• Warum haben Frauen ihre Emotionen weniger im Griff?

    Hallo Zusammen. Ok, der Thread-Titel klingt vielleicht etwas böse, ist aber harmloser gemeint als er klingt. Ich beobachte es bei manchen Frauen immer wieder: Emotionen spielen eine extreme Rolle, während Männer sich, außer bei Wut, ziemlich zurückhalten können und man ihnen selten etwas anmerkt. Ich hab da das extreme Beispiel von meiner Beziehung. …
  • 42 Antworten

    Männer werden häufig immernoch dazu erzogen keine Emotionen zu zeigen. Wir müssen hart sein, taff und stark, während Mädchen eher eine Prinzessinenattitüde zugestanden wird. Eine weinende Frau hat ein weiches Herz. Ein weinender Mann hat einen weichen Keks.


    Ich wünschte, dass jeder einfach so könnte wie er ist, ohne irgendwie sozial geächtet zu werden. %:|

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    (Gibt es da eigentlich auch was von Ratiopharm? :[] )

    Falls es da was gibt, immer her mit den Infos ;-D Ich bin leider auch ziemlich emotional und nahe am Wasser gebaut. Ich versuche oft einfach tief durchzuatmen und meine Gefühle im Griff zu behalten, aber es klappt oft nur in den wenigsten Fällen.


    Mein Freund ist da deinem Partner ziemlich ähnlich, ich merke ihm zwar an, wenn ihn etwas belastet, weil ich ihn mittlerweile halt gut kenne. Aber so spontane Gefühlsausbrüche wie es bei mir manchmal der Fall ist, gibts bei ihm nicht ;-D

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    Na gut, wenn man absichtlich heult, um den anderen zu manipulieren, ist das echt Mist. Ich z.B. will garantiert nicht heulen, heule aber trotzdem. Dann ärger ich mich total über mich selbst und heule aus Wut über mich selbst noch mehr. Teufelskreis. :-X

    Geht mir ganz genau so.

    Das ist ein gängiges Gesellschaftsbild das ich, bei näherem Nachdenken, in meinem Familien- und Bekanntenkreis tatsächlich so nicht bestätigen kann. Bestes Beispiel sind meine Eltern. Meine Mutter habe ich noch nie weinen gesehen, meinen Vater dagegen schon öfter, selbst bei Geburtstagsansprachen hat er manchmal Pippi in den Augen. Mein ältester Bruder und ich haben das wohl geerbt, der mittlere kommt eher nach Muttern. Bruder hat bei seiner Trauung durchgehend geheult, seine Frau gar nicht.


    Auch sonst gibt es Freunde, die den harten Hund raushängen lassen, sich aber leicht auf den Schlips getreten fühlen (scheinbar eine anerkannte Form von Emotionalität für Männer), Freundinnen die nah am Wasser gebaut sind und solche, die die Welt sehr pragmatisch sehen.


    Am Ende sind wir doch Individuen, die ein bisschen von allem haben, jeder in einem anderen Maß und das hat nur sehr wenig mit dem Geschlecht zu tun.

    das näher-am-wasser-gebaut-sein ist vielleicht auch ein biologischer schutz, damit in einem streit ein idr körperlich stärkerer mann der frau keine reindonnert ":/




    das stärkere/schwächere zeigen von gefühlen finde ich jetzt nicht so besonders bemerkenswert (solange man prinzipiell die gleichen gefühle hat).


    was ich aber auch eher bei frauen wahrnehme, ist launenhaftigkeit/überschwang. dinge/situationen, die sich für mich nur um nuancen unterscheiden, führen dann zu totaler euphorie oder abgrundtiefer ablehnung (auch nach tagesform). hat nervpotential.

    Dieses Idealbild vom "unerschütterlichen" Mann ist natürlich schon immer und in den meisten Kulturen vorhanden gewesen. Aber:


    Es galt bei uns in früheren Zeiten als durchaus nicht weichlich oder gar unmännlich, Trauer zu zeigen und z.B. Bei Todesfällen Tränen zu vergießen. Dafür gibt es jede Menge Beispiele. Viele kennen vielleicht den Schlußsatz des Nibelungenliedes: mehr weiß ich nicht zu berichten, als daß man Ritter und Frauen weinen sah.... Oder die Geschichte des Kaisers Otto, (10.Jhd), dessen Bruder Thankmar während eines Aufstandes gegen ihn getötet wurde, in dem Moment als er sich ergeben und seine Waffen niedergelegt hatte. Otto weinte bitterlich über den Tod seines Aufständischen Bruders. Oder wenn man sich die meistens ja von Männern geschriebenen Gedichte und Lieder aus früheren Zeiten anschaut. Religiöse und schöngeistige Schwärmerei galt früher ganz sicher nicht als unmännlich, mal abgesehen von extremen Übertreibungen.


