• Was kann ich tun um glücklich zu sein?

    Guten Abend :)z , mein Problem ist folgendes: ich bin nicht glücklich. Ich kann nicht mal sagen, warum es so ist, da ich eigentlich ein gute "Basis" zum Leben habe. Ich bin 18, mache zur Zeit eine Ausbildung zur PKA und bin damit ganz zufrieden. :-) Zudem habe ich Haustiere und auch Hobbys (Sims, Klavier, Filme etc). Mit meiner Familie verstehe ich mich gut, in…
  • 61 Antworten

    Mit Komponente meine ich Sachen wie Gene, Persönlichkeit, Umfeld allgemein etc...


    Denkt ihr denn, dass meine Kindheit wirklich die Ursache für all dies ist? Ich bin mir da unsicher...

    @ Cenible

    Zitat

    Denkt ihr denn, dass meine Kindheit wirklich die Ursache für all dies ist? Ich bin mir da unsicher...

    Vielleicht. Wer kann das schon mit Sicherheit sagen?


    Nur du.


    So oder so. Natürlich spielt da die Persönlichkeit auch mit, sehr sogar.


    Welcher Anteil aber mehr wiegt?


    Spekulationen wären nutzlos.


    Wichtig ist, dass du deinen Weg finden kannst. Unabhängig davon, was ich oder andere sagen. Nicht das, was wir denken, ist wichtig, sondern was du denkst.

    Von deinem Essfaden bin ich hierher gegangen und habe alles durchgelesen, weil ich dich besser verstehen wollte. Kann es sein, dass die Angst davor, vielleicht unliebsame Dinge aus deiner Kindheit aufzudecken, dich davon abhalten will, sie überhaupt zu ergründen?

    Ich weiß, dass früher auch Dinge passiert sind, die so nicht hätten passieren dürfen und habe teils auch kleine Erinnerungslücken in Situationen, die einen eigentlich im Kopf 'einbrennen' müssten . Ich kann aber mittlerweile über diese Zeit hinweg reflektieren und verstehe, warum es so war, wie die Situation/ihre Gefühlslage zur Zeit war, auch wenn es nicht immer richtig war, wie gehandelt wurde. Ich bin mir auch sicher, dass sie das auch irgendwie versucht zu verdeängen und alles tut, um es wieder gut zu machen und mir zu helfen.


    Was bringt es also, die Vergangenheit nochmal aufzuwühlen, wenn man damit abgeschlossen hat?

    Zitat

    Was bringt es also, die Vergangenheit nochmal aufzuwühlen, wenn man damit abgeschlossen hat?

    Aber, Cenible, du leidest! Das sieht nicht nach "abgeschlossen" aus, wenn ich dir das so sagen darf ...


    Deine Frage ist die aller Menschen, die sich gegen eine auf den wahren Grund gehende Psycho-Therapie innerlich ängstlich zur Wehr setzen, wohl, weil sie sich sorgen, mit den Dingen, die hochkommen könnten, gefühlsmäßig erst recht nicht fertigzuwerden.


    Klar wühlt so etwas auf, und zwar krass. Aber es ist wie ein Orkan, durch den man geht, und dahinter findet sich überraschend eine sonnige Landschaft, die man solange vermisst hat. Ich habe es so erleben dürfen. Es kostete viel Mut, sich den Stürmen auszusetzen, und es war so gut, dass ichs riskiert hab. Mir ging es aber auch so schlecht, dass ich fast nur die Wahl hatte zwischen Machen oder Sterben.


    Natürlich muss sich jeder selbst entscheiden, ich würde auch niemanden bedrängen wollen. Nur wenn man sich in einer Sackgasse fühlt und einfach keinen Ausweg sieht, gäbe es noch diese Option: allen Mut der Verzweiflung zusammenraffen und dich den Gespenstern der Vergangenheit stellen. Vielleicht sind es am Ende nur doofe Bettlaken mit Gruselgesichtern, wovor man sich so gefürchtet hat, und die Erleichterung darüber ist groß?

