• Was kann ich tun um glücklich zu sein?

    Guten Abend :)z , mein Problem ist folgendes: ich bin nicht glücklich. Ich kann nicht mal sagen, warum es so ist, da ich eigentlich ein gute "Basis" zum Leben habe. Ich bin 18, mache zur Zeit eine Ausbildung zur PKA und bin damit ganz zufrieden. :-) Zudem habe ich Haustiere und auch Hobbys (Sims, Klavier, Filme etc). Mit meiner Familie verstehe ich mich gut, in…
  • 61 Antworten

    Mir geht es genauso! Mir ist auch chronisch langweilig und nichts macht mir wirklich Spaß.. was waren bei dir die ersten Dinge, die auf deiner Liste standen? @:)

    Doch. Diese Dinge gibt es. Menschen wie wir haben den Bezug zu sich selber und den eigenen Bedürfnissen verloren.


    Was hast du in deiner Kindheit erlebt? Hier liegt meist der Schlüssel zu diesen destruktiven Strukturen.


    Ich wurde so aufgezogen, dass ich funktionieren musste. Ich sollte nicht reden. Ich sollte keine Gefühle zeigen. Ich musste auf die Gefühle und Bedürfnisse meiner Mutter achten, um zu erleben.


    So hab ich gelernt, was andere Menschen brauchen, aber nie, was ich brauche. Ich habe mich verdrängt und mich selber zu einer leeren Hülle gemacht.


    Die gute Nachricht ist aber, dass neue Strukturen erlernen kann. Mein Therapeut hat viele solcher Dinge mit mir gemacht, die ich anfangs total dämlich, anstregend und nervig fand, sie aber am Ende extrem geholfen haben.


    Auf meiner Liste standen so Sachen wie:


    1. einen Kaffee in einem Café trinken gehen


    2. Fahrrad fahren


    3. eine Katze streicheln


    4. Sushi essen


    ...


    Alles, was dir jemals die kleinste Andeutung an Freude bereitet hat, gehört auf diese Liste!


    Achso, es müssen ausschleßlich Dinge sein, die man alleine machen kann.

    Um glücklich zu sein braucht man nicht viel , kleine Dinge.


    Es sei den , du hast Psychische Probleme, dann sieht das anders aus ,dann muss du das alles lernen , ich zb fang jetzt erst an mich meinem Freund zu öffnen , ihm Liebe zeigen , gefühle zu lassen.

    Meine Kindheit war gut, also es ist nichts Schlimmes passiert.


    Ich versuche auch erstmal gedanklich so eine Liste im Kopf zu machen..

    https://www.amazon.de/Die-Regeln-Gl%C3%BCcks-Handbuch-spektrum/dp/345106247X/ref=pd_sim_sbs_14_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=5268SC3C0QRV77MZJXJK


    das Buch fand ich teilweise interessant, die Regeln des Glücks, vom Dalai Lama, leider ist der Hauptteil des Textes nicht von ihm.

    Zitat

    Meine Kindheit war gut, also es ist nichts Schlimmes passiert.

    Depressionen und Essstörungen fallen nicht vom Himmel. Irgendwer hat dich psychisch massiv beschädigt. Entweder unterdrückst du es oder du lügst.

    Natürlich war nicht alles immer Friede-Freude-Eierkuchen, aber im Großen und Ganzem hatte ich eine sehr schöne Kindheit.

    Du solltest dich auf jeden Fall mal bemühen, dass Tillidin langfristig komplett wegzulassen. Sonst kann es nämlich auch sein, dass du dich als "kurzfristigen" Entzug einfach nur leer fühlst oder nicht glücklich, weil die euphorische Wirkung vom Tillidin weg ist.


    Im Übrigen ist das ein Opioid und zwar nicht ganz so wirksam wie Morphin oder Heroin, wirkt aber im selben Muster.


    Wenn dir die Gesprächstherapie nichts bringt, versuch es doch lieber mal mit Verhaltenstherapie.

    Zitat

    Natürlich war nicht alles immer Friede-Freude-Eierkuchen, aber im Großen und Ganzem hatte ich eine sehr schöne Kindheit.

    Was meinst du, woher deine Probleme kommen?

    Das beantwortet meine Frage nicht. Welche Komponenten sind es?


    Solange du die Ursache nicht kennst, kannst du deine Verhaltensweisen nicht reflektieren. Ohne diese Erkenntnis gibt es keinen Weg zur Besserung.


    Mich wundert, dass das scheinbar nie ein Thema in deiner Therapie war?

    Solche Muster etablieren sich anfangs über die Bindung (Bowlby/Ainsworth falls du nachlesen möchtest). Bereits kleinste Kinder können mit nur wenigen Monaten schon erste Schäden aufweisen.


    Meist ist also der Schuld, der dich die ersten Jahre deines Lebens aufgezogen hat. Ob das nun deine Eltern, dein Opa, deine Tante etc. waren, spielt keine Rolle. Kommt ein schlecht gebundenes Kind dann auch noch in die Hände von schlechten Pädagogen (Krippe, Kita, Schule, Verein etc.) kann sich der Zustand verschlimmern.

    Es geht nicht um Schuld. Es geht um dich.


    Wenn dir die eine Therapie nicht hilft, dann kannst du eine andere versuchen.


    Mach dir keinen Druck.


    Schau erst einmal, wo du stehst, eine Art Bestandsaufnahme. Einfach nur feststellen, bewusst machen.


    Dann wachsen in dir vielleicht Fragen und Antworten, wie von alleine.


    Lass dir Zeit. Es muss ja nicht alles sofort und gleich übermorgen umgesetzt werden.


    Finde deine Fragen, such nach deinen Antworten.


    Das geschieht nicht auf Zwang und Druck. Auch ein wenig Ausprobieren, Fehler und Irrtümer gehören dazu.


    Es geht nicht darum, wer schuld ist.


    Du bist für dein Leben verantwortlich.


    Auch wenn vielleicht Andere es dir schwer gemacht haben mögen, es bleibt trotzdem dein Leben und in deiner Verantwortung.


    Wenn du es - eines Tages - schaffst, diese Verantwortung auf dich zu nehmen, dann kann dich nichts und niemand stoppen.


    Bis dahin wirst du Kraft brauchen, Geduld, gute Freunde, vielleicht eine Therapie. Alles langsam, lass es wachsen, ohne Druck.

    Die Frage ist auch, ob man sich selber helfen möchte.

    Zitat

    Auch wenn vielleicht Andere es dir schwer gemacht haben mögen, es bleibt trotzdem dein Leben und in deiner Verantwortung.


    Wenn du es - eines Tages - schaffst, diese Verantwortung auf dich zu nehmen, dann kann dich nichts und niemand stoppen.

    Genau! Dazu ist es wichtig, herauszufinden, warum man Probleme dieser Art hat. Hinter diversen Erkrankungen stecken Schutzmechanismen, die während der Kindheit etabliert worden sind, um zu überleben.


    Depressionen bekommt man nicht, weil man eine schöne Kindheit hatte, aber mal eine doofe Kugel Eis bekommen hat. Essgestört wird man nicht, weil man nie die Barbie bekommen hat, die man wollte. Schöne Kindheit und psychische Erkrankungen unter Mediaktion passen ungefähr so zusammen wie Liebe und schlagende Ehemänner.

    Ja, Regenmädchen, richtig; aber in diese Einsicht hineinzuwachsen, kann es Zeit brauchen.


    Ein Mensch, der Unterstützung braucht und sich an Menschen wendet, muss da abgeholt werden, wo er steht.