Die Abhandlung über den nicht personalen Gott finde ich stimmig , muss sie aber noch genauer lesen.

    @ Mann042

    Der Pantheismus ist ein abstrakter Glaube, der für jeden Menschen viele subjektive Freiheiten lässt. Dadurch dass man als Mensch eh nur einen winzigen Teil "Gottes" zu verstehen imstande ist, sollte man Gott so persönlich wie möglich erfahren, denn dann bringt einem der Glaube am meisten (und somit auch wieder der Gesamtheit!)


    Der Pantheismus ist keine Glaubensgemeinschaft, man ist an nichts gebunden - nur an dem Gedanken, dass "Gott" nicht eine Person ist, sondern das alles zusammengenommen, was überhaupt existiert, Gott ist. Der Pantheismus maßt es sich nicht an, "Gott" mit einem Menschen zu vergleichen. Er lässt es offen, sich ein Weltbild vollständig auszumalen. Er ist eher ein Ansatz zum eigenständigen Denken, zum verantwortungsvollem Handeln und eine Grundhaltung zum Leben.


    Pantheismus wird nicht gelehrt oder findet sich in Gruppen zusammen oder werden Versammlungsräume gemietet. Es ist eine Anleitung zum freigeistigen Leben und Denken. Ohne Zwänge von irgendwelchen Glaubensgemeinschaften.


    Für mich ist es eine Anleitung zum freien Denken, zum Ergründen von Dingen die mir in meinem alten Glauben beigebracht wurden. Spannende Dinge wie die Evolution, Astronomie , Anatomie, und Philosophie. Alle diese Dinge sind hundertmal spannender als die Bibel für mich.

    Dennoch ist der Pantheismus ein Glaubenskonstrukt und lässt keinen Erkenntnisgewinn auf die äußere Realität zu. Pantheismus kann man, so wie Du es beschreibst, bestenfalls als Mentaltechnik betrachten, was ich solange für akzeptabel halte, solange man sich dessen auch bewußt ist.


    Natur als Teil eines göttlichen Ganzen ist einfach zu störanfällig, um als Welterklärungsformel herzuhalten.


    Krieg , Schmerz, Gendefekte, Kanibalismus, Tod durch Fressfeinde, Hass und Folter wären logischerweise demnach ja auch Teil dieses pantheistischen Gottesprinzips.


    Ein möglicher Einwand Krieg , Folter als Menschgemacht und daher nicht göttlich abzutun , wäre unlogisch, da


    1. ähnliche Phänomene auch im sonstigen Tierreich zu beobachten sind, und


    2. der Mensch und seine unterschiedlichen Verhaltensformen ganz klar Teil dieser Natur sind und nicht als von der Natur abgekoppelte Wesen betrachtet werden können.


    Grausamkeiten aller Art wären demnach entweder Teil eines pantheistischen Gottesbildes, was den meisten Religionsanhängern als unakzeptabel erscheint, oder der Pantheismus in seiner Ausführung als quasi "Religion-Light" funktioniert eben nicht.


    Fazit:


    Wer sich Elemente verschiedener Religionen als Mentaltechniken zunutze machen möchte, kann dieses tun und wird dabei auch sicher positive Effekte für sich und auch Andere bemerken.


    Soweit so gut:


    Wichtig finde ich nur hierbei, daß man sich bewußt macht, daß es sich "nur" um Mentaltechniken handelt. Mentaltechniken erklären nicht die Welt, Mentaltechniken verändern die Sicht auf die Welt.


    Beispiel für eine andere aber ebenso funktionierende Technik, wie sie der Mentalist und selbsternannte Wundermacher Jan Becker beschreibt:

    Zitat

    Man solle sich , so Becker, vorstellen , man sei ein Engel mit großen weißen Flügeln. Menschen , denen man begegne und mit seinen imaginären flügeln streife, würden so inspiriert und würden einen sofort anders wahrnehmen

    Als Mentaltechnik durchaus wert, es auszuprobieren, aber wer es zu ernst nimmt und als real betrachtet wird ein Problem haben.


    Zurüch zum Thema "Leben nach dem Tod" heißt das also:


    Wer den tröstlichen Gedanken an ein Leben nach dem Tod braucht, der soll ihn halt haben. Der Verlust von Angehörigen erscheint so wohl leichter. (Ehrlich gesagt, ich bezweifele das.)


    Aber ich halte es für ausgeschlossen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt.

    Zitat

    Ein möglicher Einwand Krieg , Folter als Menschgemacht und daher nicht göttlich abzutun , wäre unlogisch, da


    1. ähnliche Phänomene auch im sonstigen Tierreich zu beobachten sind, und


    2. der Mensch und seine unterschiedlichen Verhaltensformen ganz klar Teil dieser Natur sind und nicht als von der Natur abgekoppelte Wesen betrachtet werden können.

    Warum kann eine Intelligenz nicht etwas konzipieren, das einen eigenen Willen hat (das bedeutet, eigene Entscheidungen in einem wenig einschränkenden Rahmen treffen zu können)?

