Weg von den Antidepressiva

    Hallo. Ich leide an Depressionen und einer mal mehr, mal weniger ausgeprägten Sozialphobie. Seit fast 10 Jahren nehme ich nun verschiedenste Antidepressiva, zuletzt Wellbutrin und Cipralex 10mg. In diesen 10 Jahren hat sich in meinem Leben einiges verändert. Ich wollte auch immer etwas ändern, weil ich dachte, dass sich dadurch auch meine Psyche positiv verändert, sei es durch bessere Wohnsituation, Hochzeit, anderen Job....usw


    Meine Lebensumstände haben sich also von denen eines einsamen Single gewandelt zu denen eines Hausbesitzers mit Ehefrau und Katze und der Option einer Familiengründung.


    Ich denke viele dieser Entscheidungen, die ich gefällt habe, um heute da zu stehen wo ich bin, hatten als Auslöser diese Idee etwas an meinem Umfeld so zu ändern, dass ich gezwungen bin anders zu handeln, denken, leben, als bis dahin - und damit raus aus meinen psychischen Problemen zu kommen.


    ( Z.B. geliebt zu werden, kreativ sein zu können in den eigenen 4 Wänden, die Möglichkeit neue Menschen, Nachbarn, usw. kennen zu lernen )


    Tatsache ist aber leider, ich empfinde zu wenig Liebe, ich habe Angst vor den Nachbarn, ich fühle mich nicht wohl in meinem Haus - meine Gedanken gehen schon wieder in diese Richtung - Umfeld ändern: Frau verlassen :(v , Wohnung mieten, ... davonlaufen... >:(


    Das kann und will ich aber auch nicht wirklich machen!


    Ich muss endlich mit dem glücklich werden was ich habe, endlich der offene, aktive, glückliche Mensch werden, der ich sein will.


    Mit den Antidepressiva schaff ich das nicht, sie blockieren mich, etwas an mir zu ändern, weil sie mich abstumpfen, und mir dabei egal ist, wie es mir geht.


    Ich will weg davon...


    Wellbutrin sind schon Geschichte, und ich vermisse sie nicht, nun habe ich aber seit einpaar Wochen begonnen die Cipralex zu halbieren und dachte auch lange es funktioniert.


    jetzt aber geht es mir schlecht, ich kann schwer einschlafen, bin ununterbrochen müde, mies gelaunt, weinerlich, etc...


    Was soll ich nur tun?


    :-(

  • 7 Antworten

    Ich bin seit 2 Jahren erfolglos in Gruppentherapie und beginne nun ergänzend eine Einzeltherapie, die ich mir aber gar nicht leisten kann.


    Ich hoffe diese Einzeltherapie hilft. Ich war noch nie in Einzeltherapie.


    Wenn ich die Medikamente nehme bin ich relativ emotionslos und mir sind Dinge, die ich eigentlich ändern will so egal, dass ich gar nicht darüber sprechen will, bzw. mir diese Vorfälle gar nicht mehr einfallen, die vl. von Relevanz wären.


    Andererseits geht es mir momentan so schlecht, dass ich gerne wieder in diese Watte verpackt wäre.


    Vielleicht wäre aber eine Therapie in meinem momentanen (quasi Medikamentenlosen) Zustand viel effizienter?

    Österreich. Der Therapeut (integrative Gestalttherapie) verlangt 100 Euro/ 50min, davon bekomme ich ca. 20 Euro von der Krankenkasse.


    Wenn ich jede Woche eine Sitzung habe kostet mich das immer noch 360 Euro im Monat. Ich verdiene zwar nicht soo schlecht, aber mir bleiben niemals 360 Euro im Monat übrig.


    Ich habe heute meine 1. Sitzung (nach dem Erstgespräch) - ich werde mit ihm auch dieses Kostenthema besprechen.


    Die Gruppentherapie wird zur Gänze von der Krankenkassa übernommen. Nur leider bringt mir diese Art der Therapie nichts, wenn ich jeden Montag 1,5h anderen Leuten teilnahmslos bei ihren Problemen zuhöre.


    %-|

    Ich werde nun im 2-Wochen Rhythmus zur Therapie gehen. Das ist nicht sehr viel, aber mehr kann ich mir nicht leisten.


    Die Dosis von Cipralex habe ich nun wieder erhöht, weil es mir wirklich sehr besch... ging/ bzw. immer noch geht. 0 Antrieb, nur schlechte Laune, kein Interesse an irgendwas. Am Wochenende nur am herumliegen, in der Arbeit keine Konzentration, keine Leistung...


    Ich wünsche mir Normalität, aber das klappt alles nicht. Ich will allein sein, ich will einfach in Ruhe gelassen werden...


    Ich hasse den Gedanken daran, wieder nach der Arbeit nachhause fahren zu müssen...


    Vielleicht stellt sich ja bald wieder ein "istmiregal-Gefühl" ein, und ich vegetiere weiter vor mich hin, gehe zur Therapie ohne zu wissen, was mein Problem ist usw...


    ich mag nicht mehr...

    Hallo! Ich schreibe hier mal wieder, weil sich nichts ändert, bzw. weil es mir momentan nicht wirklich gut geht. Ich bin nun in Verhaltenstherapie und zusätzlich in Gruppentherapie, die ich allerdings in erster Linie als Experimentierfeld in Kombination mit der Verhaltenstherapie sehe. Und ich nehme noch 10mg Cipralex. Das hilft aber alles nichts: Die Verhaltenstherapie zielt primär auf meine Sozialphobie ab, wo ich aber im Moment gar nicht das Bedürfnis habe mich mit dem Problem auseinanderzusetzen, weil alles andere viel schwerer wiegt.


    Ich kann mich bei der Arbeit nicht konzentrieren, bringe keine Ergebnisse, surfe lieber im Internet und mache alles andere als das was ich sollte, einfach weil ich 0 Interesse daran habe, bin nur schlecht gelaunt und kann mich zu rein gar nichts aufraffen.


    Ich fühle mich nicht wohl in dem Haus, das ich gemeinsam mit meiner Frau gekauft und saniert habe, ich würde mich am liebsten irgendwo in eine geschützte "Höhle" allein zurückziehen und dahinvegetieren.


    Auch die Anwesenheit meiner Frau ist mir oft unangenehm, und ich verhalte mich immer wieder mal verletzend ihr gegenüber - und sie überfordert mich mit ihrem immer größer werdenden Kinderwunsch -wir sind beide 33. ich will aber kein Kind, ich würde mich einem kind gar nicht zumuten wollen.


    Ich habe keine Freunde, keine Lust auf irgendwas.


    Ich wünsche mir so, dass sich irgendwas ändert, aber ich habe keine Ahnung was ich machen soll...


    :-/

    Nun, auch wenn es hier keine Kommentare gibt, verständlich, - weil ich keine konkrete Frage gestellt habe - werde ich weiter schreiben.


    Ich bin es gewohnt unbeachtet zu werden, und ich will auch oft gar nicht wahrgenommen werden.


    Ich sitze wieder im Großraumbüro und warte dass die Zeit vergeht, hoffe dass niemand mich stört, anruft, irgendwas von mir will, und meine Projekte arbeite ich immer nur dann etwas ab, wenn es mir zu unangenehm wird, nichts zu tun, oder ein chef mich beobachtet.


    all diese Projekte, die ich in diesem Jahr bearbeite hätte ich im Normalfall in 1 Woche erledigen können, aber ohne Zeitdruck bleibt es eben liegen.


    Es ist alles so sinnlos und ich will stets nur weg von hier.


    Aber es geht nicht... :°(