@ Lovehus,

    dein Zitat von Epikur passt auch zu meiner Einstellung.


    Was Nahtoderlebnisse betrifft, so habe ich meine eigenen Erfahrungen, was das Hirn mit einem anstellen kann. Als Bipolarer kam und komme ich vielleicht wieder in den Genuss einer Manie. Das kann ein Gefühl von absoluter Macht und Größe sein, das geht unbehandelt so weit, das manche aufs Dach steigen und sich total sicher sind, fliegen zu können. Jegliche Ratio ist weg.


    Das Gehirn ist ein unerforschter Kosmos, das Spielchen mit einem treibt ich musste das selbst erfahren, seitdem habe ich Respekt davor und habe immer meine Bedenken wenn man etwas ins mystische oder transzendente abgleitet. Oft sind es nur Spiegelungen der Gedanken die in einem verschütteten Bereich des Gehirns schlummern und einem als real vorgespielt werden.

    @ Clondyke,

    wenn das ganze nicht einen christlichen Hintergrund hätte, fände ich sowas interessanter. Ich schau mir das trotzdem mal an.


    Das Ding kann in christlicher Hinsicht auch nach hinten losgehen. Die Auferweckung des Lazarus von den Toten. Vielleicht war der gar nicht tot?

    Es ist ja logisch, dass hier alle möglichen, verschiedenen Meinungen auftauchen. Jeder von uns hat seine eigenen Erfahrungen und sein eigenes Wissen, das er sich im Laufe seines Lebens angesammelt hat. Und daraus bauen wir uns unseren Glauben. Und solche Schlüsse können eben dazu führen, dass manche von uns an keinen Gott und an kein Leben nach dem Tod glauben.


    Aber der Glaube ist nicht statisch, zumindest nicht bei mir. Ich war auch mal ein Ungläubiger. Bzw. hatte immer wieder Phasen in meinem Leben zu denen ich die Existenz eines Gottes abtat und dann versuchte ich mich immer wieder mal dem evangelischen Glauben zu nähern. Aber so richtig überzeugt war ich nie. Bevor ich dann "gäubig" wurde, hatte ich eher so einen richtig lockerern Glauben. Ich dachte: Ok, die Welt existiert, also wird's schon einen Schöpfer geben, der sie erschaffen hat. Daraus wurde dann im Laufe der letzten Jahren ein immer stärker werdender Wunsch doch mal zu schauen was wirklich dahinter steckt. Ich komme auch aus der technischen, rationalen Ecke. Ich bin Dipl.-Ing. (FH) und eigentlich der Typ, der zumindest früher sagte: Alles was nicht sehen, schmecken, fühlen, riechen und messen kann, existiert nicht und es sind Hirngespinste von irgendwelchen Spinnern. Dank dem Internet konnte ich mich dann auch mit der Quantenphysik beschäftigen. Es ist jetzt nicht so, dass ich da rein mathematisch, formelmäßig irgendwas verstehen würde. Also ich gehöre jetzt nicht zu den Physikern wie z.B. Leonard Susskind, die da Formel mit Integralen und Ableitungen flüssig an die Tafel werfen und sagen mathematisch muß es so oder so sein.


    Aber eines habe ich verstanden, nämlich die Aussage des Doppelspalt-Experimentes: Der Beobachter beeinflußt das Ergebnis. Daraus lassen sich sehr weit gehende Schlußfolgerungen ziehen, oder eben auch nicht. Meine Progrnose ist die: In den nächsten 20 Jahren wird die Wissenschaft mit der Theologie wieder zusammen wachsen.


    Dann noch für alle "Ungläubigen". Ihr dürft gerne ungläubig bleiben, aber bitte werft nicht alle "Gläubigen" in einen Topf. Ich glaube an einen Gott, einen Schöpfer. Aber nicht im Sinne des katholischen und auch nicht mehr des evangelischen Glaubens. Ich bin nicht sündig geboren und benötige die Absolution durch einen Gott. Oder, dass sich der Sohn Gottes für mich hätte opfern müssen. Und ich glaube auch nicht, dass die Welt in sechs Tagen erschaffen wurde.