    So ähnlich ist es auch bei anderen Völkern, z.B. Indianern. Bei einer Trauerfeier nicht zu weinen und keine Emotionen zu zeigen, wurde sehr übel genommen. Neulich erst habe ich in einen Buch die ergreifende Trauerklage eines Yanomami-Indianers (Südamerika) zum Tod seiner etwa 2jährigen Tochter gelesen.


    Unsere doch von urbaner Anonymität geprägte Kultur geht gerade mit diesem Thema ja sehr "cool" um. Bloß keine Blößen zeigen, auch nicht in der eigenen Familie...es gibt ja sogar Männer, die es unmännlich finden, ihre eigenen Kinder zu umarmen und zu küssen. ":/


    Andererseits waren bei unseren Vorfahren natürlich auch männliche Härten gefragt, z. B. Schmerzen stoisch zu ertragen, keine Angst vor Krankheit und Tod zu zeigen, schon gar nicht im Krieg! Es galt auch als ehrlos und unritterlich, um sein Leben zu bitten, wenn man besiegt und gefangen war.


    Heutzutage ist es einfach besser, so wenig emotional wie möglich zu wirken, und das gilt auch für Frauen. Einfach, um keine Angriffsfläche zu bieten und nicht schwach zu wirken!

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    was ich aber auch eher bei frauen wahrnehme, ist launenhaftigkeit/überschwang.

    Was willst Du eigentlich, Du aufgeblasener Affe? Totale Unverschämtheit! Und es kränkt mich auch ganz arg, das jetzt so zu lesen, weil ... also, tut es halt! Wenn ich so in mich hineinlausche, dann merke ich, dass mich das sehr traurig macht, was Du schreibst. So richtig, richtig traurig. Falls Du glaubst, dass Du da Tränen siehst: keine Einbildung. Das Einzige, was hier eingebildet ist, das bist Du, Du Schnösel. Ich glaub, ich hau Dir eine rein. Mit Anlauf! So, BÄMM, da liegste. Aber andererseits - vielleicht benimmst Du Dich ja auch nur so scheußlich, weil Du eine schwere Kindheit hattest? Vielleicht ist damals Dein Hamster gestorben, und Du konntest mit niemandem darüber reden? Oje. O Mann. Uff, da schleppst Du so ein altes Trauma mit Dir rum, und ich fauche Dich so an. Das tut mir echt total leid. Ich krieg wahrscheinlich gerade meine Tage. Aber das ist auch keine Entschuldigung. Es tut mir leid, dass ich so gemein zu Dir war, ehrlich, es tut mir richtig, richtig leid. Kuscheln?

    ...und, um noch was echtes beizutragen: ich weine sehr selten. Emotional bin ich zwar bestimmt, aber weinen? So richtig? Dann muss ich schon einen ziemlich schwerwiegenden Grund dafür haben.


    Mal feuchte Augen bei einer schönen Filmszene, eher noch bei guter Musik: das passiert, ja. Aber ich muss schon sehr, sehr verzweifelt sein, bevor ich richtig in Tränen ausbreche. Mein Mann hingegen schwimmt bei traurigen Filmszenen geradezu davon - und ich schwöre, der hat genug Testosteron für drei. ;-D

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    Warum haben Frauen ihre Emotionen weniger im Griff?

    Ich habe meine Emotionen sehr wohl im Griff. :-) Und ich erlebe da auch keinen allzugroßen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Es gibt sowohl Männer als auch Frauen, die sehr emotional sind ebenso wie es Männer und Frauen, die eher kontrolliert und verschlossen sind.

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    ...und, um noch was echtes beizutragen: ich weine sehr selten. Emotional bin ich zwar bestimmt, aber weinen? So richtig? Dann muss ich schon einen ziemlich schwerwiegenden Grund dafür haben.