    Ich denke auch, dass es nichts dramatisches ist, von daher ist auch die Frage da, ob das erwähnenswert ist. Eine Sache zu der ich aber Parallele siehe, ist die (vllt kennst du dich mehr aus): als ich mal, was selten vorkam, was abbekommen habe, hat sie mich danach liebevoll gepflegt/versorgt und gefragt, ob es mir wehtuen würde. Wenn ich mich zB erbrochen habe, mag ich es mich danach irgendwie selbst zu kümmern und mir dann was Gutes tun (zB Wärmeflasche, Tee, Hinlegen, Mundwinkel eincremen usw..). Oder wenn ich neue Schnittwunden habe, mag ich es mich danach um die Wunden zu kümmern, den Verband zu wechseln etc. Denkst du auch, dass hat damit etwas zu tun?

    Es hängt bestimmt alles irgendwie zusammen.

    Zitat

    was selten vorkam, was abbekommen habe, hat sie mich danach liebevoll gepflegt/versorgt und gefragt, ob es mir wehtuen würde.

    Wenn ich dich richtig verstehe, ist "sie" eine enge Angehörige... und du musstest einiges erdulden...


    Cenible, da gibt es mit Sicherheit noch an Wunden bei dir, die nicht richtig verheilt sind.

    Zitat

    Wenn ich mich zB erbrochen habe, mag ich es mich danach irgendwie selbst zu kümmern und mir dann was Gutes tun (zB Wärmeflasche, Tee, Hinlegen, Mundwinkel eincremen usw..). Oder wenn ich neue Schnittwunden habe, mag ich es mich danach um die Wunden zu kümmern, den Verband zu wechseln etc.

    Ich hab das mal als eine Art "Nach-be-eltern" genannt gehört. Wie gesagt, es greift alles ineinander.

    Zitat

    Was bringt es also, die Vergangenheit nochmal aufzuwühlen, wenn man damit abgeschlossen hat?

    Zu verstehen, warum du so bist wie du gerade bist.


    Mich hat es ehrlich gesagt nicht aufgewühlt, sondern massiv beruhigt.


    Man war plötzlich kein wehrloses Opfer mehr, welches erduldet, sondern ein Mensch, der sein Leben aktiv in der eigenen Hand hält. Für mich war es wichtig. Ab diesem Punkt habe ich auch aufgehört, solche Sätze hier zu verfassen:

    Zitat

    als ich mal, was selten vorkam, was abbekommen habe, hat sie mich danach liebevoll gepflegt/versorgt und gefragt, ob es mir wehtuen würde. Wenn ich mich zB erbrochen habe, mag ich es mich danach irgendwie selbst zu kümmern und mir dann was Gutes tun (zB Wärmeflasche, Tee, Hinlegen, Mundwinkel eincremen usw..). Oder wenn ich neue Schnittwunden habe, mag ich es mich danach um die Wunden zu kümmern, den Verband zu wechseln etc. Denkst du auch, dass hat damit etwas zu tun?

    Du stilisierst dich ganz klar als Opfer. Du genießt das Mitleid der Mitlesenden. Es ist Balsam für dich. In deinen Aussagen bleibst du deshalb unklar und lässt viel Spielraum für diverse Interpretationen und die Fantasie. Gezielte Nachfragen ignorierst du. Du möchtest schließlich keine Hilfe, sondern nur einen Raum, um über dich und dein Leid zu sprechen.


    Die Therapie ist vermutlich nicht real.


    Das sind die Dinge, die ich aus deinen Beiträgen herauslese. Ich habe kein Mitleid mit dir. Nenn mich herzlos, aber ich war schon da, wo du gerade bist und Mitleid hilft dir nicht. Du brauchst die knallharte Realität.

    Wenn du Hilfe willst, such dir Hilfe und arbeite aktiv an deinen Problemen.


    Wenn du keine Hilfe willst, verschwende nicht die Zeit der Menschen.

    Ich sehe mich nicht als Opfer, nur weil ich das geschrieben habe? Das ist eine Beobachtung von mir. Was soll die ganze Zeit das mit diesen Unterstellungen? Oder dass die Therapie nicht real sei?


    Und nein, ich möchte kein Mitleid. Das heißt auch nicht, dass du herzlos bist.

    Fassen wir zusammen: Du bist 18 Jahre alt und machst seit 2 Jahren eine Therapie und nimmst starke Psychopharmaka. Obwohl du seit 2 Jahren intensiv betreut wirst und Medikamente nimmst, hast du keinen Plan, woher deine Probleme kommen oder wie du sie lösen kannst.


