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    Das nachfolgende Beispiel ist zwar grob, aber anschaulicher. Gerade heutzutage sind gewisse Mechanismen des Lebens besser nachvollziehbar. Auf Youtube beispielsweise kann man eine "Geschichte" erzählen, Bilder, Gedanken und Gefühle transportieren, relativ schnell, und damit Millionen und Milliarden von Menschen erreichen. Das geschieht täglich nicht nur millionenfach, sondern unendlich oft - dass wahrnehmbare und nicht wahrnehmbare "Informationseinheiten" rund um die Welt bzw. durch den Äther geschickt werden. Und das wiederum führt hin und wieder, im Grunde ständig, zu Bewusstseinsveränderungen und modifizierten Lebenseinstellungen, welche sich dann etwas greifbarer bspw. auch in Flashmobs, Demonstrationen, Gesetzesänderungen, Politikänderungen, verändertem Ernährungsverhalten, anderen Technologien, anderer Pädagogik, anderer Philosophie, etc., etc., manifestieren. Nichts, rein gar nichts, ist bzw. bleibt ohne Effekt. Manche Effekte sind "kleiner", andere "größer", manche "greifbarer", andere weniger "greifbar". Und jeder Effekt ist auch ein Impuls. Jeder Gedanke und jedes Gefühl ist ein Effekt und ein Impuls, ganz zu schweigen von Handlungen. Es zählt also nicht nur jede Kleinigkeit, sondern "alles", und "alles" hat eine Bedeutung.

    Und?


    Stört Dich das oder warum diese Ausführungen?


    Die Auseinandersetzung damit ist das tägliche Brot aller Arbeitenden und Lebenden - gibt sogar Jobs, die das Beforschen , z.B. Kommunikationswissenschaften, VWL, Soziologie, Physik....


    Und? So konstituiert sich nun mal das Leben in einer Herde - auch global gesehen.

    @ Tsunami_168

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    Ist ein ziemliches Glatteis, in diesem Leben ein selbstbestimmter, selbstverantwortlicher und guter Mensch zu sein. Daher nehmen die meisten Menschen lieber davon Abstand.

    Das dürfte bei den wenigsten Menschen eine bewusste Entscheidung sein.

    Ich hab ja so meine Probleme mit solchen Bezeichnungen wie "guter Mensch". Das setzt so eine Objektivität der Werte voraus. Ich würde sagen, die meisten Menschen verhalten sich einfach pragmatisch im Sinne ihrer biologischen Progammierung. Ethik und Moral sind dabei nichts weiter als Mittel zum Zweck.

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    Ich hab ja so meine Probleme mit solchen Bezeichnungen wie "guter Mensch". Das setzt so eine Objektivität der Werte voraus.

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    Ich würde sagen, die meisten Menschen verhalten sich einfach pragmatisch im Sinne ihrer biologischen Progammierung.

    Ethik und Moral sind dabei nichts weiter als Mittel zum Zweck.

    Das ist schon lange widerlegt. Der Mensch konstruiert sich auf Basis der Biologie durch Umwelt, Sozialisation und Enkulturation. Deswegen ist Ethik und Moral sowohl wandelbar als auch kulturell differenzierend. Man kann auf jeden FAll sagen, wer ein guter Mensch ist oder was das ist - wenn man vorher die Basis bestimmt.

    Naja, aber dann scheitert es an der nicht vorhandenen objektiven Basis.


    Man kann natürlich sagen "ein guter Mensch ist jemand der sich gemäß der in dem Kulturkreis, in dem er sich befindet, geltenden enthischen Normen verhält". Aber das ist weit von "objektiv gut" entfernt.

    Nein, denn für die jeweilige Kultur ist es objektiv. Man kann nicht alle Menschen, von New York bis Shanghai über einen Kamm scheren, da muss man schon etwas differenzieren, vor allem auch hinsichtlich kultureller/moralischer Werte. Was meinst' ,warum sich nicht alle Kulturen verstehen? Nennt sich Kulturrelativismus.


    Das ist ja hier in D auch immer die Debatte bei Migranten/Nichtmigranten, dass da andere Objektivitäten aufeinanderprallen - und eben die Frage der Anpassung an die Umgebungskultur. ...


    Die objektive Basis für alles gibt es nicht. Menschenrechte nach der UN Charta gelten z.B. im asiatischen Bereich als Provokation.

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    Die objektive Basis für alles gibt es nicht.

    ja, sind wir uns da also einig ;-).


    Allerdings sind Moral und Ehtik wirklich nur Mechanismen die sich im Rahmen der Evolutino als nützlich herausgestellt haben. Niemand ist so rein als Selbstzweck gut. Es gibt keine Möglichkeit, anders als auch egoistischen Gründen zu handeln. Auch der Wunsch, gut zu sein, ist letztlich ein egoistischer Wunsch.

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    Was ist mit Menschenrechten und Grundgesetzen, aus denen sich alle anderen Gesetze ableiten? Sind die nicht "objektiv"?

    Die Erklärung der Menschenrechte, das Grundgesetz und das BGB gibt es objektiv, würde ich für mein Verständnis von Objektivität sagen.


    Das was darin geregelt ist, sind kulturelle Festlegungen. D.h. es ist Ausdruck (subjektiver) Meinung.