So ist es Lehre der kath. Kirche , schriftlich festgehalten im Katechismus. Also könnte man platt sagen, dass es so vom Vatikan kommt.


    Da Gott die Liebe ist, kann es somit ja auch nicht anders sein.


    Jesus hat zu Lebzeiten danach gehandelt. ER hat gelehrt, er hat immer die Phasisäer kritisiert, nicht das "einfache Volk".


    Und wo sonst ist die Quelle für die von mir zitierte Aussage?


    Dass ich mich für mein Leben mit all seinen Entscheidungen verantworten muss, ist mir persönlich sonnenklar.


    Dass es Gebote von Gott gegeben gibt, glaube ich auch.


    Und dass die Möglichkeit besteht, diese im vollen Bewusstsein und in freier Entscheidung zu übertreten, ist mir auch klar.


    Somit glaube ich auch, dass es die Hölle gibt ( was wahrscheinlich mit Heulen und Zähneklappern gemeint ist).


    Aber mal eben in die Hölle verdammt zu werden, weil ich ein Gebot geringfügig überschritten habe, -nein- das galube ich nicht.

    Wenn Gott Liebe ist, dann liebt er alle Menschen. Alle. Nicht nur die Menschen, die ihm nachfolgen. Und ein Gott der Liebe schickt keine "verirrten" Menschen für alle Ewigkeit in einen Platz namens Hölle. Das hat nichts mit Liebe zu tun.


    Die ganzen Gesetze und Regeln sind alle von Menschen verfasst. Vom Vatikan wird hier bemerkt, dass die Schreiber der Bibel "von Gott inspiriert" wurden..... Ahem.... Wo hört der Glauben auf und wo fängt der Wahnsinn an ?

    Ja , Gott liebt alle Menschen, ausnahmslos.


    Aber nicht alle nehmen diese Liebe an.


    Und diese Nichtannahme ist dann letztendlich die Konsequenz, der wir begegnen.


    Ist übrigens auch Lehre Jesu und der kath. Kirche.


    Ist ein Mensch "verirrt", so weiss Gott das am besten. Und da kommt ja wieder der eigene Wille ins Spiel. Bleibe ich in dieser "Verirrung", obwohl ich es eigentlich besser weiss und mich frei entscheiden kann, es anders zu machen, gilt es als Sünde (somit Trennung von Gott durch den eigenen Willen)


    Erkenne ich diese Verirrung nicht mal , kann es nicht als Sünde gewertet werden.


    Das ist für mich Gottes Barmherzigkeit!


    Und Barmherzigkeit ist wieder Liebe.

    Ein Gott, ein Schöpfer, der alles erschaffen hat, hat auch "Ungläubige" erschaffen. Oder nicht? Dient es diesem allmächtigen und grundgütigen Gott dann als "Entertainment" die Hälfte der Menschheit ins ewige Höllenfeuer zu schicken ? Welcher Sinn versteckt sich dahinter ? Hinter der katholischen Denke versteckt sich leider immer noch der eifersüchtige und grausame Gott des alten Testaments.

    @ BeachLife

    Zitat

    woher weißt du, wen gott bestraft und wen nicht?

    Von ihm. Ich bin ein Fan des Gottes, der mit Neal Donald Walsch in "Gepräche mit Gott" kommuniziert und der dort sagt, dass er niemanden bestrafe. Er habe nicht die Welt und die Menschen erschaffen und ihnen den freien Willen gegeben und die Gebote erlassen um dann von oben zusehen, wie wir Menschen sie brechen.


    Er sagt dort ich bin Gott und ich habe eure Anbetung nicht nötig. Gott ist dort, ich würde fast sagen eher ein Kumpel, als ein Gott. Ich habe die Bibel gelesen und ich habe alle drei Bände von Gespräche mit Gott gelesen. Mein Inneres fühlt sich viel mehr zum Gott in Gespräche mit Gott hingezogen als zum Gott aus der Bibel. Wobei manches in der Bibel sehr göttlich, liebvoll, weise und tröstlich ist. Und das erkenne ich auch an.


