• Warum giftet mich meine family so an? Verletzende Kommunikation

    Mich würde die Meinung eines breiteren Publikums interessieren und zwar geht es um das Kommunikationsverhalten zwischen meiner Kernfamilie und mir. Aspekt I. Ich hatte nun schon des öfteren Stress mit meiner Schwester, bei dem ich immer ein paar Tage wohne, dass er mich vor anderen rund macht. 1. Vor ein paar Tagen waren wir spazieren und sein Hund hatte…
  • 102 Antworten

    vielen dank für die konstruktiven beiträge,

    alle haben mir sehr geholfen, vor allem eben auch der hinweis auf die systemischen zusammenhänge und dass mein bisher praktizierter rückzug, damit es nicht noch mehr eskaliert, langfristig das system am laufen hält.

    das mit dem ad hominem sehe ich mir gerne mal an, kannte ich so noch nicht.

    Zitat

    verstehe ich ja. deswegen möchte ich ja was beisteuern.

    Hatte ich auch so verstanden.

    Aber wenn die beiden der Meinung sind, dass da nur ihre Ansichten die richtigen sind, dann wird das nichts. Wenn sie das, was du beisteuerst nicht ernst nehmen, dann werden sie dich weiter abbügeln.

    Es ist schwierig. Wenn du bei ihren Themen was beisteuerst, wird dir der Mund verboten und auf deine Themen scheinen sie sich nicht einzulassen, vielleicht weil sie selber nichts dazu beisteuern können.

    Und über ihre Themen können sie sich gegenseitig austauschen. Da bist du möglicherweise "überflüssig".

    Das wirkt schon fast wie Ausgrenzung. Allerdings würde ich so ein Verhalten eher auf dem Schulhof verorten. Aber das gibt es offenbar auch anderweitig.

    Ich bezweifle, dass du da viel machen kannst außer raushalten. Austauschen kann man sich nur mit Leuten, die auch an Austausch interessiert sind.

    Liebe criecharlie,

    nach all den verschiedenen Beiträgen will ich auch noch meine Meinung beisteuern.

    Ich finde es merkwürdig, dass es in dieser 3er-Konstellation immer sehr heftigen Streit gibt, man es aber doch zusammen aushält bzw. immer wieder zusammenkommt, obwohl man ahnt, dass es zu Reibereien kommt. Warum tut man sich das an?


    zu Deiner Eingangsfrage: aus meiner Sicht gibt es ganz viele Gründe, warum das so sein könnte:

    a) es können meiner Meinung nach ungelöste Konflikte aus der Vergangenheit sein.

    b) Manchmal kommt die Eifersucht durch, wenn jemand aus der Familie mehr erreicht als man selbst.

    c) Eingefahrene Denkmuster: es muss so und so laufen, sonst...

    dafür spricht die Annahme, dass es Dich sehr belasten muss, dass eines Deiner Kinder das Geschlecht wechselt.

    d) Du hast Dich durch Dein Studium so verändert, dass Eure Kommunikationsstile nicht mehr kompatibel sind.

    e) Abweichung Selbstbil, Fremdbild: Deine Kommunikation kommt bei den beiden als Angriff, belehrend, etc. an

    f) sie empfinden Deine Anwesenheit als Belastung. Sie wollen den Kontakt aber nicht abbrechen, weil "das macht man ja nicht"...


    Mein Fazit: ich halte es für sehr schwierig, den Grund zu ermitteln. Deine Familie scheint ja nicht wirklich mit zu helfen oder ein Interesse zu haben, den Umgang zu ändern. Ohne Mediatior etc. halte ich es für sehr schwer, den Umgang untereinander zu ändern.

    Alternativ: vielleicht hilft es, die verbalen Ausfälle mit Humor zu kontern.



    Eines hat mich noch verwundert: Deine Antwort auf den Beitrag von Darkershark. Ich weiß nicht, wie sie von Dir gemeint war. Bei mir ist Dein Kommentar als sehr unhöfliche Botschaft angekommen bzw. ich habe ihn so interpretiert.


    Viel Erfolg wünsche ich Dir, ich drücke die Daumen, dass sich das löst.

    Das Kind hat NICHT das Geschlecht gewechselt!

    Nur das optisch sichtbare Geschlecht dem inneren Geschlecht angepasst,

    damit beides überein stimmt.

    Wenn kleine Kinder früh selbst entscheiden und Klamotten kaufen dürften, würde es in vielen Fällen schon viel früher auffallen dass das innere Geschlecht nicht mit dem äußeren Geschlecht übereinstimmt.

    Danke für den Hinweis, Plüschbiest.

