Vielleicht lebt "man" sein Leben "einfach" nur. Manchmal weiß ich gar nicht so recht, was ich tue, denke oder fühle, was sicherlich auch krankheitsbedingt ist. Werde mal ein Beispiel über mich bzw. einen aktuellen Schnappschuss dazu liefern.

    Hmm... sind's die Wege des Herrn, oder doch nur die des Lebens bzw. der Natur? Alles zu seiner Zeit?


    LTE funktioniert bei mir wieder, also das, was man heutzutage mobiles Highspeed-Internet nennt. Zumindest das war gut recherchiert bzw. entschieden, bzw. hat gut geklappt. Das darf jetzt erst mal für lange Zeit so bleiben. Dieser Punkt ist abgehakt.


    Nehme gerade weitere Einstellungen an meiner Ernährung vor - maßgeblich mehr Obst und Gemüse, weniger Fleisch. Meiner letzten Recherche nach können zwei Bio-Eier in etwa den täglichen Bedarf von 3 Mikrogramm an Vitamin B12 decken. Mein aktuell bevorzugter Supermarkt ist ein EDEKA-Markt.


    Citalopram liegt in der Apotheke für mich bereit.


    Ich denke, ich kann mich wieder "komplett fit" machen, wenn nicht sogar mehr als das, aber es braucht noch eine nicht so leicht definierbare Menge an Zeit. Gleichfalls wird es wohl bis auf weiteres kurios bzw. ungewöhnlich sein. Unabhängig von Schicksal aber, ist es mein Leben und meine Entscheidung.


    Und ja, sehe wieder besser und habe ein neues Glas bestellt. Habe eine weitere Grenze überschritten. Bin wieder etwas mehr im Leben. Mehr Durchblick, wenn man so will. Das ist wichtig für mich. Und es bleibt ohne Gewähr und Garantie.


    LTE ist schon eine feine Sache. Sollte ich meinem Internet zuhause ein Upgrade verpassen, würde es dieses Mal wohl Kabel sein.


    Das Ziel im weitesten Sinne: Minimalismus, Gesundheit und Effizienz.


    Es ist immer schön, wenn Dinge funktionieren, bzw. gut funktionieren. Manchmal ist das erreichbar, manchmal nicht.


    Denke mal, ich sollte zurück in meinen Bezirk fahren, mir Obst und Gemüse kaufen.


    Befasse mich gerade mit einem Passus aus der Bibel, vielleicht schon mein ganzes Leben lang.

    Der nachfolgende Passus sei gemeint:




    1 Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.


    2 Geboren werden hat seine Zeit und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit und das Ausreißen von Gepflanztem hat seine Zeit;


    3 Töten hat seine Zeit und Heilen hat seine Zeit; Niederreißen hat seine Zeit und Aufbauen hat seine Zeit;


    4 Weinen hat seine Zeit und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit und Tanzen hat seine Zeit;


    5 Steine werfen hat seine Zeit und Steine sammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit und Fernbleiben vom Umarmen hat seine Zeit;


    6 Suchen hat seine Zeit und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit und Wegwerfen hat seine Zeit;


    7 Zerreißen hat seine Zeit und Nähen hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit und Reden hat seine Zeit;


    8 Lieben hat seine Zeit und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit und Friede hat seine Zeit.


    9 Was für Gewinn hat der Handelnde bei dem, womit er sich abmüht?


    10 Ich sah das Geschäft, das Gott den Menschenkindern gegeben hat, sich damit zu plagen.


    11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt; nur daß der Mensch das Werk, welches Gott thut, nicht von Anfang bis zu Ende erfassen kann.


    12 Ich erkannte, daß es unter ihnen nichts besseres giebt, als sich zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu thun.


    13 Aber auch, daß irgend einer ißt und trinkt und Gutes genießt bei aller seiner Mühe, ist eine Gabe Gottes.


    14 Ich erkannte, daß alles, was Gott thut, für immer besteht; dazu ist nichts hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen: Gott hat es so gemacht, daß man sich vor ihm fürchte.


    15 Was da ist, war längst, und was werden soll, ist längst gewesen; und Gott sucht Verdrängtes wieder auf.


    16 Und weiter sah ich unter der Sonne: an der Stätte des Rechts, da war das Unrecht, und an der Stätte der Gerechtigkeit, da war das Unrecht.


    17 Ich sprach zu mir selbst: den Frommen und den Gottlosen wird Gott richten, denn er hat für jegliches Vornehmen und für jegliches Thun eine Zeit gesetzt.


    18 Ich sprach zu mir selbst: um der Menschenkinder willen geschieht es, damit Gott sie prüfe, und damit sie sehen, daß sie selbst nur Vieh sind.


