Was machen gegen starke Antriebslosigkeit?

    Hallo, ich werfe mein Leben weg, nun bin ich bei einem Therapeut, aber ich scheitere gerade wie immer am Antrieb, ich habe einfach keinen und ziehe die Decke über den Kopf und schaue ins Leere.


    Hatte das schonmal jemand so extrem und wie bist du da herausgekommen?


    LG

  • 10 Antworten

    Hallo, ich habe gerade auch wieder so eine Phase. Zum Glück hast du einen Therapeuten. Hast du Medis bekommen? Ich kann es mir gerade beim besten Willen nicht erlauben, aber ich sitze die Phase aus und warte bis das Medikament wieder anschlägt (Citalopram)


    Die Konsequenzen meines "nichts-tuns" muss ich gerade ignorieren, da man/ich sonst wieder in so eine Abwärtsspirale gerate... hach naja :/

    Zitat

    Hallo, ich werfe mein Leben weg,

    Was heißt das konkret? Und gibt's einen Bezug zu deinem Nickname?

    Zitat

    nun bin ich bei einem Therapeut, aber ich scheitere gerade wie immer am Antrieb, ich habe einfach keinen

    Wozu hast du denn keinen?


    Erstmal Basisdinge:


    * Hast du ein Obdach? Wenn ja: Klappt das mit der Miete/Einkommen, sodass dieses Obdach sicher ist?


    * Hast du Hunger/Durst? Klappt Essen und Trinken noch? Und Körperhygiene?


    * Hast du akute Schmerzen, Verletzungen, Krankheiten?


    * Klappt Schlafen?


    * Gehst du noch Einkaufen, machst dir Essen, Müll runterbringen, Wäsche waschen, Wohnung sauberhalten?


    * Hast du noch soziale Kontakte?


    * Machst du die PT-Sitzungen denn auch wirklich? Oder willst du die - mangels Antrieb - auch abbrechen?

    Zitat

    und ziehe die Decke über den Kopf und schaue ins Leere.

    Ist das im übertragenen Sinne gemeint? Oder real? Dann liegst du also den ganzen Tag im Bett? Stehst du - außer zu den PT-Sitzungen - noch aus dem Bett auf? Da wäre schon bisschen hilfreich, ob das nun nur ein Eindruck ist oder was du wirklich den Tag über machst. Hast du Arbeit oder eine Tätigkeit? Könntest du arbeiten?

    Zitat

    Hatte das schonmal jemand so extrem und wie bist du da herausgekommen?

    Ist bei mir ein paar Jahre her.


    Erst nervlicher Zusammenbruch zuhause abends 10 Uhr, 112 gewählt, Notarzt gekommen, keine Vitalfunktionen bedroht, dann 1h später ärztlicher Bereitschaftsdienst gekommen (ein Psychiater), 1x Tavor bekommen (und eine als Reserve) sowie einen Psychiater-Termin bekommen, dort Medikamente bekommen (Citalopram), parallel um Psychotherapie gekümmert (über Sozialpsychiatrischen Dienst und eine Beratungsstelle), dann 1 Psychotherapie-Versuch, bei der 2. Sitzung habe ich das abgebrochen (fand ich sinnlos), dann mein Umzug nach Hause (habe ich noch allein geschafft), mit Anfang 30 wieder kurz bei meinen Eltern gewohnt, dort hatte ich Suizidgedanken und einen konkreten Plan, Selbsteinweisung in psychiatrische Klinik, erst geschlossene Station mit Selbstschutz, dann offene, dort war ich einige Wochen stationär auf der Akutstation, dann stationäre Gruppentherapie (12 Wochen). Dann ging's wieder. Hat alles in allem ein halbes Jahr gedauert. Diagnose: depressive Verstimmung. In der Klinik Strategien gelernt, was ich selbst tun kann.


    In Wellen kommt sowas in viel schwächerer Form bei mir wieder, aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen.

    Zuerst ein dickes fettes SORRY für meine späte Antwort, das ist meine Antriebslosigkeit in Reinform...wahrscheinlich bekomme ich jettz deswegen keine Antworten mehr, weil jene, welche sich an dem Thread beteiligten den Thread nicht mehr auf ihrem Radar haben...das habe ich davon :(


    AmEnde0815: Ja, habe Medis, 3 verschiedene. Kann mich in dich hineinversetzen, weil es mir genauso geht und hoffe, dir geht es bald besser...


    minimia: Also zu den Sitzungen gehe ich schon


    Pythonist:

    Zitat

    Was heißt das konkret? Und gibt's einen Bezug zu deinem Nickname?

    Ich mache daheim nichts, außer am Laptop sitzen. Mein Nickname bezieht sich darauf, dass ich mal von Benzos abhängig war.

