Naja, mal enrsthaft... man gibt schon den Großteil seiner Freiheit die ersten Jahre auf, wenn die Kinder noch klein sind...


    klar, viele Eltern haben Glück und ein stabiles soziales Netz um sich herum, wo sie entlastet werden und auch mal ein Kinderfreies Wochenende haben, aber ich kann nur für mich sprechen: ich habe 2 Kinder (6 und 1,5 Jahre) und ich habe seit Jahren nicht mehr sorgenlos gefeiert, ein Wochenende lang rumgeschlunzt und ausgeschlafen, einige Tage weggefahren etc.


    Ich weiß auch, dass das noch einige Jahre dauern wird, aber irgendwann werde ich auch wieder mehr Freiheiten haben, wenn meine Kinder anfangen eigene Wege zu gehen... mag sein, dass das noch 10 Jahre sind (oder länger) aber so ist das nun mal.


    Deswegen kann ich aber das Argument, dass viele Leute eben nicht bereit sind, ihre Freiheiten aufzugeben sehr gut nachvollziehen :)z .


    Mich hat die Mutterschaft reifen lassen in einer Art und Geschwindigkeit, die ich sonst wohl nicht erfahren hätte. Das wußte ich aber ja vorher nicht und ist kein Grund zum Kinderkriegen.

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    Man kann ein Haus auch im finanziellen Sinne vererben (und wer freut sich darüber nicht?!). Niemand sagt, dass man sich langfristig an das Haus binden oder gar dort einziehen muss und das würde ich als Elternteil auch nicht erwarten.

    Das spricht für dich. Ich kenne leider genug Eltern, die schon enttäuscht waren, wenn es unter den Hammer kommen sollte. Moralischer Druck gegenüber dem Nachwuchs wurde entsprechend auch schon zu Lebzeiten aufgebaut, nicht unbedingt in Form von klaren Bedingungen à la: "Wenn du das Haus erbst, MUSST du darin wohnen", sondern gerne unterschwellig, durch Aussagen wie: "Ach ja, wenn ich daran denke, wie wir das hier alles aufgebaut / uns vom Munde abgespart / so schön hergerichtet haben" o.ä. Aber natürlich sind nicht alle Eltern so und wer sich so oder so für sein Kind bzw. mit ihm freuen kann, wenn es sich entscheiden sollte, nach Amerika auszuwandern, nicht zu heiraten, keine Kinder zu kriegen und den Erlös vom Verkauf des Elternhauses zu verprassen, weil es selbst keinen Wert darauf legt, dass etwas von ihm "bleibt", dann haben alle was davon :)^

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    Natürlich kann man nicht erwarten, dass alles im Leben genauso abläuft, wie man es am liebsten hätte. Aber es gibt auch einen gewissen Unterschied zwischen Erwartunshaltung und Idealvorstellungen. Ich habe gewisse Idealvorstellungen vom Leben und kann jetzt aktiv Entscheidungen treffen; ob es später so läuft wie ich möchte oder nicht, werde ich sehen. Das ist immer so, egal ob mit oder ohne Kinder.

    Das stimmt. Ich kenne nur wie gesagt mehr enttäuschte Eltern (besonders in Bezug auf fehlende Enkelkinder), als freiwillig kinderlose Menschen, die es im Alter bereuen, aber wenn man offen für Abweichungen von der "Idealvorstellung" ist, dann zählt man später wohl nicht zu ersteren :)z

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    ich habe 2 Kinder (6 und 1,5 Jahre) und ich habe seit Jahren nicht mehr sorgenlos gefeiert, ein Wochenende lang rumgeschlunzt und ausgeschlafen, einige Tage weggefahren etc.

    Wenn Mann und Frau diesebzüglich zusammenarbeiten und das gut organisieren, sollte das eigentlich kein so großes Problem sein. Wir haben mehrere Kinder- dennoch sind wir auch, als unsere Kinder noch weniger als 1 Jahr alt waren, weggefahren (sogar auf's Meer), wir haben relativ sorgenfrei mitgefeiert (die Kinder waren oft dabei und schliefen irgendwann in irgendeiner Ecke ruhig und zufrieden mit Babymelder) und ausgeschlafen haben wir dennoch oft (unser jeweils jüngstes Kind schlief mit 1 Jahr mit in unserem Zimmer und wenn es unruhig wurde, wurde es mit in unser Bett geholt- wir brauchten nur kurz rübergreifen, damit wir weiter schlafen konnten-meistens stillte meine Frau dann einige Minuten und wir schliefen dann weiter- wie unsere Babys auch (insbesondere am Wochenende und im Urlaub).


    Mir fällt oft auf, dass Menschen sich bezüglich ihrer Kinder viel zuviele Sorgen machen- das hilft weder den Kindern noch den Eltern.

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    mag sein, dass das noch 10 Jahre sind

    Dann sind deine Kinder aber schon 16 und 11,5 Jahre. Da sollten deine Kinder auch schon lange über weite Strecken selbständig sein- für einige Stunden können die älteren Geschwister (so ab ca. 12 Jahren) ja auch mal ein Auge auf ihr jüngeres Geschwisterkind werfen- und zur Not anrufen (OK, unsere Kinder hatten nicht einen so großen Altersunterschied, dadurch spielten sie auch oft zusammen). Dennoch: in 5-6 Jahren sollten eure Möglicheiten wieder stärker unabhängiger von den Kindern sein.


    Ich fand es jedenfalls ganz spannend mit unseren Kindern- mittlerweile sind sie ja fast alle erwachsen. So hat man eben unterschiedliche abwechslungsreiche Lebensabschnitte: Eine Zeit zum Spielen und Lernen, eine Zeit zum Lieben und Arbeiten beginnen und zum Erleben, eine Zeit mit Kindern, dann wieder eine Epoche zum partnerschaftlichen Erleben und Reisen, ...

    Der Mensch vergisst sehr schnell, und er erinnert sich immer an das Tolle.


    Aus diesem Grund finden Eltern und Gr0ßeltern die Zeit als die Kinder klein waren als super toll , die Zeit der Halbwüchsigen und der Jugend allgemein wird mit dem Untergang des Abendlandes seit 1500 vor Christus gleichgesetzt.