Was bedeutet für euch Selbstverwirklichung?

    (Urspr. Titel: "Selbstverwirklichung")




    Huhu


    Mich würde interessieren was für euch Selbstverwirklichung bedeutet und inwieweit ihr dies umsetzt.


    Ich bin zur Zeit etwas durcheinander.. weil ich am liebsten mein ganzes Leben von Grund auf ändern will..


    Würde mich über eure antworten freuen @:)

  • 35 Antworten

    Also für mich ist Sport und Bewegung wichtig und dass ich morgens auspennen kann. zzz


    Und das setzte ich auch um. Wenn ich also demnächst wieder eine Arbeitstelle antrete, dann mit weniger Stunden und keine wo ich um 8.00 Uhr oder so antreten muss.


    Desweiteren pflege ich nach dem Training ein kühles Bier zu geniessen, manchmal auch in der S-Bahn auf dem Heimweg, wo es offiziell verboten ist, aber das tangiert mich als freier Bürger dann nicht :-p

    Selbstverwirklichung ist eigentlich ein interessantes Thema.


    Aber anscheinend sind die meisten med1-Community-Member noch auf den ersten Stufen der Bedürfnis-Pyramide hängengeblieben: Essen, Schlafen, Triebbefriedigung, da spielen solche gehobene Sachen wie Selbstverwirklichung einfach noch nicht die Rolle :=o

    Ja so scheint es irgendwie..


    Eigentlich schade, aber vllt kommen bald noch ein paar Antworten :)


    Für mich ist Sport auch sehr wichtig :)


    Zudem auch, dass ich meinen Hobbys nachgehen kann.. ich Nähe gerne, will mir demnächst eine Pole dance Stange zulegen und baue gerne :D


    Außerdem will ich bald einige reitscheine machen, damit ich als Reitlehrerin arbeiten kann. Allerdings studiere ich auch und arbeite nebenbei in einem vollkommen anderen Bereich. Irgendwie bedeutet das für mich auch Selbstverwirklichung. Ich hab so viele Bereiche für die ich mich interessiere und lerne so gerne neues, dass ich zwei Nebenjobs Pflege, hauptberuflich studiere und in meiner Freizeit einigen unterschiedlichen Hobbys nachgehe. Leider zum Leiden meines Freundes.. der ist so das absolute Gegenteil. Festgefahren im Job und mit einem einzigen hobby glücklich und er kann nicht nachvollziehen, wieso ich mich für so vieles interessiere.


    Für mich ist es aber auch super wichtig, dass ich viel mit Freunden machen kann. Meine Freizeit immer so gestalte wie es mir gerade gefällt und eben beruflich genau das mache, was mich glücklich macht. @:)


    :)D

    Zitat

    Meine Freizeit immer so gestalte wie es mir gerade gefällt und eben beruflich genau das mache, was mich glücklich macht.

    Ich denke für 90% der Menschen ist der erste Teil des Satzes wichtiger, einen Job der "glücklich" macht brauchen da im Verhältnis eher die wenigsten. Ich sehe das z.B. einfach so das der Job schlicht fürs Geld verdienen da ist. Ich muss keine mega Karriere hinlegen, ich will einfach nur gut verdienen und mich dabei nicht kaputt arbeiten, egal ob körperlich oder psychisch, damit danach noch genug Energie für Freizeit und Urlaub bleibt und man sich da nicht so heftig "erholen" muss weil einen der Job völlig auslaugt.

    Ja ich weiß..


    Nur für mich zum Beispiel ist das wirklich unglaublich wichtig. Das gute ist eben, dass ich viele Interessen habe und mir vieles vorstellen kann und gerade praktisch in drei unterschiedlichen Richtungen arbeite haha.


    Aber die meisten meiner Freunde sehen es auch so.. sie wollen nur Geld verdienen und es ist ihnen nicht wichtig, ob ihnen der Job gefällt..