    Mir macht aber eine Geschichte in der Bibel sehr zu schaffen. (Unabhängig von den ganzen Schlachtereien, die der Gott im AT den Juden befiehlt oder sie dazu auffordert.) Und das ist die Geschichte als Abraham seinen Sohn Isaak opfern soll. Man stelle sich vor Gott sagt zu Abraham mache dich auf und opfere mit deinen Sohn. Und der gute Mann zieht los mit Sohn und zwei Knechten. Am Fuße des Berges läßt er die Knechte zurück und zieht mit dem Söhnchen bergan. Der Sohn ist schon so weit bewußt, dass er weiß, dass sie ein Opfertier brauchen. Und fragt danach. Der Vater sagt, dass Gott ihnen oben schon eines bereit halten werde. Und dann findet sich der kleine Isaak auf dem Opferaltar wieder, gebunden und der Vater hat schon das Messer in der Hand um ihn zu töten. Was für eine grausame Geschichte. Das soll der Gott der Liebe sein. Never.


    Natürlich kann man jetzt vieles in diese Geschichte reininterpretieren. Was die Bibelgläubigen auch eifrig machen. Gut dürfen sie auch. Ich tue das ja auch, aber halt mit dem Schluß, dass das nicht mein Gott ist.

    Erschafft Gott gläubige und ungläubige Menschen? Das hieße, wir sind abhängig von seiner momentanen Laune, ob er uns nun so oder so haben möchte.


    Schafft Gott nicht viel eher Menschen? Menschen mit einem freien Willen. Hätten wir diesen freien Willen nicht, wäre es doch keine Liebe.


    Wenn ich z. B. meinen Partner zwingen würde , mich zu lieben, wäre das niemals Liebe.


    Also können wir Menschen doch frei entscheiden.


    Das ist doch kath. Denke.


    Das AT ist in der Tat oft sehr hart.Ich habe die Geschichte mit Abraham auch lange nicht verstanden. Hart, was Gott gefordert hat. Und doch zeigt es mir, dass Abrahams Gehorsam dazu führte, dass sich alles wandelte. ER hat seinen Sohn behalten, hat seine Treue (Gehorsam) zu Gott unter Beweis gestellt und war dann dazu berufen, "Urvater " des Glaubens zu werden.


    Abraham ist für mich ein abslutes Vorbild für Vertrauen auf Gott.


    Ich denke, die Kraft des Glaubens zeigt sich eben in Prüfungen. So lange es mir gut geht, kann ich schön von einem lieben Gott sprechen. Was aber, wenn sich das Blatt wandelt? Hält dann der Galube stand?

    @ Mann042

    mit dieser Aufgabe an Abraham , die übrigens im AT ist will Gott den Stammvater Israels prüfen ob der Gehorsam zu ihm soweit geht, daß er seinen eigenen Sohn opfert.


    Prüfung bestanden.


    Dort steht auch die Geschichte das Gott einen König einen Nachfahren Davids schicken wird um das Volk der Israeliten aus der Knechtschaft zu befreien.


    Das war dann für die Christen Jesus. Die Israeliten warten da heute noch drauf, für sie war er nicht Davids Nachkomme.

    @ Hühnermama,

    das ist ja eine naive Sicht auf Gott und die Welt.


    Das lese ich so heraus, ich kenne Gott und ich kenne die Bibel und ich war lange Zeit gläubig. Immer mehr Dinge an diesem Glauben kamen mir aber völlig unschlüssig vor.


    Irgendwann befasste ich mich mit Philosophie, mit Biologie, mit Geologie und auch mit der Evolution. Es fiel eine Bastion nach der anderen , die sie mir in der Kinderkirche beigebracht haben. Die Sintflut z.B. ist nicht möglich. Der Mensch wurde nicht aus Erde geschaffen, eine Jungfrau kann kein Kind gebähren, die Erde ist keine Scheibe, die Arten sind nicht auf einmal erschaffen, die Erde ist nicht der Mittelpunkt der Welt, sondern ein Staubkorn in der Unendlichkeit.


    All das habe ich mir mühsam aber durchaus spannend angelesen. Ich lese heute populärwissenschaftliche Bücher über Evoluionsbiologie, Quantenphysik, Paralleluniversen. Das alles ist um Universen spannender und lehrreicher als dieses Märchenbuch und über all dem habe ich meinen Glauben verloren.


    Mein Charakter hat sich überhaupt nicht verändert, im Gegenteil bin ich toleranter geworden.


