@ LovHus

    Zitat

    Man darf sich vor allem nicht an dem Gedanken stören, dass das alles nur ausgedacht ist.

    Ich würd's um ein Wörtchen erweitern, nämlich zu:


    Man darf sich vor allem nicht an dem Gedanken stören, dass das alles eventuell nur ausgedacht ist.


    Dieses, ob nicht alles nur ausgedacht ist, ist natürlich immer das Problem bei allen sogenannten esoterischen/spirituellen Geschichten. Also ob, Nahtod-Erfahrung, Channeling, Kommunizieren mit Verstorbenen, Engeln und anderen Wesen, etc.


    Meine ganz persönlich Ansicht war ja, bevor ich mich großartig damit beschäftigt habe, dass wenn ich mir nur oft genug irgendwelche Leute anhöre, anschaue, was die zu sagen haben oder geschrieben haben, ich ein einheitliches Bild von der Welt bekommen würde.


    Dem ist leider nicht so. Es ergibt leider kein einheitliches Bild, so dass man sagen könnte, dass das, was sich das so herauskristallisiert, mit großer Wahrscheinlichkeit die Wahrheit sein könnte. Aber trotz all dem, möchte ich bei meiner Meinung bleiben, dass da mehr ist, als was ich momentan mit meinen Sinnen wahrnehmen kann. Das sagt mir ein inneres Gefühl.


    Ich möchte mal etwas vom Thema abschweifen und dieses Gefühl an einem anderen Beispiel erläutern. Dazu konstruiere ich eine kleine Geschichte. Nehmen wir mal an der reichste Mann der Welt, wer das gerade auch immer sein möge, Bill Gates oder ein anderer (oder vielleicht ist es ja auch eine Frau), würde das größte Gebäude der Welt bauen nur um alleine mit seiner Familie darin zu wohnen. Dann würden Leute vorbei kommen und wissen wollen wer und was denn alles in dem Gebäude so drin wohnen und arbeiten würde. Ein Einheimischer würde ihnen dann sagen, dass da lediglich nur eine Familie darin leben würde, dann würden alle sofort sagen: "Das glaube ich nicht, das kann nicht sein. In einem so großen Gebäude nur eine Familie? Nie und nimmer."


    So und jetzt beziehen wir das mal auf unser Universum und außerirdisches Leben. Mit genügt ein einziger Blick auf irgend ein Bild mit einem Teleskop gemacht, dass ein paar Galaxien zeigt, um zu wissen da draußen wimmelt es so von Leben, inteligentem Leben und anderem Bewußtsein. Unsere strengen Wissenschaftler wollen das erst dann glauben, wenn sie irgendwo außerhalb von unserer Erde mal ein Fitzelchen Leben finden, und sei's nur ein kleines organisches Molekül.


    (Ob wir je mit anderem intelligenten Leben kommunizieren oder zusammentreffen können, das möchte ich bewußt ausklammern um nicht einen Nebenschauplatz aufzumachen.)

    In Kürze und verspätet:


    1) Die Bezeichnung "höheres Wesen" oder "höhere Macht" geht mir auf die Nerven. Erstens hätte sich Gott, der – nach meinem Glauben – in Jesus Christus Mensch geworden ist, sich diese Bezeichnung (und auch eine derartige Auffassung) gründlichst verbeten! "höher" konträr zu "tiefere" oder "niederere"? Was bedeutet das? Ich glaube an kein höheres Wesen inkl. Allmächtigkeit. Als höhere Macht sehe nur meinen Zahnarzt und manchmal meine Frau.


    2) Nach dem Stande der Kosmologie haben das Universum/die Universen kein Zentrum, keinen Rand. Raum und Zeit sind mit dem Urknall entstanden. Aber nach der (noch nicht gelungenen) Kombination der Quantentheorie in die Relativitätstheorie gibt es überzeugende Gründe (noch kein Beweis!) dass das Universum keinen Anfang und kein Ende hat. Auch die Gesetze (Naturgesetze, Konstanten) seien durch den "reinen" Zufall entstanden. Daraus ergibt sich die Frage, was einem Gott da noch zu tun bleibt.


