Warum ist das alles so real :(

    Guten Abend.


    Aonlamga bin ich der Verzweiflung echt nahe.

    Mein Schwindel,den ich nur im Kopf fühle,der aber nicht wirklich da is,bringt mich um.

    Um mich herum dreht es sich nicht,es fühlt sich aber so an im Kopf,als würde ich schwanken.. Glaube ich.

    Ich bin körperlich gesund,dennoch haben ich Angst das das ein Zeichen ist für iwas schlimmes..Es wummert im Kopf, dass glaubt mir keiner.


    Ich wurde komplett aufm Kopf gestellt,außer Magen und Darmspiegelung.


    Ich frage mich wie die Psyche es schafft,es so real erscheinen zu lassen.

    Ich bin in Therapie. Habe Angst und panikattacken. Das Schwindel Gefühl ist ständig da.

    Heute früh bin ich um fünf hochgeschreckt und sofort ging es los.

    Meine Therapeutin meinte ich solle das Gefühl akzeptieren. Ja genau... Wenn es so einfach wäre... :(


    Was kann ich tun das das aufhört.. :(:°(:°(

  • 15 Antworten
    pharella schrieb:

    Ich frage mich wie die Psyche es schafft,es so real erscheinen zu lassen.

    Ich bin in Therapie. Habe Angst und panikattacken.

    Die Psyche kann einen sehr krank machen und körperliche Symptome und Reaktionen verursachen, das merkst du gerade.

    Körper und Geist sind ja eine Einheit.


    Der Schwindel hört auf wenn du lernst die Angst zu kontrollieren und kleiner werden zu lassen, wenn du lernst damit umzugehen und wie du das kontrollieren kannst.


    Es braucht Zeit.


    Bist du in stationärer Behandlung?

    hallo, danke für deine Antwort.

    Nein ich bin ambulant in Therapie

    Der Schwindel geht schon gut zwei Jahre. So langsam macht es mich kaputt.

    Es wäre leichter wenn ich wüsste wovor ich Angst habe.. Ich weiß es nicht Genau.. :(

    pharella schrieb:

    Meine Therapeutin meinte ich solle das Gefühl akzeptieren. Ja genau... Wenn es so einfach wäre... :(


    Was kann ich tun das das aufhört.. :( :°(:°(

    Deine Angst ist ein Teil deiner Psyche/Seele und kann sich nur körperlich ausdrücken, in deinem Fall über den Schwindel.

    Wenn Du körperlich erkrankt bist, braucht der Körper Zeit für die Erholung. Er wird unterstützt durch Medikamente, gutes Essen usw. usf., je nachdem was erforderlich ist.

    Auch die Psyche braucht Nahrung, Unterstützung, Hilfe. Wenn Du willst das das aufhört, solltest Du lernen deine Angst nicht weg zu drücken, sondern sie zunächst akzeptieren - wie von deiner Therapeutin bereits gesagt.

    Ich gebe dir mal ein hoffentlich gut nachvollziehbares Beispiel.

    Wenn Du einen verletzten Fuss oder ein gebrochenes Bein hast, brauchst Du Hilfe von den entsprechenden Fachleuten. Bis zur Heilung dauert es seine Zeit die erforderlich ist, um iwann wieder normal laufen zu können. In der Zwischenzeit ist das laufen evtl. ohne Hilfsmittel wie Gehstützen, Rollstuhl, oder längeres liegen nicht möglich. Das muss jede(r) lernen zu akzeptieren und die Zeit abwarten, bzw. so weit wie möglich selbst daran arbeiten, die erschlaffte Muskulatur wieder zu stärken.

    Alle diese Probleme sind körperlich sichtbar, man kann sie über die Sinne erfahren.

    Das ist bei seelischen Erkrankungen nicht möglich, deshalb zeigt dir deine Psyche dein Problem über den Schwindel. Das ist der Ausdruck deiner Psyche, bei anderen können sich diese über Herz, Magen usw. zeigen, ohne das die Organe wirklich krank sind.

    Das bedeutet aber, dass auch Ängste/Panik ihre Aufmerksamkeit brauchen, indem man sie annimmt. Die Ängste werden auch nicht weg gehen, solange sie nicht zur Kenntnis genommen und mit ihnen gearbeitet wird.

    Je weiter man sie von sich wegschiebt/schieben will, umso länger bleiben sie und verstärken sich.