    Ja, mein Obdach ist sicher


    Hunger habe ich aufgrund von Seroquel und Lyrica reichlich, manchmal bin ich aber zu faul, um etwas zu trinken, außer Alkohol, darauf habe ich oft Lust. Körperhygiene klappt "dank" meinem Waschzwang, aber wenn ich nicht arbeiten muss und nur zuhause bin uch ich niemanden besuche/mich niemand besucht, dusche ich nicht und rasiere mich nicht, die Hände wasche ich dann aber schon so 60 mal am Tag.


    Ja, habe immer Schmerzen im Knie, aber bin zu antriebslos, um mich darum zu kümmern :(


    Schlafen tue ich immer so 10-12 Stunden, dank Seroquel und wenn ich gar nicht schlafen kann, habe ich auch Zopiclon und Benzodiazepine. An den Wochenenden und im Urlaub nehme ich auch manchmal tagsüber Seroquel zum mich einschläfern, weil alles so öde und depressiv ist.


    Einkaufen kann ich, ja. Essen tue ich bei meiner Mutter, welche auch die Wäsche wäscht. Die Wohnung mache ich nur sauber, wenn ich besuch bekomme, dann aber auf den letzten Drücker, sodass ich immer in extremen Stress komme, ansonsten schmeisse ich alles nur auf den Boden und es sieht dann richtig asozial aus.


    Ja, ich habe zum Glück zwar wenige, aber sehr enge und liebe soziale Kontakte x:)


    Die PT-Sitzungen mache ich, aber meistens gehe ich immer zu spät und komme dann wieder in Stress und rase wie verrückt durch die Gegend.

    Hallo nottranquilized


    Ich häng mich mal dran


    Habe sehr starke antriebslosigkeit


    Haushalt ist wie bei dir. Landet alles am boden. Ist teilweise ein Hindernisparcour. Geschirr müll kann wochenlang rumstehen. Wenn nichts da is besorg ich mir was zum essen wo man kein Geschirr braucht. Im schlafzimmer landen Klamotten alle auf Boden oder werden einfach in schrank gestopft. Aufräumen klappt nur wenn sich besuch ankündigt was selten ist


    Viele Freunde hab ich nicht


    Auch mit hygiene klappt nur wenn ich Haus verlassen muss..


    isolier mich immer mehr. Verlasse haus nur wenn ich muss.. einkaufen, ärzte. Erledigungen,, welche ich seit tagen aufschiebe


    Essen geht zurzeit Frühstücke immerhin was normales..und abends entweder bestell ich was oder es gibt nudeln mit fertigsoße


    Es kommen immer häufiger Gedanken dass ich nicht mehr will


    Sehe keinen Sinn mehr


    Bin in psychologischer Behandlung.. wo ich eigentlich seit 2 wochen einen Termin ausmachen sollte. Hab nur Gefühl ich trette da auf der stelle.. meine antriebslosigkeit ist dort großes Thema.. es heißt ich muss mich überwinden was zu machen... wie soll ich das machen wenn das nicht geht?? Ich will ja eigentlich was machen aber ich kann nicht


    Warte jetzt eigentlich nur dass ich Termin für Tagesklinik bekomme..

    Hallo Novemberfrau, schön, dass sich jemand gemeldet hat, aber tut mir leid, dass es dir auch nicht gut geht...


    Darf ich dich fragen, welche Diagnose(n) du hast? Und seit wann du so antriebslos bist? Bzw durch was es ausgelöst wurde, falls es einen Auslöser gab?


    Ich habe mir noch nie viel zugetraut und anstatt Dinge zu erledigen habe ich mich immer in Phantasie gestürzt, dachte immer, irgendwann, wenn ich älter bin, wird das schon werden.......tja im Laufe der Jahre kam noch eine Depression dazu und nun ist darauf bezogen gar nichts besser, nur schlimmer.....


    Die Zeiten in denen ich keinen Sinn mehr sah, sind zum Glück vorbei, dank lieben Freundinnen, sie geben meinem Leben Sinn, besonders meine beste Freundin, wäre zwar schon noch manchmal gerne Tod, aber selbst umbringen möchte ich mich nicht mehr.


    Mir sagt manauch immer, ich muss imich überwinden, ja aber wie soll man da machen, ohne Antrieb? Finde den Rat sinnlos und Ausruck der Ratlosigkeit von Ärzten, was jetzt aber kein schlechte Licht auf Ärzte werfen soll.


    Das kuriose ist, dass ich für andere ohne Probleme etwas machen kann, wenn sie mich darum beten, oder meine Hilfe brauchen. Für meine Freundinnen würde ich alles tun.