    19 Denn das Geschick der Menschenkinder und dasjenige des Viehes, - dasselbe Geschick haben sie: wie dieses stirbt, so stirbt jener, und einen Odem haben sie alle, und einen Vorzug des Menschen vor dem Vieh giebt es nicht, denn alles ist eitel.


    20 Alles geht dahin an Einen Ort: alles ist aus dem Staube geworden und alles wird wieder zu Staub.


    21 Wer weiß, ob der Geist der Menschenkinder aufwärts steigt, der Geist des Viehes aber zur Erde hinab fährt?


    22 So sah ich denn, daß es nichts besseres giebt, als daß der Mensch sich freue an seinen Werken, denn das ist sein Teil; denn wer kann ihn dahin bringen, daß er sehe, was nach ihm sein wird.




    Quelle: Prediger 3 des AT, bzw. von hier.

    Zitat

    ok.


    Ich meine, ja es ist so, alles hat seine Zeit.


    Was beschäftigt Dich an diesem Passus so sehr? Warum beschäftigt er Dich so sehr?

    Gute Frage. Der Passus beschäftigt mich gar nicht mal SEHR, sondern es ploppte mir vor ein Tagen mal wieder der Satz "To everything there is a season" bzw. "Alles hat seine Zeit" in den Gedanken auf. War wohl mal wieder an der Zeit. Ich recherchierte und stieß auf Prediger/Kohelet/Ekklesiastes - mutmaßlich König Salomo und gleichzeitig der engste Bezug zwischen Philosophie und der Bibel. Nun, ich finde den Passus einfach schön bzw. stimmig. Er spricht aus meiner Sicht das Prinzipielle, das prinzipiell Relative im Leben an, und indirekt auch den Aspekt der Sinnfindung. Unterschwellig scheint mir der Satz auch zu sagen: "Ob es dir gut oder schlecht geht, fühle dich zuhause in diesem Leben."


    So weit, so gut. In einem starken Kontrast steht dann ganz allgemein der Umstand, dass sich viele Menschen im Leben wohl nicht zuhause fühlen, gar alleine, einsam, verloren, verängstigt, wütend, unbefriedigte Bedürfnisse erleidend und Anspruchshaltungen ungenügend. So ist das wohl teilweise, und mehr, was aus meiner Sicht zusammen mit dem "Zuhause(sein)" einen "Spannungsbogen" des Lebens darstellt, in dem auch ich mich befinde. Und ja, zugegeben, ein sehr weites Feld...


    Ich denke aber auch, dass sich viel Ungelöstes im Leben erkennen und aufdröseln/lösen lässt. So mein aktueller Stand der Dinge, also eine recht prekäre Situation, die ich versuche auf allen Ebenen wieder "ins Lot zu bringen".

    Zitat

    Der Passus beschäftigt mich gar nicht mal SEHR, sondern es ploppte mir vor ein Tagen mal wieder der Satz "To everything there is a season" bzw. "Alles hat seine Zeit" in den Gedanken auf. War wohl mal wieder an der Zeit. Ich recherchierte und stieß auf Prediger/Kohelet/Ekklesiastes - mutmaßlich König Salomo und gleichzeitig der engste Bezug zwischen Philosophie und der Bibel. Nun, ich finde den Passus einfach schön bzw. stimmig. Er spricht aus meiner Sicht das Prinzipielle, das prinzipiell Relative im Leben an, und indirekt auch den Aspekt der Sinnfindung. Unterschwellig scheint mir der Satz auch zu sagen: "Ob es dir gut oder schlecht geht, fühle dich zuhause in diesem Leben."

    Ja, genau. Es kann uns nicht immer gut gehen, weil gut gehen hat seine Zeit, schlecht gehen hat seine Zeit.


    Der Satz drückt für mich auch die Schicksalhaftigkeit des Lebens aus, die in unserer modernen Kultur leider zu kurz kommt. (Meine Meinung)

    Zitat

    In einem starken Kontrast steht dann ganz allgemein der Umstand, dass sich viele Menschen im Leben wohl nicht zuhause fühlen, gar alleine, einsam, verloren, verängstigt, wütend, unbefriedigte Bedürfnisse erleidend und Anspruchshaltungen ungenügend.

    Ja, so ist es bei mir. Bei Dir auch?



    Zitat

    So ist das wohl teilweise, und mehr, was aus meiner Sicht zusammen mit dem "Zuhause(sein)" einen "Spannungsbogen" des Lebens darstellt, in dem auch ich mich befinde. Und ja, zugegeben, ein sehr weites Feld...


    Ich denke aber auch, dass sich viel Ungelöstes im Leben erkennen und aufdröseln/lösen lässt. So mein aktueller Stand der Dinge, also eine recht prekäre Situation, die ich versuche auf allen Ebenen wieder "ins Lot zu bringen".

    Das habe ich jetzt noch nicht rezipiert. Vielleicht später noch....


    :)D