    Du bist nun also durch meinen Willen könnte ich wieder meine Glauben und zu Gott finden und wenn ich das nicht mache ist er ziemlich sauer auf mich. Wahrscheinlich Hölle ??? Um wieder das glauben zu können was ich vorher geglaubt habe müsste man an meinem Hirn eine Löschtaste drücken. Mit Willen geht da gar nichts und wenn dein Gott so ist wie du ihn beschreibst, möchte ich ihn sowieso nicht kennenlernen.


    Ich halte es für möglich, dass es eine Macht, Energie, (Gott) oder etwas was wir heute noch gar nicht kennen, gibt.


    Das hat und wird mit der Bibel aber überhaupt nichts zu tun haben.


    Es ist ein von Menschen verfasstes Märchenbuch mehr steckt da wie auch im Koran und der Thora, nicht dahinter. Schade um die vielen Menschen die wegen dieser Bücher verrecken mussten.

    @ Hühnermama

    Zitat

    Der kath. Glaube besagt ganz klar, dass Menschen, die nie von Jesus gehört haben selbstverständlich auch in den Himmel kommen können. Wie sollen sie denn für etwas gerichtet werden, was sie nicht kannten oder anders ausgedrückt: wer viel wissen hat ( was den Glauben angeht) , der wird sich auch für mehr verantworten müssen als der, der nichts gewusst hat.

    Das war mir bisher nicht klar, ich dachte immer um seelig zu werden wäre es unabdingbar dem christlichen Glauben anzugehören.

    Zitat

    Ich denke, die Kraft des Glaubens zeigt sich eben in Prüfungen. So lange es mir gut geht, kann ich schön von einem lieben Gott sprechen. Was aber, wenn sich das Blatt wandelt? Hält dann der Galube stand?

    @ Hühnermama,

    machen viele Tiefschläge, Schmerzen etc. dann religiöser ?? Oder ist man dann näher an Gott ???


    Oder ist es nicht der alte Taschenspielertrick, den Menschen denen es z.B. im Mittelalter verdammt dreckig ging zumindest den unteren Ständen, ruhig zu halten indem man ihnen für ihre ganzen Entbehrungen das Himmelreich versprach???


    Oder bei mir , nachdem ich vom Glauben an einen persönlichen Gott abgefallen bin, trafen mich die schlimmsten Krankheiten. Ist das nun eine Gottesstrafe für meinen Abfall vom Glauben oder will er mich prüfen ob ich in dieser Not wieder zu ihm finde.


    Beides paradox, so paradox, dass es Momente gab wo ich so etwas dachte. Es sind aber extrem hirnrissige Gedanken. Wieso soll mich ein Gott strafen und wieso fügt er mir Schmerzen zu um mich zu prüfen??? Das ist sowas von völlig hirnlos und ich glaube , dass ein moderner Theologe nie so denken würde.

    Das mag ja deine Sicht der Dinge sein. Darfst du ja auch haben.


    Hut ab vor dir, was du so alles weisst. Aber das heisst ja nicht, dass es auch die Wahrheit ist.


    Mir fällt da gerade so ein Spruch ein: hoch gelehrt, ist oft verkehrt.


    Oder die Bibel drückt es so aus: : Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. (Lul. 10,21)


    Also, ich halte mich eher für nicht so schrecklich klug. ;-D


    Und ja, ich glaube, dass du glauben könntest, wenn du deinen Willen dafür öffnen würdest.


    Hast du ganz ehrlich schon mal in Betracht gezogen, dass das , was du glaubst, nicht wahr sein könnte? Hast du Gott wirklich schon mal gebeten, er möge dir die Wahrheit zeigen,auch dann, wenn es dein ganzes Weltbild auf den Kopf stellen würde?


    Dafür muss man nicht klug sein, aber mutig. Versuchs doch mal :)^

    @ Hühnermama,

    ich kenne deine Gedankengänge nur zu gut, ich habe sie Gott sei Dank hinter mir, obwohl sie immer noch im Hinterkopf herumspuken.


    Statt drauf zu hoffen, daß dir Gott eine schwere Prüfung auferlegt, bei der du evtl. an ihm zweifelst weil du einen Zorn auf ihn bekommst, nehm doch einfach die einfachste Prüfung ein Buch. Z.B. das Buch eines Atheisten eines so hochgebildeten Atheisten, der zum Ritter des Empire geschlagen , Professor an der Oxford Universität war.