    Aber ich glaube an einen bewußten Schöpfer, der die Welt bewußt so erschaffen hat wie sie ist. Die Welt ist nicht Produkt eines zufälligen Zufalls. Alles hat seinen Grund und seinen Sinn und die erschaffene Welt umfaßt mehr, als wir momentan mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Und beimTod geht nicht eine Tür zu, sondern auf.

    Nachtrag: Für mich ist das Bewußtsein nicht an Materie gekoppelt und darum kann es nach dem Tod weitergehen. Ich kann auch den Umkehrschluß ziehen. Bewußtsein kann sich hier un der 4D-Welt an Materie koppeln. Das Ergebnis ist dann ein Mensch.

    Zitat

    Wer sich das Leben und die Welt auf Grundlage der heutigen Erkenntnisse erklärt, wird zur Schlussfolgerung kommen, dass die Existenz des Menschlichen Individuums mit dem Exitus unwiederbringlich und ohne Verlängerung endet. Da muss man sich nicht rechtfertigen, warum man diese Auffassung vertritt.

    ;-D ein absolutes Killerargument. Weil ich weiß wies es ist muss ich es nicht begründen. Wieso muss man sich rechtfertigen wenn man es anders sieht? Kommt hier der Semmelweis-Reflex zum tragen?

    Zitat

    Dann noch für alle "Ungläubigen". Ihr dürft gerne ungläubig bleiben, aber bitte werft nicht alle "Gläubigen" in einen Topf.

    Dasselbe gilt auch für Dich: Wirf nicht alle in einen Topf, die nicht an den christlichen Gott glauben.


    Es gibt keine Ungläubigen. Denn jeder Mensch glaubt an etwas.

    Was nach dem Tod kommt ist so unbekannt wie vor der Geburt.


    Aber jeder Mensch zieht seine Bilanz, bevor er stirbt. Das ist ein wichtiger Grund, weswegen es Glauben und Religionen gibt, die natürlich negative Begleiterscheinungen haben, die entstehen, wenn andere uns ihre Bilanz aufdrängen wollen.

    Meine Meinung: All das, was vor der Geburt an Wahrnehmung war wird nach dem Tod sein.


    Die Kirche verlangt in Deutschland prozentual 8-9%! Sozialabgabe vom Lohn.


    Einige lassen sich den Glauben an die Existenz des Paradises eben diesen Betrag kosten.


    Andere wehren sich dagegen und sind fortan sozial ausgegrenzt, aber lassen sich weniger hinters Licht führen um ihre "eigene Wahrheit" zu leben und ein angenehmeres Renterdarsein. Diese Menschen überlassen eine Spende an Mitmenschen ihrem eigenen Willen oder ihrem Budget (das im Idealfall nun 8-9% mehr betragen sollte, wenn alles nach Recht und Gesetz läuft).


    Mmn soll jeder seinen Glauben haben, aber die Kirche im Dorf lassen und Gesetz Gesetz sein lassen.

    @ Manno42,

    ich habe mich durch Richard Dawkins gelesen, der in seinen Büchern auch die Quantenphysik und die Möglichkeit von Paralleluniversen, deshalb habe ich mir ein Buch über Paralleluniversen gekauft.


    Es wird mit Sicherheit die nächsten 100 Jahre spannend und ich bin überzeugt, daß die Wissenschaft die Religionen vollends zu Märchenonkeln machen wird.


    Wenn man die Historie betrachtet sind sie das schon längst. Stichwort Geozentrismus.


    Unendlichkeit des Universums und unzählige Dinge mehr.

    Zitat

    Wenn man die Historie betrachtet sind sie das schon längst.

    Also mal nüchtern betrachtet: Sieht man sich den Staat an und den Einfluss der Kirchen auf die Rechte und Gesetze heute noch, zeigen sich einige Parallelen zum Mittelalter. Wie kommt es das Pfarrer im Schnitt 4 Kinder haben während ein ehrhafter Arbeiter 1-2? Wie finanzieren Pfarrer ihren Nachwuchs/Pflegekinder? Die 10% der Gläubigen müssen doch sinnvoll genutzt werden! Das nennt sich Nächstenliebe. Und dazu noch die Sexualdelikte wegen Zölibat und Enthaltsamkeitsmoral. 21.Jahrhundert Willkommen!


    :(v :°(