß ich nicht schwimmen war u. ich dringend Hilfe bräuchte, da ich noch einen 9 stunden Arbeitstag vor mir habe. Er empfahl mir allen Ernstes Bienenhonig vom Imker ( nachts um 1 :-o ) ins Ohr zu schmieren. Ich bettelte fast um ein Schmerzmittel, daß er mir widerwillig verschrieb.


    Mußte dann noch ein Taxi rufen, da die Notapotheke ein Ort weiter war. Die Tabletten halfen mir nicht wirklich, ich weiß bis heute nicht wie ich diesen Arbeitstag überstand. Nach der Arbeit ging ich nochmal ins Krankenhaus, da ich mittlerweile nichts mehr essen bzw. kauen konnte vor Schmerzen. Ich geriet glücklicherweise an eine sehr nette Ärztin, die über ihren Kollegen nur den Kopf schütteln konnte u. mir versicherte sie hätte noch keine Frau erlebt, die nachts ganz allein ins Krankenhaus gelaufen kommt, wenn sie nicht echte Schmerzen hätte. Der Kollege hätte mich gar nicht mehr arbeiten lassen dürfen u. mir ganz andere Medikamente verschreiben bzw. vor Ort verabreichen müssen.


    Ich hatte übrigens eine richtige Ohrentzündung, die erst nach Wochen nach Einnahme von Antibiotika verheilte.


    Bei meiner FÄ bin ich schon lange. Früher nahm sie sich Zeit für das Vorgespräch, die Untersuchung u. das Abschlussgespräch. Doch mittlerweile lässt sie mich auch ohne Slip stehen u. tastet meine Brust innerhalb von Sekunden ab u. das Abschlussgespräch findet statt, während ich mich hinter dem Vorhang nicht schnell genug anziehen kann, weil man schnell wieder verschwinden soll. Fragen sind gar nicht erwünscht u. werden nur schnippisch beantwortet. Ich könnte noch viel zu dem Thema schreiben. Ich bin auch der Meinung, daß man sich nicht alles gefallen lassen muß u. auch das Recht hat nein zu sagen. Jahrelang dachte ich, ich sei evtl. zu sensibel, doch nachdem ich hier die anderen Erfahrungen gelesen hab, weiß ich das dem nicht so ist.


    Liebe Grüße

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    das finde ich unsäglich anmaßend und zum kotzen!!!


    Mandy68

    das Verhalten dieser Ärztin kann einen umhauen. Hundertausende Krebspatienten kämpfen im wahrsten Sinne des Wortes...aber die Mediziner können ihnen oft nicht helfen, oft außer ihren unangenehmen Chemotherapien (die ich aber auch nur vom Hörensagen kenne).


    Eine Userin(45) hier ist im vorigen Jahr an Krebs gestorben. Sie hatte eine aggressive Krebsart. Nach Erkennung war die ärztliche Prognose : 1 Jahr zu leben mit Chemotherapie, 1/2 Jahr ohne. Sie starb nach 3 Monaten mit Chemotherapie....

    In dem Ausmaß, wie ihr das hier beschreibt, habe ich selber es zum Glück noch nicht erlebt. Unangemessenes Verhalten von Ärzten allerdings schon.


    Am häufigsten erlebe ich, daß meine Fragen entweder gar nicht, ausweichend oder gar schnippisch beantwortet werden. Oder daß mir jegliche Kompetenz bezüglich meines Körpers abgesprochen wird.


    Beispiel FÄ: Ich sage: "Ich habe Pilz", FÄ:"Woher wollen SIE das denn wissen!" %-|


    Oder ich sage "Da und da tut es mir weh", Antwort "Da ist aber alles in Ordnung" (klar, deshalb tut es auch weh...)


    Oder auch "Da ist eine Schwellung", Antwort "nein" – ???


    Fragen nach den Risiken von Unterschungs- und Behandlungsmethoden oder nach deren Erfolgsaussichten werden sowieso besonders ungern beantwortet. Weil "ich das eh nicht beurteilen kann", nehme ich an...


