• Warum giftet mich meine family so an? Verletzende Kommunikation

    Mich würde die Meinung eines breiteren Publikums interessieren und zwar geht es um das Kommunikationsverhalten zwischen meiner Kernfamilie und mir. Aspekt I. Ich hatte nun schon des öfteren Stress mit meiner Schwester, bei dem ich immer ein paar Tage wohne, dass er mich vor anderen rund macht. 1. Vor ein paar Tagen waren wir spazieren und sein Hund hatte…
  • 102 Antworten
    _Lynx_ schrieb:
    Paritu schrieb:

    Nur, wenn man glaubt, Leistung bestünde ausschließlich aus Abschlüssen.

    Das behaupte ich nicht. Die Abschlüsse der TE sind aber Tatsache. Soll sie ihre eigene Leistung etwa verleugnen vor sich, nur weil Mutter + Schwester keinen Studienabschluss haben?


    Die Wahrheit zu denken, ist nie verkehrt. Darum ging es mir.

    Es kann nur gut sein, dass es auf die Familie wirkt, als erwähne Criecharlie ihre Abschlüsse auch dann wenn es nicht angebracht ist... Trage das vor sich her, reibe es unter die Nase. Und das wäre ja in der Tat daneben.


    Wie gesagt, ich sage nicht, das es so ist.

    nanchen schrieb:

    Dann wären sie mal in deinem Revier und müssten sich an deine Abmachungen halten.

    meine mom kommt immer alleine, aber da läuft die kommunikation nach gleichem schema. ich soll sie nicht unterbrechen, darf nicht mal nicken und was ihr nicht passt oder sie nicht kennt, ist "blödes geschwätz". und nach einem satz, den ich zum thema sage, kommt:

    "hör auf", "hör einfach auf".

    neulich hat sie mir erzählt, dass sie von zwei freundinnen bücher bekommt und darüber gelacht, dass das niveau der einen doch ein anderes wäre, als dass der anderen.

    die eine:

    reiches elternhaus, mittlere reife, nie gearbeitet.

    die andere:

    flüchtlingskind, hauptschule, jahrelang als disponent gearbeitet.


    ich meinte, dass ich das nicht gut finde, dass man die geschenke so wertet,

    da ist sie total ausgetickt, dass eben aufgrund der vorgeschichte es ganz klar wäre, dass die andere niveauvollere geschenke macht. ich meinte, dass ich es nicht gut finde, dass sie von der einen so wenig hält - da kam dann wieder, "ich solle aufhören" und "schluss"....

    Du lässt das mit dir machen und das ist der fatale Fehler.

    Setzt du dem mal was entgegen?

    Lass sie beleidigt sein, ist doch nicht dein Problem.

    ja, nach der buchszene bin ich gegangen und er hat mit ihr geredet. ansonsten halten sich beide männer von beiden schwestern raus, wohl auch,

    weil sie es s elbst von zu hause halt nicht kennen, dass man sich so angreift / angiftet und nciht wissen, wie man damit umgehen soll.

    criecharlie schrieb:

    und wolllen mich deshalb so in schach halten, da ich mir nicht einbilden soll, sie wären weniger wert?


    Das kann alles sein, nur stellst du aus meiner Sicht die falschen Fragen. Es ist völlig egal, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun. Wie du schon schreibst, ihr seid erwachsen und die Frage ist, was du heute als Erwachsene für Bedingungen für einen Kontakt zu ihnen stellst? So, wie du schreibst, klingt es nämlich, dass du recht schnell in die Opferrolle gerätst und das musst du ja nicht. Es ist ja deine Entscheidung, ob du dich ihnen als Opfer zur Verfügung stellst oder nicht.

    criecharlie schrieb:

    meine mom kommt immer alleine, aber da läuft die kommunikation nach gleichem schema. ich soll sie nicht unterbrechen, darf nicht mal nicken und was ihr nicht passt oder sie nicht kennt, ist "blödes geschwätz". und nach einem satz, den ich zum thema sage, kommt:

    "hör auf", "hör einfach auf".

    Ja und da gilt es ein paar klärende Worte zu sagen, wie du dir die Kommunikation (natürlich realistisch) vorstellst und was für dich no gos sind und du dich natürlich dann auch authentisch verhälst.

    criecharlie schrieb:

    ich meinte, dass ich das nicht gut finde, dass man die geschenke so wertet,

    da ist sie total ausgetickt, dass eben aufgrund der vorgeschichte es ganz klar wäre, dass die andere niveauvollere geschenke macht. ich meinte, dass ich es nicht gut finde, dass sie von der einen so wenig hält - da kam dann wieder, "ich solle aufhören" und "schluss"..

    Ich würde mir da über die Sinnhaftigkeit gewisser Kommentare auch Gedanken machen. Das ist natürlich ein Angriff auf ihre Meinung. Sie hat dich ja nicht danach gefragt, ob du das gut findest, sondern erzählt, wie sie eben die Dinge wertet und das nicht respektiert gesehen.


    criecharlie schrieb:

    bestimmt nicht.

    Natürlich könnte es sein. Du schreibst ja selbst, dass sie dich gar nicht mehr kennen. Das ist ja umgekehrt genauso. Du wirst sie genauso nicht mehr kennen, sofern ihr euch überhaupt jemal gekannt habt. Möglich, dass da schnell alte Familienmuster greifen, in denen du vorher möglicherweise für sie warst, möglich, dass andere Dynamiken eine Rolle spielen. Du bist dort Gast. Mir fiel as am Anfang leichter meine neue Rolle einzunehmen, indem ich mich als Gast gesehen habe unter Berücksichtigung dessen, wie meine Eltern Gäste empfingen. Aber egal wie, so lange du dich in die Opferrolle begibst und alte Muster zwischen euch zulässt, werden Begegnungen, Unterhaltungen mit ihnen immer gleich enden.