    1abc du suchst dir auch nur das raus was du hören willst!


    Wenn dann alles lesen


    Epheser 5:22-33 SCH2000


    Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Chris­tus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen , und die zwei werden ein Fleisch sein«. Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. Doch auch ihr — jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht !

    Zitat

    Ich wiederhole mich, aber ich frage dann auch Dich:


    Woher kommen dann die Informationen, die ich bekomme?


    Und bitte - keine Thesen, die auf einer Persönlichkeitsstörung oder Lügen basieren.

    Oh, na dann... http://web.randi.org/the-million-dollar-challenge.html


    Ja, ich weiß, Dir liegt nichts am Geld. (Woher ich das wohl weiß...) Bedenke aber, daß Du das Geld spenden könntest - an irgendetwas, daß Dir wirklich am Herzen liegt.

    Zitat

    Ja, ich weiß, Dir liegt nichts am Geld. (Woher ich das wohl weiß...)

    Saublöder Kommentar. Was soll das?


    Auf dieser Basis hat es für mich keinen Sinn, mich an der Unterhaltung zu beteiligen.


    Stammtischweisheiten und Unterstellungen bringen nicht nur nicht weiter, sondern verunglimpfen.


    Du weißt rein gar nichts über mich und was ich hier schon schrieb, hast Du augenscheinlich nicht gelesen oder bist daran auch nicht interessiert.

    Zitat

    Was soll das?

    ganz einfach, ich glaube Dir kein Wort. Die web.randi.org/the-million-dollar-challenge.html (hast Du diese überlesen?) bietet Dir Gelegenheit zu beweisen, daß Du nicht lügst oder Persönlichkeitsgestört bist. Also, warum so dünnhäutig.

    Zitat

    Ja, ich weiß, Dir liegt nichts am Geld. (Woher ich das wohl weiß...)

    Ich bin erstaunt, daß Du fragst , was das soll. Deine sonst bestimmt gute Menschenkentniss setzt wohl hier diesesmal aus. Hier habe ich halt einfach geraten. Die Wahrscheinlichkeit ist einfach recht hoch, daß Du argumentiert hättest, Dir läge nichts am Preisgeld.

    Auch dieser Beitrag strotzt vor Unterstellungen.


    Das nimmt uns die Option, uns hier austauschen zu können.


    Du musst mir gar nichts glauben und von mir aus glaube auch über mich, was immer Du möchtest. Und ich muss gar nichts beweisen, weil es hier nicht um Überzeugungsarbeit geht, sondern um Austausch.


    Nur ändert das nichts daran, dass ich weiterhin an einem Austausch interessiert bin. Einem Austausch über mögliche Erklärungen und Thesen, obwohl man nie wird etwas beweisen können.


    Was Du noch immer nicht begriffen hast - ich bin selber auf der Suche nach Antworten.

    An dieser Stelle möchte ich diese Aussage in den Thread stellen:


    (aus Wikipedia über Karl Popper):

    Zitat

    Statt nach einem Sinnkriterium sei nach einem Abgrenzungskriterium zwischen empirischer Wissenschaft und Metaphysik zu suchen, das er mit der prinzipiellen Falsifizierbarkeit auch gefunden zu haben glaubte: "Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können." Freilich betonte er, dass metaphysische Gedankensysteme erkenntnisgenetisch durchaus fruchtbar für die Wissenschaft gewesen seien, auch wenn sie selbst nicht empirisch prüfbar waren. Als Beispiel führt er den spekulativen Atomismus an, der zur Entwicklung der empirisch-wissenschaftlichen Atomtheorie geführt habe.

    Zitat

    Aber ich halte es für ausgeschlossen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt.

    Warum? Auf welche Wahrheiten beziehst du dich diesbezüglich?

    IceLady

    Oochnurmann will sich gar nicht austauschen. Er verweist auf die Organisation, die 1.000.000 $ demjenigen bezahlt, dem es als ersten gelingt nachzuweisen, dass es da überhaupt einen Effekt gibt, zu dem es sich lohnen würde, nach einer Antwort zu suchen. Was als Nachweis gilt, bestimmt Randi.org.


    Im Grunde sagt er: "Wenn du kannst, was du behauptest zu können, dann hol dir die Million Dollar. Dann glaube ich dir, dass du mehr als heiße Luft von dir gibst."

    1) Ich bin aufgewachsen und katholisch imprägniert. Außer bei ein paar gestörten Proselyten sektiererischer oder politischer Provenienz, bin ich nie einem Glaubenszwang oder ähnlichem begegnet: Freiwilligkeit zum Gottesglauben gehört zu den Grundelementen, - nach katholischer Anschauung und Lehre ist ein Erzwingen zum Glauben inakzeptabel und sündhaft.