    Nur mein Freund zB macht auch genau das was er möchte. ]:D

    Hm, Selbstverwirklichung. Finde ich schwierig zu ebantworten. Für mich ist in meinem Leben einfach wichtig, glücklich und zufrieden zu sein. Wie sich das einstellt, hängt von mehreren Faktoren ab, für mich sind das eine funktionierende Partnerschaft und zufriedene Familie, ein Beruf, den ich mit dieser Familie vereinbaren kann und der nicht sterbenslangweilig ist und auch ab und an Hobbys nachzugehen.


    Im Laufe meines Lebens hat sich diese Kombination immer ein wenig geändert. Während meines Studiums war Selbstverwirklichung eher das selbstbestimmte Leben, das Leben genießen und alles mitnehmen, was mir geboten wird.


    ich denke, dass Selbstverwirklichung kein in Stein gemeißeltes Prinzip ist. Zum einen ist es von Mensch zu Mensch verschieden und zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das Leben immer wieder äendert und damit eben auch die Wünsche, die man ans Leben und an sich selbst hat. Flexibel bleiben ist mein Motto. ;-D


    Wie ist denn dein Leben momentan bzw. was macht dich dabei unglücklich oder unzufrieden? Vielleicht solltest du das herausfinden und dann überlegen, wie du es ändern kannst.

    Zitat

    (...) einen Job der "glücklich" macht brauchen da im Verhältnis eher die wenigsten. Ich sehe das z.B. einfach so das der Job schlicht fürs Geld verdienen da ist

    Für mich ist ein Job weder "schlichtes Geldverdienen" noch "Karriere". Ich brauche einen Job, zu dem ich täglich gerne hingehe, dessen Arbeit mir größtenteils Freude bereitet und mit dessen Gehalt ich gut über die Runden komme. Zudem würde ich mich auch gerne im Job selbstverwirklichen, indem ich meine selbst gesteckten Ziele erreiche und mich fordern und fördern kann.


    Ein Job nimmt zwei Drittel des Tages in Anspruch, also da möchte ich schon gerne meine Lebenszeit für opfern können.


    Ansonsten bedeutet Selbstverwirklichung, dass ich meine individuellen Wünsche, Stärken und Ziele fördern und verwirklichen kann. Sei es in einem Hobby oder Lebensziele, die ich erreichen will.

    Zitat

    Ich denke für 90% der Menschen ist der erste Teil des Satzes wichtiger, einen Job der "glücklich" macht brauchen da im Verhältnis eher die wenigsten. I

    Kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich die große Mehrheit der Menschen so sieht, fände ich zumindest sehr merkwürdig. Realistisch betrachtet verbringt eine Durchschnittsperson den Großteil ihrer Zeit bei der Arbeit. Deshalb sehe ich es als höchst erstrebenswert an, dass diese Arbeit, die einen so großen Teil meines Lebens ausmacht, Spaß macht und mir das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu tun. Einfach nur schnöde "Geld verdienen" wäre für mich überhaupt kein ausreichender Anreiz, das würde mich echt unglücklich machen.


    Und ja, klingt zwar immer so klischeehaft, aber in meinen Augen können auch ein paar Hundert Euro mehr keinen Spaß an der Arbeit, ein tolles Arbeitsklima oder positives Feedback wettmachen, die man aus dem Job zieht.


    Mein Job macht mir jedenfalls irre viel Spaß, und das ist für mich schon ein großer Punkt in Sachen Selbstverwirklichung. Ansonsten denke ich bei dem Begriff an Kreativität - wer kreativ ist, bringt sein Inneres in die Wirklichkeit, so dass es für andere sicht- und erlebbar wird.


    Aber irgendwie hat der Begriff in einem Land wie Deutschland sonst auch einen komischen Beigeschmack. Ich finde es komisch, dass wir hier über sowas nachdenken, während die Leute in anderen Ländern viel Existenziellere sorgen haben. Deshalb ist es ein "Luxusproblem", sich über sowas den Kopf zu zerbrechen und hat in meinen Augen deshalb einen negativen Touch.