    Deshalb wäre doch die beste Möglichkeit, den psychischen Schwindel, die Ängste und Panik genauso anzunehmen, wie einen angeknacksten Fuss oder ein gebrochenes Bein. Nur helfen hier eben nicht die Methoden die angewandt werden, um körperliche Probleme zu heilen oder zu lindern. Kannst Du mit diesem Beispiel etwas anfangen bzw. akzeptieren, das auch die psychischen Probleme akzeptiert und behandelt werden sollten/müssen/können?

    Wenn Du magst und es auch wirklich willst, kann ich dir vllt. ein paar Übungen mitteilen, die dir helfen könnten. Und es ist vollkommen egal um welche(s) Problem es sich handeln könnte. Es wird auch nicht dazu führen, dass sich dein Schwindel sofort auflöst. Es geht nur dann, wenn Du es akzeptierts und dich mit allem was kommt auseinandersetzt, ohne einen Zeitrahmen vorzugeben.

    Und das sage ich dir als ehemals Betroffene.

    Kannst du die Übungen bitte für alle hier rein posten, bzw. mir als Nachricht schicken? Habe aktuell das Problem, das ich mir ALS einbilde (vorher war es Schwindel und dann Knochenkrebs). Währe dir dankbar.

    Kele,

    wenn die TE Vorschläge haben möchte, kannst Du sie dir hier entnehmen. Werde mir mal deinen Thread durchlesen und schauen, was ich dir raten kann, wenn es mir möglich ist.

    Musst nur Geduld haben, sonst verzettel ich mich. Über PN gebe ich keine Hinweise @:).

    liebe Fyzzli,danke dir sehr für deine Worte.

    Meine Therapeutin meinte das such so, dass das der Ausdruck von der Seele ist " bitte beachte mich."

    Es ist so,dass ich mit bestimmten Strategien von Kindheit an bestimmte Situationen vermieden habe,unbewusst,um das Gefühl von Scham nicht zu spüren.

    Meine Angst ist,Ablehnung,mich zu blamieren aufzufallen,negativ.

    Meine Bulimie entstand daraus,dass ich sehr fett war 1,63 und 100 Kilo.

    Ich bin durch die Hölle gegangen. Ich wurde gemobbt,ausgegrenzt,verletzt,geschlagen.

    Iwann habe ich abgenommen. Um nicht wieder fett zu werden,bin ich in die Bulimie gerutscht...


    Seit dem ich ca 25 bin, gehe ich so mit mir um,wie andere es damals machten

    Meine Therapeutin meinte,ich mobbe mich selber(rede schlecht von mir und über mich,mache mich nieder) weil mir das fehlt....


    Ich kann das gar nicht richtig fassen was da alles rein spielt.

    Ich hoffe ich werde iwann normal und frei Leben können.


    Mit Übungen meinst du Achtsamkeitsübungen?

    Fizzlypuzzly schrieb:

    Kele,

    wenn die TE Vorschläge haben möchte, kannst Du sie dir hier entnehmen. Werde mir mal deinen Thread durchlesen und schauen, was ich dir raten kann, wenn es mir möglich ist.

    Musst nur Geduld haben, sonst verzettel ich mich. Über PN gebe ich keine Hinweise @:).

    Okay, danke. Nimm wenn dann den 2. Thread, also den neuesten, ist etwas ausführlicher und dort ist meine aktuelle Situation relativ gut beschrieben.

    Das Du unter Bulimie leidest habe ich erst nach dem absenden meines Beitrages gelesen. Hierzu habe ich mMn einen guten Link gefunden, den Du dir auch mal gut durchlesen solltest, wenn Du magst.

    Ich habe einige Menschen kennengelernt, die auch Bulimie hatten. Ich nenne es - sich die Seele aus dem Leib kotzen.

    Wenn Du die Übungen als Achtsamkeitsübungen bezeichnen willst, ok? Dann solltest Du ab sofort mit allen Sinnen, Gedanken und Gefühlen auf dich achten. Das geht am besten, wenn Du dir ein Heft kaufst - indem Du mit Datum versehen - alles aufschreibst was dich bewegt, was Du denkst, fühlst usw. Behalte alles wie geschrieben als Original, niemals bewerten oder nachträglich ändern. Führe es als Tagebuch, was dir dabei hilft Veränderungen später durch das Nachlesen zu erkennen.