    PS: Klingt jetzt vielleicht ungewöhnlich von jemand aus einem Forum, aber.....wenn du es gar nicht schaffst den Termin auszumachen, könnte ich das für dich tun, könnte sagen, du hast keine Zeit, oder bist krank, das wäre doch einen Grund für jemanden einen Termin auszumachen. Nur ein Angebot. Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber mir fällt es extrem schwer Hilfe anzunehmen.

    Hallo Zusammen


    Möchte mich hier mal anschließen, da es mir ebenso ergeht.


    Ich wurde letztes Jahr Aufgrund mehrerer Bandscheibenvorfälle Arbeitslos und fiel in ein erstes Loch.


    Nachdem ich dann eine neue Partnerin hatte ging es wieder, Ich zog von Würzburg nach Bochum und es ging wieder Aufwärts ... hatte zwar noch keinen Job, aber wieder Lust auf Leben bekommen. Aber umso mehr Jobabsagen kamen umso mehr warf es mich wieder zurück. Zoffte mich immer öffter mit meiner Freundin bis Sie mich im August nach einem mislungenen Urlaub verlies.


    Seit dem ist es Furchtbar:


    Ich bewege mich nurnoch von bad auf die Couch, wo ich auch schlafe da mein Bett mit wäsche vollliegt.


    Ich nehme keine Termine mehr war, wodurch ich kein Geld mehr habe.


    Essen tue ich maximal alle 3-4 Tage, da ich mir nichts mehr leisten kann.


    Und aus der Wohnung müsste ich auch schon seit 3 wochen raus sein, wegen 3 MM Rückstand


    Hygiene leidet auch schon zwischendurch


    Ich weiß nichtmehr weiter und hab auch keine Lust mehr auf dieses Leben ... würde mir aber auch selbst nichts antun.


    Hab auch schon bei mehreren Terapeuten nachgefragt , haben aber Wartezeiten von 6Mon. - 1 Jahr

    hab PTBS und Depression


    Auslöser ist häusilche Gewalt


    Anstriebslosigkeit hab ich eigentlich schon seit ca 1 Jahr mal ist besser mal ist es Schlimmer so wie zurzeit, Haushalt bzw abwasch und Wohnzimmer in Ordnung halten das klappt seit einer Woche aber merke das lässt auch schon etwas nach


    Sooo ordentlich war ich noch nie aber ich brauch es nicht blitzeblank


    Viele Freunde hab ich nicht, zähle aktuell drei. Auf die ich zählen kann aber leider nicht so oft zeit haben merk aber auch dass es mich Kraft kostet überhaupt was auszumachen. Meistens bin ich alleine und unternimm auch was alleine.


    mir gings auch mal gut nachdem ich eine Reha gemacht hab hat nicht lang gehalten und seitdem bzw seitdem ich gesagt hab mir gehts wieder schlechter hab ich Gefühl eine hat sich abgewendet meldet sich nicht mehr hat mal gemeint sie kommt mich im Oktober besuchen wenns bei ihr klappt jetzt ist November seitdem nichts mehr gehört... sonst wars auch nie ein Problem wen es mir schlecht ging dass sie zu Besuch kommt. macht mich sehr Traurig


    Wenn jemand eine Ahnung hat wie man die Antriebslosigkeit überwinden kann soll sich bitte melden.. weiß auch nicht wie man das machen kann


    danke dass ist sehr nett aber mach das lieber alleine.. kenn das kann auch sehr schwer Hilfe von anderen annehmen


    das mit den Terminen kenn ich hab letzten zwei wochen auch meine Termine abgesagt weil es nicht ging


    finde es heftig dass man wenn man eigentlich einen Therapeuten dringend braucht dass man dann solange warten muss..


    mein Problem ist auch noch meine Eltern wissen noch nicht mal dass ich krankgeschrieben bin und auch noch nichts von der Tagesklinik irgenwiekann ich es nicht sagen. Versuch jetzt schon dass wenn meine Mum nach der Arbeit frägt dass ich sag dass es zu viel ist.

    oh Mist ... das mit den Freunden tut mir leid, auch weil ich das Verhalten solcher "freunde" nicht verstehen kann.


    Aber ich kenne es, umso schlechter es mir geht umso mehr Leute haben sich abgewand.


    Momentan ist meine kleine Schwester die einzige Person die Kontakt sucht und fragt wie es mir geht , leider is sie vor 3 wochen nach Neuseeland gegangen. Auch meine Ex hatt mir Freundschaft angeboten und sich nie mehr gemeldet.


    Mittlerweile denke ich, dass man sich nur selber helfen kann ... wenn man denn die Kraft dafür findet.


    Gibt es in deiner Nähe vielleicht ne Selbsthilfegrp. oder ein Wg von Leidensgenossen? Könnte mir Vorstellen dass das einem Hilft und man sich gegenseitig Helfen kann.