    In Deutschland kann jeder frei machen, was er will. Also jeder kann sich selbst verwirklichen. Unsere Entscheidungen, Handlungen und was wir zum Ausdruck bringen / in die Welt tragen, sind unsere Selbstverwirklichung. Streng genommen müssten wir darüber nochtnichtmals nachdenken, sondern einfach leben.

    Zitat

    Ich brauche einen Job, zu dem ich täglich gerne hingehe, dessen Arbeit mir größtenteils Freude bereitet und mit dessen Gehalt ich gut über die Runden komme.

    Das meine ich ja damit, den allermeisten Menschen reicht nunmal ein Job der schlicht nicht Scheisse ist. Wenn ich mit Bauchschmerzen und Angst auf die Arbeit gehe dann ist das natürlich ne Situation die man ändern sollte. Aber man sollte halt auch nur eingeschränkt Selbstbewusstsein und Bestätigung aus seinem Job ziehen, wenn das nämlich irgendwann mal durch Faktoren die man nicht ändern kann (neuer Chef, schlechte wirtschaftliche Lage...) wegbricht fällt man in ein Loch.

    Zitat

    Aber man sollte halt auch nur eingeschränkt Selbstbewusstsein und Bestätigung aus seinem Job ziehen, wenn das nämlich irgendwann mal durch Faktoren die man nicht ändern kann (neuer Chef, schlechte wirtschaftliche Lage...) wegbricht fällt man in ein Loch.

    Wieso? Dann kündige ich und suche mir einen neuen Job.

    Zitat

    Aber man sollte halt auch nur eingeschränkt Selbstbewusstsein und Bestätigung aus seinem Job ziehen, wenn das nämlich irgendwann mal durch Faktoren die man nicht ändern kann (neuer Chef, schlechte wirtschaftliche Lage...) wegbricht fällt man in ein Loch.

    Dann sollte man aus gar nichts Bestätigung ziehen, was im Außen liegt, denn die Umstände können sich immer ändern ;-)

    Das funktioniert aber nur wenn man emotional nicht eingebunden ist. Ich hab aber auch schon Leute erlebt für die die Arbeitskollegen die "Ersatzfamilie" waren, wenn die Firma dann dicht macht und die merken das der Kontakt nur bestand weil man im gleichen Betrieb war dann gehen die ein.


    Ähnlich sieht es aus wenn man zu stolz auf das ist was man aufgebaut hat (und nicht mitnehmen kann), wenn dann da der Bagger durch fährt (egal ob jetzt physisch oder nur sinnbildlich, einfach weil die Leistung nicht mehr gebraucht wird) gibt es mehr als genug Angestellte die dann sehr geknickt sind.

    Zitat

    Dann sollte man aus gar nichts Bestätigung ziehen, was im Außen liegt, denn die Umstände können sich immer ändern ;-)

    Ja, ist das denn nicht auch so ? Zufriedenheit muss zuallererst von innen bzw. mir selbst kommen. Muss man ja nicht nur auf den Job beziehen, wenn jemand z.B. sämtliche Zufriedenheit aus dem Sport bezieht und dann im Rollstuhl landet ist die Chance groß das der (zumindest zeitweise) in ne Depression o.ä. fällt.


    Sicher kann man viele Dinge haben die einem Spaß machen, man sollte die aber nie zum Kern seiner ganzen Existenz machen.

    Zitat

    (...) sämtliche Zufriedenheit aus dem Sport bezieht und dann im Rollstuhl landet ist die Chance groß das der (zumindest zeitweise) in ne Depression o.ä. fällt.

    Das ist ja auch durchaus legitim, dass es einem bei so großen Schicksalsschlägen auch schlecht gehen darf. Da kann ich mich davor so viel und divers selbstverwirklichen, wie ich möchte.


    Genauso darf es einem ruhig schlecht gehen, wenn man seinen Job verliert oder kündigen muss.


    Selbstverwirklichen heißt ja, dass ich es in erster Linie für mich selbst mache und nicht für andere. Und ich kann ja das, was ich in der Arbeit erreicht habe, durchaus auch mit ins weitere Leben nehmen. Sei es einfach nur Erfahrung oder auch greifbare Dinge.