    Melete schrieb:

    Das ist natürlich ein Angriff auf ihre Meinung. Sie hat dich ja nicht danach gefragt, ob du das gut findest, sondern erzählt, wie sie eben die Dinge wertet und das nicht respektiert gesehen.

    ja, ich müsste allmählich gelernt haben, dass sie Leute nach Bildung und Herkunft kategorisiert.

    Das klingt sehr schlüssig.

    "Haste was, biste was". Das scheint in eurer Familie die Katalogisierung von euch selber und auch anderen zu sein. Schubladendenken, wer nix geleistet hat (auch geldmässig) kommt in die Schublade "taugt nix", vermutlich gibt es noch eine mittlere Schublade "geht grad noch so" und dann die heiß begehrte Schublade "erfolgreich", wo Bildung und Bankkonto zusammen ein erstrebenswertes Paket darstellt.


    Ich kenne das aus meinem Elternhaus. Da wurde immer darauf geachtet, wie man vor anderen Menschen dasteht. O-Ton meines Vaters: Aus meinen Kinder ist ja was geworden (mein Bruder A13, 1 Haus/ ich Bachelorabschluß und 3 Häuser), man kann also mit seinen Kindern angeben. Ich fände es wesentlich besser, wenn ich in diese Kategorie eingeordnet werden würde: "Meine Tochter hat einen starken zuverlässen Charakter. Aus ihr ist ein sozialer empathischer Mensch geworden." So etwas zum Beispiel.


    Bei euch seht ihr den eigentlichen Menschen gar nicht. Mir fehlt da die Sicht auf den Charakter (siehe die Beschreibung Deiner Mutter bei den Buchgeschenken).


    Und Euer größtes Problem ist die Kommunikation. Jeder will Recht behalten und hat die wichtigeren Dinge zu erzählen. Die Besuche bei Deiner Familie würden mich derart nerven, weil es ja scheinbar jedes Mal kracht, dass ich entweder die Besuche auf ein absolut zeitliches Minimum reduzieren würde oder woanders schlafen würde, damit ich mich bei Krach einfach verziehen könnte.


    Vermutlich ist die Kommunikationskultur bei Euch so eingefahren, dass es vermutlich nur etwas bringt, sich zurück zu nehmen und all die Dir wichtigen Kommunikationsregeln wie einem beipflichtenden "ja" zu unterlassen.


    Puh, wie anstrengend.

    Für mich liest sich das so, als hätte deine Mutter sich für dich einen anderen Lebensweg gewünscht. Vielleicht nicht einen komplett anderen Lebensweg, aber dass du einige Dinge eben anders machst.

    Du machst die Dingen nicht so, wie es sich ihrer Meinung nach gehört.

    interessant.

    als ich nach der mittleren reife alles dran gesetzt habe, studieren zu können (ich hatte einen lehrer, der mich mit geschichte angefixt hat), habe ich jahrelang gehört:

    das ist nicht dein weg (da ja realschule).

    was das mit jetzt zu tun hat, 30 jahre später, erschließt sich mir nicht so ganz ....

    das rad dreht sich doch weiter, oder?


    HasiX schrieb:

    "Haste was, biste was". Das scheint in eurer Familie die Katalogisierung von euch selber und auch anderen zu sein. Schubladendenken, wer nix geleistet hat (auch geldmässig) kommt in die Schublade "taugt nix", vermutlich gibt es noch eine mittlere Schublade "geht grad noch so" und dann die heiß begehrte Schublade "erfolgreich", wo Bildung und Bankkonto zusammen ein erstrebenswertes Paket darstellt.

    wo genau liest Du denn das?


    darum geht es mir doch gerade:

    dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass mein anderer bildungsweg eine solch große rolle zu spielen scheint.

    oder auch nicht?

    ich bin da echt plan- und ratlos, warum ich ständig und immer "in schach gehalten" werden muss. mir muss ständig "bewiesen" werden, dass sie recht haben - subtil und offen. dabei sage ich eigentlich genau fast gar nichts mehr.

    aber es stimmt eben auf allen ebene nicht:

    weder das, was ich sage und anscheinend auch nicht, wie ich es sage. ich darf ja nicht mal zustimmend nicken, ohne, dass ich einen rüffel bekomme, ich solle sie nicht unterbrechen.

    HasiX schrieb:

    wenn ich in diese Kategorie eingeordnet werden würde: "Meine Tochter hat einen starken zuverlässen Charakter. Aus ihr ist ein sozialer empathischer Mensch geworden." So etwas zum Beispiel.

    also ich bekomme schon lob - aber nicht für dinge, die sie unmittelbar betreffen.

    zum beispiel werde ich oft dafür gelobt, wie ich mit (meinen) kindern umgehe. oder dass ich gut kochen kann.

    oder neulich habe ich ihr ein neues buch von mir geschenkt (schon mit bauchschmerzen, weil es könnte ja arrogant wirken) ,da meinte sie, was sie für ein kluges kind hätte.

    Paritu schrieb:

    Es kann nur gut sein, dass es auf die Familie wirkt, als erwähne Criecharlie ihre Abschlüsse auch dann wenn es nicht angebracht ist..

    nein, ehrlich noch nie. warum auch?

    im gegenteil wird mir post geschickt mit "dr. criecharlie" (von meiner eigenen mom!!!) - ich habe umgekehrt noch einen absender mit was anderen außer

    "nachname" geschrieben, keine karte, keinen gutschein,

    gar nichts.

    die machen ein gewese drum, nicht ich.

    das wird auch bei meinen erwachsenen kindern thematisiert - "dass sie ja akademisch nicht so gebildet, sind, aber...."

    bei mir noch nie.