• Warum giftet mich meine family so an? Verletzende Kommunikation

    Mich würde die Meinung eines breiteren Publikums interessieren und zwar geht es um das Kommunikationsverhalten zwischen meiner Kernfamilie und mir. Aspekt I. Ich hatte nun schon des öfteren Stress mit meiner Schwester, bei dem ich immer ein paar Tage wohne, dass er mich vor anderen rund macht. 1. Vor ein paar Tagen waren wir spazieren und sein Hund hatte…
  • 102 Antworten

    Wenn du meinst, dass bei beiden noch ein guter Funke sein könnte, könntest du auch mit beiden jeweils unter vier Augen sprechen und ihnen sagen, dass du den Eindruck hast, dass etwas zwischen euch steht und du den Umgang mit dir ihrerseits verletzend findest. So in der Art ... .


    Sofern das nichts bringt, bliebe eben die notfalls harte Abgrenzung, oder du gibt eben weiterhin den Sandsack und lässt dich hinterher von deinem Mann wieder aufbauen.

    Ehrlich gesagt solltest du dir überlegen ob es diese ganzen Überlegungen überhaupt Wert ist. Dein Mann hält sich raus?

    Du überlegst und machst dir einen Kopf über die Dinge.

    Das einzige was mir einfallen würde, wäre eine Verhaltenstherapie.

    Oder eben einen dauerhaften Cut.

    Kein Mensch ist es Wert das man so niederträchtig mit einem umgeht. Sowas darfst du dir nicht gefallen lassen.

    _Lynx_ schrieb:

    Wenn du meinst, dass bei beiden noch ein guter Funke sein könnte, könntest du auch mit beiden jeweils unter vier Augen sprechen und ihnen sagen, dass du den Eindruck hast, dass etwas zwischen euch steht und du den Umgang mit dir ihrerseits verletzend findest. So in der Art ... .

    Autsch, gut gemeint, aber mMn wird genau so ein Gespräch nicht funktionieren weil:

    Andere auf ihre Defizite anzusprechen, funktioniert insbesondere bei weniger kritikfähigen Menschen nicht gut. Es würde mMn eher als Vorwurf ankommen. Das mögen Leute nicht so gern, da kommt sofort Gegenangriff.

    Man artikuliert mMn besser die eigenen Gefühle oder Befindlichkeit. "Mir tut weh, wenn ich gesagt bekomme, den Mund zu halten." Sowas in der Art. Aber das soll jetzt kein therapeutisches Gespräch werden...

    criecharlie schrieb:

    Ich hatte nun schon des öfteren Stress mit meiner Schwester, bei dem ich immer ein paar Tage wohne, dass er mich vor anderen rund macht.

    1. Vor ein paar Tagen waren wir spazieren und sein Hund hatte sich bei mir von der Leine gerissen und ist auf andere Hunde zu. Sie hat mich dann vor den Leuten angemacht, was mir einfällt, den Hund los zu lassen.

    Hier bin ich leider schon ausgestiegen: eine männliche Schwester? Ich würde sagen: gib dir da nochmal mehr Mühe, dein Problem stimmig zu beschreiben.


    Denn wenn ich das bewerten soll, würde es mir helfen auch das Geschlecht aller irgendwie mit einschätzen zu können.

    Und unten dann wird ein Bruder draus:

    Zitat

    Das klappt eigentlich immer gut, sei es bei Kollegen, bei Schülern, Studenten....bei meinen kids, bei meinem Mann...

    nur bei Bruder und Mutter nicht.


    Kannst du das mal auflösen?

    melb1985 schrieb:

    Für sie hat es Substanz. Es sind ihre Interessen und ihre Lebenswelten.

    verstehe ich ja. deswegen möchte ich ja was beisteuern.

    Hallo criecharlie,

    also ich nehme hier wahr: du beschreibst Mutter und Schwester als rigide, starrsinnig, irgendwie dümmlich und verbal aggressiv. Es kann sein, dass sie das auch sind.


    Ich gebe dir einfach mal ein Feedback, was ich so im Laufe der Zeit aus deinen Beiträgen hier rausempfunden habe, ganz unabhängig von dem Problem mit Mutter und Schwester.


    Ich fand viele deiner Beträge hier intelligent, vielleicht mancherorts etwas von oben herab und arrogant, aber mir hat das gefallen. Ja, sogar Interesse geweckt.


    Für mich waren deine Gesprächsthemen oft auch eine gewisse Profilierung geeicht: über Gehalt, über Bildung, über Abschlüsse, über Erfolge, über Anschaffungen und hochpreisiges. Über Gutes tun, und über anderen Helfen.


    Aber für mich klingst du glaubhaft. Und eben stolz auf das. Kannst du auch sein.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass gerade Leute, die eben anders sind als du (und deine Mutter und Schwester beschreibst du hier als anders), es schwer haben, mit dir zu können. Wenn du also deren Sympathie suchen solltest, dann müsstest du dich stärker anpassen.