    Das lässt nur folgende drei Schlussfolgerungen zu:


    1.) Du arbeitest selber nicht mit, deshalb stellt sich kein Erfolg ein.


    2.) Dein Therapeut oder deine Therapeutin ist scheiße, deshalb stellt sich kein Erfolg ein.


    3.) Die Geschichte ist erstunken und erlogen. Es gibt weder Psychopharmaka, noch einen Therapeuten.


    Letzteres halte ich für sehr wahrscheinlich.


    Auf konkrete Fragen gehst du nicht ein. Entweder beantwortest du sie mit Gegenfragen oder überließt sie. Deine Antworten sind vage und enthalten mehr Andeutungen als eindeutige Aussagen.


    Ich schätze, ein Teil dieser Geschichte ist wirklich wahr. Vermutlich bist du psychisch auffällig, bist aber nicht in Behandlung oder nimmst Psychopharmaka. Weil du nicht in Behandlung bist, fehlt dir eine Diagnose: Du stellst dich als Essgestörte, als Depressive und als Börderlinerin dar.


    Du bist vermutlich essgestört oder zumindest fasziniert von dem Thema.


    Welchen Nutzen soll dieser Faden haben? Was möchtest du erreichen?

    Ich finde das echt unverschämt von dir, mir zu unterstellen, dass ich lüge. Du kennst garnicht die Hintergründe, warum ich das nicht anspreche in der Therapie oder warum es momentan so ist wie es ist. Natürlich habe ich Diagnosen bekommen, vor allem am Anfang war das ein Wirrwarr, bis heute habe ich keine eindeutige Diagnose, bei mir trifft nichts wirklich ganz zu, aber klar ist, dass etwas nicht mit mir stimmt.


    Achso und nur weil ich Fragen übersehen habe, muss man mir auch nicht gleich unterstellen, dass ich absichtlich nicht antworte.

    Zitat

    Achso und nur weil ich Fragen übersehen habe, muss man mir auch nicht gleich unterstellen, dass ich absichtlich nicht antworte.

    Na, dann nehme ich Dich doch gleich mal beim Wort und frage Dich nochmals, wozu das Tillidin verschrieben wurde. Und vor allem, warum Du es immer noch nimmst, da doch Deinen eigenen Worten nach 'nichts großes' passiert, wenn Du es absetzt.

    Ich kriege das Tilidin doch nicht verschrieben, um Gottes Willen, kein Arzt würde das bei mir tun, ich bin kein Schmerzpatient. Ich kriege es auf dem Schwarzmarkt. Ich denke, bei mir hat sich keine körperliche Abhängigkeit entwickelt, das meine ich mit 'nichts großes' passiert, wenn ich es absetze.

    1. Maßnahme: Gehe jeden Tag mindestens einmal zwischen 10 und 15 Uhr mindestens eine halbe Stunde spazieren. Beobachte Tiere (auch Vögel und Insekten), Pflanzen, Wolken, Häuser und andere Menschen.


    2. Maßnahme: Jeden Tag neben der sonstigen Ernährung 1 Apfel und 1 Banane und mindestens einmal täglich rohes Gemüse: z.B. 1 kleinerer Kohlrabi, ein halbes Bund Radieschen, 1 Paprika, ½ Gurke oder Weißkohlblätter.


    3. Jeden Tag ein Schälchen feine Haferflocken (z.B. zum Frühstück oder zum Abendbrot- gesüßt und mit Milch/Hafermilch)


    4. Jeden Tag mindestens 2 Tassen grüner Tee


    5. Jeden Tag hinlegen und versuchen von Schönem zu träumen- auch wenn es immer wieder zu misslingen scheint. Mit geschlossenen Augen in Autosuggestion z.B. per autogenem Training probieren- dabei am Ende schöne Vorstellungen. z.B. von einem schönen Meeresstrang oder ähnlichem einbinden


    6. Spiele jeden Tag Klavier (versuche gegen deine Unlust ganz rational anzugehen, nimm dir ein (oder mehrere) Stück vor, dass du auswendig und perfekt spielen können willst.