    Der wichtigste Schritt für dich ist mMn der, dass Du deine Angst kennenlernst. Lerne deine Angst als Freundin oder Freund zu verstehen, die dir helfen will, die für dich wichtigen Veränderungen zu erkennen. Du kannst und solltest deine Angst lieben lernen und nicht als Feind betrachten, denn sie/er ist die Einzige die dich durch permanente Hinweise - Panikattaken - mitteilen will, dass Du auf einen sehr ungesunden Zustand hinsteuerst bzw. dich auf der Abwärtsspirale befindest. Niemals sonst wirst Du einem verlässlicheren Wesen begegnen als deiner Seele/Psyche, denn sie ist ein Teil von dir. Je mehr Du deine Angst annimmst, umso weniger werden deine Ängste, weil sie dir mit der Zeit bewusster werden und Du sie hinterfragen kannst.

    Wenn der Einstieg für dich leichter ist, stelle dir vor wie deine Angst aussieht, welche Farben sie trägt, wie sie riecht usw. Iwann wird sie dir ihren eigenen Namen verraten, auch wenn Du sie danach fragst und es ernst nimmst. Zu Beginn ist es vllt. so, dass man sich wie im RL nach einem Streit wieder langsam nähert und behutsam wieder Vertrauen aufbaut. Von beiden Seiten.

    Iwann habe ich meine Angst mal in eine Ecke geschickt, wo sie erst mal bleiben sollte. Nach langer Zeit drehte sie sich um und sagte: Ich habe Angst. Für mich war sie in diesem Moment wie ein Kind, das beschützt werden musste und ich nahm sie in den Arm. Von diesem Augenblick an begann meine Heilung, Linderung. Natürlich kann/wird deine Erfahrung wohl anders ablaufen. Ich will dir hiermit auch nur vermitteln, was möglich ist.

    Es ist kein einfacher Weg und jede(r) hat seine eigene Zeit - mache dir das bewusst.

    Wenn Du das für dich tun willst, kannst Du hier in deinem Thread immer wieder posten wenn Dir etwas unklar ist oder Du nicht weiter kannst/willst.

    Und hier noch der Link, wenn Du ihn denn lesen möchtest:

    https://lebenshungrig.de/essstoerungen/

    Ich wünsche dir eine gute Nacht zzz

    guten morgen, ich habe den Link gestern abend gelesen,ich habe so geweint. Weil es genau das beschreibt,wie es mir geht. Ich habe mich so wieder gefunden :(

    Und weil es stimmt,dass ich nach außen den Schein wahre.

    Immer gut gelaunt,gestylt, Haare knallig und make up.

    Es soll keiner merken wenn es mir schlecht geht.

    Warum eigentlich nicht?

    Das sind.alles Dinge die ich in naher Zukunft hinterfragen muss und werde.

    So wie mein Leben gerade ist,voll mit Wut und Hass und Zerstörung meiner selbst,will ich nicht mehr weiter machen.

    Ich bin 33 und habe soviel zeit verschenkt

    :(

    Meine Therapeutin meinte ebenso wie du,solange ich die Angst so ablehne und mich so derart gegen sie wehre,wird es niemals aufhören.

    Ebenso meinte sie,ich soll ihr Namen,Gesicht, Geschlecht und Raum geben. Sie ist da um zu helfen. Das muss ich erstmal akzeptieren dass sie nichts böses will. Angst generell ist ja auch gut. Man stelle sich vor,man hätte keine. Nur bei mir ist es aus dem Ruder gelaufen. Vielleicht aus Schutz? Vor negativen Gefühlen?


    Das mit dem Büchlein werde ich machen dass klingt gut.


    Ich danke euch sehr für eure antworten.


    Danke!

    Guten Morgen pharella,

    auch wenn es für dich unverständlich sein sollte, es ist gut das dich der Inhalt des Links zum weinen gebracht hat. Mit den Tränen hast Du einiges von innen nach aussen transportiert. Du hast die Schleusen geöffnet, bevor der Damm brechen konnte. Wasser als ein Element kann sehr zerstörerisch sein, aber auch alles überflüssige wegschwemmen. Dann kommt die Zeit des aufräumens und man muss wirklich in jede Ecke gehen. Im RL erkennt man, was man schmerzlich vermisst (hat) durch die Zerstörung. Bei manchen Dingen ist man froh, dass dadurch Dinge abgegeben werden können, von denen man sich nie trennen konnte/wollte. So schmerzlich das auch ist, in jeder Zerstörung steckt auch die Chance auf einen Neuanfang.