    Das "Missionieren" früherer Zeiten stand im imperialistisch-kolonialistischen Zusammenhang. Heute haben die "Missionierten" ein unglaublich befreiendes Selbstbewusstsein, gesellschaftskritische Spiritualität und religiös fundierten Tatkraft gewonnen, die in der müde gewordenen euroamerikanischen Spätkultur selten ist. Fahr einmal zu den Gemeinden nach Rio oder Seoul oder in Slums un die vitalen Seelsorgerstätten in den afrikanischen Länder, dann weißt, wass ich meine,- oder bleibst halt daheim…..mit den ganzen Bornirtheit der Unwissenden.


    2) Auch das geäußerte Ausgrenzung von Menschen durch die Kirche


    mit dem Zweck des späteren "Hereinholens", was soll das? Zugegeben, in meiner Heimat, lauter Katholiken im Umkreis von 200 km gabs auch nichts auszugrenzen. Haben aber die ugarischen und dann tschechische Flüchtlinge versorgt und in Lagern Freundschaften geschlossen. Befreiung, Frieden , "Himmel" ist keine Spezialeinrichtung für Christen, steht allen Menschen offen (Inklusivismus). Aber um Glauben zu können darf kritische Offenheit und Vernunftgebrauch erwarten werden wie auch ein Reflektieren dessen, was als "zehn Gebote" aus der Bibel Normbestandteil aller vernünftigen Völker und Kulturen war/und ist. Die kath. Kirche lehnt nichts ab, was anderen Religionen wahr und heilig ist ("Religionenerklärung" von 1965, von fast allen Bischöfen der Weltkirche unterschrieben), hat auch Respekt vor den Atheisten als Personen und ihrem Denken. In der In der Kirchengeschichte die Ketzer Maßgebliches zur kirchlichen Lehre beigetragen.


    3) Umgekehrt aber: mit Toleranz und respektvollem Zuhören können Kirchen heute nicht rechnen, - das gehört thematisch zum Fachgebiet Psychologie, Abteilung antireligiöse Affekte und ekklesiogene Neurosen. Mir kommt vor, dass in diesem Faden manchmal wörtlich von Corvins "Pfaffenspiegel" aus 1845 abgeschrieben oder bei Streichers widerlichen "Stürmer" Anleihen genommen werden.


    3) Zur "Wahrheitsfrage"? Woher zum Teufel wird der Kirche eine Wahrheitsautorität außerhalb ihres Glaubensraumes zugeschrieben? Galilei ist schon lange tot. Papst Urban VIII. auch. Jetzt haben wir den Hawking als päpstliches Akademiemitglied und den Franziskus auch. Und im Vatikan steht ein Galilei-Denkmal.


    4) Wo/wann das Universum angefangen und wo/wann es zu Ende ist beschäftigt Physik, Chemie und andere Astro-Wissenschaften. Alles andere gehört zu den wissenschaftlichen Fachtypen Literatur, Kulturgeschichte, Theologie.


    5) Das Urknallmodell des belgischen (katholischen) Priesters Lemaitre, (der auch Einstein und – überflüssigerweise – den Papst überzeugen konnte), ist als beschreibendes Standardmodell der Entstehung des Universums angenommen. Aber bis heute ist noch die kindische Ansicht zu Gott unterwegs als außerhalb der Raumzeit stehender Verursacher, - dem einmal fad war und der deshalb urknallen hat lassen. Ebensowenig kann die Quantenmechanik, die das Modell in die Paralleluniversen hinein bewegt, dazutun, um Gottsucher trösten. Methodisch kann/darf man Gott (und das "Jenseits") auch dort nicht verorten. Gott ist nicht Gegenstand der Physik und der Astrowissenschaften.


    6) Das Wesentliche der Religion ist weder beweisbar noch unbeweisbar, ebensowenig wie der reiner Zufall. Und kommt aus einem anderen Wahrnehmungsbereich


    lg


    mm35

    mm

    Toller Beitrag :)= am falschen Ort ;-) .

    Zitat

    Mir kommt vor, dass in diesem Faden manchmal wörtlich von Corvins "Pfaffenspiegel" aus 1845 abgeschrieben oder bei Streichers widerlichen "Stürmer" Anleihen genommen werden.

    Oder Voltaire oder Russell. Was wäre die Kirche heute, hätte es solche Kritiker nicht gegeben?


    Wie du schreibst:

    Zitat

    In der Kirchengeschichte haben die Ketzer Maßgebliches zur kirchlichen Lehre beigetragen.

    Zur Abteilung Psychologie gehört auch die Übertragung: Man kritisiert am anderen, was man von sich selber abgespalten hat. Deshalb finde ich es so spannend, die inquisitorischen Züge der sogenannten Skeptiker mit ihren Organisationen wie z.B. randi.org zu beobachten.


    Die heutige Wissenschaft ist ja ein Kind der kirchlicher Scholastik und muslimischer Gelehrsamkeit. Und die Großeltern kirchlicherseits das Judentum und die griechische Philosophie. Ich denke, dass Verknotungen in diesen Beziehungen kaum argumentativ gelöst werden können (es liegen ja alle Argumente auf dem Tisch), sondern vielmehr familientherapeutisch.