    Gleichzeitig finde ich es die größte Errungenschaft, dass du gerade nicht so geworden bist wie die Mutter oder Schwester.


    Die Sache mit der Rechthaberei - geschenkt, das lässt sich nicht lösen.


    Für mich klingt es ein bisschen wie ein Aschenputtel vom Land, mit derber Schwester und derber Mutter, die beide laut und aggressiv sind, und die quasi einen Block bilden. Und irgendwann hat sich Aschenputtel zur Prinzessin entwickelt, mit Mann und Hofstaat (Kutsche+Schloss im modernen Sinne, also tolles Auto und tolle Wohnung ), und halt ab und zu zurück in ihr Heimatdorf kommt. Wo dieser Prinzessin (dir) dann der Geifer und Neid und die Derbheit der Sprache einfacher Menschen entgegenschlägt. Die aber eben auch mit Prinzessinnenkleid und Kutsche in das einfache Dorf kommt, und ggf. diesen Unterschied und ihre Entwicklung auch symbolisiert, während Mutter+Schwester immer noch arme Bauersleute geblieben sind.


    Was kannst du tun? Die Gemeinsamkeiten suchen, die noch da sind mit Mutter+Schwester. Und in Mutter+Schwester wieder eher das gute sehen. Und das verbindende. Selbst wenn es wenig sein mag.


    Und dich vielleicht nicht immer so in der Opferposition tummeln. Sondern auch mal verbal austeilen. Wenn derbe Menschen es nur derbe verstehen, muss man manchmal auch derbe Sprache verwenden. Selbst wenn diese eigentlich nicht gefördert werden soll. Aber so ein bisschen Spiegeln kann ganz effektiv sein.


    Nur Gewalt und "auf den Tisch hauen" - das braucht es nicht.


    Du nennst quasi unfaire Wortwahl und Totschlagargumente sowie viel Cholerik und Dramatik auf Seiten deiner Mutter+Schwester. Was kann man machen: nicht so sensibel sein. Und in ganz Pawlowscher Weise und Konditionierung eher die Momente belohnen, wenn diese beiden eben gerade mal nicht derbe, unfair, cholerisch und unsachlich sind, sondern freundlich und zugewandt, interessiert und leise.


    Sachen wie: "Ich habe mich gefreut, dass wir heute ruhig miteinander reden konnten."

    Und sonst: naja, sich von Cholerikern auch einfach mehr abgrenzen, selbst wenn es Familie ist.


    Im Prinzip brauchst du ja für dich letztlich einen Umfang mit ad hominem Attacken der Mutter+Schwester.


    Hier als Video:



    Vielleicht bildet da auch Schlagfertigkeit einen Weg. Verbale Schlagfertigkeit und ein bisschen Gelassenheit+dickes Fell den Frotzeleien und Anfeindungen gegenüber. Aber gleichzeitig sie auch nicht verbal angreifen.


    Wenn deine Mutter+Schwester selbst intelligent sind: dann zeig ihnen die Videos zu "ad hominem"-Argumenten. Dann sollten sie merken, dass sie da auf dem Holzweg sind. Aber ich glaube, sie sind dazu gar nicht in der Lage.


    Zu ad hominem Argumenten (du nennst es "Angiften" in der Überschrift und verletzende Kommunikation) gibt's viele Videos, aber schon die lateinischen Worte drücken Bildungsbürgertum aus. Und so ist das auch eher dem Bildungsbürgertum irgendwie zugänglich.


    Gegenüber einfach strukturierten Menschen wird man auch andere Mittel brauchen.


    Zu deiner Frage: "Warum giftet mich meine Family so an?"

    Also wenn es da eine innere Logik braucht: Sie ziehen dich damit erstmal auf ihr Niveau herunter. Und schlagen dich dann auf einem Feld, auf dem sie geübt sind und sich auskennen, ja, das sie über Jahrzehnte geübt und perfektioniert haben und das bisher geklappt hat. Einem Feld, wo du ungeübt bist. Dem Feld von Beleidigungen und Behauptungen.


    Sie wissen, dass sie auf der bildungssprachlichen Ebene keine Chance haben. Also wechseln sie ins Unsachliche.


    Und dazu kommt sicherlich der Lagerkoller der Festtage. Das enge Aufeinanderhocken zu Weihnachten, Silvester, Neujahr mit der Familie, die gar nicht immer so lieb zueinander ist. Hier wäre mehr Offenheit gut, mehr Freiheit, weniger Enge. Kürzere Kontakte, weniger Reibungsfläche.

    DarkerShark schrieb:

    Und irgendwann hat sich Aschenputtel zur Prinzessin entwickelt, mit Mann und Hofstaat (Kutsche+Schloss im modernen Sinne, also tolles Auto und tolle Wohnung ), und halt ab und zu zurück in ihr Heimatdorf kommt. Wo dieser Prinzessin (dir) dann der Geifer und Neid und die Derbheit der Sprache einfacher Menschen entgegenschlägt.

    also sie sind gegangen und haben ein tolles schloss und mehrere tolle autos gekauft.... ich fahre zu besuch hin.