    Mich geweigert, etwas mitzumachen, habe ich nur zweimal:


    Einmal habe ich eine Tetanusimpfung (die eindeutig nicht nötig war) abgelehnt, da mußte ich aber fast von der Pritsche springen, um nicht gegen meinen Willen geimpft zu werden,


    und ein anderes mal kam die HNO mit einem gruselig aussehenden Instrument und wollte, daß ich den Mund aufmache, da habe ich reflexartig "Nein! Ich will nicht!" gerufen. (Dann hat sie mir aber erklärt, daß es nur eine Lampe ist und sie sie nicht in den Hals, sondern nur in den Mund steckt – da hab ich ihn dann doch aufgemacht. Und zum Glück hatte sie nicht gelogen.)

    Zitat

    Eine Userin(45) hier ist im vorigen Jahr an Krebs gestorben. Sie hatte eine aggressive Krebsart. Nach Erkennung war die ärztliche Prognose : 1 Jahr zu leben mit Chemotherapie, 1/2 Jahr ohne. Sie starb nach 3 Monaten mit Chemotherapie....

    Ja nun - eine Prognose ist aber eben nur das und keine Gewissheit. Auch Ärzte können nur schätzen, und manchmal liegen sie eben falsch. Eine Mitschülerin von mir ist ebenfalls an Krebs gestorben, da war die Prognose für die OP halbwegs gut, und sie hat sie nicht überlebt. Da aber ihre beiden Eltern Ärzte waren und einer von ihnen an der Prognose mitbeteiligt war, würde ich hier nicht von einer böswilligen oder gleichgültigen Fehldiagnose ausgehen ...


    So ein bisschen differenzieren sollte man schon, wo es Fahrlässigkeit, wo Respektlosigkeit und wo einfach Nichtgöttlichkeit ist, für die niemand etwas kann.


    Was Mandy erzählt, ist ganz schön fürchterlich. Dein Beispiel, RFichte, ist zumindest ohne weitergehende Erläuterungen albern. Sorry.

    Ich verstehe zwar deine Weigerung nicht ganz, aber "stellen Sie sich nicht so an" geht auf jeden Fall nicht!


    (der Orthopäde, der meine seit Monaten schmerzende und fast unbewegliche Schulter durch den Winterpulli durch untersuchte, hätte dir ja auch nicht zugesagt, nehme ich an).


    Aber generell ist bei Ärzten Taktgefühl eher selten, und das ist nicht nur eine Zeitfrage. Ich war jedenfalls mal richtig erstaunt, als mich mal ein Internistausdrücklich bat, mich hinter einer Stellwand im Sprechzimmer bis auf die Unterwäsche auszuziehen (Bauch musste er sehen beim Untersuchen), so dass ich beim An- und Ausziehen aus seinem Blickfeld und dem der Helferin, die schon mal ins Sprechzimmer kam, war.

    @ Der kleine Prinz

    Seit ein paar Jahren wegen der Folgen einer schweren Erkrankung viel bei Ärzten und ab und zu im Krankenhaus. in dem, in das ich inzwischen fahre, fällt auch öfters die Visite aus, weil die Ärzte teilweise von 8 bis 22 Uhr im Op stehen. Allerdings ist der Chefarzt (eine anerkannte Kapazität) für jeden Patienten zu sprechen, auch wenn man schon mal stundenlang warten muss, bis er zwischen zwei Eingriffen "Op-Pause" macht. Dann erklärt er aber ausführlich den Befund anhand der Röntgenbilder!


    Bei Arztpraxen muss man eher mal wechseln, bis man jemanden findet, der genug Ahnung von der Sache hat UND die Patienten ernst nimmt!

    R.Fichte:

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    Eine Userin(45) hier ist im vorigen Jahr an Krebs gestorben. Sie hatte eine aggressive Krebsart. Nach Erkennung war die ärztliche Prognose : 1 Jahr zu leben mit Chemotherapie, 1/2 Jahr ohne. Sie starb nach 3 Monaten mit Chemotherapie....

    Shojos Antwort:

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    Dein Beispiel, RFichte, ist zumindest ohne weitergehende Erläuterungen albern. Sorry.

    Richtig, sehe ich auch so Shojo.