    3) Nach alter Denke: Gott sei jener Schöpfer, der einmal beschlossen habe, das Universum zu gründen. Er stünde außerhalb von Raum und Zeit und habe auch das Instrument des Zufalls erfunden. Demzufolge wäre Gott ein begabter Heimwerker. Das ist albern.


    B. Russells berühmte "Teekanne", und Einsteins "nichts als..", "nichts wird mich überzeugen können" (den Richard61 aus dessen Korrespondenz zititert), zeugt von unglaublicher Präpotenz, die ihrer ganz unwürdig ist. Man kann das heute nicht ohne Peinlichkeitsgefühle lesen.


    5) Schöpfung ist ein Prozess, an dem Gott, (nicht beweisbar) und die Menschen (kann man leider beweisen) schöpferisch tätig sind: Das Gute in Kunst und Kultur, Wissenschaft, die Sünde in Mord und Totschlag usw... Wie das zusammengeht oder aufteilbar ist, weiß ich nicht. Gott und das (ewige) Leben nach dem Tod können Anthropomorphismen sein und die Sehnsucht nach einer wünschbaren Verlängerung der Schönheiten des irdischen Lebens. Na und? Dass sich dahinter eine Realität verbirgt, kann ja sein.


    6) Wissenschaft und Glaube haben eines gemeinsam: sie gründen auf Unbeweisbarem. Selbst die Mathematik kommt nicht ohne unbeweisbare Axiome aus.


    Und beide sind aufeinander angewiesen. Ein Glaube ohne Annäherung an die Wissenschaft marschiert in Richtung Aberglauben. Eine Wissenschaft ohne Annäherung an den Glauben marschiert in Richtung Größenwahn.


    lg

    vanilla

    Zitat

    Auch wenn der Begriff unpassend ist.

    Es ist ein analoger Begriff. Du magst die Analogie für unpassend halten, aber das ist nun mal das Wesen der Analogie, dass sie taschenlampenartig bestimmte Ähnlichkeiten beleuchtet, aber auch schnell an ihre Grenze kommt.

    Zitat

    Russells berühmte "Teekanne", und Einsteins "nichts als..", "nichts wird mich überzeugen können" (den Richard61 aus dessen Korrespondenz zititert), zeugt von unglaublicher Präpotenz, die ihrer ganz unwürdig ist. Man kann das heute nicht ohne Peinlichkeitsgefühle lesen.

    Es zeugt eben nicht von Präpotenz, Russel und Einstein haben die Entstehung der Arten von Darwin gelesen. Ob es einen Gott gibt oder nicht liegt ganz klar in Darwins Werk.


    Es ist das egoistische Gen das uns hervorgebracht hat und wir sind in unserer Evolution noch lange nicht fertig in 10 Millionen Jahren werden wir anders aussehen. Wir sind eben nicht von einem Gott designed worden sondern wir haben uns aus einem Einzeller heraus entwickelt. Und wir haben gewaltige Konstruktionsfehler, welche die Evolution noch bereinigen wird, oder die Evolution tilgt uns von der Erde, weil z.B. ein Virus stärker ist als wir.