    Lüüüüügnerin! Ich weine fast nie, aber selbst mir stehen manchmal die Tränen in den Augen, wenn ich Beiträge ohne Interpunktion oder grammatikalischen Anspruch lese. Wie muss das für dich als Lehrerin erst sein? :°_ Vielleicht bist du aber auch einfach abgestumpft mittlerweile. ]:D

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    Heutzutage ist es einfach besser, so wenig emotional wie möglich zu wirken, und das gilt auch für Frauen. Einfach, um keine Angriffsfläche zu bieten und nicht schwach zu wirken!

    Da hab ich andere Erfahrungen gemacht. "Emotionen", das ist ja eine große Bandbreite. Nicht launisch, rein gefühlsgeleitet undsoweiter: ja, klar. Das nervt ja aber auch wirklich arg, gerade wenn man in irgendeiner Weise sachbezogen aufeinander angewiesen ist. Wenns dann dem anderen ständig die Suppe verhagelt und er sich seinen diversen, schlecht bis gar nicht reflektierten, von außen nicht nachvollziehbaren Gefühlspürungsempfindungsbefindlichkeiten hingeben will, während andere für ihn die Kohlen aus dem Feuer holen - so geht das halt nicht. Da ist mir aber auch egal, ob der andere gerade heult oder leberwurstös beleidigt ist, einen cholerischen Anfall hat oder schlicht komplett bockig wird; die zentrale Frage ist: Kann ich mich auf einen anderen verlassen, oder kann ich das nicht? Und wenn ichs nicht kann, dann bin ich halt vorsichtig mit gemeinsamen Projekten, weil ich keine Lust habe, bei ein bisschen Wind und Gewusel dann auf einmal die Hauptlast zu tragen.
    Viele, viele, vielevieleviele Leute entschuldigen mit "ich bin eben emotional" oder auch "gefühlsintensiv", dass sie immerzu um ihren eigenen Scheiß kreisen, als gäbe es keine anderen Leute. Und das geht anderen Leuten, die andere Parameter pflegen, wenn es um Verlässlichkeit (und auch Anstellerei) geht, eben schnell mal ganz geschlechtsunabhängig auf den metaphorischen Sack. Bei Filmen weinen, seinen Hund sehr lieben, für etwas brennen, die Liebe letztendlich für das Wichtigste im Leben zu halten etc. pp., das steht auf einem ganz anderen Blatt, das ist ein anderer Abwasch. Manche Leute sind bescheuert genug, so etwas als Anzeichen von Schwäche zu werten, aber meiner Erfahrung nach sind das gar nicht so arg viele, und da ist Distanz, wenn möglich, und kühle Sachlichkeit, wenn Kontakt unvermeidbar, auf jeden Fall gesünder als der Versuch, sich emotional auszutauschen.

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    ;-D ;-D ;-D

    Meine Fresse, gauloise, nu reiß Dich halt mal zusammen!! Hätte nicht ein Grinsesmiley gereicht? Weiber!!! Gott, wie ich die Schnauze voll habe von diesen hysterischen Gefühlsausbrüchen!!! %-| %-| %-| >:( >:( >:(

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    ...und, um noch was echtes beizutragen: ich weine sehr selten. Emotional bin ich zwar bestimmt, aber weinen? So richtig? Dann muss ich schon einen ziemlich schwerwiegenden Grund dafür haben.

    Ich könnte Dir einen Elefanten auf den Fuß stellen, soll ich? :-D

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    Meine Fresse, gauloise, nu reiß Dich halt mal zusammen!! Hätte nicht ein Grinsesmiley gereicht? Weiber!!! Gott, wie ich die Schnauze voll habe von diesen hysterischen Gefühlsausbrüchen!!! %-| %-| %-| >:( >:( >:(

    Aaaaaalter, jetzt zicken die sich hier an! Immer diese alberne äffische Aufregung! :-o :-o ":/ :-/ :-| :|N zzz 8-) :-@ :-p {:( %:| %:| %:| :=o
    Ich bin von meiner Wesensart ja eher canid veranlagt. Primat kommt von primitiv, das liegt mir nicht so. Und immer fuchteln und toben und Lärm und brrrr. Wo ist denn hier der Zähnezeigsmiley? Ah, da! ;-D