    Ich habe nur das geschrieben, was die Kernfamilie wahrnimmt. Denn sie haben sich (so wie ich) bestimmt nicht umfassend damit auseinandergesetzt.

    Mehno schrieb:

    Alternativ: vielleicht hilft es, die verbalen Ausfälle mit Humor zu kontern.

    ja, hatte ich auch schon überlegt - aber das bekomme ich nicht hin, wenn die eigene Mutter geifern und schreiend vor einem steht und alles von Adam bis Eva bemüht, was sie an mir blöd findet. ....

    mich irritiert halt auch, dass es immer übler wird, trotz eines klärenden Gesprächs mit meiner Schwester über die Situation vor knapp zwei Jahren.

    Mag ja sein, dass sie sich in der Vergangenheit, als wir noch zu dritt zusammen gelebt haben, ein Bild von mir gemacht haben,

    dazwischen lagen aber knapp 15 Jahre, die eigentlich gepasst haben, seit ein paar Jahren spitzt sich die Situation zu, so, wie geschildert. habe schon überlegt, was da wohl passiert ist;

    tataächlich hat sich die Psyche meiner Schwester vor 9 Jahren verschlechtert (chronifizierte post-natale Depressionen) und klar ändert einen so eine Erfahrung. Warum ich aber immer mehr zum roten Tuch werde - ich weiß, da ist ein Zusammenhang, aber ich sehe ihn halt nicht.

    Klar ist aber, dass man sich trotzdem nicht so benehmen kann - das schreien und toben und mir den Mund verbieten nach einem Satz ist mittlerweile schon Normalfall geworden. Mein Mann und ich haben diesen Thread und Eure Antworten besprochen, er reagiert radikal,

    er meint, dass wir keinen Besuch mehr von ihnen empfangen werden und er wird nun auch klar kommunizieren, warum. Er meint, wenn sie es nicht lernen, obwohl ich ihnen schon mehrfach gesagt habe, was mich stört (1. Schwester: vor anderen rund machen, 2. Mutter: ständiges ausfallendes Mund verbieten) - müssen sie es halt erfahren.

    meine mom bemüht halt immer alles.


    situativ bezogen meint sie:

    das ist doch blödes geschwätz

    im gleichen satz kommt dann:

    sei doch einfach still. du konntest ja noch nie.... (ausführungen über meine abnormale wahrnehmung des sozialen lebens bzw. der sozialen interaktion, "nicht normal", sagt sie immer).

    meine schwester hat mir vor zwei jahren auch erklärt, warum sie mich vor anderen rund macht - sie will sich von mir auf keinen fall irgendwas sagen lassen.

    deswegen ist sie auch so ausgetickt, als ich bei Beispiel 1 (hund) meinte, sie solle sich entschuldigen und gut ist.

    und da ich ja aus sicht meiner mom eine verschobene wahrnehmung habe, ist sie auch gleich eingefallen. ....meine schwester hat dann gemerkt, dass es ein missverständnis war, wollte das dann aber erklären, warum, weshalb - ich hätte, sie hätte... ich habe nur ruhig geantwortet, weil sie schon auf 180 war, wollte deeskalieren, das war ihr aber dann zu anstrengend und sie ist heulend von dannen gerannt, meine mom hinterher und meinte zu mir: schau´ ,was du schon wieder gemacht hast.

    criecharlie schrieb:

    ja, hatte ich auch schon überlegt - aber das bekomme ich nicht hin, wenn die eigene Mutter geifern und schreiend vor einem steht und alles von Adam bis Eva bemüht, was sie an mir blöd findet. ....

    Also ich bekomme das sehr gut hin, wenn ich selbst ausgeglichen bin, aber wenn es so ist, dann lache und witzle ich sowieso gerne. Da muss schon auch die Persönlichkeit passen, dass man mit Humor antwortet.

    criecharlie schrieb:

    mich irritiert halt auch, dass es immer übler wird, trotz eines klärenden Gesprächs mit meiner Schwester über die Situation vor knapp zwei Jahren.

    Mich irritiert nur, dass es dich irritiert. Du kennst sie doch schon so lange. Was ist daran etwas neues? Es ist ja nicht der erste derartige Faden. Was hast du denn bisher probiert, was im anderen Faden schon geschrieben wurde?

    Ich muss auch schon die ganze Zeit an diesen anderen Faden denken. Da war doch das Problem das gleiche, bzw. die Problemlage. Und du hast dich auch schon durchweg verwundert darüber gezeigt, wie man auf dich reagiert. Ist da nichts irgendwie anders geworden, weder in dir noch zwischen euch?