    Anatomisch gibt es zahlreiche Hinweise, das wir von "niederen" Arten abstammen, am prägnantesten ist der Vagusnerv. Diesen Nerv haben Fische, Reptilien und alle Säugetiere. Bei den Fischen geht er vom limbischen System direkt auf die Kiemen und steuert diese. Die Kiemen wurden nachweislich zu Organen im Kopfbereich Zunge Kehlkopf etc. . Bei der evolutionären Entwicklung von Kiemen zu Organen im Kopfbereich wurde der Nerv von unten nach oben hochentwickelt. Das heisst der Nerv macht einen riesigen Umweg von der Stelle wo einst die Kiemen waren hinauf zu den Organen. Bei Giraffen ist dieser Nerv so, dass er vom Hirn 1,5 m nach unten geht und dann wieder 1,5 m nach oben ??? Beim Mensch sind es ca. 2 x 30 cm. Oder der Samenleiter beim Menschen , dieser geht von den Hoden hoch über die Harnleiter , dann wieder nach unten zur Prostata??? Dies kommt aus einer Zeit als die Vorfahren die Hoden noch im Körper hatten. Oder die Lage der Ausgänge der Nebenhöhlen, sie liegen höher als die Nebenhöhlen, der Grund weshalb wir so oft Schnupfen haben. Als unsere Vorfahren noch auf allen vieren gegangen sind hat das nicht gestört. Oder unser Rücken , eine totale Fehlkonstruktion für aufrechtes Gehen. Die Beispiele in der menschlichen Anatomie für eklatante Fehlkonstruktionen ist Seitenlang.


    Dies soll ein Gott (Übermensch) geschaffen haben. Wenn es einer war dann hatte er einen Scheisstag. Alleine aus wissenschaftlich erwiesenen anatomischen Tatsachen glaube ich nicht an einen personalen Gott. Folglich sind für mich auch alle Heilsversprechen dieser an diesen Gott glaubenden Religionen Mumpitz. Wenn man sich einzig und alleine mit der Evolution und der Anatomie der Lebewesen befasst, ist dieser ganze Gottes und Religionsquatsch völlige Idiotie.

    Weshalb Nichts?? Ist die Welt nicht berauschend schön, wenn man sich mit ihr befasst. Ist es nicht ein riesiger Zufall , dass sich nicht zählbare Atome auf der Erde , ein winzig kleiner Anteil zu dem geformt hat der wir sind.


    Warum können wir uns nicht einfach freuen, dass es vergönnt ist für eine kurze Zeit mit unseren Sinnen daran teilhaben zu können. Wir tauchen dann wieder in den Kreislauf ein aus dem wir gekommen sind. Das würde ich nicht Nichts nennen.

    Richard, kann es sein, dass aus Deinen Beiträgen eine gewisse Wut und Verbitterung heraus klingt? "Mumpitz, Religionsquatsch, Gott muss einen Sch**tag gehabt haben" - das klingt so verächtlich, und wenn Du so überzeugt davon bist, welcher Blödsinn da verzapft wird - warum ficht Dich das überhaupt dermaßen an?

    Zitat

    Wir sind eben nicht von einem Gott designed worden sondern wir haben uns aus einem Einzeller heraus entwickelt.

    Auch das kann Design beinhalten- den Anstoß zur Entwicklung geben und dann laufen lassen. Wesentlich anders handelt der Mensch seinen Geschöpfen gegenüber (z.B. Maschinen, Computer, Roboter) auch nicht. Der Mensch ist nicht mal mehr in der Lage, einen Computer ohne Computerhilfe selbst zu entwerfen- Roboter/Automaten fertigen Maschinen, Roboter und Computer und dennoch ist Mensch mächtig über seine Werke, auch wenn er deren Entwicklungnicht mehr vollkommen selbständig steuern kann, sondern Computer und Automaten/Roboter zur Hilfe nimmt.


    Auch bei der Computerentwicklung lässt sich ein evolutionärer Charkter der Entwicklung betrachten/beobachten (wenn man mal die Entwicklung von Zuses Computer zum heutigen Computer nimmt)- dennoch ist das nicht vollkommen zufällig.

    der einzeller hat eine dna mit einem 6 milliarden triplets langen code. dieser code ist einzigartig und der einzige in jeder zelle auf der ganzen welt. es gibt keine ander verschlüsselungsform zur produktion von aminosäuren/ proteinen


    wir richten ins weltall Antennen für Millionen von Euro.


    Werden dann zwei unterschiedliche Töne entdeckt, sagen wir: "oh, da ist Intelligenz im All."


    Schauen wir unsere dna codes mit den milliarden codierten triplets an, dann sagen wir: das hat sich aus dem Wasser mit ein paar Blitzen entwickelt...durch zufall und ganz viel zeit.und mutation...