    Du hast dich in vielem gefunden und somit bist Du deinen Gefühlen näher gekommen, es ist dir bewusst geworden. Schreibe alles auf, was jetzt für dich sehr präsent ist ohne Bewertung. Nimm es an als den Teil, der jetzt wohl für dich wichtig ist angeschaut, gefühlt und angenommen werden muss/sollte. Denn das ist es, was dir deine Angst zunächst mitteilen wollte, damit Du einen anderen Weg einschlagen kannst. So wie Du es hier für dich auf den Punkt gebracht hast:

    pharella schrieb:

    So wie mein Leben gerade ist,voll mit Wut und Hass und Zerstörung meiner selbst,will ich nicht mehr weiter machen.

    Wut, Hass und Zerstörung sind genauso Gefühle wie Freude, Liebe und Lebenslust. Wichtig ist nur, dass Du sie kanalisierst indem Du sie für dich konstruktiv nutzt.

    Ein Beispiel, was Du immer wieder für dich visualisieren und daran arbeiten/verändern kannst. Lege ein Stück Holz auf den Holzklotz und hacke es mit dem Beil kurz und klein. Sprich deinen Hass dabei am besten laut aus und zerstöre alles was dir gut tut, ohne wenn und aber. Du kannst auch mit deinen Händen und/oder Füssen auf einen Gegenstand draufhauen oder eintreten. Hier würde ich dir allerdings empfehlen, darüber mit deiner Therapeutin zu sprechen und diese Art der Bewältigung unter ihrer Obhut zu vollziehen.

    Und immer daran denken, alles auch schriftlich festzuhalten.

    pharella schrieb:

    Und weil es stimmt,dass ich nach außen den Schein wahre.

    Immer gut gelaunt,gestylt, Haare knallig und make up.

    Es soll keiner merken wenn es mir schlecht geht.

    Warum eigentlich nicht?

    Ja so in etwa habe ich auch gehandelt. Bevor mich die Abwärtsspirale erwischte, war ich der Wirbelwind auf der Tanzfläche. Männer habe ich müde getanzt, Frauen waren/wurden eifersüchtig. Zu dieser Zeit war ich eine attraktive Frau mit langen roten Haaren bis zum Kreuzbein. Wenn mir über Worte etwas weh tat, drehte ich mich kurz weg, holte tief Luft und lächelte weiter. Einige sprachen darüber wieviel Energie ich doch habe und das ich nicht klein zu kriegen sei, andere liessen kein gutes Haar an mir weil sie selbst mit sich nicht im reinen waren. Niemand erkannte das ich mich so verhielt, um mich überhaupt fühlen zu können. Heute sage ich, wie sollten sie es denn wissen, wenn ich nur ein bestimmtes Verhalten im aussen gezeigt habe.

    Als Lösung fand ich für mich (unbewusst) mich zu vermännlichen. Ich schnitt mir die Haare rapelkurz, trug nur noch lange Hosen, privat legte ich kein Make Up mehr auf, benutzte eine andere Sprache. Rückwirkend betrachtet empfand ich diese Veränderung für mich als Schutz. Warum ich dir das jetzt so schreibe ist deine Aussage - Warum eigentlich nicht?

    Ich denke bzw. bin heute davon überzeugt, dass wir alle mehr oder weniger eine "Maske" aufsetzen. Das kann und ist bis zu einem bestimmten Punkt oder in einigen Situationen auch wichtig und richtig. Nur wenn das zu einem Dauerzustand wird, schleicht sich die vermeintliche Realität immer mehr ein und beraubt uns unser wahres Sein. Wir leben nicht mehr unsere eigenen Gefühle und die eigenen Bedürfnisse können/werden nicht mehr wahr genommen. Einige verstummen, versuchen iwie allen Anforderungen nachzukommen und bemerken nicht, wie weit sie sich von sich selbst schon entfernt haben - so wie ich.

    Dann begann die Odysee weiterer Erkrankungen, wobei bei mir nur eine - Rheuma - real war, was aber zu diesem Zeitpunkt nicht erkannt wurde.

    Heute sage ich, wenn der Körper schmerzt und Symptome zeigt ohne das es med. nachgewiesen werden kann - alles oB ist, dann schreit die Seele.

    Ich habe den Eindruck, dass Du jetzt an diesem Punkt angelangt bist und erkennst was deine Angst und Panikattacken dir mitteilen wollen. Mit dieser Erkenntnis hältst Du die Abwärtsspirale auf. Es dauert, bis sie sich in die Richtung nach oben bewegt, ist mühsam und mit Rückschlägen verbunden. Nur mit jedem auch nur kleinsten Schritt der Veränderung kannst und willst Du nie mehr zurück. Wenn Du das einmal gefühlt und erlebt hast, bist Du auf dem Weg zu dir selbst, zu deiner Seele.