    Sir Prof. Dr. Richard Dawkins. Sein Buch "der Gotteswahn" war Spiegel Bestseller Nr. 1.


    Es hat etwas mehr Seiten als die Bibel sagt aber ungleich mehr aus als die Bibel.


    Alles was in dem Buch steht ist derzeitige wissenschaftliche Erkenntnis.


    Les das Buch es ist populärwissenschaftlich geschrieben, leicht zu lesen sehr amüsant und von geistiger Frische.


    Wenn du nach dem Buch noch an deinem Glauben festhältst, dann bist du wirklich reif fürs Himmelreich.


    Nachdem ich es gelesen habe , war die Welt eine Andere eine Klarere für mich. Er wendet sich nicht speziell gegen das Christentum, er behandelt alle Theistischen Religionen und ihre jeweiligen Götter.


    Vor dem Buch war ich schon nicht mehr Gottgläubig sondern Pantheist. Das Buch hat mich nicht zum Atheisten gemacht, aber mein Weltbild bestärkt.

    Lieber Richard,


    bei mir ist es genau umgekehrt. Ich war bis vor einigen Jahren sehr kritisch. Hab viel von dem, was ich heute glaube, vehement abgelehnt.


    Bis dann in meinem Leben etwas passiert ist, was mich zum Umdenken gebracht hat. Heute bin ich heilfroh, dass es so gekommen ist.


    Ich brauche nicht mehr darauf hoffen, dass Gott mir eine Prüfung auferlegt, ich habe sie bereits bekommen.


    Und ohne meinen Glauben und mein Vertrauen auf Gott und besonders ohne Gottes Hilfe hätte ich es nicht so tragen können.

    @ Richard 61

    Zitat

    Oder bei mir , nachdem ich vom Glauben an einen persönlichen Gott abgefallen bin, trafen mich die schlimmsten Krankheiten. Ist das nun eine Gottesstrafe für meinen Abfall vom Glauben oder will er mich prüfen ob ich in dieser Not wieder zu ihm finde.

    Habe gerade erst gelesen, was du weiter oben geschrieben hast.


    Nee, ich glaube nicht, dass die schlimmen Krankheiten Strafe Gottes sind.Aber manchmal führen solche Dinge dazu, dass der Mensch tatsächlich wieder nach Gott sucht. Das Suchen ist wichtig. Die Bibel sagt: wer suchet ,der findet. Für mich eine grosse Zusage Gottes.Und genau so durfte ich es auch erfahren.


    Aber um zu finden, muss ich erst mal suchen.


    Ob Tiefschläge religiöser machen und dich näher zu Gott führen, kann ich nicht beantworten. Beim Einen Ja, beim anderen nein.


    Aber ohne diese Art von Prüfungen weiss ich auch nicht, ob mein Glaube lediglich ein selbstgebautes Kartenhaus oder ein wirkliches Fundament ist.

    wenn man diesen, wirklich sehr interessanten Faden mit frequentiert eloquenten Teilnehmern verfolgt, kann ich für mich nur als Quintessenz extrahieren:


    Gott denkt und diskutiert zum Glück nicht....Gott schuf, respektive kreierte...sonst wären wir wahrscheinlich nicht da,


    und zum Thema zurück: für mich ist hier die Quantenphysik die einzige Benchmark. Zwei Orte gleichzeitig---ein Molekül....


    Die Religionen verlieren durch die aktuellen abartigen Auswucherungen für mich immer mehr an "Glaubwürdigkeit".


    Obs die Extreme im Irak und Syrien sind, oder die partiell pädophile, verlogene katholische Kirche ist, die gar nicht weiss, wohin mit ihrem Geld. Oder die anderen Glaubensrichtungen....vielleicht habe ich auch nur kognitive Dissonanzen wegen der aktuellen Berichterstattung.


    Also, falls jemand neuere Infos zur Quantenphysik oder z.B. zu dem Higgs Boson hat, um evtl. eine Seelenwanderung oder Seelenweiterbestehung zu diskutieren: immer gerne... :)_


    Aber es ist eine schöne Diskussion...