    @ Eva Rella,

    durchaus verspüre ich eine gewisse Verbitterung gegenüber Religionen.


    Sie bringen Leid und Elend und Unwissenheit über die Menschen.


    Ein Schlüsselerlebnis war der Besuch einer uralten Landvogtei, dort waren noch alle original Folterinstrumente an ihrem Platz in der Folterkammer. Der Führer las uns den Originalvernehmungstext vor, ein Frau wurde aus nichtigem Grund der Hexerei bezichtigt. Sie wurde einem unvorstellbarem Martyrium unterzogen, das minutiös aufgeschrieben wurde. Ihr Gottesglaube war nicht stark genug die Schmerzen aushalten zu können. Nachdem man ihr in einer Art Schraubstock die Schienbeine gebrochen hatte, wurde sie mit nach hinten gebundenen Armen immer wieder fallengelassen auf die gebrochenen Schienbeine. Sie gab letztlich zu eine Hexe zu sein und wurde zum Scheiterhaufen verurteilt, vorher sollten ihr noch beide Hände abgehackt werden.


    In einem kirchlichen Gnadenakt ersparte man ihr vor dem Scheiterhaufen das Abhacken der Hände.


    Diese absoluten Scheußlichkeiten können nur Religionen und Ideologien hervorbringen und dies immer wieder aufs Neue.


    Nun kann man sagen der Großteil der Religiösen tut sowas nicht, es sind aber die Religionen die die Plattformen für diese Untaten bereiten.

    Richard,


    das ist furchtbar, und glaube nicht, die Kirchen hätten hierfür auch nur einen Funken meiner Achtung und Sympathie.


    Diese fehlgeleiteten Irren suchen sich vermutlich in den politischen und religiösen Nischen ihren Platz, weil sie sich dort mit ihren perversen Gelüsten nicht nur ungestraft, sondern in ihrem Umfeld auch noch dafür hoch geachtet fühlen können. Das ist wahrhaftig widerlich!

    @ Eva,

    das war während der Inquisition, die letzte Hexe starb ca. 1800 auf dem Scheiterhaufen.


    Aber nicht nur der katholische Klerus verfolgte Hexen.


    Hier eine Predigt von Martin Luther:


    "Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen… Sie können ein Kind verzaubern… Auch können sie geheimnisvolle Krankheiten im menschlichen Knie erzeugen, dass der Körper verzehrt wird… Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann … Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder … Sie schaden mannigfaltig. Also sollen sie getötet werden, nicht allein weil sie schaden, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Satan haben."


    – Predigt vom 6. Mai 1526


    Ein aufgeklärter , wissbegieriger Mensch braucht keine Religion, das lehrt uns die Geschichte und was in deren Namen alles für grauenhafte Dinge passiert sind. Nun kann man der Ansicht sein der moderne Mensch hat das überwunden. Dem ist leider nicht so. In Amerika glauben 50% der Menschen , dass die Erde 6000 Jahre alt ist und sind teilweise schon sehr renitent in ihrem Glauben, es laufen Versuche von diesen Verbänden das dies in der Schule gelehrt wird. Aus diesen Kreisen kommt Rassenhass, Schwulenhass, religiöse Verblendung kann auch dort wieder in wenigen Jahrzehnten zu extremen Handlungen führen.

    Da gibt es noch viel viel ärgere Geschichten, begangen von talentierten Atheisten und Materialisten, deren Scheußlichkeiten und Verbrechen ganzen Völkern und Millionen von Menschen - unter Mithilfe ihrer perversen Gesinnungsgenossen - die irdische Hölle aufgemacht haben. So alt kannst Du nicht sein, um nicht zu wissen, was meine. Christen waren das keine.


    Lern Geschichte.


    Warum erzeugt Deine Plattform so haßgetränkte Anwürfe und Beleidigungen...


    Da kann man nicht mehr argumentieren und es wäre schade, Dich nicht mehr ernstnehmen zu können.


    lg